DE893337C - Einrichtung und Verfahren zur Wiedergewinnung und Gewinnung von geloesten Gasen, insbesondere zur Gewinnung von fluessigem Ammoniak - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zur Wiedergewinnung und Gewinnung von geloesten Gasen, insbesondere zur Gewinnung von fluessigem Ammoniak

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DE893337C
DE893337C DEB12106A DEB0012106A DE893337C DE 893337 C DE893337 C DE 893337C DE B12106 A DEB12106 A DE B12106A DE B0012106 A DEB0012106 A DE B0012106A DE 893337 C DE893337 C DE 893337C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/10Separation of ammonia from ammonia liquors, e.g. gas liquors
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/12Separation of ammonia from gases and vapours

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  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • Einrichtung und Verfahren zur Wiedergewinnung und Gewinnung von gelösten Gasen, insbesondere zur Gewinnung von flüssigem Ammoniak In der chemischen Technik liegt oft die Aufgabe vor, aus schwachprozentigen Lösungen oder Laugen die darin gelösten Gase bzw. Stoffe möglichst vollständig und rein auszuscheiden bzw. wiederzugewinnen, damit diese Bestandteile, die manchmal besonders wertvoll s.imd, nicht verlorengeben und gegebenenfalls ihrem Verwendungszwecli erneut wieder zugeführt werden können.
  • Die Trennung solcher Stoffe erfolgt vielfach in Destillationskolonnen durch Fraktionierung in mehreren Stufen oder Arbeitsgängen. Diese erfordert eine starke Wärmezufuhr, so daß gewöhnlich ein sehr hoher !Dampiverbrauch eintritt.
  • Ferner ist zur Beheizung der Destillationslçolonnen meist Heizdampf höherer Spannung erforderlich, der oftmals nicht zur Verfügung steht. Schließlich ist es auch erwünscht, das aus dem Gemisch wiedergewonnene Gas in flüssiger Form zu erhalten. Die letzte Forderung bedeutet, daß entweder die Destillation unter solch einem Druck durchzuführen ist, bei dem der wiedergewonnene Bestandteil unter dem Einfluß des Kühlwassers nach dem Verlassen der Destillationslrolonne verflüssligt werden kann, oder aber daß der in gasförmigem Zustand bei atmosphärischem Druck anfallende Bestandteil durch einen besonderen Verdichter auf den erforderlichen hohen Druck gebracht werden muß.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Einrichtungen und Verfahren, welche die Wiedergewinnung von gelösten Gasen in flüssigem Zustand bei nur geringem Dampfverbrauch, niedrigem Dampfdruck und in einfacher Weise ohne Zuhilfenahme eines Verdichters gestattet.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Wiedergewinnung der gelösten Stoffe aus den Lösungen oder Laugen oder aus dem Lösungsmittel unter Verwendung einer zwei- oder mehrstufigen Absorptionsanlage erfolgt, wie sie aus der Kältetechnik bekannt ist. Die Wiedergewinnung mittels Absorptionsanlage macht die Anwendung eines besonderen Verfahrens notwendig.
  • Gemäß dem ersten Grundgedanken dieses Verfahrens wird die Trennung der Stoffe in zwei oder mehreren Stufen durchgeführt, indem die in der ersten Stufe anfallende Wärme des Rücklaufkondensators zur Beheizung des Austreibers der nachfolgenden Stufe verwendet ird. Dabei wird der Arbeitsprozeß so gelenkt, daß die anfallende Wärme des Rücklaufkondensators und die aufzuwendende Heizwärme für die- Austreibung- des leicht siedenden Stoffes möglichst gleich werden, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden, die einen erhöhten Dampfverbrauch zur Folge haben -würden. Ein weiterer Erfindungsgedanke ist der, daß die Verdichtung der in der niederen Druckstufe entwickelten Dämpfe auf einen den Kühlwassertemperaturen entsprechenden höheren Druck durch die nachgesch al tete Absorptionslanlage bewirkt wirid, wodurch ein besonderer Gasverd!ichter mit seinem hohen Kraftbedarf in Fortfall kommen kann.
  • Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung.
  • In Abb. I ist ein Schema einer Anlage zur möglichst vollkommenen Trennung eines schwachprozentigen Gas-Wasser-Gemisches, z. B. eines Ammoniak-Wasser -!Gemisches dargestellt. Der Ammoniakgehalt dieser Lösung betrage beispielsweise etwa 3 0/o oder weniger. Solche schwachprozentigen Ammoniak - Wasser - Gemische fallen bei manchen Syntheseprozessen in der chemischen Industrie oder auch als sogenanntes Gaswasser bei der Leuchtgasherstellung an.
  • Die schwachprozentige Lösung wird durch eine Pumpe I über einen Wärmeaustauscher 2 in den Niederdruckaustreiber 3 befördert. - Der Druck in diesem Austreiber liegt zwischen Atmosphärendruck und dem durch die Kühlwassertemperaturen bedingten Verflüssigungsdruck der zweiten oder Hochdruckstufe, z. B. bei etwa o bis 3 atü, Dieser ,Zwischendruck wird in jedem Einzelfall so bestimmt, daß die in der Niederdruckstufe anfallende Rektifikationswärme ungefähr der im Hochdruckaustreiber 1'3 aufzuwendenden Wärmemenge entspricht. Das Ammoniakwasser tritt bei 4 in den Austreiber 3 ein und wird in der Trennsäule 5 (Glockenbodenskolonne) in bekannter Weise in seine Bestandteile zerlegt. Die erforderliche Heizwärme wird dem Gemisch durch ein Heizsystem 6 zugeführt. Das fast vollständig ausgegaste Abwasser verläßt unten den Austreiber und wird über den Wärmeaustauscher 2 abgeleitet, wobei -es seine Wärme an das durch die Pumpe I zugeführte, schwachprozentige Ammoniak-Wasser-Gemisch abgibt. Die Beheizung der Rohrschlange 6 erfolgt durch Heizdampf von etwa 3 bis 4 atü, der bei 7 zuströmt und über' den Kondenstopf 8 den Austreiber 3 verläßt. über dem Heizsystem 6 ist eine Trennsäule g in Form einer- Glockenbodenkolonne angeordnet.
  • Die ausgetriebenen Dämpfe durchströmen diesen Glockenboden g und gelangen durch die Leitung 10 mit einer Temperatur von etwa 100 bis 120 in das Rohrsystem I2, welches für den Hochdruckaustreiber I3 die Heizfläche und für den Niederdruckaustreiber 3 die Kühlfläche darstellt. Bei der Abkühlung der Dämpfe innerhalb eines gewissen Temperaturbereiches scheidet sich ein großer Teil derselben als Rücklaufkondensat aus. Dieses Kondensat wird durch die Leitungll der Glockenbodenkolonne zugeleitet. Die im Niederdruckaustreiber 3 entwickelten Dämpfe werden somit entsprechend verstärkt.
