AT121667B - Einrichtung für die drahtlose Übertragung von Schriftstücken, Bildern u. dgl. - Google Patents
Einrichtung für die drahtlose Übertragung von Schriftstücken, Bildern u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Einrichtung für die drahtlose Übertragung von Schriftstücken Bildern n. dgl. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, die von einer Funkstation aus eine derartige drahtlose Übertragung von Schriftstücken erlaubt, dass das zu übertragende Schriftstück für alle Empfänger, die nicht auf den Sender abgestimmt sind, verzerrt und daher unverwendbar wird, obwohl sie synchron mit ihm arbeiten. Zur Sendung kann dabei irgendein beliebiges Verfahren benutzt werden, so auch das Verfahren von Belin. Die Einrichtung besteht aus einer bei der Funkstation befindlichen Sendestelle und aus den Empfangsstellen der an die Station angeschlossenen Teilnehmer. Es möge beispielsweise der besondere, aber oft vorkommende Fall vorliegen, dass die Empfänger an ein gemeinsames Wechselstromnetz angeschlossen sind. Im gleichen Netz oder in miteinander verbundenen Netzen herrscht auch gleiche Frequenz. Synchronmotoren bei allen Empfängern haben infolgedessen genau gleichen Lauf. Um die Besonderheit der Sendung für die rechtmässigen Empfänger zu bewirken, braucht man nur eine einfache Geschwindigkeitsänderung vorzusehen, denn bei den andern Teilnehmern soll eine Verzerrung hervorgerufen werden, die das aufgefangene Schriftstück unverwertbar macht und die mit EMI1.1 Da jedes Sendeverfahren, beispielsweise auch das Verfahren von Belin, verwendet werden kann, erübrigt es sich, den lichtelektrischen und den das Bild auflösenden Teil des Senders zu beschreiben. Der mechanische Teil ist erfindungsgemäss beispielsweise folgendermassen aufgebaut, wobei Fig. 1 eine schematische Schnittansicht desselben zeigt, während Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des Übersetzungsgetriebes ist : Ein an das Wechselstromnetz angeschlossener Synchronmotor besteht aus einem phonischen Rad, das auf das Übersetzungsgetriebe arbeitet. Das Übersetzungsgetriebe (Fig. l und Fig. 2) besteht aus drei Zahnrädern. Ein Zahnrad PI sitzt auf der Achse des phonischen Rades, P2 ist ein Zwisehenrad und P3 sitzt auf der Achse des Bildzylinders C. Das Zahnrad P3 ist zur Verursachung der bereits erwähnten Verzerrung exzentrisch. Das Zahnrad P2 ist so gelagert, dass sein Eingriff mit den Zahnrädern Pi und P3 dauernd gewahrt bleibt. Die Empfangsgeräte sind alle untereinander vollkommen gleich und werden schon in der Fabrik eingeregelt. Ihr Motor besitzt ein ebensolches phonisches Rad R und ebensolche Zahnräder PI, P2 und P3 wie der Sender. Hier ist aber noch ein besonderer Aufnahmesehalter angeordnet. Im übrigen wird die Aufzeichnung auf chemischem Wege nach dem sehr alten Verfahren von Caselli erhalten. Bei der Aufnahme nimmt das phonisehe Rad das erste Zahnrad über ein kegeliges Kupplungglied A mit, das durch Verschiebung eines mit ihm durch eine Rückführfeder verbundenen, geriffelten Knopfes B ein-und ausgerückt werden kann. Vor Beginn der Aufnahme wird das Rad R entkuppelt und ein auf dem Bildzylinder befindlicher Steg (der den Papierstreifen auf dem Zylinder hält) vor den Zeichenstift T gebracht. Dieser Steg dient als Synchronisierungszeichen. Nun hört man auf die Sendung. An der Sendestelle gibt es einen Stromstoss, wenn der entsprechende Steg des Senders an der lichtelektrischen Zelle vorbeikommt. Hört man diesen Stromstoss beim Empfänger, so riiekt man durch Lösen des Knopfes B die Kupplung ein und versetzt damit den Bildzylinder C in Bewegung, so dass er in genauer Übereinstimmung mit dem Bildzylinder des Senders läuft. Die Zylinder drehen sich synchron EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Getriebe mit exzentrischen Zahnrädern haben. Bei der Aufnahme spielt sieh der folgende chemische Vorgang ab : Der Papierstreifen des Empfängers ist mit Ferrozyankalium (mit Glyzerin und Ammonium- nitrat) präpariert. Die Aufzeichnung wird mit Hilfe eines eisernen Stiftes hergestellt. bei dessen Berührung mit dem Papier Ferriferrozyanid (Preussischblau) entsteht. Soll die Aufzeichnung positiv sein, so muss man entweder einen dementsprechenden Empfänger oder einen Sender mit Stromumschaltung verwenden. Bei einem solchen, z. B. nach dem Verfahren von Belin arbeitenden Sender verursacht ein dunkler Punkt auf der Zelle einen Stromstoss in der Funkstation, der beim Empfänger eine Berührung des Stiftes mit dem Papierstreifen, also ebenfalls einen dunklen Punkt hervorruft. Zur Synchronisation kann statt der Ausnutzung der Stromfrequenz auch jedes andere dafür bekannte oder noch unbekannte Verfahren verwendet werden, z. B. ein Stimmgabelapparat, Einheitsfrequenzmotor mit Zeiteinstellung usw. Die beschriebene mechanische Anordnung ist ein neues gewerbliches Erzeugnis, das von der Art des chemischen Verfahrens bei der Aufnahme unabhängig sein kann. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung für die Übertragung von Schriftstücken, Bildern u. dgl. mit synchronem Antrieb im Sender und Empfänger, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Antrieb und dem angetriebenen Organ, beispielsweise der Bildtrommel, eine mechanische Geschwindigkeitsübersetzung mit zeitlich sich verändernder Übersetzungsgrösse vorgesehen ist.
Claims (1)
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Übersetzung ein exzentrisches oder unrundes Zahnrad od. dgl. enthält, welches die zeitliche Veränderung der Über- setzungsgrosse (Geschwindigkeit) bewirkt.3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Sender eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche die Sendung eines Merkzeichens (Stromstosses) bewirkt, wenn die Senderbildtrommel durch jene Lage geht, welche der Ruhelage der Empfängerbildtrommel entspricht.4. Verfahren zur Inbetriebsetzung des Empfängers bei einer Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfängerbildtrommel sofort nach Wahrnehmung des Merkzeichens von Hand aus mit ihrem Antrieb gekuppelt wird, so dass ein isochroner Lauf der Bildtrommeln im Empfänger und Sender stattfindet.
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