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Steck- und lötbares elektromagnetisches Kleinrelais
Die Erfindung betrifft ein steck- und lötbares elektromagnetisches Kleinrelais, das einen Kontaktedersatz, der an dem Magnetsystem befestigt ist und eine Schutzkappe aufweist, wobei das Kleinrelais aus zwei lösbar miteinander verbundenen Bauteilgruppen besteht, die jede für sich getrennt montier-und prüfbar sind.
Es sind Kleinrelais bekannt, bei denen das Magnetsystem meistens aus einem Winkelanker mit einem U-förmigen Eisenkreis besteht, auf dessen oberen Jochschenkel Kontaktfedersätze in Gruppen nebeneinander aus einzelnen Kontaktfedern, Isolierzwischenlagen, Lötösen und Stützblechen, die übereinandergeschichtet und mittels Schrauben zusammengehalten werden, angeordnet sind. Diese Relais bestehen aus vielen Einzelteilen, die fertigungsmässig genau toleriert und aufeinander abgestimmt sein müssen. Ausserdem ergeben sich aus der Zusammensetzung der vielen Einzelteile hohe Montagekosten, zumal z. B. die Kontaktfedern einzeln nach Bauvorschrift justiert und geprüft werden müssen. Durch viele Kontaktkombinationen des Kontaktfedersatzes, z. B.
Ruhe-, Arbeits- oder Umschaltekontakte, sowie vielen unterschiedlichen Wicklungen für verschiedene Betriebsspannungen der Spule des Magnetsystems werden solche Kleinrelais in mehreren Ausführungen am Lager gehalten, um in den in der Praxis vorkommenden Schaltungen verwendet werden zu können. Aus diesem Grunde ist die Konstruktion und die Herstellung der bekannten Kleinrelais aufwendig und umständlich, wodurch sich für das fertige Relais ein hoher Preis ergibt.
Eine andere bekannte Ausführung für kleine Relais, vorwiegend für gedruckte Schaltungen sieht einen blattförmigen magnetischen Kreis vor, der zwei Schenkel aufweist, von denen der eine teilweise von der Erregerwicklung umgeben ist, während an dem andern der die Schenkel überbrückende Anker angelegt, ist, wobei die Lagerungskante des Ankers praktisch an der ganzen Länge des letztgenannten Schenkels anliegt. (Deutsche Auslegeschrift Nr. 1095948).
Bei einer andern bekannten Ausführung sind Kontaktfedersätze für Schaltapparate als justierbare bauliche Einheiten ausgebildet (österrr. Patentschriften Nr. 184616, Nr. 121193).
Die Erfindung hat die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Kleinrelais zu vermeiden. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der am Magnetsystem befindliche Pressteil mit dem gepressten oder gespritzten Grundkörper in zusammengesetztem Zustand den Sockel des Relais bildet, in dem in einem bestimmten Abstand voneinander sowohl die Anschlussenden für die Spulen als auch die Anschlussenden der Kontaktfedern nach einer Seite herausgeführt sind und dass in dem zusammengesetzten Sockel des Relais die Anschlussenden für die Spulen gegenüber den Anschlussenden der Kontaktfedern in einem Winkel von 900 versetzt sind.
Gemäss einer Ausbildung der Erfindung besteht die Federsatzbauteilgruppe aus einem T-förmigen Isolierstoffkörper, zu dessen beiden Schenkelseiten des Querschenkels die Kontaktfedern angeordnet und
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Befestigung am Magnetsystembauteil vorgesehen sind. Der Querschenkel des T-förmigen Isolierstoffkörpers ist mit Schlitzen versehen, in die vorgespannte Kontaktfedern ohne Nachjustage eingeschoben und ausgehärtet eingeklebt sind.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung weist der magnetische Grundkörper einen vorzug-
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weise E-förmigen Eisenkreis auf.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der magnetische Grundkörper mit zwei nebeneinanderliegenden Spulen versehen, die einzeln oder zusammen wirken.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Anschlussenden des Kleinrelais für die Fe- dersäí. ze in zwei Gruppen nebeneinander und für das Magnetsystem in einer darunter querliegenden Gruppe so angeordnet, dass das Relais unmittelbar ohne Verwendung einer Steckfassung in eine im genormten Rastermass aufgebaute gedruckte Schaltungsplatte einlötbar ist.