  • Die im HeizsystemfI!2 nicht niedergeschlagenen Dämpfe werden durch die Leitung 14 einem nachgeschalteten Gaskühler 15 zugeführt, in welchem eine weitere Abkühlung unter Zuhilfenahme des aus dem Absorber I6 ablaufenden Kühlwassers vorgenommen wird. Darauf gelangen die Dämpfe selbst in den Absorber I6, der unter demselben Druck. arbeitet wie der Niederdruckaustreiber 3, also etwa o bis 3tatü. Dieser Absorber kann z. B. als Röhrenkesselapparat ausgebildet sein, durch dessen Röhre Kühlwasser oder eine sonstige Kühlflüssigkeit strömt. Im Mantelraum des Apparates vollzieht sich die Absqrption der Dämpfe durch eine sogenannte arme Lösung, d. h. eine verhältnismäßig schwachprozentige Ammoniaklösung des zweiten Lösungskreislaufes. Diese arme Lösung tritt über das Lösungsregelventil 32 in den Absorber über, reichert sich dort mit dem Ammoniakdampf an und verläßt unten als reiche Lösung mit einer Temperatur von etwa 20 bis 300 den Absorber. Die bei diesem Vorgang frei werdende Absorptionswärme wird durch das Kühlwasser oder die Kühlflüssigkeit abgeführt. Der im Gaskühler I5 gebildete Niederschlag strömt der Saugleitung der Lösungspumpe 27 des zweiten Kreislaufes zu. Der Gaskühler ist zu diesem Zweck in seinem unteren Teil als Flüsls keiltsabscheitder ausgebildet. Wird als Gaskühler ein Röhrenapparat benutzt, so muß dem Apparat der Flüssigkeitsabscheider nachgeschaltet werden.
  • Die im Absorber I6 angereicherte Lösung wird gleichfalls vor der Pumpe 27 angesaugt und über die Leitung 28, das Kühlsystem2, den Lösungswärmeaustauscher 29 und die Leitung 30 dem Hochdruckaustreiber I3 zugeführt, der je nach der Eühlwassertemperatur bei einem Druck von etwa I0 bis I5 atü arbeitet. Durch eine Verteilvorrichtung 22 tritt die Lösung aus und rieselt über eine Füllkörperschicht 2I abwärts, wobei sie die aufsteigenden Dämpfe rektifiziert. Darauf rieselt die Lösung, durch entsprechende Verteilvorrichtungen auf die Innenseite der Rohre in aufgegeben, an der Innenfläche dieser Rohre in dünner Schicht herunter und wird dabei durch die außen aufsteigenden, vom Niederdruckaustreiber kommenden Dämpfe erhitzt, so daß das Ammoniak aus- getrieben wird. Die entgaste Lösung sammelt sich im Bodenbehälter 19 und gelangt über die Leitung 3I, den Lösungswärmeaustauscher 29 und das Entspannungsventil 32 in den Absorber IlS zurück.
  • Damit ist der Kreislauf der Lösung in der zweiten Stufe geschlossen.
  • Die im Hochdruckaustreiber I3 entwicl;elten Dämpfe werden zunächst in einer Trennsäule vom Wasser befreit. Diese besteht wieder aus einer Glockenbodenkolonne 23, an die sich die beiden Kühlsysteme 24, 25 anschließen, von denen das erste mit der kalten, reichen Lösung und das zweite mit Kühlwasser beschickt wird. Die beiden Kühlsysteme 24, 25 bilden den Rücklaufakondensator für den Hochdruckaustreiber 13. Das bei der Kühlung der aufsteigenden Dämpfe abgeschiedene Kondensat fließt an den Wandungen der Kühlsysteme herunter und rieselt über die Glockenbodenkolonne 23 nach unten. Durch die Hintereinanderschaltung der beiden Kühl systeme läßt sich eine starke Abkühlung der Dämpfe erzielen, die gleichzeitig eine sehr weitgehende Entfernung des Wassers mit sich bringt. Im normalen Betrieb wird man dabei so'vorgehen, daß die Hauptkühlung durch die umlaufende reiche Lösung erfolgt. Dadurch wird ein großer Teil der auftretenden Rektifikationswärme dem Lösungskreislauf zugeführt und so für den inneren Wärmeaustausch der Anlage wiedergewonnen. Die Feinregelung bei der Rektifikation der ausgetriebenen Dämpfe zur Einstellung eines bestimmten niedrigsten Wassergehaltes kann durch Beeinflussung der dem Kühlsystem 25 zugeleiteten Kühlwassermenge erfolgen.
