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Photokondensator zur Umsetzung von Lichtschwankungen in elektrische Strom- schwankungen.
Es ist eine bekannte Erscheinung, dass in gewissen Stoffen durch Belichtung dielektrische Verschiebungen auftreten und dass sich diese in besonderen Fällen als Veränderungen der Dielektrizitäts-
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ist dies einwandfrei nachgewiesen worden.
Zur Untersuchung des Effektes sind Kondensatoren gebaut worden, deren Dielektrikum man dem Einfluss der Belichtung aussetzen kann.
Es liegt nahe, die Erscheinung zu technischen Zwecken heranzuziehen, da man die Kapazitäts- änderungen in bekannter Weise in Stromschwankungen umsetzen kann, so dass ein derartiger Photokondensator an Stelle von Photozellen oder Selenzellen für die Zwecke der Bildübertragung, des Fernsehens, des Tonfilms und ähnliche Zwecke Verwendung finden kann.
Von den bekannten bisher gebauten Kondensatoren erscheint jedoch keiner für die technische Anwendung besonders geeignet.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, die Anordnung derart auszugestalten, dass sie für die obenerwähnten technischen Zwecke verwendbar wird.
Zur Erläuterung des Grundgedankens sei von den bestehenden Einrichtungen ausgegangen. Von den bisher gebauten Kondensatoren mit belichtbarem Dielektrikum kommen für eine Weiterentwicklung zu technischen Zwecken nur die mit flächenhafter Ausbreitung des Dielektrikums in Frage, also z. B. solehe, bei denen die eine Belegung durch ein feinmaschiges Drahtnetz oder durch einen dünnen durchsichtigen Metallüberzug auf lichtdurchlässigem Material dargestellt wird. Alle anderen ergeben wegen der zu geringen damit erreichbaren Kapazität eine viel zu kleine Empfindlichkeit der Gesamtanordnung..
Aber auch die Kondensatoren mit flächenhaften Elektroden genügen in ihrer bisherigen Form im allgemeinen nicht den an sie zu stellenden Anforderungen bezüglich Empfindlichkeit.
Eine-Handhabe zur Verbesserung bietet hier die an sich bekannte Erscheinung der Temperaturabhängigkeit des Effektes und es bildet den Gegenstand der Erfindung, diese Erscheinung in ganz besonderer Weise auszunützen.
Der auf dem oben erläuterten Prinzip aufgebaute Photokondensator zeigt, ähnlich wie die Selenzelle, bei normaler Temperatur eine gewisse Trägheit, d. h. er folgt mit seinen Kapazitätsänderungen nicht augenblicklich den Belichtungsänderungen, sondern benötigt dazu eine gewisse Zeit. Daraus ergibt sich eine recht geringe dynamische Empfindlichkeit, d. h. Empfindlichkeit gegen rasch erfolgende Be- lichtungsänderungen. Es ist nun bekannt, dass die Reaktionsgeschwindigkeit des Dielektrikums auf Be- lichtungsänderungen mit steigender Temperatur zunimmt, u. zw. geht bei fortschreitender Temperaturerhöhung diese Trägheitsverminderung zunächst mit einer Erhöhung der statischen Empfindlichkeit einher, d. h. der Empfindlichkeit gegen langsame Schwankungen.
Diese erreicht jedoch bei einer bestimmten Temperatur ein Maximum (bei Sidotblende z. B. bei zirka 140 ) und sinkt bei weiterer Temperaturerhöhung immer mehr ab, bis der Effekt schliesslich nicht mehr nachweisbar ist. Im Gegensatz dazu erreicht die Reaktionsgeschwindigkeit bei einer bestimmten Temperatur ein Maximum, um dort auch bei weiterer Steigerung bis zum Verschwinden hes Effektes zu verharren.
Es gibt nun eine Temperatur, bei der das Verhältnis zwischen der Reaktionsgeschwindigkeit und der statischen Empfindlichkeit ein derartiges ist, dass sich für die dynamische Empfindlichkeit ein Maxinum ergibt.
Es ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung, dass der Photokondensator mit einer elektrischen Heizvorrichtung ausgestattet wird, die dazu dient, dem Dielektrikum die für die Erreichung der maximalen dynamischen Empfindlichkeit notwendige Temperatur zu erteilen.
Da diese Temperatur ziemlich hoch ist, könnten störende thermische Wechselwirkungen zwischen dem Kondensator und der Umgebung stattfinden. Es soll daher weiterhin zum Gegenstand der Erfindung gehören, dass der mit der Heizvorrichtung versehene Kondensator mit einer wärmeisolierenden Hülle umgeben wird. Beispielsweise wird dies durch Unterbringung des Kondensators in einem evakuierten Glas-oder Quarzgefäss erreicht, wodurch die Wärmeableitung auf ein Mindestmass beschränkt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kondensator mit lichtempfindlichem Dielektrikum, gekennzeichnet dadurch, dass er zwecks Erhöhung der dynamischen Empfindlichkeit mit einer elektrischen Heizvorrichtung versehen ist.
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