AT122325B - Vorrichtung zum Zuführen der Florfäden für einen Webstuhl, insbesondere zur Herstellung von Teppichen. - Google Patents

Vorrichtung zum Zuführen der Florfäden für einen Webstuhl, insbesondere zur Herstellung von Teppichen.

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AT122325B
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Ernst Frank
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Ernst Frank
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  Vorrichtung zum Zuführen der Florfäden für einen Webstuhl, insbesondere zur Her- stellung von Teppichen. 



   Bei den zum Weben und Knüpfen von Teppichen u. dgl. dienenden Webstühlen, bei welchen das zum Zwecke der Florbildung vorgebrachte Stück der Kette in Schussrichtung ausgezogen wird, ergibt sich der Übelstand, dass häufig Fehler in der Ware entstehen, wenn aus irgendeinem Grund der Florfaden nicht von den   Ausziehorganen   erfasst und vorgebracht werden kann. Dieser   Übelstand   kann beispielsweise in dem Falle eintreten, wenn einer der Florfäden eine Verdiekung hinter dem Zufuhrorgan. z. B. dem Farbsteller aufweist ; die Folge ist dann, dass die zur Weiterverarbeitung dienenden Organe 
 EMI1.1 
 Noppen bzw. Maschen mehr oder weniger   umfangreiche.     loehartige   Fehlerstellen aufweist.

   Der geschilderte Übelstand macht sieh besonders unangenehm fiihlbar, weil das Personal, das den Webstuhl bedient. das Auftreten des Fehlers nicht sofort bemerken   kann :   erst wenn die   durchlöchert   Ware aus der Maschine herausgetreten ist, wird der Fehler sichtbar und selbst dann erfordert es bei der beträchtlichen Breite des Webstuhles grosse Aufmerksamkeit, den Fehler sofort zu   entdecken.   Es hat sich im Betriebe gezeigt, dass die Anzahl der aus irgendeinem Grunde   ausgefallenen Noppen bzw.

   Maschen beträchtlich ist.   Die notwendig werdende Nacharbeit der ausgefallenen Noppen oder Maschen von Hand bringt eine wesentliche Verteuerung der Ware mit sich, abgesehen davon, dass es nicht immer   möglich ist,   die Fehlerstellen von Hand mit der wünschenswerten   Genauigkeit   nachzuarbeiten. 



   Durch die Erfindung wird die Anzahl der ausfallenden Noppen bzw. Maschen erheblich verringert. indem, sobald eine einzige Noppe oder Masche infolge Ausbleibens des Florfadens ausfällt, das Webstuhlbedienungspersonal auf die Fehlerquelle aufmerksam   gemacht   und der Stuhl   selbsttätig angehalten   wird, bis die Fehlerquelle beseitigt ist. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem   Ausführungsbeispiel   für einen   Teppichknüpfstuhl   veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. 1 eine schematische Darstellung des Knüpfstuhles in Ansieht von vorn, wobei die sich über die ganze Breite des Stuhles erstreckenden Knüpforgane nur teilweise dargestellt sind : Fig. 2 stellt perspektivisch die Wächtereinrichtung für sich bei normalem Arbeitsgang des Stuhles dar, während Fig. 3 in perspektivischer Darstellung die   Wächtervorrichtung   beim Eintritt einer durch Ausbleiben des vorzuziehenden Florfadens   verursachten Störung veranschaulicht ;   Fig. 4 zeigt die zur Ausrückung des Stuhles dienende   Vorrichtung für sich   in Ausrückstellung. 



   In den Figuren bedeutet 1 das Gestell des   Kniipf- bzw. Webstuhles,   an dessen oberem Ende die Jacquardeinrichtung 2 in bekannter Weise angeordnet ist. Auf der Sehwingwelle sind, wie ebenfalls bekannt, über die ganze Stuhlbreite in regelmässigen Abständen voneinander die   Kniipf- oder   Weborgane angeordnet, die im Ausführungsbeispiel im wesentlichen in   Farbstellern-, Sehneidwerkzeugen. ?,   6 und Ausziehklammern 7, 7'bestehen. Am unteren Ende des   Farbstellers   ist eine Mehrzahl von Löchern vorgesehen, durch welche die verschiedenfarbigen Florfäden 8,   8', 8" usw., aus   denen die Noppen geknüpft werden, hindurchgezogen sind.

   Vor jedem Farbsteller   4   arbeitet eine   Schere/5, 6, welche   bekannterweise eine   auf-und abwärtsgehende Schwingbewegung   und ausserdem eine Sehneidbewegung ausführt, indem der bewegliche Scherenschaft 6 um die Scherenachse 9 derart bewegt wird, dass die Schere den von den Fadenausziehklammern 7,   7'vorgebrachten   Florfaden 8 einige Millimeter vor dem Farbsteller   4   abschneidet. 

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 bringt und anderseits gleichzeitig einen Hebel 24 oder eine ähnliche Vorrichtung elektromagnetisch betätigt, wodurch die   Ausrückung   des   Webstuhles   selbsttätig bewirkt wird.

   Der für beide Zwecke dienende Strom kommt von einer in Fig. 1 der Zeichnung mit-, + bezeichneten Stromquelle, geht über den Stromführungsdraht 25 zu einer beliebigen Stelle des Querdrahtes 22. Da letzterer isoliert aufgehängt ist, bleibt die Stromleitung jedoch solange unterbrochen, als keiner der Wächter 10.   :

   ? O. 21   den Querdraht   28 berührt.   Gelangt aber infolge Ansbleibens eines der Fäden   8,     8'.   8"... einer der   Fadenwächter   10, 20, 21 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung, so wird der Stromkreis geschlossen, indem nunmehr das ganze Maschinengestell stromführend wird, wobei der Strom durch das Gestänge   10. 2U,   beispielsweise über die   Schwingwelle.), zu   einem Unterbrecher 26 geführt wird, der einerseits durch den Leitungsdraht 27 mit einem Magneten 28, anderseits durch die Leitung   29   mit der Glocke   2') ver-   bunden ist.

