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Rahmenleiste für Bilder, Spiegel od. dgl.
Bei Rahmen für Bilder, Spiegel od. dgl. ist innen auf der hinteren Rückseite ein rings um den Rahmen herumlaufender Falz zum Einlegen des Bildes oder Spiegels vorgesehen. Dieser Fa'z nun wird bis heute in der gesamten Rahmenindustrie in die Profilstäbe (Stangen), aus welchen die Rahmen ange. fertigt werden, miteingefräst. Wenn man nun aus einem derartigen Profilstab einen Rahmen zusammensetzt, so fällt beispielsweise bei reehtwinkeligen Rühmen zwischen zwei zusammenstossenden Teilen immer ein der doppelten Leistenbreite entsprechendes Stuck ab. Bei kleinen, aus breiten Leisten hergestellten Rahmen ist dieser Abfall besonders gross im Vergleich zu der verwerteten Leistenlänge.
Um diesen Verlust zu vermeiden, wurde schon vorgeschlagen, den Falz erst in den fertigen Rahmen einzufräsen. Dieses Verfahren hat aber die Nachteile, dass die Zierleiste dabei leicht beschädigt werden kann und dass ausserdem bei diesem genannten Verfahren eine Fräsmaschine nötig ist, die sieh nicht jeder Einrahmer und Vergolder halten will oder kann. Gemäss vorliegender Erfindung kann man den Vorteil des soeben erwähnten bekannten Verfahrens ohns seine Nachteile dadurch beibehalten, dass man den Rahmen aus einer bildfalzlosen Hauptleiste und einer Nebenleiste herstellt, die nach dem Zerschneiden der Hauptleiste jeweils an deren kürzeren, inneren Seite angesetzt wird, die den Bildfalz selbst enthält oder ihn zusammen mit der Nebenleiste bildet.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 1-8 vier Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes angegeben. Von jedem Ausführungsbeispiel ist ein Querschnitt durch die fertige Rahmenleiste und eine Draufsicht auf eine Rahmenecke dargestellt.
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leiste mit b bezeichnet. Die Hauptleiste hat einen vollständig symmetrischen Querschnitt ; die Nebenleiste einen unsymmetrischen. Auf beiden Längsseiten der Hauptleiste ist ein Falz c vorgesehen. Die aus der Hauptleiste zugeschnittenen Rahmenteile sind auf ihrer inneren Längsseite kurzer als auf ihrer äusseren, weil die Enden auf Gehrung geschnitten sind. Die Nebenleiste b wird nun jeweils auf der inneren, kürzeren Längsseite in den Falz e eingelegt. Hauptleiste und Nebenleiste bilden zusammen den Bildfalz d.
Infolge des symmetrischen Querschnittes der Hauptleiste passen die von einer Leiste oder Stange nacheinander abgeschnittenen Rahmenteile fortlaufend aneinander, wobei diejenige Längsseite der Hauptleiste, welche bei dem einen Teil auf die Aussenseite des Rahmens kommt, bei dem darauffolgenden Rahmenteil die Innenseite des Rahmens bilden wird. Die Nebenleiste ist also bei zwei nacheinander von der Hauptleiste abzusehneidenden Stücken einmal an der einen, das nächste Mal an der andern Längsseite der Hauptleiste anzubringen.
Das zweite Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich vom ersten nur dadurch, dass hier ausser der Hauptleiste a auch noch die Nebenleiste b symmetrischen Querschnitt hat und dass der Bildfalz d von der Nebenleiste allein gebildet wird. Hier kann die Nebenleiste infolge ihres symmetrischen Querschnittes ebenso wie die Hauptleiste ohne Abfall an den Gehrungsstellen aufgebraucht werden.
Beim dritten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und G und ebenso beim vierten nach den Fig. 7 und 8 hat die Hauptleiste sowohl als die Nebenleiste einen unsymmetrischen Querschnitt. Auch hier ist an jeder Seite der bei beiden Ausführungsbeispielen ganz gleichen Hauptleiste ein Falz c vorgesehen, in den die Nebenleiste eingelegt werden kann. Hier erhält man nicht so wie bei den ersten beiden
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Beispielen nur eine einzige Rahmenart, sondern zwei verschiedenartige Rahmen, wenn man die Hauptleiste-ohne Abfall-zwischen zwei Rahmenteilen aufbrauchen will. Die eine Art zeigen die Fig. 5 und 6. Bei diesem Beispiel liegt die Nebenleiste im Falz c und bildet den Bildfalz. Die andere Rahmenart zeigen die Fig. 7 und 8.
Hier ist die Nebenleiste nicht wie bei den andern Beispielen in den Falz c eingelegt, sondern unabhängig vom Falz c neben an der Hauptleiste befestigt. Der Bildfalz selbst wird hiebei durch beide Leisten zusammen gebildet.
Es ist noch besonders zu bemerken, dass alle Hauptleisten in den Ausführungsbeispielen, also die symmetrischen ebenso wie die unsymmetrischen, durch Verschiedenartigkeit der Profilierung der Nebenleiste verändert und verschiedenartig gestaltet werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rahmenleiste für Bilder, Spiegel od. dgl., insbesondere aus Holz, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer bildfalzlosen Hauptleiste und einer Nebenleiste besteht, die nach. dem Zusammensehneiden der Hauptleistenteile jeweils an der inneren Seite angesetzt wird und die den Falz selbst enthält oder ihn zusammen mit der Hauptleiste bildet, so dass die Hauptleiste fortlaufend ohne Gehrungsabfall zwischen den aus ihr zugeschnittenen Rahmenteilen aufgebraucht werden kann.
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