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Isolierter Leiter.
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für die Verwendung bei Fernspreehkabeln od. dgl.
Bei der Erzeugung von Leitern mit sogenannter Bindfadenisolierung wird der Faden auf den
Kern in Form einer offenen Schraubenlinie aufgetragen und der durch den Bindfaden isolierte Kern wird sodann mit einem Papierband umwickelt.
Bei der Herstellung der Bindfadenisolierung wurde insoferne ein Mangel beobachtet, als der Draht durch die Aufbringung des Bindfadens leicht aus seiner Form gebracht wird, da. der Bindfaden bei der sehr grossen Geschwindigkeit, mit der er läuft, einen beträchtlichen Zug auf den Leiter an der Aufbringungs- stelle ausübt. Die Folge dieses Zuges ist, dass der Leiter häufig mehr oder weniger die Form einer Schraubenlinie aufweist, die jener des Bindfadens entspricht. Diese Schraubenform bewirkt, dass die ein wichtiges Merkmal der Bindfadenisolierung bildende Zentrierungseigensehaft herabgemindert wird.
Ein weiterer Mangel bei dem bisherigen Verfahren der Bindfadenisolierung besteht darin, dass die Leistung der Maschine im allgemeinen durch die Geschwindigkeit des Bindfadenspinnkopfes begrenzt ist.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun die Herstellung eines Leiters mit Bindfadenluftraumpapier- isolation, bei der sich der Leiterkern in bezug auf die Isolierhülle genau im Mittel befindet.
Ferner bezweckt die Erfindung die Herstellung eines Leiters mit Bindfadenluftraumisolation, bei dem der Leiterkern während dem 1Imwicklungsgang durch den Zug des Bindfadens nicht aus seiner
Form gebracht wird.
Die Erfindung bezweckt ferner die Erhöhung der Laufgeschwindigkeit der Isoliermasehine, wodurch ihre Leistung erhöht und die Kosten des Arbeitsganges der Isolierung herabgesetzt werden.
Erfindungsgemäss werden die obgenannten Mängel dadurch vermieden, dass zwei oder mehrere separate Bindfäden in Schraubenwindungen in gleichem Abstand auf den Leiter aufgebracht werden.
Gemäss einem Erfindungsmerkmal werden zwei derartige Bindfäden verwendet, die so um den Kern angeordnet werden, dass einer genau in die Mitte zwischen den benachbarten Windungen des andern fällt. Es werden sich daher auf jeder Stelle des Leiters diametral gegenüberliegende Bindfäden befinden. wodurch dem Draht jede Möglichkeit zur Bildung einer Schraubenlinie genommen und eine bessere mittlere Lagerung des Leiters erzielt wird.
Gemäss einem andern Erfindungsmerkmal werden drei oder mehrere Bindfäden mit gleichem
Abstand verwendet.
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Aufbringung von zwei oder mehreren separaten Bindfäden in gleichem Abstand auf den Leiter die Geschwindigkeit des Bindfadenkopfes mit bezug auf die Geschwindigkeit des Papierspinnkopfes entsprechend herabgesetzt wird. wodurch die
Leistung der Maschine durch die Geschwindigkeit des Bindfadenspinnkopfes nicht mehr begrenzt wird.
Die Geschwindigkeit der Maschine kann daher erhöht werden, woraus sich eine Erhöhung der Maschinen- leistung ergibt.
Fig. 1 der Zeichnung stellt einen Leiterkern dar, der in bekannter Weise mit einem Bindfaden in Form einer Schraubenlinie umwickelt ist. Fig. 2 zeigt in einem Kern nach Fig. 1 die Wirkung der
Schraubenlinie des Bindfadens infolge der Bindfadenspannung. Fig. 3 zeigt einen Kern umwickelt mit
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fadenaufbringungsführungsstück zur Aufbringung von zwei Bindfäden auf den Kern dar. Fiv. (1 zeigt eine Abart eines Führungsstückes zum Aufbringen von zwei Bindfäden auf den Kern.
In Fig. 1 ist ein Kern 1 dargestellt, der mit einem Bindfaden : 2 umwickelt ist. Es ist wesentlich, dass dieser Kern gerade bleibt, damit seine mittlere Anordnung in bezug auf die isolierende Papier- umhüllung, die hierauf aufgebracht wird, aufrechterhalten wird. Der Hauptzweck der Bindfadenisolation besteht darin, den Kern in seiner mittleren Lage zu halten, da eine Verschiebung den wirksamen Kapazitätswert des Leiters, wenn derselbe im Kabel liegt. beeinflussen würde. Es ist jedoch praktisch sehr schwer, bei der Aufbringung des Bindfadens eine gewisse Deformierung des Drahtes zu vermeiden.
Die überaus grosse Geschwindigkeit, mit der der Bindfaden aufgebracht wird, ruft am Leiter an der Stelle der Aufbringung einen bedeutenden Zug hervor und die Folge hievon ist, dass der Leiter nach Aufbringung des Bindfadens je nach der Lage des Bindfadens die Form einer mehr oder minder flachen Schraubenlinie annimmt.
In Fig. 2 ist die Wirkung des Zuges des Bindfadens : 2 auf den Kern durch die volle Linie ifegen- über der striehlierten Linie gezeigt.
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Diese zwei Bindfäden 3, sind in einem solchen Abstand voneinander angeordnet, dass einer genau in die Mitte zwischen den benachbarten Windungen des andern fällt, mit andern Worten, die Bindfäden nehmen an jeder Querschnittstelle des Leiters Stellungen ein, die diametral einander gegenüberliegen, so dass der Zug des einen Bindfadens dem Zug des andern entgegenwirkt. Diese Gegenwirkung kann noch weiter verbessert werden, wenn die Bindfäden mit dem gleichen Zug aufgebracht werden. z. B. von der gleichen Spule, wie dies noch beschrieben werden wird.
Fig. 4 zeigt gemäss der Erfindung einen zum Aufbringen von zwei Bindfäden geeigneten Bindfadenspinnkopf im Schnitt. Der mit den Fladen'), 4 zu umwickelnde Kern geht durch eine hohle Spindel 9, auf welcher der Bindfadenspulenträger montiert ist, der aus einer kreisförmigen Grundplatte 10 besteht,
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aufgebracht werden. Die beiden Ösen 19, 20 sind in solcher Entfernung voneinander angeordnet. dass die durch sie gehenden Bindfäden 3, 4 auf den Kern 1 derart aufgebracht werden, dass ein Faden genau in die Mitte zwischen den benachbarten Windungen des andern Fadens fällt. Die innere Bohrung des
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Fig. 6 stellt eine andere Bauart des Bindfadenführungsstückes 18 dar, in welchem die Ösen 19, 20 diametral gegeneinander angeordnet sind, so dass die Bindfäden 3, 4 ihre Zugwirkung auf den Kern zur
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wurde, erstreckt sie sieh auf alle ähnlichen Isolierhüllen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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vermieden wird, dass der Leiter infolge Umwicklung mit dem Bindfaden aus seiner Form gebracht wird.