  • Eine über den Kühlsystemen angehrachte Trockenschicfhlt 26, (die beispielsweise aus Füllkörpern bestehen kann, bewirkt die Zurückhaltung von mitgerissenen Flüssigkeitsteilchen. Der rektifizierte Ammoniakdampf mit einer Temperatur von etwa 25 bis 350 strömt durch die Leitung 33 zu dem Verflüssiger 37. In diesem wird das Ammoniak durch Kühlwasser niedergeschlagen und sammelt sich in einem Sammelbehälter 3&, von wo es über die Leitung 39 einer Füllstation zur Abfüllung in Flaschen oder Tankwagen zufließen kan.n.
  • Unter Umständen kann es sich als zweckmäßig erweisen, zwischen den Hochdruckaustreiber I3 und den Verflüssiger 37 noch einen oder mehrere Reinigungsapparate 34 einzuschalten, in denen der ausgetriebene Ammoniakdampf von den letzten Spuren Wasserdampf oder auch anderen unerwünschten Bestandteilen befreit wird. Diese Trockenapparate können mit einer Reinigungsmasse, wie Ätzkaik oder Ätznatron gefüllt sein.
  • Durch Anordnung von Um&chaltventilen 35 bzw. 36 können diese Reinigungsapparate wechselweise ein-bzw. ausgeschaltet werden.
  • Durch das aus dem Gaskühler 15 zufließende Kondensat, das eine sehr stark konzentrierte Lösung darstellt, wird das Gleichgewicht des Hochdrucklösungskreislaufes gestört, da die hier umlaufende Lösungsmenge dauernd um das aus dem Niederdrnckkreislauf stammende Kondensat aus dem Gaskühler 15 vermehrt wird. Auch durch die vom Gaskühler 15 in den Absorber I6 übertretenden Dämpfe wird noch eine gewisse zusätzliche Lösungsmenge in den Hochdruckkreislauf hineingetragen und vermehrt dessen Lösungsmenge in unzulässiger Weise. Diese zusätzlichen, der Hochdruckstufe I3 zufließenden Flüssigkeitsmengen müssen wieder der Niederdruckstufe 3 in Form von' Lösung zugeführt werden, um eine Überfüllung der Hochdruckstufe mit der Lösung zu verhindern. Es ist besonders zweckmäßig, hierzu die arme Lösung des Hochdruckkreislaufes zu verwenden. Dies kann beispielsweise so erfolgen, daß ein Teil der aus dem Hochdruckaustreiber I3 ausfließenden Lösung entspannt und in das Röhrensystem I2 eingeleitet wird; das Heizsystem I2 besitzt zu diesem Zweck einen Zwischenboden 17. Die Rohre 18 des Heizsystems sind durch den Zwischenboden I7 mit einem ganz geringen Spalt hindurchgeführt. Die dem Sammelbehälter 19 über das Ventil 20 entnommene Lösung gelangt auf den Zwischenboden I7 und rieselt durch die Spalte an den Außenflächen der Rohre I8 herab.
  • Diese Rohre werden von dem durch die Leitung 10 vom Niederdruckaustreiber 3 zugeführten Dampf umströmt. Da die herunterrieselnde Lösung um einige Grade kälter ist als der aufsteigende Dampf und zwischen Dampf und Lösung auch ein Konzentrationsgefälle besteht, findet zwischen beiden ein Rektifilçationsvorgang statt. Es verdampft also durch Wärmeaufnahme aus dem aufsteigenden Niederdruckdampf ein Teil des niedrigsiedenden Bestandteiles, im BeiSpiel Ammoniak, der in dünner Schicht über die Außenfläche der Rohre herabrieselnden Lösung und bewirkt damit eine zusätzliche Verstärkung dieses Dampfes. Die Lösung gelangt danach zusammen mit dem gebildeten Rücklauf über die Leitung II in den Niederdruchaustreiber 3 zurück.
