AT124559B - Verfahren zur Übertragung von Bildern. - Google Patents

Verfahren zur Übertragung von Bildern.

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Übertragung von Bildern. 



   Es sind Verfahren bekannt für die Zwecke der Fernphotographie, des Fernsehens, der Fernkinematographie, für die Änderung des Bildcharakters durch elektrische Mittel und ähnliche Zwecke, bei denen die zu übertragenden Bilder in einzelne Punkte zerlegt werden, dann die Helligkeit dieser Punkte durch irgendwelche Mittel in elektrische   Stromänderungen   umgewandelt wird, worauf diese an den Empfangs- ort geleitet werden, dort unmittelbar oder mittelbar wieder in Helligkeitsschwankungen umgesetzt werden, worauf diese zeitlich aufeinanderfolgenden Punkte verschiedener Helligkeit wieder zu Bildern zusammengesetzt werden. 



   Für die Güte der zu übertragenden Bilder am Empfangsort ist die Feinheit der Unterteilung massgebend. Bei den bisher bekanntgewordenen Verfahren ist die Feinheit der   Unterteilung   auf der ganzen   Bildfläche   genau oder angenähert gleich. Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen die Zerlegungsgeschwindigkeit in einem Teil des Bildes eine andere ist als in einem andern Teil. In diesen Fällen ist jedoch die Änderung der Zerlegungsgeschwindigkeit von dem Bildinhalt unabhängig. 



   Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, dass die Zerlegungsgeschwindigkeit während der Übertragung geregelt wird, u. zw. durch eine Eigenschaft der abgetasteten Bildteile, welche mit dem Bildinhalt wechselt. Massgebend für die Änderung der Zerlegungsgeschwindigkeit können die verschiedensten Eigenschaften der einzelnen Bildteile sein. Beispielsweise kann die Schwingungszahl der die   Liehtschwanhungen übertragenden Ströme   zur Beeinflussung der Zerlegungsgeschwindigkeit benutzt werden. Technisch kann dieses in der Weise durchgeführt werden, dass durch Resonanzkreise Relais betätigt werden, welche die   Zerlegungsgeschwindigkeit   beeinflussen. Es kann auch hiefür ein besonderes Steuerband benutzt werden, wie solche aus der Kopiertechnik der kinematographisehen Filme oder der Weberei (zur Schützensteuerung) bekannt sind.

   Dabei kann als Steuerband eine unscharf oder gerasterte Kopie oder Abbildung des zu übertragenden Bildes dienen. 



   Im nachstehenden soll ein weiteres Beispiel ausführlicher behandelt werden. Hier wird die Helligkeit der einzelnen Bildteile zur Steuerung der Zerlegungsgeschwindigkeit benutzt, indem die Zerlegungsgeschwindigkeit um so grösser gewählt wird, je grösser die Helligkeit des jeweils übertragenen Bildteiles ist. 



  Diese Anordnung entspricht den psychologische Bedingungen des Sehens, da die einzelnen Bildteile um so mehr die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, je heller sie sind. Falls es die Eigenschaften des Bildes erfordern, kann die Anordnung auch umgekehrt gewählt werden. Im einfachsten Falle kann dieses Verfahren derart ausgeübt werden, dass eine zweite, als Steuerband dienende Abbildung durch eine Photozelle unmittelbar die Zerlegungsgeschwindigkeit beeinflusst. Die die Geschwindigkeit bestimmende Modulation kann dabei einer Grundschwingung aufgedrückt werden, welche gleichzeitig zum Synchronsieren dient. 



   Das zuletzt erwähnte Verfahren kann auch in folgender Form verwendet werden : Am Empfänger bleibt die Helligkeit des das Bild erzeugenden Lichtpunktes ungeändert, derselbe wird jedoch über die 
 EMI1.1 
 hingewgeführt. Die scheinbare Helligkeit der einzelnen Bildteile ist dann umgekehrt proportional der Geschwindigkeit des Lichtpunktes, d. h. abhängig von dem   Differentialkoeffizienten   der Koordinate 

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 EMI2.1 
 dem neuen Verfahren wird dagegen die Helligkeit des das Bild erzeugenden Lichtpunktes konstant ge- halten und die Änderung der Koordinate variiert.

   Dass   hiedureh   die in der Haupterfindung geforderte Abhängigkeit der Zerlegungsgeschwindigkeit von den Eigenschaften der Bildteile erreicht wird, ergibt sich wie folgt : Bei den bisherigen Verfahren war die zu übertragende Modulation eine Funktion der   Helligkeitsänderung   in bezug auf die Koordinate. Bei dem Verfahren der Koordinatensteuerung ist die zu übertragende Modulation das Integral der vorgenannten Funktion. Denkt man sieh diese Funktion nach einer Fourierschen Reihe aufgelöst, so ist in dem zweiten Fall die Amplitude der Glieder höherer Ordnung kleiner als bei der Helligkeitssteuerung, da infolge der Integration die einzelnen Glieder durch ihre Ordnungszahl zu dividieren sind. 