Durch ein Kleinrelais nach der Erfindung ergeben sich verschiedene Vorteile. Durch den Aufbau des Relais in zwei getrenntvoneinandermontier- und p. 1tfbare Bauteilgruppen entfallen viele Einzelteile des
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che, Isolierrohr, Abdeckplatte und Befestigungsschraube. Ein solcher Federsatzbauteil nur mit Ruhe-, Arbeits- oder Umschaltekontakten bestückt, kann für sich mechanisch und elektrisch geprüft, auf Lager gehalten oder zum Austausch oder Anbau an dem magnetischen Grundkörper verwendet werden. Dadurch, dass der magnetische Grundkörper bzw. das Magnetsystem ohne grösseren Platzbedarf mit zwei nebeneinander angeordneten Spulen versehen werden kann, wird ein Gewinn an Wickelfläche von zirka 50% erzielt.
Dies wieder lässt die Verwendung von dickeren Drähten zu, so dass die schwieriger zu wickelnden dünnen Drahtsorten bei dieser Relais. ausführung vermieden werden können. Dadurch, dass innerhalb des Magnetsystems die beiden nebeneinander angeordneten Spulen einzeln oder zusammen wirken können, kann das Relais für Gleichstrom unter Verwendung eines dauermagnetischen Teiles innerhalb des Eisenkreises als Haftrelais und in der Normalausführung (ohne dauermagnetischen Teil im Eisenkreis) für Betrieb mit Gleichstrom als normal arbeitendes Relais, und für Betrieb mit Wechselstrom als Wechselstromphasenrelais in an und für sich bekannter Weise verwendet werden.
Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht der beiden Bauteilgruppen, die zu einem Relais mit einem E-förmigen Eisenkreis zusammengesetzt werden, übereinander angeordnet, Fig. 2 eine Stirnansicht nach Fig. 1 unter Weglassung des Federsatzes und der Befestigungsteile, Fig. 3 eine Seitenansicht des fertig montierten Relais innerhalb einer Schutzkappe angeordnet, mit geschnitten dargestellter Schutzkappe, Fig. 4a eine Betätigungskar- te des Relais für sechs Ruhekontakte als Einzelteil, in Draufsicht, Fig. 4b eine Seitenansicht eines Federsatzbauteiles für sechs Ruhekontakte, mit in die Kontaktfedern eingehängter Betätigungskarte nach Fig. 4a, Fig. 5a eine Betätigungskarte des Relais für vier Umschaltekontakte, als Einzelteil in Draufsicht, und Fig.
5b eine Seitenansicht eines Federsatzbauteiles für vier Umschaltekontakte mit in die Kontaktfedern eingehängter Betätigungskarte nach Fig. 5a ; Fig. 6 eine Draufsicht auf aie Befestigungsstelle des Federsatzbauteiles an dem magnetischen Grundkörper des Relais, bei abgenommener Schutzkappe, Fig. 7 die Sockelunterseite eines montierten, innerhalb einer Schutzkappe angeordneten Relais, Fig. 8 ein Federsatzpaket von der Kontaktseite her gesehen, mit abgenommener Karte, Fig. 9 eine Draufsicht auf eine Kontaktfeder nach dem Ausstanzen, Fig. 10 und 11 eine Draufsicht auf verschiedene Kontaktfedern z.
B. nach Fig. 9, bei denen die Partie an der Lötfahne zwecks Verstärkung gefaltet ist, Fig. 12 eine Draufsicht auf den magnetischen Grundkörper des Relais mit einer Spule (zwei Wicklungen) bestückt, Fig. 13 eine Seitenansicht des magnetischen Grundkörpers des Relais nach Fig. 12, geschnitten gezeichnet, Fig. 14a-d eine andere Ausführungsform der magnetischen Grundeinheit des Relais mit zwei Spulen in verschiedenen Ansichten, Fig. 15a-d die Fassung und deren Federelemente des Relais, in verschiedenen Sichten, teilweise geschnitten dargestellt, Fig. 16 einen Ausschnitt aus einer Relaisschiene, Fig. 17a und b einen Ausschnitt aus einer Platte mit gedruckter Schaltung, auf dem die für die Bestükkung eines Relais nach der Erfindung erforderlichen gestaffelt angeordneten Lötaugen und Leitungszüge vorhanden sind, Fig.
18a-c ein montiertes Relais mit einem U-förmigen Eisenkreis in verschiedenen Ansichten, mit teilweise geschnitten gezeichneter'Kappe, und Fig. 19a-c Kontaktfeder in verschiedenen Ansichten dargestellt.