  • Der Betrieb dieser zweistufigen Absorptionsanlage kann mehr oder weniger vollautomatisch durchgeführt werden, wobei an sich bekannte Schwimmerregeleinrichtungen oder sonstige Vorrichtungen zur Gleichhaltung der Lösungsireisläufe Verwendung finden.
  • So kann man beispielsweise in der Niederdruckstufe den Abfluß des entgasten Wassers durch eine Schwimmerregelvorrichtung derart beeinflussen, daß im Sammelraum des Niederdruckaustreibers 3, also unterhalb des Heizsystems 6 ein gleichbleibender Flüssigkeitsstand gehalten wird. In ähnlicher Weise können auch Schwimmerregeleinrichtungen an den Sammelraum des Absorbers I6 im Hochdruclçkreilsl,auf (anlgeschlossen sein, um in den Apparaten I3, I6 gleichbleibende Flüssigkeitsstände zu halten. Diese Schwimmerregeleinrichtung kann, wie an sich bekannt, auf das Drosselventil der armen Lösung einwirken. Es muß aber beachtet werden, daß, wie schon oben erwähnt, dauernd ein Teilstrom der Lösung von dem Hochdruckkreislauf in den Niederdruckkreislauf abfließt, um das Gleichgewicht beider Kreisläufe aufrechtzuerhalten. Auch dieser Vorgang läßt sich vollautomatisch steuern.
  • Erfindungsgemäß geschieht dies so, daß an den Sammelraum 69 des Hochdruckaustreibers I3 ein Schwimmergehäuse 50 angeschlossen wird. Das Drosselventil für den Teilstrom der armen Lösung ist als Membranregelventil 20a ausgeführt. Die Membran erhält ihren Impuls über die Steuerleitung 53, die an die Druokleitung 33, welche das ausgetriebene Ammoniak zum Kondensator 37 leitet, angeschlossen ist. Der Impuls wird durch den vom Schwimmer 50 gesteuerten Drosselschieber 5I od. dgl. verändert (vgl. Abb. 2). Voraussetzung für diese Regelung ist aber, daß an den Sammelraum rades Absorbers eine Sclhwimmerre;!m,elung äbinlicher Bauart angeschlossen ist, die für einen gleichmäßigen Lösungsumlauf in der Hochdruckstufe sorgt und auf das Drosselventil 32 der armen Lösung einwirkt. Diese in Abb. I bzw. 2 nicht dargestellte Einrichtung sorgt für eine Gleichhaltung des Flüssigkeitsstandes im Absorber I6. Nimmt die Lösungsmenge im Hochdruckkreislauf infolge der zusätzlich vom Niederdruckkreislauf eingeführten Lösung zu, so steigt der FlüssigkeitsstanJd im Sammelraum 19 des HochldruckauSsttreilbers an. Dladurch hebt sich der Schwimmer im Schwimmerbsehläuse 50 und betätigt diole Steuereiniri,chtunlg 5I derart, daß die Drosselung der Leitung 53 geringer wird und somit über die Impulsleitung 53 ,ein erhöher Druck aus der Ammoniakdruckleitung 33 auf die Membran des Regelventils 20a wirkt. Das Ventil 20a öffnet sich mehr, so daß der Rücklauf armer Lösung zum Niederdruclçkreislauf verstärkt wird. Bei besonderen Betriebsverhältnissen kann die Schwimmerregeleinrichtung 50 auch an den Sammelraum des Absorbers angeschlossen werden, wobei dann freilich die Schwimmerregeleinrichtung für die Gleichhaltung des Lösungskreislaufes der Hochdruckstufe nicht mehr an den Sammelraum des Absorbers I6, sondern an den Austreibersammeltopf angeschlossen ist.
