AT125589B - Elektromagnetisches Relais. - Google Patents

Elektromagnetisches Relais.

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AT125589B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektromagnetisches Relais. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sieh auf elektromagnetische Relais mit Kontaktfedergruppen und insbesondere auf solche Relais dieser Art, die in der Fernsprechtechnik verwendet werden. Insbesondere im Selbstanschlusswesen werden Relais mit Kontaktfedergruppen für die verschiedensten Zwecke und mit wechselnden Funktionen verwendet. Innerhalb desselben Fernsprechsystems werden jedoch die verschiedenen Relais im allgemeinen nach einem einheitlichen Typus und mit im grossen und ganzen derselben äusseren Form und denselben Abmessungen ausgeführt.

   Der Unterschied zwischen Relais mit verschiedenen Funktionen liegt hiebei nur in der Zusammensetzung und Kombinierung der Federgruppen, und ein beliebiges Relais mit einer gewissen Funktion kann folglich einfach durch Abänderung der Zusammensetzung der verschiedenen   Kontaktiedergruppen   einem ganz andern Zweck angepasst werden. 



  Unter solchen Umständen ist es sehr erwünscht, die für die Funktion des Relais massgebenden, lösbaren Teile in möglichst einfacher Form und in solcher Weise ausführen zu können, dass diese Teile normalisiert und vorrätig gehalten werden können in solchen Mengen, die beispielsweise dem erfahrungsgemäss berechneten Jahresgebrauch der verschiedenen Teile entsprechen. Wenn ein Relais mit neuer Funktion   hergestellt. werden   soll, braucht man dann keine neuen Kontaktsätze aufzubauen, sondern man hat nur aus dem Vorrat solche fertigen normalisierten Elemente herauszuwählen, die zusammen eine der gewünschten Funktion entsprechende Kontaktkombination bilden und dieselben an den für alle Relais gemeinsamen Hauptteilen anzubringen. 



   Nach vorliegender Erfindung wird eine weitgehende Normalisierung der austauschbar anzuordnenden Teile eines Kontaktfederrelais ermöglicht, u. zw. dadurch, dass die auswechselbaren Kontaktfedergruppen in an sich bekannter Weise an einer oder an beiden Seiten der Relaisspule angebracht und in ebenfalls an sich bekannter Weise durch ein mit dem Anker verbundenes Umstellorgan betätigt werden, wobei das Umstellorgan aus einer parallel zur Ebene der Kontaktfedergruppe zwischen dieser und der Relaisspule angeordneten Platte aus Isoliermaterial besteht, in deren Schlitze oder Aussparungen seitliche Vorsprünge oder Zipfel der Federn eingreifen. 



   Die betreffenden Umstellorgane können einfach durch Stanzen hergestellt und auch zweckmässig normalisiert und mit verschiedenen, den verschiedenen Kontaktkombinationen entsprechenden Gruppierungen von Schlitzen oder Aussparungen ausgeführt werden. Durch die genannte Anordnung des gemeinsamen Umstellorgans, welche Anordnung ihrerseits durch die Anbringung der Federgruppen an den Seiten des Relais ermöglicht wird, können die Federgruppen bedeutend vereinfacht werden, indem die bis jetzt erforderlichen Pimpel aus Isoliermaterial, die die Ankerbewegung von einer Feder zur andern in jeder Federgruppe übertragen, gänzlich fortgelassen werden können.

   Eine Federgruppe kann deshalb in einfachster Weise und durch einen einzigen Arbeitsvorgang hergestellt werden, indem die ausgestanzten Federn übereinander und mit erforderlichen Zwischenräumen in ein Presswerkzeug eingelegt werden, worauf die Isoliermasse die den zusammenhaltenden Isolierbloek bilden soll, eingegossen oder eingepresst wird. Irgendeine weitere Bearbeitung ist dann nicht mehr erforderlich. 



   Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden. Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Relais nach der Erfindung. Fig. 2 zeigt dasselbe Relais vom vorderen Ende aus gesehen, und Fig. 3 ist eine Draufsicht desselben. Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten der Relaisspule, von hinten bzw. von unten aus gesehen. Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform des Relais. 

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   Auf der-oberen Seite der Relais spule 1 ist in gewöhnlicher Weise eine magnetische   Brücke 2   angeordnet, an deren vorderen Kante der Relaisanker 3 gelagert ist. Die Spule ist auf eine Hülse 4 aufgewickelt, 
 EMI2.1 
 Stirnwand 6 weist auf der inneren Seite eine Anzahl von parallelen Nuten 7 auf, die auf der unteren Seite der Stirnwand in Nuten 8 übergehen und zur Aufnahme der Enden der verschiedenen Wicklungen dienen. 



  Die inneren Enden der Nuten 7 befinden sich in solchen Abständen von der Achse der Spule, dass sie ungefähr in gleicher Höhe mit den den verschiedenen Abzapfungen entsprechenden Wieklungsschichten liegen. Die verschiedenen Drahtenden sind an Kontaktstreifen 9 festgelötet, welch letztere in die Stirnwand eingegossen sind. 