In Fig. 1 ist mit 1 ein magnetischer Grundkörper bezeichnet, der aus einem Kern 2, einer Spule 3, einem Joch 4, einem Anker 5 einer Ankerhalterung 6, einem Befestigungswinkel 7, einer Schraube 8, einem Pressteil 9 und löt-oder steckbaren Anschlussenden 10 besteht. Über diesen magnetischen Grundkörper 1 ist zeichnungsmässig der Federsatzbauteil 11 angeordnet, der im wesentlichen aus einem gepressten oder gespritzten Grundkörper 12 und in diesen eingesetzte Kontaktfedern 13 und 14 und in die Kontaktfedern 14 eingehängter Betätigungskarte 19 zur Betätigung der Kontaktfedern 13 und 14 besteht. In den gepressten oder gespritzten Teil 12 ist eine Befestigungsschraube 20 eingelassen. An den Teil 12 sind, Stege 16 angespritzt, auf die die Kontaktfedern 13 bzw. je nach Bestückung auch die Kontaktfedern 14 sich abstützen.
Das Beispiel nach Fig. 1 zeigt eine Bestückung mit Arbeitskontakten. Die Kontakte-
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dern 13 und 14 sind an der Stelle 15 mit einem Vorspannungsknick versehen, und die Kontaktfeder 14 weist an der Stelle 17 eine Abbiegung auf, mit der sie an der Stelle 18 in die Betätigungskarte 19 eingehängt ist. Nach Aufsetzen des Federsatzbauteiles 11 auf den magnetischen Grundkörper 1 wird mit Hilfe der Schraube 8, einer Scheibe 21 und einer Mutter 22 eine Montage der beiden Grundkörper 1 und 11 miteinander zu einem kompletten Relais erzielt.
In Fig. 2 ist eine Ansicht des magnetischen Grundkörpers 1 nach Fig. 1 von der Stirnseite her dargestellt, und über dieser Ansicht ist eine Betätigungskarte 19 gezeichnet.
In Fig. 3 ist ein komplett montiertes Relais in einer Seitenansicht dargestellt, das aus dem magnetischen Grundkörper 1 und dem Federsatzbauteil 11, sowie der in die Kontaktfedern eingehängten Betätigungskarte 19 besteht. Über dieses zusammengebaute Relais ist eine Schutzkappe 23 geschoben, die in der Darstellung in Fig. 3 geschnitten gezeichnet ist. Die Schraube 20 innerhalb des Federsatzbauteiles 11 dient zur Befestigung des Relais, z. B. an einer Relaisschiene bzw. auf einer Platte mit gedruckter Schaltung.
Fig. 4a zeigt eine Betätigungskarte 19'mit Kanten 18'für die Auflage der Kontaktfedern 13 und 14.
Die Betätigungskarte 19'ist so ausgebildet, dass sie für einen Federsatzbauteil 11 mit sechs Ruhekontakten geeignet ist.
Fig. 4b zeigt den zu der Betätigungskarte 19'in Fig. 4a zu gehörigen Federsalzbauteil 11 für sechs Ruhekontakte.
In Fig. 5a ist eine Betätigungskarte 19" mit Auflagen 18" gezeigt, die sich für einen Federsatzbauteil 11, der mit vier Umschaltekontakten ausgerüstet ist, eignet.
Fig. 5b ist der zu der Betätigungskarte 19" in Fig. 5a zugehörige Federsatzbauteil 11 für vier Umschaltekontakte, in einer Seitenansicht dargestellt.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf die Befestigungsstelle (Schraube 8. Mutter 22) des Federsatzbauteiles 11 an dem magnetischen Grundkörper 1, des Relais, bei abgenommener Schutzkappe. In den Federsatzbauteil 11 können Betätigungskarten 19, 19'oder 19"je nach Bestückung des Federsatzbauteiles 11 mit Kontaktfedern 13 und 14 (d. h. Arbeits-, Ruhe- oder Umschaltekontakte) eingesetzt werden. Zur Lagesicherung aller Kontaktfedern dienen Isolierschieber 50, die mit Press - bzw. Haftsitz oder durch Einkleben gehalten sind. Die Kontaktfedern 13 und 14 sind an der der Kontaktstelle entgegengesetzten Seite mit steck-und lötbaren Enden 24 versehen. Die unter dem Federsatzbauteil 11 sonst liegenden Umrisse des magnetischen Grundkörpers 1 sind der Deutlichkeit halber weggelassen worden.