  • Bei schwierigen Betriebsverhältnissen, z. B. wenn nur sehr warmes Kühlwasser oder auch sehr niedrig <gespannter Heiz<dainpf zur Verfügung s-tehen, müssen an Stelle der zwei Arbeitsstufen drei Stufen vorgesehen werden, die jedoch an der grundsätzlichen Durchführung des Verfahrens und dem grundsätzlichen Aufbau der Anlage nichts ändern.
  • Es wird dann zwischen den Hochdruckaustreiber I3 und den Verflüssiger 37 eine weitere Stufe eingeschaltet, die ebenfalls wieder aus einem Absorber, einer Lö sunigspu'mpe, einem Lösungswäirimeau!stauscher und einem Austreiber besteht.
  • Das Verfahren kann auch dann angewendet werden, wenn außer Ammoniak und Wasser noch andere Bestandteile in dem Ausgangsgemisoh enthalten sind. Es müssen dann jedoch Zusatzverfahren bekannter Art für die Abtrennung dieser Bestandteile angewendet werden, die aber ebenfalls an dem Aufbau der Anlage gemäß Abb I nichts ändern.
  • Die Abb. 3 zeigt die Anwendung des beschriebenen Verfahrens beispielsweise bei der Herstellung von flüssigem Ammoniak aus Gaswasser, welches bei der Leuchtgasherstellung anfällt.
  • Die normale Arbeitsweise einer derartigen Anlage (Abb. 3) zur Herstellung von flüssigem Ammoniak aus dem Gaswasser ist folgende. Das rohe Gaswasser wird zunächst nach dem Durchströmen mehrerer Apparate zur Vorwärmung bzw.
  • Abscheidung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff in einen Niederldruclçauistreilber 3 geführt und dort das Ammoniak ausgetrieben. Zu diesem Zweck wird das Gaswasser über eine Glockenbodenkolonne 5a geleitet, in der zuerst die flüchtigen Ammoniakantelle des Wassers entfernt werden. In der unteren Kolonne 5C werden die fixen Ammoniakanteile durch Kalkmilch herausgeholt, die oberhalb des besonders groß ausgeführten Zwischenbodens 5t eintritt. Die Heizung der Kolonne erfolgt mittelbar oder unmittelbar durch Dampf mittels der Heizschlange 6, in die der Dampf bei 7 eintritt.
  • Das entgaste Wasser kann auch hier zur Vorwärmung des rohen Gaswassers im Wärmeaustauscher 2 dienen.
  • Das rohe Gaswasser besitzt noch eine Reihe von Bestandteilen, die möglichst zu Beginn des Aufbereitungsprozesses ausgeschieden werden, um Störungen zu vermeiden. Das gilt vor allem für die im Gaswasser enthaltene Kohlensäure und den Schwefelwasserstoff, für deren Ausscheiden eine Reihe von Verfahren schon lange bekannt sind.
  • Man kann z. B. diese beiden Bestandteile aus der Flüssigkeit allein durch Wärmezufuhr in besonderen Abscheideapparaten abtrennen. Dieses Verfahren ist ebenfalls in Abb. 3 angedeutet. Das in dem Wärmeaustauscher 2 vorgewärmte Gaswasser gelangt in den Abscheideapparat 40 und wird hier, falls es erforderlich sein sollte, noch etwas nachgeheizt. Die Kohlensäure und der Schwefelwasserstoff werden hierdurch ausgetrieben und werden bei 41 aus dem Apparat abgeleitet. Das so vorbehandelte Gaswasser kann dann bei 4 zur Destillationskolonne 5a übertreten. Bei einem anderen Verfahren werden zunächst die Kohlensäure und der Schwefelwasserstoff im Gasstrom mittels Waschflüssigkeit ausgeschieden, wozu Abscheideapparate in die Ammoniakgasleitung 10 eingebaut werden. Diese Anordnung ist jedoch, wenn die Wiedergewinnung mit den Mitteln der Erfindung angestrebt wird, ungünstiger als die Einschaltung des Abscheideapparates 40 in den Flüssibiçeitsstrom.
