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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mittels deren es möglich ist, eine Temperatur, Spannung, Geschwindigkeit oder ähnliche Grösse innerhalb enger Grenzen zu halten.
Gemäss der Erfindung ist zu diesem Zweck ein beweglicher Leiter, dessen Augenblieksstellung von dem Augenblickswert der zu regelnden Grösse abhängt und der mit einer Spannungsquelle verbunden ist, zwischen zwei in einem gewissen gegenseitigen Abstand angeordneten ortsfesten Leitern angeordnet, die mit den bteuergittern zweier thermionischer Röhren und mit einem der Beläge zweier Kondensatoren verbunden sind, deren andere Beläge mit der vorerwähnten Spannungsquelle und mit den Kathoden der genannten Röhren in Verbindung stehen, wobei die Anodenkreise dieser Röhren in entgegengesetztem Sinne auf den Wert der zu regelnden Grösse einwirken.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung hervor, in der an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel näher erläutert ist.
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Abstand gelassen ist. In diesem engen Zwischenraum ist ein Zeiger J eines Messinstrumentes 4 beweglich, das im vorliegenden Fall ein Messinstrument sein soll, das die Temperatur eines elektrischen Ofens 5 angibt, die man möglichst konstant zu halten wünscht.
Der Zeiger 3 ist mit einem der Pole einer Hochspannungsquelle 6 leitend verbunden, deren anderer Pol mit je einem der Beläge zweier Kondensatoren 7 und 8 verbunden ist. Diese beiden Kondensatoren werden durch Ableitungswiderstände 9 bzw. 10 überbrückt.
Der Abstand zwischen den Leitern 1 und 2 ist in bezug auf die Dicke des Zeigers 3 und die Spannung der Batterie 6 derart gewählt, dass, wenn der Zeiger 3 seine mittlere Stellung einnimmt, gerade noch kein Durchschlag auftritt. Bewegt sich jedoch der Zeiger 3 entweder nach 1 oder nach 2 hin, so tritt sofort Durchsehlag zu dem nächsten Leiter auf und je nach den Umständen wird der Kondensator 7
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zweier Dreielektrodenröhren V1 und V2 die gewünschte Vorspannung erteilt. Die Anoden 14 und 15 dieser Röhren sind über die Regelwicklungen 19 bzw. 20 zweier Drosselspulen mit dem positiven Pol einer Anodenbatterie 21 verbunden. Die beiden Röhren enthalten ferner Glühkathoden 16 bzw. 17, die aus einer gemeinsamen Batterie 18 gespeist werden.
Die Einrichtung ist nun derart getroffen, dass, wenn der Zeiger 3 in der Mittellage steht und die Kondensatoren 7 und 8 entladen sind, ein geringer, praktisch zu vernachlässigender Anodenstrom in den Röhren V1 und V2 fliesst. Bewegt sieh jedoch der Zeiger 3 aus der Mittellage, so tritt Durchschlag auf und eines der beiden Gitter 12 und 13 wird stark positiv geladen, so dass entweder in der Regelwicklung 19 oder in der Regelwicklung 20 G1eichstromerregung auftritt.
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kreis des elektrischen Ofens' ?, der mit Wechselstrom erhitzt wird.
Der Kern dieser Drossel trägt überdies noch eine dritte Hilfswicklung 24, die von einer Batterie 25 gespeist wird und somit eine permanente G1eichstromvormagnetisierung der Dross'Ispule herbeiführen kann. Diese Magnetisierung ist derjenigen
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entgegengesetzt, die von der Regelwicklung 19 erzeugt wird, wenn sie vom Anodenstrom der Röhre VI durchflossen wird.
Dies hat zur Folge, dass die Selbstinduktion der Wicklung 22 zunehmen wird, sobald die Regelwick1ung 19 erregt wird.
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liegt in Reihe mit der Wicklung 22 der erstgenannten Drossel im Speisekreis des Ofens J. Solange die
Regelwicklung 20 nicht von Strom durchflossen wird, ist die mittlere magnetische Induktion in dem
Kern dieser Drossel nahezu Null und hat die Selbstinduktion der Spule 23 einen Höchstwert. Sobald die Regelwicklung 20 erregt wird, nimmt die Selbstinduktion der Spule 23 ab.
Aus obigem folgt daher, dass, wenn das Gitter 12 positiv wird, die Selbstinduktion der Wicklung 22 zunimmt, während jene der Wicklung 23 unverändert bleibt. Die Stromstärke im Speisekreis des Ofens J und zugleich die Temperatur des Ofens nehmen infolgedessen ab. Wird die Einrichtung also derart getroffen, dass beim Ansteigen der Temperatur des Ofens die Nadel 3 sich in der Richtung des Leiters 1 bewegt und umgekehrt, so kann auf dem beschriebenen Wege die Temperatur des Ofens innerhalb enger
Grenzen konstant gehalten werden.
Obwohl die Vorrichtung hier nur in ihrer Anwendung zum Konstanthalten der Temperatur einer mit Wechselstrom geheizten Vorrichtung beschrieben ist, ist es einleuchtend, dass andere, ganz davon verschiedene Anwendungen möglich sind. Es ist ja nahezu immer möglich, die Verschiebungen eines beweglichen Leiters, wie z. B. eines Zeigers, unter dem Einfluss des momentanen Wertes einer Spannung,
Stromstärke, Geschwindigkeit oder ähnlichen Grösse erfolgen zu lassen. Man ist infolgedessen imstande, auf die beschriebene Weise abwechselnd und je nach den Umständen in den Anodenkreisen zweier Drei- elektrodenröhren Strom fliessen zu lassen und ferner ist es stets möglich, diese Anodenkreise auf die zu regelnde Grösse derart einwirken zu lassen, dass sie auf diese Grösse einen entgegengesetzten Einfluss haben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Regelanordnung, um eine Temperatur, Spannung oder sonstige Grösse innerhalb enger Grenzen zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass ein beweglicher Leiter (3), dessen Augenblicks- stellung von dem Augenblickswert der zu regelnden Grösse abhängt und der mit einer Spannung quelle (6) verbunden ist, sich zwischen zwei in einem gewissen gegenseitigen Abstand angeordneten, ortsfesten
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einem der Beläge zweier Kondensatoren (7 und 8) verbunden sind, deren andere Beläge mit der oben erwähnten Spannungsquelle und mit den Kathoden (16, 17) der genannten Röhren in Verbindung stehen, wobei die Anodenkreise dieser Röhren in entgegengesetztem Sinne auf den Wert der zu regelnden Grösse wirken.