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Entladungsröhre mit Aquipotentialkathode.
Die Erfindung betrifft eine Entladungsröhre mit Äquipotentialkathode und sie bezweckt eine Einrichtung zu schaffen, die es möglich macht, eine derartige Röhre in einer Schaltung zu verwenden, die eine gewisse Vorspannung des Steuergitters erfordert, ohne dass man zum Anlegen dieser Vorspannung zu besonderen Massnahmen (z. B. Trockenbatterien) zu greifen braucht.
Zu diesem Zweck ist bei der Entladungsröhre gemäss der Erfindung zwischen die Äquipotentialkathode und ihr äusseres Kontaktorgan ein Widerstand mit Parallelkondensator geschaltet, die beide im Röhrenfuss untergebracht sind.
Wird nämlich sowohl der Anodenkreis wie der Gittcrkreis der Röhre mit dem oben erwähnten Kontaktorgan verbunden, so wird der genannte Widerstand vom Anodenstrom durchflossen und der Spannungsverlust in diesem Widerstand kommt als (negative) Vorspannung an das Gitter zu liegen.
Gemäss der Erfindung werden der Widerstand und der Kondensator zweckmässig innerhalb des in die Röhre hineinragenden Tellerröhrchens angeordnet, wobei der Kondensator zweckmässig auf einen kleinen Hohlzylinder aufgewickelt ist, der auf den übriggebliebenen Teil der Entlüftungsröhre geschoben ist.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert, in der Fig. 1 ein Schema dar- stellt, in dem eine Röhre gemäss der Erfindung als Hochfrequenzverstärker geschaltet ist. Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch eine Rohre gemäss der Erfindung, wobei der. Sorkel fortgelassen ist.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsschema weist eine Entladungsröhre V mit einer Anode A, zwei Gittern G1 und Gs, einer Äquipotentialkathode K und einem von einem Transformator T gespeisten
Glühdraht F auf, der zur Erhitzung dieser Kathode dient.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Hochfrequenzverstärkungsschaltung (und auch bei einigen anderen Schaltungen) ist es vorteilhaft, das Steuergitter G auf einem gewissen negativen Potential in bezug auf die Kathode K 0ZU halten. Dies kann am einfachsten dadurch erzielt werden, dass das Steuergitter über die Gitterspule mit dem Minuspol der Anodenbatterie B und die Kathode K über einen Widerstand R mit demselben Pol verbunden werden. Der ganze Anodenstrom (und Schirmgitterstrom) fliesst also durch den Widerstand R und erzeugt in letzterem einen Spannungsabfall (von K nach B), der sich als negative Vorspannung zwischen Steuergitter und Kathode äussert. Wünscht man z.
B. eine negative Gitterspannung von 1 Volt und beträgt die Summe des Anoden-und Vorgitterstromes 2.5 mA, so muss der Widerstand R 400 Ohm betragen. Parallel zum Widerstand R muss ein Kondensator G geschaltet werden, wenigstens wenn der Anodenstrom kein reiner Gleichstrom ist, da sonst ein störender Wechselstromton auftreten kann. Die Kapazität des Kondensators C soll vorzugsweise 10. 000 Mikromikrofarad (9000 cm) betragen.
Fig. 2 zeigt, auf welche Weise der Widerstand R und der Parallelkondensator C gemäss der Erfindung vorzugsweise in der Röhre untergebracht werden. Dies geschieht nämlich am besten derart, dass diese Teile ausserhalb des Vakuums gehalten werden (da sie das Vakuum sonst leicht beeinträchtigen könnten), aber anderseits eine Vergrösserung der Röhrenabmessungen unnötig machen. Was den Widerstand anbetrifft, bietet dies selbstverständlich wenig Schwierigkeiten, da ein Widerstand von 400 Ohm für einen Strom von nur einigen Milliamperes wenig Raum beansprucht. Mit dem Kondensator von 10.000 Mikromikrofarad liegt die Sache jedoch ganz anders.
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werden, an das die Glasglocke 1 angeschmolzen ist.
Dieses Füsschen hat nämlich unmittelbar unter der Quetschstelle 3 einen zylindrischen Teil, der geräumig genug ist, um den Kondensator 6 zu enthalten, wobei um diesen Kondensator herum noch Raum genug übrigbleibt, um die Zuführungsdrähte zu den ver- scl1Îedenen Elektroden, auf die in diesem Fall zweckmässig isolierende Röhrchen geschoben werden, aufnehmen zu können.
Der Kondensator 6 wird zweckmässig auf einen kleinen, isolierenden Hohlzylinder 5, z. B. aus Glas, gewickelt, der über die Entlüftungsröhre 4 geschoben wird.
Auch für den Widerstand 7, dessen beide Pole mit den beiden Belägen des Kondensators 6 verbunden sind, ist im ringförmigen Raum zwischen dem Kondensator 6 und der Innenwand des Röhren- füsschens 2 genügend Raum vorhanden.
Da die beiden zusätzlichen Teile ganz im verlorenen Raum der Röhre untergebracht sind, kann letztere mit einem normalen Sockel versehen werden, so dass sie ihre gewöhnlichen Abmessungen und ihr gewöhnliches Aussehen behält.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Entladungsröhre mit Äquipotentialkathode, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen diese Kathode und ihr äusseres Kontaktorgan ein Widerstand mit Parallelkondensator geschaltet ist, die beide im Röhrenfüsschen untergebracht sind.