Fig. 7 zeigt eine Draufischt auf die Sockelunterseite des Relais. Wie bereits erwähnt, dient die Schraube 20 zur Befestigung des Relais in einer Relaisschiene bzw. auf einer Platte mit gedruckter Schaltung. Der Zapfen 25 ist entweder an den Pressteil 12 des Federsatzbauteiles 11 angespritzt oder angepresst oder besteht aus einem in den Pressteil 12 eingelegten Metallzapfen, und dient zur Sicherung gegen Verdrehen des Relais im aufmontierten Zustand, z. B. auf eine Relaisschiene. Die Kontaktfederenden 10 und 24 sind in zwei Gruppen neben-bzw. übereinander angeordnet, um diese Anschlussenden z. B. in Lötaugen im internationalen Rastermass für gedruckte Schaltungen auch unmittelbar einsteckenbzw, einlöten zu können.
Fig. 8 zeigt den Federsatzbauteil 11 in einer Sicht auf die Kontaktseite. Bei dieser Ansicht ist die Betätigungskarte z. B. 19, der Deutlichkeit halber weggelassen worden.
In den Fig. 9,10 und 11 sind Ausführungsbeispiele von Kontaktfedern 13 oder 14 gezeigt,
Fig. 9 z. B. zeigt eine Kontaktfeder 13 oder 14 als fertig ausgestanzten Teil (Grundfederform), An den steck-oder lötbaren Anschlussenden 24 ist die Kontaktfeder nebeneinanderliegenddoppelt ausgebil- det, so dass zwei zusammenhängende Teile 26 und 27 entstehen. Die Teile 26 und 27 werden nach dem Ausstanzen nach der gestrichelt dargestellten Linie übereinandergefaltet, so dass das hintere Ende der Kontaktfedern 13 und 14 verstärkt ausgeführt ist. In den Fig. 10 und 11 sind verschiedene Ausführungen der Kontaktfedern 13 und 14 bereits mit gefaltetem hinteren Anschlussende 24 dargestellt. Die Kontaktfedern 13 und 14 werden in dem Pressteil 12 des'Federsatzbauteiles 11 an der Stelle 26,27 gehalten (Fig. 4,5 und 6).
Für die Lagesicherung der Kontaktfedern 13 und 14 sind zwei rechteckige Ausnehmungen 51 zur Aufnahme der Isollerschieber 50 vorgesehen. Die bereits am Biegeknick 15 vorgespannten, nicht justierbaren Kontaktfedern werden an der Fläche 26/27 vor dem Einlegen in den Pressteil 12, z. B. mit einer später aushärtbaren Haft- oder Klebefolie versehen, die nicht über die Umrisse der Kontaktedern an dieser Stelle hinausragt. In dem Pressteil 12 des Federsatzbauteiles 11 sind Schlitze vorgesehen, in die die Kontaktfedern in diesem vorbehandelten Zustand eingelegt bzw. eingeschoben werden. Der Pressteil 12 besteht aus einer weitestgehend wärmebeständigen Spritz- oder Pressmasse. Nach Einlegen der Kontaktfedern 13 und 14 in den Pressteil 12 wird der gesamte Bauteil einer Wärmebehandlung, z.
B. in-
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nerhalb eines Hochfrequenzfeldes, ausgesetzt. Bei dieser Wärmebehandlung härtet die auf die Kontaktedern 13 und 14, die z. B. vorzugsweise aus Bronzefederwerkstoff bestehen können, an den Stellen 26 und 27 aufgebrachte Folie aus und legt dadurch die Kontaktfedern 13 und 14 innerhalb des Pressteiles 12 nicht lösbar lagemässig fest. Die auf die Kontaktfedern 13 und 14 aufgebrachte Folie verbindet sich beim Aushärten mit den Flächen innerhalb der Schlitze, so dass die Kontaktfedern 13 und 14 nach dem Aushärte - vorgang in dem Pressteil 12 einen guten und festen Sitz aufweisen.
In Fig. 12 ist ein Teil des magnetischen Grundbaukörpers 1 dargestellt. Dieser Teil besteht aus dem
Kern 2, der Spule 3, dem Isolierstoffteil 9 und den Anschlussstiften 10. Die Spule 3 kann mit mehr als einer Wicklung ausgestattet sein. An den Kern 2 ist das Joch 4 (Fig. 1-3) der magnetischen Grundbaueinheit 1 noch nicht angenietet.
