AT119468B - Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus Gummigeweben. - Google Patents

Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus Gummigeweben.

Info

Publication number
AT119468B
AT119468B AT119468DA AT119468B AT 119468 B AT119468 B AT 119468B AT 119468D A AT119468D A AT 119468DA AT 119468 B AT119468 B AT 119468B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fibers
rubber
recovery
water
fiber mass
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dirk Frans Wilhelmi
Original Assignee
Dirk Frans Wilhelmi
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dirk Frans Wilhelmi filed Critical Dirk Frans Wilhelmi
Application granted granted Critical
Publication of AT119468B publication Critical patent/AT119468B/de

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus   Gummi-   geweben. 



   Es ist bekannt, zwecks Wiedergewinnung von Gummi aus   Abfällen,   die bei der Herstellung von Radreifen, Schläuchen, Treibriemen od. dgl. entstehen, unter Anwendung eines Holländers mit Wasser eine Trennung zwischen dem plastischen Gummi und den Gewebefasern hervorzurufen. 



   Hat man es demnach mit vulkanisierten Gummigegenständen zu tun, so ist eine chemische Vorbehandlung notwendig, um den Gummi plastisch zu machen. Die hiebei benutzte mechanische Behandlung der Abfälle, die in allen Fällen eine verhältnismässig grosse Menge plastischen, nicht vulkanisierten oder entvulkanisierten Gummis enthalten müssen, wird wiederholt, d.   h.   das Material zu wiederholten Malen durch die Maschine geführt, um eine vollständige Trennung der Fasern vom Gummi herbeizuführen. 



   Es wurde ferner bereits vorgeschlagen, ein schon vorhandenes Gemisch aus sehr fein zerkleinertem   Gummimaterial und feinen Fasern   so zu behandeln, dass eine vollkommene Trennung der beiden Bestandteile stattfindet. 



   Vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. 



  Fasermasse aus Gummigeweben, die von vulkanisierten Gegenständen, beispielsweise Leinwandeinlagen od. dgl. aus alten Reifen od. dgl. herrühren. Dieses Verfahren wird im wesentlichen so durchgeführt, dass das z. B. von den Zuführungswalzen festgehaltene Gewebe unter Wasser oder unter Anwendung ausgiebiger Wasserspülung auseinandergekämmt, gezupft oder gerissen wird, wonach die Fasern von dem Wasser getrennt werden. Vorzugsweise wird hiezu ein sich drehender, mit Zähnen oder Stiften versehener Zylinder benutzt und wird Wasser durch, in der Zylinderwandung vorgesehene Löcher zugeführt, so dass das Wasser die hiebei nicht völlig von Gummi befreite Faser von den   Reisszähnen   od. dgl. wegspült. 



   Im Gummigewebe enthalten die Fasern, trotzdem sie nach Möglichkeit von dem noch anhaftenden vulkanisierten Gummi befreit sind, noch eine geringe Gummimenge, die bis jetzt die Rückgewinnung von losen Fasern verhindert hat. Durch die Wasserspülung aber erreicht man, dass die einmal losgerissenen Fasern trotz Vorhandenseins dieser Gummimenge sich nicht wieder aneinanderhaften können. 



   Führt man das Wasser in genügender Menge zu, so erhält man die Fasern voneinander getrennt und im Wasser schwebend. Zur Erzielung von langen Fasern erwärmt man das Gummigewebe zunächst, z. B. mit heissem oder kochendem Wasser, damit der Klebstoff weniger Widerstand gegen das Zerreissen der Fasern bietet. 



   Das Gummigewebe wird z. B. mittels Walzen in den Schlagwolf eingeführt, u. zw. über eine Schlagleiste, die in sehr geringer Entfernung der sich drehenden Zähne od. dgl. angeordnet ist, so dass sämtliche Fäden des Gewebes auseinandergeschlagen werden. 



   Nachdem die losen Fasern sich im Wasser gesetzt haben, bilden sie einen sehr losen Filz, welchen man nach Trocknung wieder auseinanderschlagen kann, wonach die so erzielten Fasern in für diese Zwecke bekannten Vorrichtungen gereinigt und sortiert werden können. Auch können die Fasern z. B. durch
Verdunstung des Wassers im strömenden oder schwebenden Zustande getrocknet werden, so dass von vornherein eine lose Masse nichtverfilzter Fasern entsteht. Vor allen Dingen kommt es natürlich auf die noch spinnfähigen Fasern an. Es ist bekannt, dass die Leinwandeinlagen von Automobilreifen, besonders in den Wülsten dieser Reifen, starke und lange Baumwollfasern enthalten, welche einen gut spinnbaren Stoff ergeben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Trocknet man nicht die losen Fasern, sondern lässt man die Fasern sich in einer Schicht leicht regelbarer Stärke absetzen, so entsteht nach Trocknung ein Filz, der u. m. auch durch die Klebkraft der Fasern eine beträchtliche Stärke hat. Wenn man beim Trocknen ausserdem Druck anwendet, so wird der Filz stärker und dichter, so dass er sich zur Herstellung von Innen-und Zwieksohlen in Schuhwerk eignet. Durch Anwendung höherer Drücke beim Trocknen entsteht ein Filz hoher Festigkeit und Biegsamkeit, welcher für die Herstellung von Einlagen von Gummiwaren Verwendung finden kann. 