   An den Seitenkanten des umgebogenen hinteren Endes der   Brücke   2 sind   Winkelstücke   10 fest-   geschraubt, die als Befestigungen für Isolierblöeke dienen, in welch letzteren die Kontaktfedern , J   eingegossen sind. 



   Der Anker 3 ist oben mit rückwärts gerichteten auf je einer Seite der Spule angeordneten Armen   JJ-   versehen, die an den Enden Zapfen 14 aufweisen, welche mit gewissem Spielraum in entsprechende Löcher   je einer zwischen der Spule und den Federgruppen angeordneten länglichen Platte 15 aus Isoliermaterial hineingreifen. Jede Platte 15 ist durch Federn der Federgruppen getragen und vermittelt die Übertragung   der Umstellbewegung vom Anker zu den Federn. Zu diesem Zweck ist jede der Platten 15 mit Schlitzen versehen, die in gleicher Höhe mit je einer Kontaktfeder angeordnet sind und in welche Zipfel   18',   die von den freien Enden der Federn ausgehen, hineingreifen. 



   Um diejenigen Federn in den Kontaktfedergruppen, die nicht umgestellt werden sollen, in richtigen Lagen zu halten, ist auf jeder Seite der Spule eine senkrechte Platte 16 aus Isoliermaterial an der magnetischen Brücke 2   festgeschraubt,   welche Platten 16 je zwischen der Spule und den   zugehörigen   Kontaktfedergruppen neben der entsprechenden beweglichen Platte herabragen und so wie diese mit Schlitzen 17 versehen sind, die jedoch in gleicher Höhe mit den nicht umzustellenden Federn 12 angebracht sind. In die Schlitze 17 greifen die Enden von Zipfel 18 ein, die von den Federn 12 vorragen, wodurch diese Federn in richtigen Lagen gehalten werden.

   Am unteren Ende jeder Platte 16 ist ein kleines Metallblech 19   festgenietet, welches   mit einem Fortsatz versehen ist, der unter die Platte   15   greift und eine Stütze für diese Platte bildet. 



   Wenn das Relais erregt wird und seinen Anker 3 anzieht, werden die   Arme. M gehoben   und nehmen die als Umstellorgane dienenden Platten 15 mit, wobei die Federn 12'infolge ihrer Eingriffe mit den Platten 15 ebenfalls gehoben werden und die erforderlichen Umschaltungen der verschiedenen Kontaktfedergruppen erfolgen. Da jede der umstellbare Federn 12'mit dem gemeinsamen Umstellorgan 13 direkt verbunden ist, sind keine isolierende Pimpel oder andere ähnliche bewegungsübertragende Organe zwischen den verschiedenen Federn in den Federgruppen erforderlich. Da die Zapfen 14 mit genügend Spielraum eingreifen, wird Brechung an den gelenkigen Verbindungen vermieden. 



   Sämtliche für die Kontaktkombination massgebenden, auswechselbaren Teile, d. h. die in Isolier-   blöeken   eingegossenen Federgruppen, die als Umstellorgane dienenden Platten 15 und die zum Festhalten der nicht umstellbare Federn dienenden Platten 16, können, wie vorher hervorgehoben, mit Vorteil normalisiert werden. Sowohl die Platten 16 als die Platten 15 können mit Vorteil durch   Stanzverfahren   hergestellt werden. 



   Fig. 6 zeigt eine Abänderung, die in solchen Fällen Verwendung findet, als das eine der seitlich angeordneten Kontaktfedergruppenaggregate nur eine einzige Federgruppe umfasst. In diesem Fall können kürzere Platten 15, 16 verwendet werden, und die Platte 15 kann mit dem zugehörigen Arm 13 starr verbunden werden. Bei der dargestellten Ausführungsform wird die feste Verbindung mit dem Arm   13   mittels einer Schraube 20 hergestellt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Elektromagnetisches Relais mit auswechselbaren Kontaktfedergruppen, die an einer oder an beiden Seiten der Relaisspule angebracht sind und durch ein mit dem Anker verbundenes Umstellorgan   betätigt   werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Umstellorgan aus einer parallel zur Ebene der Kontaktfedergruppe zwischen dieser und der Relaisspule angeordneten Platte aus Isoliermaterial besteht, in deren Schlitze oder Aussparungen seitliche Vorsprünge oder Zipfel der Federn eingreifen.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umstellorgan (15) durch zu bewegende Federn der Kontaktfedergruppen getragen und mit etwas Spielraum gelenkig mit dem Anker verbunden ist.
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht zu bewegenden Kontaktfedern auf derselben Seite durch ein gemeinsames Stützorgan in der Form einer Platte ( < ) aus Isoliermaterial gehalten sind, die mit Schlitzen oder Aussparungen (17) versehen ist, in welche Zipfel oder Vorsprünge (18) der genannten Federn eingreifen.
    4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (15 oder 16 oder beide) durch Stanzen aus dünnen Scheiben aus Isoliermaterial hergestellt sind. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2
AT125589D 1929-03-25 1930-05-13 Elektromagnetisches Relais. AT125589B (de)

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