<Desc/Clms Page number 1>
Ventil für Brennkraftmaschinen.
An Ventile für Brennkraftmaschinen werden so hohe und verschiedene Ansprüche gestellt, denen ein einziges Material mit seinen Eigenschaften nicht entsprechen kann. So soll der Schaft des Ventils, der in einer Gusshülse läuft, keine Neigung zum Fressen haben, der Hals und Teller des Ventils soll aus hitzebeständigem Material hergestellt sein, welches Eisenoxydul nicht ausscheidet, weil durch diese
Ausscheidung das Ventil rasch undicht wird, und wenn die Undichtheit übersehen wird, leicht verbrennt ; ferner wird der Hals des Ventils durch die Hitze der abströmenden Gase abgezundert und bricht schliesslich ab. Das Ventil soll seine Festigkeit auch im heissen Zustande nicht verlieren.
Es sind Ventile bekannt, bei denen ein Eisenkern von einem Nickelmantel völlig umgeben ist.
Solche Ventile oxydieren zwar an dem in den Verbrennungsraum hineinragenden Teller und Hals nicht, bleiben aber am Schafte in der Gusshülse leicht hängen. weil Nickel grosse Neigung zum Fressen hat. Es ist ferner bekannt, auf den Teller von Stahlventilen einen Gusssitz autogen aufzuschweissen, welcher zwar anfangs verhinderte, dass die Sitzfläche durch Oxydulausseheidungen undicht wurde, doch konnte nicht verhindert werden, dass der Gusssitz an seiner Verbindungsstelle mit dem Stahlteller abgedrängt und gesprengt wurde.
Es sind schliesslich Ventile bekannt, bei denen einfache Stahlsehäfte mit einem Ventilteller aus Gusseisen umgossen sind, wodurch das Ventil wohl dicht blieb, doch hat sich der Teller vom Schafte in kurzer Zeit wegen der zu geringen Verbindungsfläche abgelöst, so dass diese Ventile unbrauchbar wurden. Auch die Verbindungen eines Gusstellers m't einem Stahlschaft durch Einnieten u. dgl. sind bekannt, doch haben sich auch solche Ventile nicht auf die Dauer bewährt, weil sich der Teller lockere oder vom Schafte löste.
Das erfindungsgemässe Ventil besteht in der Hauptsache aus einem an die äussere Form des Ventils angepassten und verjüngten Stahlkern a, welcher an seinem in den Verbrennungsraum ragenden Teil mit einem Mantel b aus hitzebeständigem, hochwertigem Gusseisen umgeben ist, während der Schaft des Stahlkerns mit einem Mantel c aus Bronze oder einem ähnlichen Metall versehen wird, welches eine Verreibung des Ventils in der Führungsbüchse verhindert. Die Oberfläche des Stahlkerns a ist zwecks besserer Verbindung mit den Mantelmetallen aufgerauht oder mit Vertiefungen, Löchern, Erhebungen od. dgl. versehen.
Beide Mantelteile b, c können durch Umgiessen, autogenes oder elektrisches Schweissen, durch Auftragen oder durch ein sonstiges handwerksmässiges Verfahren auf den Stahlkern a aufgelegt werden. Ein so hergestelltes Ventil scheidet Eisenoxydul nicht aus, kann im Betriebe nicht stecken bleiben, hat genügend Festigkeit und kann nicht undicht werden oder verbrennen ; es entspricht somit allen Anforderungen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.