   Eine Rückleitung. 30 verbindet den Magneten 28 und die Glocke 23 direkt mit der Stromquelle. 
 EMI2.4 
 hemmt hiedureh den hin und her schwingenden Gang dieses   Ausrückens. 32.   Sobald aber der letztere steht, wird in bekannter Weise der ganze Stuhl stillgesetzt. 



   Die zum Ausrücken des Stuhles von Hand dienende   Querstange 3. 3   kann dazu benutzt werden. den Hebel 24 wieder in seine normale Stellung, welche in Fig. 1 dargestellt ist,   zurückzuführen   ; zu diesem 
 EMI2.5 
 



   An Stelle des Sperrwinkelhebels 24 kann übrigens zum automatischen Anhalten des Stuhles mittels der beschriebenen Fadenwächtervorriehtung auch irgendeine andere Vorrichtung dienen,   welel1e   durch   den Magneten. M   unmittelbar oder vermittels eines an ihm angeordneten Gestänges in die Bahn des pendelnden Ausrückhebels 32 geführt wird, um letzteren stillzusetzen. 



   Es sei noch erwähnt, dass die Wirkungsweise des Unterbrechers 26 nur darin besteht, zu verhindern, 
 EMI2.6 
 übrigens muss der Unterbrecher 26 nicht an der Welle 3 angeordnet sein, sondern er kann an irgendeiner der schwingenden oder sich drehenden Webstuhlwellen vorgesehen werden. 



   Die Wirkungsweise der Erfindung ist durch das Vorstehende ohne weiteres klargestellt : Bei normalem Arbeitsgange der Knüpf- oder Weborgane bewegt sich die Florfadenwächtervorrichtung zusammen mit den beweglichen Scherenschaftteilen 6 in der Weise hin und her, dass das   Wächtergestäl1ge     10,   
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 henmter, in welcher sich der abgewinkelte   Arm   20 auf der Querdraht 22 auflegt. Infolge der Schwingbewegung des Seherenschaftes 6 fängt dann die   Öse 27 den Draht 22 und   bleibt mit diesem bis zur Lösung durch das Bedienungspersonal verbunden.

   Durch die   Berührung   des Wäehtergestänges 10, 20, 21 mit dem Draht 22 wird ein Alarmsignal 2J ausgelöst, welches das Bedienungspersonal darauf aufmerksam 
 EMI3.2 
 ausziehklammern 7,7' ergriffen worden ist. Gleichzeitig wird durch automatische Sperrung der Schwingbewegung des Ausrüekhebels 32 die Maschine stillgesetzt. 



   Der technische Fortschritt, welcher hiedurch erreicht wird, besteht darin, dass beim Auftreten einer   Fehlerstelle   der Noppen- oder Maschenausfall auf eine einzelne Noppe oder Masche beschränkt bleibt, während bisher zahlreiche Noppen oder Maschen hintereinander ausfielen. Ausserdem ist es für 
 EMI3.3 
 erfasst worden ist,   muss   sich die   Fehlerstelle   befinden. Infolge der beschriebenen Erfindung wird also eine wesentliche Verbilligung in der Fabrikation der Ware erreicht. 



   Der Erfindungsgegenstand ist im vorstehenden für einen   Teppichknüpfstuhl   beschrieben worden. 



  Die Erfindung kann jedoch ohne weiteres auch bei allen andern Arten von Webstühlen Verwendung finden, bei welchen das zum Zwecke der Florbildung vorgebraclite Stück der Kette in der   Schussrichtung   ausgezogen wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zuführen der Florfäden für einen Webstuhl, insbesondere zur Herstellung 
 EMI3.4 
 zeichnet, dass an diesen   Vorrichtungen Fadenwächter   angeordnet sind, die beim normalen Arbeitsgang mit ihren Fussteilen (11) auf den ausgezogenen Florfäden   (8, 8', 8" usw.) aufruhen,   während beim Ausbleiben eines Florfadens der zugehörige Fadenwächter in seine   Tiefstellung   herunterfällt, um ein Signal oder die Abstellvorrichtung zu betätigen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Florfadenwächter (10, 11) an den beweglichen Scherenschäften (6) angebracht sind. EMI3.5 Florfadens in Berührung kommen.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenwächter an seinem oberen Ende zu einem winkelförmigen Arm gebogen ist, welcher mit seiner offenen Seite dem Quer- EMI3.6
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der winkelförmige Arm (20) an seinem vorderen Ende zu einer Öse (21) gebogen ist, welche in Tiefstellung des Fadenwächters (10, 11, 20) den Draht (pop,) fängt.
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der isoliert am Ma- schinenrahmen (1, 1) aufgehängte Draht mit einer Stromquelle in Verbindung steht, welche bei der Berührung des Wächterorganes (10, 11, 20, 21) mit dem Querdraht (, ) geschlossen wird, um eine EMI3.7 Schwingwelle (3) angeordnet ist, um eine periodische Unterbrechung des Alarmzeichens nach Schliessung' des Alarmstromkreises durch die Wächtervorrichtung herbeizuführen.
AT122325D 1929-08-19 1929-09-30 Vorrichtung zum Zuführen der Florfäden für einen Webstuhl, insbesondere zur Herstellung von Teppichen. AT122325B (de)

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