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Verfahren und Vorrichtung zur Ultraviolettbestrahlung fliissiger oder pulverförmiger Nahrungs-und Genussmittel mittels einer in das zu bestrahlende Gut getauchten und bezüglich des dieses Gut enthaltenden Gefässes eine Relativbewegung ausfilhrenden
Lichtquelle.
Zur Vitaminisierung und Sterilisierung von Nahrungs-und Genussmitteln, beispielsweise Ölen, Weinen und insbesondere Milch, bedient man sich bisher normalerweise der Quecksilberdampflampe. Der Vorgang ist dabei der, dass die Flüssigkeit an der feststehenden Lampe als mehr oder weniger dünne Schicht vorbeigeführt wird. Entweder geschieht dies in der Weise, dass man die Flüssigkeit in grösserer oder kleinerer Entfernung von der Lampe vor dieser herabrieseln oder fliessen lässt, oder aber die Flüssigkeit wird in einer Zentrifuge durch Fliehkraftwirkung in den Wirkungsbereich der Lampe gebracht.
Die Zeit. während welcher bei der einen oder der andern der beiden genannten Arten der Bestrahlung die Lampe auf die Flüssigkeit einwirken kann, ist naturgemäss sehr kurz, und es müssen daher ausserordentlich starke Lichtquellen verwendet werden, wenn die chemische Einwirkung des ultravioletten Lichtes nur einigermassen intensiv sein soll. Ist dabei die an der Lampe vorbeigeführt Flüssigkeitsschicht nicht ganz dünn, so werden trotz der Stärke der Lichtquellen nur die der Lampe zugekehrten Teilchen der Schicht durchstrahlt, während der übrige Teil der Flüssigkeit unbeeinfluss bleibt.
Ein anderer Vorschlag ging dahin, in das zu bestrahlende Gut eine zur Erzeugung ultravioletten Lichtes geeignete Lampe einzutauchen und entweder die Lampe oder den die Flüssigkeit enthaltenden Behälter rotieren zu lassen. Die Lampe ist dabei in einem bestimmten Abstande von ihrer Drehachse angeordnet. Bei dieser Anordnung wird nur ein geringer Teil der in dem Behälter vorhandenen Flüssigkeit wirklich durchstrahlt, nämlich jener schmale Ring, den die in einer Kreisbahn bewegte Lampe noch zu durchstrahlen imstande ist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ermöglicht die Bestrahlung von flüssigen oder pulverförmigen Nahrungs-und Genussmitteln auf ausserordentlich einfache Weise, wobei jedoch die Bestrahlung weitaus wirksamer erfolgt, als dies bei allen bisher bekannten Bestrahlungsverfahren der Fall war. Gemäss der Erfindung wird zwischen der in das zu bestrahlende Gut getauchten Lichtquelle und dem dieses Gut enthaltenden Gefäss eine solche Relativbewegung herbeigeführt, dass die Lichtquelle den ganzen Querschnitt des Gefässes bestreicht. Als Lichtquelle bedient man sich hiebei vorteilhaft der leicht beweglichen und für die Erzeugung ultravioletten Lichtes geeigneten Elektrode eines an sich bekannten Hochfrequenzapparates.
Diese Elektrode und das die Flüssigkeit bzw. das Pulver enthaltende Gefäss führen eine Relativbewegung gegeneinander aus, welche durch eine Führung von solcher Form. z. B. Spiralenform oder Zickzacklinienform, gelenkt wird, dass die Elektrode nacheinander in die Nähe sämtlicher Flüssigkeits-bzw. Pulverteilchen
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Bewegen des Elektrodenrohres oder durch Bewegen des Behälters erreicht werden kann.
Die Geschwindigkeit, mit welcher die Relativbewegung von Elektrode und Flüssigkeit bzw. Pulver durchgeführt wird, kann beliebig klein gehalten werden, gegebenenfalls kann die Bewegung auch absatzweise erfolgen, also beispielsweise in der Art. dass die Elektrode in dem die Flüssigkeit oder das Pulver enthaltenden Gefäss eine kleine Strecke fortbewegt, sodann einige Zeit stillstehen gelassen und hierauf wieder um ein Stückchen weiterbewegt wird.
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In der Zeichnung ist in Fig. 1 eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Vorrichtung beispielsweise dargestellt. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Deckel des bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1 verwendeten Gefässes, wobei in diesem Deckel eine spiralenförmige Führung für die Elektrode vorgesehen ist.
