AT125928B - Verfahren und Einrichtung zum Zerlegen von Gasgemischen, insbesondere von Luft. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Zerlegen von Gasgemischen, insbesondere von Luft.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Anwendung des Kältespeicher-Umschalt-Wechselbetriebes für den Kältetausch bei der Gasgemischzerlegung wird einigermassen beeinträchtigt durch den Umstand, dass beim Umschalten die Zerlegungsprodukte sich mit der jeweiligen Gasgemischfüllung der Kältespeicher mischen und deshalb nicht im ganz reinen Zustand gewonnen werden können. Wenn nun zwar diese Mischung auch nur eine Verunreiningung von 2 bis 3% verursacht, so ist doch dadurch in solchen Fällen, wo es auf besondere Reinheit der Zerlegungsprodukte. wie z. B. heim Handelssauerstoff, ankommt, die Anwendungsmöglichkeit des Kältespeicher=Umschalt-Wechselbetriebes in Frage gestellt. Zudem ist eine Vereinfachung der Einrichtung in der Weise erwünscht, dass an Stelle der zwei Paar Kältespeicher (ein Paar für das Gasgemisch und das Leichtsiedende der Zerlegungsprodukte und ein zweites für das schwersiedende Zerlegungssprodukt) nur ein Kältespeicherpaar erforderlich würde. Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren, das Schwersiedende der Zerlegungsprodukte. bei Luft also den Sauerstoff auch bei der Anwendung des Kältespeicher-UmschaltWechselbetriebes unvermischt zu gewinnen und den Betrieb mit nur einem Kältespeicherpaar zu ermöglichen. Zu diesem Behufe kommt hier eine Kombination des Kältespeicher-Umschalt-Wechselbetriebes mit einem kontinuierlichen Kältetausch zur Anwendung. Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht somit nur noch aus 2 Kältespeichern für Gasgemisch- leichtseiedendes Zerlegungsprodut und einem Röhren-Gegenstrom- kälte-Tauscehr für Gasgemisch-schwersiedendes Zerlegungsprodukt. Der Hauptteil des Gasgemisches (bei Luft also 4 und das gesamte leichtsiedende Zer- legungsprodukt (bei Luftzerlegung der Stickstoff) verkehrt in den Kältespeichern a'und a im Umschalt-Wechselbetrieb, der kleinere Teil (#) und das schwersiedende Zerlegungsprodukt (der Sauerstoff) dagegen in kontinuierlich wirkenden Gegenströmern. Der kontinuierlich wirkende Gegenstrom-Kältetausch besitzt aber bekanntlich den Nachteil. dass sich in den Gegenströmern der Reif aus dem Wasserdampf- und Kohlensänregehalt des Gasgemisches ansammelt, was beim Kältespeicher-Umschalt-Wechselbetrieb nicht der Fall ist, weil bei diesem der Reif von den Zerlegungprodukten durch Sublimation wieder aufgenommen wird. Zur Behebung dieses Übelstandes ist man neuerdings dazu übergegangen, auch die Röhren-Gegenstrom-Kältetanscher umschaltbar zu machen, so dass dus Gasgemisch tageweise durch den Raum des Gegenströmers geleitet wird, in welchem vorher eines der Zerlegungsprodukte verkehrte und umgekehrt. Auf diese Weise kann auch in Röhren-Gegeströmern der Reif aus dem Gasgemisch an die Zerlegungsprodukte durch Sublimation übertragen werden. Das kennzeichnende Merkmal der Erfindung besteht nun darin, dass der Kältespeicher- Umschalt-Wechselbetrieb für den Kältetanscb zwischen dem grösseren Teil des Gasgemisches und dem leichtsiedenden Zerlegungssprodukt mit dem kontinuierlichen Kältetausch zwischen dem schwersiedenden Zerlegungsprodukt und dem kleineren Teil des Gasgemisches entweder <Desc/Clms Page number 2> unter Hochdruckverdichtung des flüssigen Sauerstoffs oder im Niederdruckbetrieb und in beiden Fällen unter Anwendung des an sich bekannten Gegesntrömer-umschalbverfahrens verbunden wird, um sowohl das sehwersiedende Zerlegungsprodukt ohne Verzicht auf den KältespeicherUmschalt-Wechselbetrieb in reinem Zustand gewinnen zu können als auch die Ansammlung von Reif im Gegenströmer zu umgehen. Auf beiliegender Zeichnung ist die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens in EMI2.1 Sie besteht aus den beiden Kältespeichern (il, a" für den Kältetausch der grösseren Gasgemischmenge mit dem leichtsiedenden Zerlegungsprodukt, dem Trenner d. dem umschaltbaren Niederdruck-Gegenströmer f und dem Hochdruch-Gegenströmer g. diese beiden Gegenströmer kommen nur