  • Die sonst noch im Gaswasser enthaltenen Bestandteile, wie organische Basen, teerige und harzige Bestandteile, sowie Geruchsstoffe werden bei den üblichen Verfahren erst hinter der Destillationskolonne, und z.war dadurch ausgeschieden, indem das ausgetriebene Ammoniakgas durch mehrere Wäscher und Filter geleitet wird. Dieses Verfahren läßt sich auch in vorliegendem Fall benutzen. In Abb. 3 sind einige Reinigungsapparate und Wäscher 42 bis 44 dargestellt, die von dem ausgetriebenen Ammoniakgas vor dessen Eintritt in den Hochdruckaustreiber I3 durchströmt werden.
  • Diese Wäsche und Filterung der Ammoniakdämpfe erfolgt noch bei verhältnismäßig hohen Temperaturen, da im vorliegenden Fall keine Abkühlung der Ammoniakdämpfe eintreten darf, um die Ammonialidämpfe noch zur Beheizung des Hochdruckaustreibers verwenden zu können. Man muß daher unter Umständen die Reinigung in die Hochdruckstufe verlegen, wozu die Reiniger und Filter 34 (Abb. I) benutzt werden können.
  • Die in der Destillationskolonne 5 ausgetriebenen und teilweise schon etwas gereinigten Ammoniakdämpfe gelangen in den Hochdruckaustreiber I3 und von dort über den Gaskühler 15 in den Absorber 16. Der übrige Arbeitsgang ist dann derselbe wie in Abb. I. Die Dämpfe werden also in den Absorber I6 absorbiert und dann in dem Hochdruckkreislauf wieder ausgetrieben und rektifiziert.
  • Sie können darauf bei entsprechendem Druck unter Einwirkung von Kühlwasser verflüssigt werden.
  • Damit die in der Destillationskolonne 5 ausgetriebenen Dämpfe zur Beheizung des Hochdruckaustreibers I3 verwendet werden können, kann es unter Umständen erforderlich sein, die Destillation in der Kolonne 5 unter etwas erhöhtem überdruck von etwa 0,3 bis I atü vorzunehmen.
  • Die Vorteile des beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von flüssigem Ammoniak aus schwachprozentigen Lösungen gegenüber dem bisher gebräuchlichen Verfahren, wobei das Ammoniak zunächst einstufig unter Atmosphärendruck destilliert wird und anschließend durch einen zweistufigen Verdichter auf einen entsprechenden Druck gebracht und dann verflüssigt wird, sind folgende: Es ergibt sich I. eine Ersparnis an Heizdampfverbrauch, welche aus der Nutzbarmachung der in der ersten Stufe anfallenden Wärme für die folgende Stufe resultiert. 2. Eine Senkung des Leistungsbedarfs. Bei dem bisher gebräuchlichen Verfahren muß das Ammoniakgas durch einen zweistufigen Verdichter auf Druck gebracht werden, der eine ziemlich hohe Antriebsleistung erfordert. Bei dem vorgeschlagenen Verfahren wird lediglich für die Pumpe zur Erzeugung des Lösungsumlaufes der Hochdruckstufe ein geringer Leistungsaufwand notwendig, der nur etwa 5 bis 7 0/o des Leistungsbedarfes des Verdichters beträgt. 3. Eine Verringerung der Anlagekosten. Obwohl die Durchführung des Verfahrens zunächst ziemlich umständlich und verwickelt erscheint und eine Reihe zusätzlicher Apparate und Einrichtungen gebraucht werden, läßt ein Vergleich des erfindungsgemäßen Verfahrens mit dem bisher üblichen erkennen, daß -die Gesamtanlagekosten im vorliegenden Fall geringes sind als bei der einstufigen Destillation mit anschließender Verdichtung. Dies liegt vor allem daran, daß die Heiz- und Kühlflächen bei dem neuen Verfahren infolge der besseren Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Temperaturunterschiede kleiner sind als bei den nach den bisher üblichen Verfahren arbeitenden Anlagen.