Gemäss Fig. 1 ist in einem Gehäu Ader Hochfrequenzapparat untergebracht, der in einer der üblichen Schaltungen ausgeführt sein kann und der, da seine Ausbildung an sich keinen Teil der Erfindung bildet, in der Zeichnung in einer ganz einfachen Ausbildung schematisch dargestellt ist. Die beiden Pole 1, 2 des Steckers a werden an das Wechselstromnetz von beispielsweise 220 Volt angeschlossen. Mit dem Pol j ist die eine Belegung eines Kondensators 3 verbunden, dessen andere Belegung über eine gleichzeitig die Selbstinduktion des Kreises bildende Spule 4 an den zweiten Pol 2 angeschlossen ist.
Die Spule 3 beeinflusst einen Anker 5, der mit einem festen Gegenkontakt 6 so zusammenwirkt. dass bei Berührung der Kontakte 5 und 6 ein die Primärwicklung 7 des Teslatransformators T enthaltender Nebenschluss geschlossen wird. Die Sekundärwicklung 8 des Teslatransformators ist mit ihrem einen Ende mit der einen Zuleitung 9 der Primärwicklung 7 verbunden, während an das andere Ende der Sekundärwicklung mittels einer aus dem Gehäuse A herausführenden Leitung 10 die Fassung 11 für das Elektrodenrohr 12 angeschlossen ist. Das Elektrodenrohr 12 besteht aus einem für ultraviolettes Licht leichtdurchlässigem Material, z. B.
Quarz, und trägt an seinem Einsteckende einen auf beliebige Weise hergestellten Anschlusskontakt. Das Elektrodenrohr besitzt eine zur Erzeugung ultravioletten Lichtes geeignete Füllung, z. B. eine Edelgasfüllung mit Queck- siIberdampfzl1satz.
Die Wirkungsweise des in dem Gehäuse A untergebrachten Hochfrequenzapparates ist bekanntlich die, dass in der Primärwicklung 7 des Teslatransformators durch die abwechselnde Ladung und Entladung des Kondensators 3 Schwingungen erzeugt werden, die hohe Frequenz besitzen und durch die Sekundärwicklung 8 auf hohe Spannung transformiert werden. Die Erzeugung der hochfrequenten Schwingungen kann natürlich statt in der dargestellten Weise auch unter Benutzung einer Funkenstrecke od. dgl. erfolgen. Das Elektrodenrohr 12 wird in der Flüssigkeit oder dem Pulver entsprechend bewegt, um alle Flüssigkeits- oder Pulverteilchen unter die Einwirkung des ultravioletten Lichtes zu bringen.
Entweder wird dabei das Elektrodenrohr frei von Hand geführt oder es können auch. wie dargestellt, besondere Führungen vorgesehen werden, die eine bestimmte Bewegungsbahn des Elektrodenrohres in der Flüssigkeit festlegen. So kann. wie dargestellt, an der Fassung 11 ein Fortsatz 13 vorgesehen sein. der in eine spiralförmig ausgebildete Führung 14 eingreift, welche in dem Deckel 15 des die zu bestrahlende Flüssigkeit enthaltenden Behälters 16 ausgeschnitten ist. Längs dieser Spirale wird dann das Elektrodenrohr in der Flüssigkeit herumgeführt. Statt der Führung längs einer Spirale kann die Führung der Elektrode auch längs einer Zickzacklinie erfolgen.
Selbstverständlich kann noch auf viele andere Arten eine geeignete Bewegung des Elektrodenrohres in der Flüssigkeit herbeigeführt werden, wobei diese Bewegung entweder von Hand oder auch mittels einer Antriebsvorrichtung durchgeführt werden kann.
Schliesslich kann der Zweck, die einzelnen Flüssigkeitsteilchen oder Pulverteilchen nacheinander in genügende Nähe von dem Elektrodenrohr zu bringen, auch auf die Weise erzielt werden, dass das Elektrodenrohr festgehalten und der die Flüssigkeit oder das Pulver enthaltende Behälter bewegt wird.
Es ist wichtig, dass das Elektrodenrohr 12 grosse Bewegungsfreiheit besitzt. Diese wird in bester Weise erhalten, wenn man in der dargestellten Weise den Teil 11 nur als Fassung für das Elektrodenrohr ausbildet. Für die meisten Fälle wird es jedoch auch zulässig sein, in bekannter Weise in der Fassung 21 aneth die Teslaspule T unterzubringen.
Diese Spule macht
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PATENT-ANSPRÜCHE : 11.. Verfahren zur Utraviolettbestrahlung flüssiger oder pulverfürmiger Nahrung-un Genussmittel mittels einer in das zu bestrahlende Gut getauchten und bezüglich des dieses Gut enthaltenden Gefässes eine Relativbewegung ausführenden Lichtquelle, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Lichtquelle und dem das zu bestrahlende Gut enthaltenden Gefäss eine solche Relativbewegung herbeigeführt wird, dass die Lichtquelle praktisch den ganzen Querschnitt des
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