wahlweise, entweder der eine für Niederdruck-oder der andere für Hochdruck- betrieb zur Anwendung. Der grössere Teil des Gasgemisches wird durch das Umschaltventil h' bei k' in den Kältespeicher 0'eingeleitet, nimmt in diesem Kälte von dem Eiseninhalt des Kältespeichers auf und wird durch Leitung 1 in den Trenner d geführt. dort in seine Hauptbestandteile zerlegt und das leichtsiedende Zerlegungsprodukt sodann mit Leitung 4 durch den Kältespeicher ss geleitet und durch das Umschaltventil 7/ bei entnommen. nachdem es seine Kälte in den Kältespeicher a" abgegeben hat. Nach einigen Minuten wird umgeschaltet und der betreffende Teil des Gasgemisches durch bei 11'eingeleitet. welcher dort die Kälte aufnimmt, die vorher von dem leichtsiedenden Zer- legungsprodukt an den Eiseninhalt des Kältespeichers abgegeben wurde und durch Leitung 3 in den Trenner geführt, dort zerlegt und das leichtsiedende Zerlegungsprodukt mit Leitung 2 durch den Kältespeicher a'und das Umschaltventil h' bei m' entnommen. nachdem es seinen Kälteinhalt im Kältespeicher al abgegeben hat. Der kleinere Teil des Gasgemisches wird bei o mit 3-4 Atm. Überdruck dem Gegen- strömer f zugeführt, innerhalb dessen Rohrspirale s von oben nach unten hindurchgeleitet und mit Leitung 5 nach dem Trenner d geführt und dort zerlegt. Das Schwersiedende der Zerlegungsprodukte wird durch Leitung 6 flüssig in den Gegenströmer f übergeleitet, in diesem verdampft und in Gasform dann ausserhalb der Rohrspirale s von unten nach oben hindurchgeführt um bei t entnommen zu werden. Etwa jeden Tag einmal wird der Gegenströmer mit dem Wechselventil ! umgeschaltet und dann einen Tag lang das Gasgemisch bei o zugeführt und aussen um die Rohrspirale x herum von oben nach unten durch den Gegenströmer geleitet und durch Leitung 7 in den Trenner d geführt, während in dieser Zeit das schwersiedende Zerlegungsprodukt aus dem EMI2.2 nach oben hindurchgeführt und bei t entnommen wird. In solchen Fällen, wo das schwersiedende Zerlegungsprodukt. wie beispielsweise beim Handelssauerstoff. im hochverdichteten Zustand in Stahlflaschen in Verkehr kommt. wird an EMI2.3 Kolbenpumpe gegen den hohen Druck der Stahlflaschenfüllung in den Gegenströmer y ge- fördert. Gleichzeitig wird ein Teil des zu zerlegenden Gasgemisches auf denselben Druck verdichtet, bei 0'in den Gegenströmer geleitet und durch diesen in einem der beiden Rohre EMI2.4 leitet wird. Dieser Hochdruck-Gegenströmer ist ebenfalls für tageweise Umschaltung eingerichtet. wie sie beim Betrieb des Niederdruck-Gegenströmers bereits beschrieben ist. Dazu gelJören dip Leitungen 71 und 81 und das Wechselventil if. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : EMI2.5 dadurch gekennzeichnet, dass der Regeneratorbetrieb für den Kälteetausch zwischen dem grösseren Teil des Gasgemisches und dem leiehtsiedenden Zerlegungsprodukt mit dem kontinuierlichen EMI2.6 Gasgemisches entweder unter Hochdruckverdichtung oder im Niederdruckbetrieb unter An- wendung des an sich bekannten Gegenströmer-umschaltverfahrens verbunden wird.um das schwersiedende Zerlegungsprodukt ohne Verzicht auf den Kältespeicher-umschalt-Wechselbetrich bezüglich des grösseren Teiles des Gasgemisches und des leichtsiedenden Zerlegungsproduktes in reinem Zustande gewinnen zu können und um die Ansammlung von Reif im Gegenströmer für den kleineren Teil des Gasgemisches und des schwersiedenden Zerlegungspruchuktes zu EMI2.7 <Desc/Clms Page number 3> 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestellend aus zwei Regeneratoren für den Kä1tetausch zwischen dem grösseren Teil des Gasgemisches und dem leichtsiedenden Zerlegungsprodukt und einem kontinuierlich arbeitenden Gegenstrom-Kältetauscher für den Kältetausch eines kleineren Teils des Gasgemisches mit dem schwersiedenden Zerlegungsprodukt.3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus zwei Regeneratoren und einem Gegenstrom-Kältebauscher mit zwei Wechselventilen zum Umschalten des Gegenstrom-Kältetausohers für die periodische Entfernung des Reifes durch Sublimation. EMI3.1
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