Fig. 13 zeigt den in Fig. 12 dargestellten Teil der magnetischen Grundeinheit 1, von der Seite her gesehen und teilweise geschnitten gezeichnet. die Anschlussenden der Spule 3 sind innerhalb der Aussparungen des Isolierkörpers 9 noch nicht mit den Anschlussstiften 10 verbunden. Der Kern 2 weist an dem einen Ende einen verlängerten Zapfen 2'auf, der zum Einspannen beim Wickeln dient. Vor dem Vernie- ten am Joch 4 wird der Zapfen 2'auf Nietkopfzugabe gekürzt (Fig. 12).
Fig. 14 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel mit U-förmigem Magnetkreis des magnetischen Grund- körpers 1 nach Fig. lohne Änderung der äusseren Anschlussrnasse. So ist z. B. in Fig. 14a eine magneti- sche Grundeinheit dargestellt, die an Stelle eines Kernes und einer Spule zur Erzielung einer um zir-
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Dadurch ist es möglich, dickere billige Drähte bei mittel- und hochohmigen Wicklungen zu benutzen.
Der Anker 5 wird durch eine etwas anders gestaltete Ankerhaltefeder 28 in seiner dementsprechenden Lage gehalten. Der Befestigungswinkel 7 nach Fig. 1 ist mit dem Joch 4 zu einer Einheit kombiniert, in der die Befestigungsschraube 8 für den Federsatzbauteil 11 angeordnet ist.
Fig. 14b zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 14a. In Fig. 14c ist die magnetische Grundeinheit 1 mit zwei Spulen von der Jochseite her dargestellt und in Fig. 14d von der Spulenunterseite her gezeigt. Durch die Ausbildung der magnetischen Grundeinheit 1 mit einem Anker 5 und zwei Spulen 3 und 3'ist es möglich, das komplette Relais in an und für sich bekannter Weise (durch die zwei Wicklungen zur Phasenverschiebung) ausser mit Gleichstrom auch mit Wechselstrom zu betreiben.
Ausserdem kann bei Einbau eines oder mehrerer Permanentringmagnete in einen Teil des Eisenkreises vorzugsweise in der Nähe der Polfläche der Kerne bzw. bei dementsprechender werkstoffmässiger Bemessung eines oder beider Kerne durch magnetisch härteres Material das Relais bei Gleichstrombetrieb als gepoltes Haftrelais ausgeführt sein, so dass nach einem Anzugsimpuls auf eine oder beide Spulen 3 und 3'der An- ker 5 in seiner angezogenen Stellung durch Remanenz innerhalb des Eisenkreises gehalten wird bzw. verbleibt, und erst durch einen dementsprechend gepolten bzw. entgegengesetzt gerichteten Abwurfimpuls, der wieder auf eine oder beide der beiden Spulen 3 und 3'wirken kann, in seine Ausgangsstellung (abgeworfen) zurückkehrt.
In Fig. 15a-d ist eine Fassung 30 zur Aufnahme eines gesteckten Relais (z. B. Fig. 3) und deren Federelemente 32 (die vorzugsweise in die internationalen Rastermasse einer gedruckten Schaltung passt) in verschiedenen Ansichten dargestellt. Wie in Fig. 15b dargestellt, besteht die Fassung 30 aus einem.. Press-
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gelegten Federelemente 32 werden durch eine dünne Isolierstoffplatte 31, die wie in Fig. 15a und c gezeigt, z. B. durch Rohrniete 34 mit dem Pressstoffteil der-Fassung 30 verbunden ist, abgedeckt. In der Abdeckplatte 31 sind über den mit Federn 32 bestückten Öffnungen 33 des Pressteile 30 kleinere Schlitze 35 vorgesehen, die zur Führung der Anschlussstifte bzw. Steckerstifte 10 und 24 des Relais (z. B. Fig. 3) beim Einsteckvorgang in die Fassung 30 dienen. Die Federelemente 32 sind an ihrem hinteren Teil, wie z.
B. in den Fig. 9-11 für die Kontaktfedern 13 und 14 beschrieben, verstärkt ausgeführt. Die Federelemente 32 bestehen aus einem symmetrisch ausgeführten zusammenhängenden Stanzteil, der nach dem Ausstanzen zusammengefaltet wird, so dass an dem hinteren steck-oder lötbaren Teil die bereits erwähnte Verstärkung entsteht, und in ihrem vorderen Teil eine Kontaktgabe mit den Steckerstiften 10 und 24 (über vier Zinken) von beiden Seiten erfolgt. Durch den symmetrisch ausgebildeten Stanzteil 32 wird z. B. das Aufeinanderlegen und Aufpunkten zweier Federteile des Federelementes 32 vermieden. Die Arschlussenden der Federelemente 32 sind vorzugsweise sowohl für das Einlöten in gedruckte Schaltungen als auch für das Anlöten an Drahtkabel ausgebildet.
