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Hochemissionsröhre.
Bei Hochemissionsröhren, bei denen die Emission durch metallische Auflagen von hochemittierenden Substanzen auf der Kathode, beispielsweise von Barium, erzeugt wird, besteht die Gefahr, dass durch kurzzeitige Überheizung die hochemittierende und gewöhnlich leicht verdampfbare Metallauflage abdampft und die Röhre in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt oder zerstört wird.
Vorliegende Erfindung besteht darin, den erwähnten Nachteil zu beseitigen, indem eine nach- trägliche mehrma1ige Aufstäubung des hoehemittierenden Materials ermöglicht wird.
Die Erfindung sei an Hand der Figur erläutert. In der Figur ist ein Röhrensystem im Querschnitt gezeichnet.
1 bedeutet die Anode, 2 ein zylindrisches Gitter, 3 die Glühkathode, 4 die Halterdrähte, 5 den Glasfuss, 6 die Glasglocke. An einer geeigneten Stelle der Röhre, beispielsweise an der Anode 1, ist eine Kammer 7 vorgesehen, welche in irgendeiner Form einen Vorrat 8 von demjenigen Material enthält, welches auf die Kathode bei der Herstellung der Röhre aufgestäubt wurde.
Es ist nun wesentlich für die Erfindung, dass noch weitere Kammern, z. B. die Kammern 9-10, vorgesehen sind, in welchen ebenfalls ein Stoff 8 angeordnet ist.
Weiter ist wesentlich für die Erfindung, dass die Substanz unter verschiedenen Erwärmungsbedingungen innerhalb der Röhre derart angeordnet ist, dass sie bei verschiedener Anodentemperatur nacheinander zur Verdampfung gelangt.
Es ist beispielsweise angenommen worden, dass die Kammern 7, 9und 10 verschiedene Abstrahlungsflächen bieten, so dass sie die Reaktions-oder Verdampfungstemperatur des Stoffes 8bei sehr verschiedenen Glühzuständen der Anode 1 erreichen. Wenn daher bei der ersten Herstellung der Röhre durch eine gewisse Erhitzung der Anode 1 die in dem Behälter 7 angebrachte Substanzmenge verdampft ist, so ist es möglich, späterhin bei stärkerer Erhitzung der Anode 1 nunmehr die in 10 angebrachte Substanzmenge und schliesslich ein drittes Mal durch weitere stärkere Erhitzung die im Behälter 9 angebrachte Substanzmenge zur Verdampfung zu bringen.
Auf diese Weise ergibt sich für die praktische Benutzung von Hochpmissionsröhren mit auf die Kathode aufgestäubten, leicht verdampfbaren hochemittierenden Metallen eine wertvolle Verbesserung.
Für den Zweck der Erfindung macht es keinen Unterschied, ob die nacheinander erfolgende Zerstäubung der verschiedenen Substanzmenge durch Erhitzung der Anode selbst oder auf beliebige andere Weise erfolgt. Es ist ohneweiteres möglich, die in Fig. 2 gezeichneten drei Substanzmenge mit Stromzuleitung zu versehen und von aussen her zu beliebiger Zeit mit Hilfe eines durch sie geschickten
Stromes zur Verdampfung zu bringen.
Ebenso kann man die drei Substanzmengen an drei metallischen Tellern befestigen, deren Ebenen gegeneinander geneigt sind, so dass man durch Wirbelstromerhitzung der Teller bei geeigneter Anordnung des Wirbelstromfeldes jederzeit die eine oder andere Substanzmenge zur Verdampfung bringen kann.
Statt in den verschiedenen Behältern die gleichen Substanzmengen zu haben, kann man in denselben auch verschiedene Substanzen anordnen zum Zweck bestimmte, sich während des normalen Betriebes der Röhre bildende Gase durch eine nachträgliche Zerstäubung zu absorbieren. Ebenso gelingt es auf diese Weise, Gemische von verschiedenen emittierenden Substanzen zu erzeugen, deren Mischungsverhältnis durch das abwechselnde Glühen der einen oder andern Spsbtanzmenge beeinflussbar ist.
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Zu dem gleichen Ziele führt es, wenn man die Verdampfungstemperatur der verschiedenen Substanzen verschieden hoch wählt. Wenn beispielsweise die drei substanzmengen 8 in dem Behälter ? der Fig. 2 durch Barium, in dem Behälter 9 durch Strontium und in dem Behälter 10 durch Kalzium gebildet werden, so ist ebenfalls die Zerstäubung durch verschiedene Wahl der Wärmeleitungsverbindung der Behälter mit der Anode 1 beliebig zu beeinflussen.
Von besonderer Bedeutung ist das Verfahren, wenn die Substanzmengen 8 durch reaktionsfähige Gemische, beispielsweise durch Barium, Strontium-oder Kalziumoxyd mit Silizium, Aluminium, Magnesium od. dgl. gebildet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochemissionsröhre mit auf die Kathode aufgestäubten hochemittierenden Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere voneinander getrennte, zu zerstäubende Substanzen unter verschiedenartigen Erwärmungsbedingungen innerhalb der Röhre derart angeordnet sind, dass sie bei verschiedener Anodentemperatur nacheinander zur Verdampfung gelangen.