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Als Ausgleichsgetriebe wirkende Mitnehmerkupplung mit begrenztem Freilauf, ins- besondere für Kraftfahrzeuge.
Gegenstand des Patentes Nr. 120005 ist im allgemeinen eine als Ausgleiehgetriebe wirkende Mitnehmerkupplung mit begrenztem Freilauf, insbesondere für Kraftwagen, bei welcher auf den inneren Enden der Treibräderwellen Anschläge sitzen, die mit einem einzigen Mitnehmer des treibenden Gliedes (Antriebsgehäuse) zusammenarbeiten, sowie im besonderen eine Sperrvorrichtung, welche bei Freilauf der einen Treibradwelle die Kupplung zwischen Mitnehmer und Anschlag der andern Treibradwelle sichert.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer Ausführungsform dieser Sperrvorriehtung, indem als Sperrorgan eine Kugel verwendet wird, die in einem im Antriebsgehäuse zwischen den gegenüberliegenden Flächen der Treibradwellenanschläge befestigten Kugelkäfig parallel zu den Treibräderwellen verschiebbar gelagert ist und deren durch ihren Mittelpunkt parallel zu den Treibräderwellen gehende Achse die Scheitelpunkte von winkelförmigen Ausnehmungen verbindet, die an gegenüberliegenden Flächen der Treibradwellenanschläge vorgesehen sind.
Der Anschlag eines jeden Wellenteiles, der zum Freilauf übergeht, drückt daher mit der entsprechenden Flanke seiner winkelförmigen Ausnehmung die Kugel in axialer Richtung in die gegenüberliegende Ausnehmung so weit, dass sie an den beiden Flanken dieser Ausnehmung anliegt, und in dieser Lage die dem freilaufenden Wellenteil gegenüberliegende Öffnung des Kugelkäfig von der geraden Fläche des Anschlages des freilaufenden Wellenteiles abgeschlossen ist. Der andere Wellenteil ist dadurch mit dem Antriebsgehäuse gekuppelt.
Nachdem für gewöhnlieh die gleichzeitige Drehung der beiden Anschläge durch den mit dem Antriebsgehäuse verbundenen gemeinschaftlichen Mitnehmer bewirkt wird, nimmt die Kugel bei gewöhnlicher Fahrt eine solche Lage ein, dass sie gegebenenfalls in die Ausnehmung des einen oder des andern Anschlages gelangen kann, um diesen mit dem Antriebsgehäuse zu kuppeln.
Die Erfindung bezieht sich auch darauf, diese Kugel unter die Wirkung von zwei gegen ihre Mitte zu federnd gedrüekten Bolzen zu stellen, welche die sonst von der Kugel auf die Anschläge ausgeübten axialen Drüeke aufnehmen. Diese Bolzen durchsetzen Bohrungen der Anschläge, welche in die winkelförmigen Ausnehmungen dieser Anschläge ausmünden und sind diese Bolzen bestrebt, die Kugel in ihrer Mittellage zu erhalten. Sobald die Kugel von dem zum Freilauf übergehenden Anschlag seitlich verdrängt wird, schiebt die Kugel den betreffenden Bolzen parallel zur Achsenrichtung so zur Seite, dass der Bolzen zum Teil in eine Bohrung an der Innenseite des Antriebsgehäuses eintritt.
Dadurch wird der im Antrieb verbleibende Wellenteil nicht nur durch Zusammenwirkung der Kugel mit den Flanken der winkelförmigen Ausnehmung des betreffenden Anschlages, sondern auch durch den teilweise in die Öffnung an der Innenseite des Antriebsgehäuses eingesehobenen Bolzen in Kupplungsstellung erhalten.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen der Mitnehmerkupplung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt der einen Ausführungsform, Fig. 2 einen Längsschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1, Fig. 3 zeigt die zweite Ausführungsform im Längsschnitt und vergrössertem Massstabe.
Die Wellenteile 1, l'sind mit den Anschlägen 7, 7'versehen, auf welche der im Antriebsgehäuse 10 angeordnete gemeinschaftliche Mitnehmerbolzen 6 einwirkt. Das Antriebsgehäuse 10 ist mit dem Trieb 3 ausgestattet. An den gegenüberliegenden Seiten der Anschläge 7,7'befinden sich die winkelförmigen Ausnehmungen 30, 30'.
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Gemäss der Erfindung ist zwischen den Anschlägen 7, 7'im Antriebsgehäuse eine diametral stehende Leiste 40 angeordnet, die in einer als Kugelkäfig wirkenden, den Anschlägen 7, 7'gegenüber frei liegenden Öffnung eine Kugel 41 axial führt. Die Anordnung ist derart getroffen, dass bei der gleichzeitigen Einwirkung des Mitnehmerbolzens 6 auf beide Ansehläge 7,7'die Verbindungslinie der Scheitel der Aus- nehmungen 30, 30'durch die Mitte der Kugel 41 geht und diese über die Seiten der Leiste 40 so vorsteht, dass sie im Bereich beider Ausnehmungen 30, 30'liegt.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist der den Anschlag 7'tragende Wellenteil zum Freilauf übergegangen. Dabei hat die Flanke der Ausnehmung 30', welche der Drehrichtung nacheilt, die Kugel 41 axial in die Ausnehmung 30 verschoben und wird die Kugel in dieser Lage durch den vollen Scheibenteil des Anschlages 7'so gehalten, dass die Kugel 41 an beiden Flanken der Ausnehmungen 30 anliegt. Die durch die Einwirkung des Mitnehmerbolzens 6 auf den Anschlag 7 weiter bestehende Kupplung des Wellenteiles 1 mit dem Antriebsgehäuse ist also durch die Kugel 41 gesperrt. Kommt der Anschlag 7' wieder in die gewöhnliche Lage, liegen also die Ausnehmungen 30, 30'einander gegenüber und nimmt dabei der Mitnehmerbolzen 6 beide Anschläge gleichmässig mit, so kann die Kugel 41 sich selbst überlassen sich in axialer Richtung verschieben.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform münden in die winkelförmigen Ausnehmungen 30,
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sind die Bolzen 43, 43'eingesetzt. Jeder Bolzen hat eine Rille 44, 44', in welcher ein gespaltener Ring 45, 45'liegt, der sich beim Einschieben des Bolzens in die Bohrung in der Erbreiterung 46, 46'der Bohrung ausweitet und sich an die innere Kante dieser Erweiterung 46,46'anlegt. Dadurch ist die Lage des Bolzens nach der Kugel zu begrenzt. Jeder Bolzen wird von der Feder 47, 47'nach einwärts gedrückt, so dass die Kugel in einer Mittelstellung für gewöhnlich zwangsläufig gehalten wird.
Die Federn 47, 47' stützen sich mit ihrem einen Ende gegen den Boden der Bohrung 48, 48'an der Innenwand des Antriebs-
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Anschlag 7'zum Freilauf übergeht, wird die nach links gedrängte Kugel den Bolzen 43 nach aussen verschieben, so dass er teilweise in die Bohrung 48 hineinragt. Die Sperrung des im Antrieb verbleibenden
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Als Ausgleichgetriebe wirkende Mitnehmerkupplung mit begrenztem Freilauf, insbesondere für Kraftfahrzeuge, nach Patent Nr. 120005, bei welcher beim Freilauf der einen Treibradwelle die
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zu den Treibräderwellen verschiebbar in einem im Antriebsgehäuse (10) befestigten Kugelkäfig (40) angeordnet ist und deren durch ihren Mittelpunkt parallel zu den Treibräderwellen gehende Achse die
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Flächen der Treibradwellenansel1läge vorgesehen sind.