   Es kann jedoch an Stelle der urprünglich gegebenen Funktion oder des Integrals derselben eine beliebige andere, hievon abgeleitete Funktion, beispielsweise der Differentialquotient, übertragen werden. 



   Das beigefügte Bild zeigt eine Apparatur für dieses Verfahren. 1 ist der zu übertragende Film, welcher durch eine   Zahntrommel2 weiterbewegt   wird, die auf einer Achse. 3 sitzt, welche von einem nicht gezeichneten Motor 7 angetrieben wird. 4 ist eine Lichtquelle von konstanter Helligkeit, die durch einen Kondensor 5 über den Spiegel 6 eines Seitengalvanometers auf dem Film 1 abgebildet wird, und fällt durch diesen auf die lichtelektrische Zelle 8. Die lichtelektrische Zelle 8 liegt in einem Stromkreis, in dem eine Spule 9 angeordnet ist, in der durch ein   Magnetrad-M   eine elektrische Spannung induziert wird.

   Das   Magnetrad   10 ist durch   Schneckenräder   11 und 12 mit der Welle. 3 derart verbunden, dass immer eine elektrische Schwingung induziert wird, wenn der Film 1 um die Breite einer Zeile (Primärabtastung) weitergezogen wird. Die in der Spule 9 und der lichtelektrischen Zelle 8 fliessenden Ströme werden einem Verstärker   13   zugeführt. Hinter diesem Verstärker liegt das Seitengalvanometer, zu dem der Spiegel 6 gehört.

   Die   Wirkungsweise   dieser Vorrichtung ist folgende : Wenn ein vollständig durchsichtiger Film durch den Apparat gezogen wird, so schwingt das Seitengalvanometer mit dem Spiegel 6 entsprechend den in der Spule 9 induzierten Wechselspannungen, da die   liehtelektrische   Zelle 8 bei dem   gleichmässig   
 EMI2.2 
 
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 bekannten Systemen der   Bildzerlegung.   Befindet sieh jetzt beispielsweise auf dem zu übertragenden Film 1 eine schwarze Linie, so wird hiedurch der Lichtstrom geschwächt und damit ein weiteres Ansteigen des das Galvanometer   durchfliessenden   Stromes verhindert. Das Galvanometer verringert dementsprechend seine Schwingungsgeschwindigkeit, bis die in der Spule 9 induzierte Spannung einen entsprechend grösseren Wert erreicht hat.

   Der dann kommende wieder helle Teil des Filmes 1 wird dann infolge des wieder gesunkenen Widerstandes der lichtelektrischen Zelle 8 mit einer entsprechend grösseren Geschwindigkeit durcheilt. Die Vorrichtung wirkt also derart, dass dunkle Teile des zu iibertragenden Bildes eine geringe Änderung des elektrischen Stromes bedingen, während helle Teile des Bildes eine schnelle   Änderung   des elektrischen Stromes bewirken. Von dem Verstärker   1.' ;   geht eine Leitung 14 zur Empfangsapparatur. Um die   Spannungsänderung   an den Umkehrpunkten der elektrischen Spannung auszugleichen, kann in den Lichtweg noch ein Filter   15   mit entsprechender Dichteverteilung eingeschaltet werden.

   Bild 2 zeigt die Empfangsapparatur. 16 ist eine gleichmässig brennende Lichtquelle, 17 und 18 ein Kondensor, der diese Lichtquelle in der Ebene 21 abbildet. 19 ist wieder der Spiegel eines Galvanometers, 20 ist eine Linse, welche entsprechend dem aus der Kinematographie bekannten optischen Ausgleich wirkt. An Stelle der Linse 20 kann auch ein Winkelspiegel benutzt werden. In der Ebene 21 entsteht ein Bild, welches durch das Objektiv 22 auf dem Schirm 23 projiziert wird. Das als optischer Ausgleich wirkende System 20 sitzt auf einer Welle 24, auf welcher ein Rad   26   mit Magnet oder Eisenpolen 26 sitzt. 



  Gegenüber diesen Polen befindet sich ein Magnet 27. Die von der Leitung 14 kommenden Ströme werden in einem Verstärker 28 gegebenenfalls verstärkt und   durchfliessen   die in Nebeneinander-oder Hinter- 
 EMI2.4 
 dieser Vorrichtung ist folgende : Gemäss den ankommenden elektrischen Schwingungen wird das durch das als Synchronmotor wirkende Rad 25 angetriebene Ausgleichsystem 20 derart bewegt, dass es das von der Lichtquelle   16   kommende Licht entsprechend der Zeilensehaltung (Primärzerlegung) des Filmes 1 in der Längsrichtung zu einer Fläche zusammensetzt. Der Spiegel 19 des Galvanometers vom Empfänger führt die gleichen Bewegungen aus wie der Spiegel 6 des Galvanometers im Sender.

