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Einrichtung zum Entfernen der Zehen aus den Horllsehuhen von Huftieren.
Um den Hornschuh, der ein wertvolles Stiekstoffmaterial darstellt, für sich allein zu gewinnen, wurden bereits die verschiedenartigsten Verfahren und Einrichtungen zum Entfernen der Zehen aus dem Hornschuh vorgeschlagen. Nach einem der bisher bekannten Verfahren wird der vom Unterschenkel des Tieres abgeschnittene Huf mit heissem Wasser oder Dampf behandelt und hiedurch die im kalten Zustande sehr feste Verbindung zwischen Hornschuh und Zehen gelöst, so dass die Zehen aus dem Hornschuh auf mechanischem Wege, z. B. durch Einspannen zwischen parallelen Pressbacken, entfernt werden können. Bei einem zweiten bisher bekannten Verfahren wird der Huf in einem Extraktor mit Benzin entfettet und hierauf der feuchte Huf mechanisch weiter behandelt, indem die Zehen mit einem Werkzeug erfasst und entfernt werden.
Sämtliche der bisher bekannten Verfahren und Einrichtungen weisen verschiedene Nachteile auf, wie erhebliche Beschädigung der Hornwand, die notwendige Einzelbehandlung bei Klauen von Paarhufern u. dgl. Zweck der vorliegenden Erfindung ist diese Nachteile zu beseitigen ; dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Einrichtung zum Entfernen der Zehen aus dem Hornschuh mit in einem Winkel
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen im Längsschnitt die wesentlichen Bestandteile der Einrichtung in zwei charakteristischen Arbeitsphasen. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Einrichtung gemäss der Erfindung für kontinuierlichen Betrieb im Längs-
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schiedener Art und Grösse.
Der Erfindungsgegenstand besteht im Wesen aus zwei Pressflächen 1, 2, die in einem Wlakel z zueinander angeordnet sind. Die eine Pressfläche 1 wirkt auf die Sohle 5 des Hornschuhes 6, die zweite
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die Pressunterlage bewegbaren Pressstempel 12 angeordnet.
Auf der Pressunterlage 11 sind Mittel zum Halten des Hufes vorgesehen. Die Haltemittel bestehen z. B. ans Stiften 15, oder aus Zähnen, Rasten od. dgl., die zweckmässig in Gruppen oder Reihen 15', 15" auf der Pressunterlage 11 verteilt angeordnet sind, zum Zwecke, um Hufe verschiedener Art und Grosse auf der Pressunterlage befestigen zu können (Fig, 4). Ausser den aus Stiften 15 bestehenden Haltemittel sind noch federnde Klammern 18 vorgesehen, die beispielsweise mit ihren einen Enden auf den Seiten- wänden 19 der Pressunterlage 11 befestigt sind und in einem Bogen zur Mitte der Pressunterlage verlaufen (Fig. 4).
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel bewegt sich der Pressstempel 12
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geneigt und wird beispielsweise von einem dreieckigen Unterlagskörper gebildet. Mittels Befestigungsmitteln 22 ist dieser Unterlagskörper, z. B. ein Bleehwinkel, auf einem Tragorgan 23 befestigt. Die beiden Seitenwände 19 bilden mit einer unteren Abschlusswand 25 eine oben offene Mulde zum Einsetzen des zu behandelnden Hufes, deren Boden von der Pressfläche 1 gebildet wird.
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Zehenwandmitte 7'annähernd waagrecht. Beim Niedergang des Pressstempels 12 wirkt die Pressfläehe 2 auf die Zehenwand 7 und quetscht die Zehe 8 (Fig. 2) in der Pfeilrichtung q aus dem Hornsehuh heraus. Die Haltemittel15 sichern hiebei den Halt des Hornschuhes auf der schrägen Pressunterlage 11.
Nach
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lage 11 abgenommen.
Die vorstehende Einrichtung kann auch für kontinuierlichen Betrieb leicht ausgebaut werden (Fig. 3 und 4). In diesem Falle sind mehrere Pressunterlagen 11 auf einem beweglichen Tragorgan 30 hintereinander derart angeordnet, dass die Pressunterlagen der Reihe nach unter den Pressstempel gelangen.
Das Tragorgan 30 kann verschieden ausgebildet sein. Vorliegend besteht es aus einer Scheibe, die auf einer Drehachse 31 sitzt. Die Pressunterlagen 11 sind in einem konzentrisch zur Drehachse 31 liegenden Kreis angeordnet. Die Scheibe 30 kann entweder mittels Handgriffen 33 oder maschinell im Kreise herumgeschaltet werden, derart, dass vor jedem Niedergang des Pressstempels 12 die Scheibe um eine Pressunterlage vorgeschaltet wird. Die ausgepressten Teile fallen in einen danebenstehenden Korb, während der übrigbleibende Hornschuh beim weiteren Schalten der Scheibe 30 auf der anderen Seite des Pressstempels 12 manuell oder mechanisch entfernt wird.
Durch die vorstehende Einrichtung wird die Hornwand nicht beschädigt, da die Pressfläche 2 des Stempels 12 fast parallel auf die Zehenwand auftrifft. Weiters werden die Klauen von Paarhufern in einem Arbeitsgange von der Zehe befreit, so dass bei einem Pressstempelniedergang zwei Hornschuhe gewonnen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Entfernen der Zehen aus dem Hornsehuh von Huftieren, gekennzeichnet durch zwei in einem annähernd dem Aehsenwinkel (ss) von Zehenwandmitte (7') und Hufsohle (5) gleichen
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