  • Man könnte auch daran denken, die Destillation des Ammoniaks aus der schwachprozentigenLösung einstufig bei einem solchen Druck durchzuführen, daß das ausgetriebene Ammoniak sofort verflüssigt wird. Hierzu würden jedoch Drücke von etwa 8 bis 12 at je nach der Kühlwassertemperatur notwendig werden. Man müßte also zur Beheizung der Kolonne Dampf von 6 bis 14 at Spannung verwenden, was nicht wirtschaftlich ist. Der besondere Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens besteht demgegenüber gerade darin, daß das Verfahren mit Abdampf geringer Spannung durchführbar ist.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Einrichtung zur Gewinnung bzw. Wiedergewinnung von Gasen aus schwachprozentigen Lösungen oder Laugen im flüssigen Zustand bei Anlagen der chemischen Industrie, insbesondere zur Gewinnung von flüssigem Ammoniak aus schwachprozentigem Ammoniakwasser, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verflüssiger (3|7) eine zwei- oder mehrstufige, z. B. aus einem Niederdruckaustreiber (3), einem Hochdruckaustreiber (I3), einem Absorber (I6) und einem Kondensator (17<) nebst dazugehörigen Apparaten bestehende Absorptionsanlage vorgeschaltet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das der Niederdruckstufe (3) der Anlage nachgeschaltete Kühlsystlem (I2) gleichzeitig das Heizsystem der folgenden Stufe (Hochdruckstufe 13) ist.
  3. 3. Verfahren zum Betrieb von Einrichtungen nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärme der in der Niederdruckstufe (3) ausgetriebenen Dämpfe in dem nachlgeschlaltetienKUhllSysltem (WärmeaulstauZslcher I2) zur Austreibung der Dämpfe der folgenden Stufe (HochdruckstufeI3) benutzt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in der Niederdruckstufe (3) so gewählt wird, daß die dem Wärmeaustauscher (I2) zugeführte Wärmemenge der Dämpfe annähernd gleich oder gleich derjenigen Wärmemenge ist, die zur Austreibung der Dämpfe in der folgenden Stufe (Hochdruckstufe 13) benötigt wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilstrom der armen Lösung des dem Niederdruckaustreiber (3) nachgeschalteten Hochdruckaustreibers (I3) durch Wärme- und Stoffaustausch auf der Rieseloberfläche des Wärmeaustauschers (I2) mit den aufsteigenden wärmeren Dämpfen zur Anreicherung dieser Dämpfe herangezogen wird.
  6. 6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gelsennzeichnet, daß der als Kühlsystem der Niederdruckstufe (3) und als Heizsystem der folgenden Stufe (Hochdruckstufe I3) dienende Röhrenwärmeaustauscher (I2) mit einem Zwischenboden (17) und Mitteln zur Außenberieselung der Rohre des Wärmeaustauschers mit dem Teilstrom der armen Lösung versehen ist.
  7. 7. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Teilstrom der zur Verstärkung der Dämpfe des Niederdruckaustreibers (3) dienenden armen Lösung durch einen an sich bekannten Schwimmerregler (so) in Abhängigkeit von dem Flüssigkeitsstand im Hochdruckaustreiber (Sammeibehälter I9) oder in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsstand im Absorbersammler regelbar ist.
  8. 8. Verfahren zur Gewinnung bzw. Wiedergewinnung von Gasen aus schwachprozentigen Lösungen oder Laugen unter Anwendung der Verfahren und Einrichtungen nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewinnungsprozeß so geführt wird, daß die Verdichtung und Verflüssigung des gelösten Gases in der letzten Stufe der Absorptionsanlage erfolgt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1987004084A1 (en) * 1986-01-10 1987-07-16 Foster Wheeler Power Products Ltd. Reboiler

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