  Da das Material infolge des hohen Druckes sehr dicht geworden ist, enthält es so wenig Luft, dass auch bei   Heissvulkanisierung   keine Blasen entstehen. Besonders geeignet ist dieser Filz zur Herstellung von Einlagen für Gummisohlen, da er   Stössen   einen grösseren Widerstand leistet als sonstiges bis jetzt für diesen Zweck bekanntes Material. Auch für die Herstellung von Kunstleder kommt der stark gepresste Filz in Frage. 



   Der noch lose Filz kann vor der Verdichtung mit einem   Kleb-oder Bindemittel,   z. B. mit Latex oder einer Lösung von Rohgummi behandelt werden, wodurch das Erzeugnis eine grössere Festigkeit erhält. 



   Den Faserstoff kann man in schnelldrehenden Formen niederschlagen und in bekannter Weise mit einem Luft-oder Gasstrom behandeln, um so Gegenstände verschiedenster Art herzustellen. Diese lassen sich auf die oben angegebene Weise behandeln. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus Gummigeweben, dadurch   gekennzeichnet,   dass das festgehaltene Gummigewebe unter Wasser bzw. unter Anwendung von Wasserspülung auseinandergekämmt, gezupft oder gerissen wird und darauf die Fasern von dem Wasser getrennt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser durch die Wand einer Trommel od. dgl., welche mit Zähnen oder Stiften zum Reissen des Gewebes versehen ist, zugeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe in erwärmtem Zustande auseinandergerissen wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis a, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff in Form eines Filzes gewonnen und getrocknet wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Filz unter Druck und gegebenenfalls auch unter Erwärmung verdichtet wird.
AT119468D 1927-07-06 1928-06-16 Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus Gummigeweben. AT119468B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL119468X 1927-07-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT119468B true AT119468B (de) 1930-10-25

Family

ID=19775346

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT119468D AT119468B (de) 1927-07-06 1928-06-16 Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus Gummigeweben.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT119468B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69009284T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen eines verschlissenen Aussehens von Textilien sowie so hergestellte Materialien.
DE910950C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden durch Verformung von Loesungen von Casein oder aehnlichen Proteinsubstanzen
AT119468B (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse aus Gummigeweben.
DE902427C (de) Verfahren zur Herstellung fester, waschbarer, gewebeaehnlicher, verfilzter Stoffe aus Cellulosefasern ohne Spinnen und Weben
DE2436195A1 (de) Verbesserte cordgewebe und ihre verwendung, insbesondere bei luftreifen
CH135702A (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von losen Fasern, bezw. Fasermasse oder Faserstoff aus Gummigeweben.
DE613235C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukfaeden
DE601518C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschuk-Asbestmassen
DE554335C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung von losen Fasern bzw. Fasermasse oder Faserstoff aus Gummigeweben
DE716151C (de) Verfahren zum Regenerieren vulkanisierter Abfaelle aus synthetischem Kautschuk
DE589248C (de) Verfahren zur Herstellung einer Masse aus Gummi und Lederstaub zum Ausbessern oder UEberziehen von Gegenstaenden aus Leder oder Gummi o. dgl., insbesondere von Schuhsohlen
DE667556C (de) Verfahren zur Herstellung von Gespinsten, Geweben oder anderen Textilien unter Verwendung von aus tierischer Haut gewonnenen Faeden
DE631250C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukfaeden durch UEberziehen von Kernfaeden aus Natur- oder Kunstfasern mit Kautschuk und Loesen oder Zerstoeren der Kernfaeden innerhalb der so erhaltenen Kautschukfaeden
AT32899B (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Kautschukabfällen.
DE367283C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen bzw. Kunststoffen
DE445385C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Felle
DE193323C (de)
AT82156B (de) Verfahren zur Behandlung von Fasern aus tierischen Sehnen.
DE910962C (de) Verfahren zum Regenerieren von Alt- bzw. Abfallgummi
DE255703C (de)
DE671861C (de) Verfahren zur Gewinnung langstapeliger Textilfasern aus noch vulkanisierten Kautschuk enthaltendem Fasergut
AT145413B (de) Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen aus unversponnenen Fasern und Kautschuk od. dgl.
DE1619288C (de)
DE659987C (de) Verfahren zur Herstellung von Geweben aus Kautschukfaeden
DE575712C (de) Kautschukmischung