   Wenn im Sender das Bild eine dunkle Stelle aufweist, so wird das Licht im Empfänger langsam über den betreffenden Teil des Bildes hinweggeleitet ; weist das Bild im Sender eine helle Stelle auf, so gleitet das Licht im Empfänger schnell über den betreffenden Teil des Bildes. Entsprechend dieser verschiedenen Geschwindigkeit des Lichtpunktes erseheinen die einzelnen Teile des Bildes hell und dunkel, u. zw. in dem vorliegenden Beispiel erscheint das Bild im Empfänger positiv, wenn das gesendete Bild ein Negativ war. 



   Bei dem oben beschriebenen Beispiel erfolgt die Anpassung der Übertragungsfeinheit an die Struktur 
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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegungs-bzw. Zusammensetzungsgeschwindigkeit durch die Sehwingungszahl der die Lichtschwankungen übertragenden Ströme beeinflusst wird.
    3. Apparat für das Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegungsgeschwindigkeit mittelbar durch ein aus der Filmkopiertechnik und Weberei an sich bekanntes besonderes Steuerband geregelt wird.
    4. Apparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuerband eine unscharf oder gerasterte Kopie oder Abbildung des zu übertragenden Bildes dient.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnelligkeit der Abtastung durch die Helligkeit der einzelnen Bildteile bestimmt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschwingung der Ge- schwindigkeitsänderung gleichzeitig zum Synchronisieren dient.
    7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung der Abtastgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Helligkeit der einzelnen Bildpunkte so stark ist, dass bei dem Empfänger die Helligkeit der einzelnen Bildpunkte bei konstanter Helligkeit der Lichtquelle lediglich durch die Geschwindigkeit der Lichtpunktbewegung (Abtastung) bestimmt wird.
    8. Apparat für das Verfahren nach Anspruch 7 zum Abtasten des Bildes, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des die Abtastung bewirkenden Mittels, beispielsweise die Schwingung eines Galvanometers oder Elektrometerspiegels durch die Stromschwankungen beeinflusst wird, welche durch die Helligkeitswerte des zu übertragenden Bildes gesteuert werden.
    9. Apparat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeilenschaltung (Primärzerlegung) in an sich bekannter Weise durch Vorbeiführen des zu übertragenden Bildes an einem Spalt bewirkt wird.
    10. Apparat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Zeilen- EMI4.1 stimmt wird.
    11. Apparat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselspannung zum Speisen der die Lichtschwankungen in Stromschwankungen umsetzenden Vorrichtung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Zeilensehaltung (Primärzerlegung) steht.
    12. Apparat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselspannung zum Speisen der die Liehtsehwankungen in Stromschwankungen umsetzenden Vorrichtung im aufsteigenden und abfallenden Zweig verschiedene durchschnittliche Neigung besitzt.
    13. Apparat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Zeilenschaltung (Primärzerlegung) und bzw. oder der Zeilenabtastung (Sekundärzerlegung) die Helligkeit durch ein zusätzliches Lichtfilter zum Ausgleich der Eigenschaften der Apparatur beeinflusst wird.
    14. Verfahren zur Übertragung von Bildern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der ursprünglich gegebenen Funktion, beispielsweise der Helligkeitsverteilung über einer Linie, oder des Integrals dieser Funktion eine beliebige andere, hievon abgeleitete Funktion zur Übertragung benutzt wird.
    15. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Modulation eine Integralfunktion der ursprünglich gegebenen Funktion übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die übertragene Modulation das Integral der Helligkeit nach der Linienkoordinate ist.
    16. Sender für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Photozelle oder ähnlichen Vorrichtung gelieferte Strom durch einen Kondensator integriert wird, und dass die Entladung oder Ladung des Kondensators in Abhängigkeit von dem in gleichen Zeitabständen erreichten Zeilenende erfolgt.
    17. Sender nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladung oder Ladung des integrierenden Kondensators durch eine mit der Bildzerlegungsvorrichtung gekuppelte Kontakteinrichtung erfolgt.
    18. Empfänger für das Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zwischenschaltung von Kopplungsspulen oder ähnliche Mittel der Differentialquotient der ankommenden Modulation gebildet und die diesem entsprechende Modulation einem der an sieh bekannten Empfänger mit Helligkeitssteuerung zugeführt wird.
    19. Empfänger nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsspule mit einem Ohmschen Widerstand in Reihe geschaltet ist, dessen Ohmscher Widerstandswert gross gegen den induktiven Widerstand der Kopplungsspule ist, während gleichzeitig der Anodenstrom der vorhergehenden Röhre gross gegen den Gitterstrom der folgenden Röhre ist, unter Berücksichtigung des gegenseitigen Induktionskoeffizienten der Kopplungsspulen.
    20. Empfänger nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die ursprünglich empfangene Modulation in an sich bekannter Weise zur Synchronisierung benutzt wird.
    21. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass es auf der Sender-oder Empfangsseite lediglich zur Verwendbarmaehung eines Verstärkerteiles mit störender Frequenzabhängigkeit benutzt wird.
AT124559D 1929-05-18 1930-05-14 Verfahren zur Übertragung von Bildern. AT124559B (de)

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