Fig. 16 zeigt einen Ausschnitt aus einer Relaisschiene40. Aus dieser Relaisschiene 40 sind Ausschnitte 49 und 49'herausgeschnitten, so dass Stege 41 und 42 stehenbleiben. Auf den Stegen 41 wird die Fassung 30 (Fig. 15) für die steckbare Ausführung oder das Relais (z. B. Fig. 3) direkt für die lötbare Ausfüh-
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rung befestigt. Die Löcher 43 dienen dabei zur Aufnahme der Befestigungsschraube 20 und des Zapfens 25.
In Fig. 17a ist der Ausschnitt aus einer Platte 44 mit gedruckter Schaltung dargestellt. Auf dieser Platte 44 sind Lötaugen 45 und gedruckte Leitungszüge 46 angebracht, die fUr die Bestückung der Platte 44 mit einem Relais nach der Erfindung erforderlich sind. Die gestrichelte Linie 47 deutet auf der Platte 44 den Platzbedarf für das Relais nach der Erfindung an. Die Löcher 48 dienen zur mechanischen Befestigung des Relais bzw. der Fassung 30 an der Platte 44. Wie aus Fig. 17a hervorgeht und in Fig. 17b nochmals vergrössert dargestellt ist, sind die Lötaugen 45 und die gedruckten Leitungszüge 46 nach einem bestimmten Rastermass untereinander in zwei Gruppen nebeneinander gestaffelt angeordnet.
In Fig. 18a-c ist eine Ausbildung des bisher beschriebenen Relais mit in der Form etwas abgeänderten Kontaktfedern und mit in drei Gruppen angeordneten Anschlussenden in verschiedenen Ansichten dargestellt. Fig. 18a zeigt z. B. einen Blick auf die Steckerseite dieser Ausführungsform des Relais ; Fig. 18b eine Seitenansicht des Relais, wie z. B. in Fig. 3 bereits gezeigt, mit geschnitten gezeichneter Schutzkappe und Fig. 18c eine Draufsicht auf die Befestigungsstelle zwischen dem magnetischen Grundkörper 1 und dem Federsatzbauteil 11, mit geschnitten gezeichneter Schutzkappe 23. Die Anschlussstifte 10'und 24'sind gegenüber den Anschlussstiften 10 und 24, z. B. nach der Ausführung von Fig. 1, 3 verändert.
In Fig. 19a-c sind verschiedene Kontaktfederformen dargestellt, die an ihrem hinteren Ende unterschiedlich abgekröpft sind. Da die die Kontaktfedern mit ihren Anschlussenden 24/10 (z. B. nach Fig. 1-3) innerhalb des Federsatzbauteiles 11 in zwei Gruppen nebeneinander bzw. übereinander angeordnet sind und in der Praxis auch der Wunsch besteht, dass die Anschlussenden z, B. 24'/10'in drei Gruppen nebeneinander vorhanden sind, werden die Anschlussenden der Kontaktfedern 13', 14'und 29', wie in Fig. 19a-c dargestellt, abgekröpft. Zur Erzielung einer geringen elektrischen Eigenkapazität ist die Federzunge der Kontaktfeder besonders schmal ausgeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steck- und lötbares elektromagnetisches Kleinrelais, das einen Kontaktfedersatz, der an dem Magnetsystem befestigt ist und eine Schutzkappe aufweist, wobei das Kleinrelais aus zwei lösbar miteinander verbundenen Bauteilgruppen besteht, die jede für sich getrennt montier-und prüfbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der am Magnetsystem befindliche Pressteil (9) mit dem gepressten oder gespritzten Grundkörper (12) in zusammengesetztem Zustand den Sockel des Relais bildet, in dem in einem bestimmten Abstand voneinander sowohl die Anschlussenden (10) für die Spulen als auch die Anschlussenden (24) der Kontaktfedern (13 und 14) nach einer Seite herausgeführt sind und dass in dem zusammengesetzten Sockel des Relais die Anschlussenden (10) für die Spulen gegenüber den Anschlussenden (24)
der Kontaktfedern in einem Winkel von 900 versetzt sind.