AT119196B - Verfahren zur Darstellung wachstumfördernder Substanzen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung wachstumfördernder Substanzen.

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  Verfahren zur   Darstellung wachstumfördernder   Substanzen. 



   Durch die Arbeiten von Carrel und Baker (vgl. bes. J. of ep, Medic 1926, Bd. XIV, 503-521, und Proc. of the Soe. for Exp. Biol. a Medic. 1926, XXIII,   627-628)   ist bekannt, dass durch Pepsinverdauung tierischen Gewebes, seiner Presssäfte bzw. Extrakte von Eiweiss oder aus höheren Eiweiss-   spaltstüeken   Substanzen gewonnen werden können, welche geeignet sind, Zellvermehrung explantierter Warmblüterzellen zu veranlassen. 



   Es wurde nun gefunden, dass in technisch   vorzüglicher   Weise derartige Stoffe gewonnen werden können, indem man Zellpresssäfte oder   Extrakte, Eiweisskörper   oder aber deren Abbauprodukte, mit oder ohne Verdünnung durch geeignete Salzlösungen nach Zusatz von Bakterien der   Coligl1lppe,     Protens-   arten usw. einige Zeit der Bebrütung unterwirft und hierauf die Mikroorganismen in üblicher Weise abtrennt. An Stelle der angeführten Bakteriengruppe der Coligruppe und Proteusarten können auch beliebige Bakterien treten, welche Eiweiss und Eiweissabbauprodukte in einer durch die Methode der Gewebezüchtung nachweisbaren Weise abzubauen befähigt sind. Die nach der vorangehenden Arbeitsweise erhaltene Lösung enthält die   wachstumfördernden   Substanzen. 



   Die in der beschriebenen Weise gewonnenen Produkte, die chemisch nicht genauer zu definieren sind, sollen die Eigenschaft haben, das Wachstum von Zellen zu befördern, indem sie ihnen als Mittel zum Aufbau ihres Protoplasmas dienen, eine Eigenschaft, die nachgewiesen wird an im Reagenzglas wachsenden Geweben. Diese Stoffe zeichnen sich gegenüber den von Carrel und Baker gewonnenen dadurch aus, dass sie eine wesentlich nachhaltigere Wirkung hinsichtlich Anregung und Unterhalt der Zellvermehrung aufweisen. Es ist durch das hier beschriebene Darstellungsverfahren ein technisch gangbarer Weg gegeben, um zu Substanzen zu gelangen, die sich auch praktisch bewährt haben. Es gelingt z. B. durch sie, die Wundheilung zu beschleunigen, sie haben sich auch in der Behandlung von Knochenbrüchen als vorteilhaft erwiesen und finden in der praktischen Medizin mannigfaltige Anwendung. 



   Beispiel. 



   4   g   Witte-Pepton werden in 200   cm3   Ringerlösung gelöst und etwa 20 Minuten auf dem Wasserbade erhitzt. Nach Abfiltrieren des entstandenen Niederschlages wird die Peptonlösung an zwei aufeinanderfolgenden Tagen je eine Stunde im Dampftopf sterilisiert und hierauf mit einer Normallöse von Colibazillen beimpft, wobei zur Impfung zweckmässig eine z. B. 24 Stunden alte Colikultur auf   Schrägagar   Verwendung findet. Die beimpfte Peptonlösung wird bei   320   gehalten. Bei dem verwendeten Stamm betrug die günstigste Bebrütungszeit 38 Stunden. Die Lösung wird nun eine Stunde bei 700 pasteurisiert und beispielsweise zehn Minutenlang bei einer Tourenzahl von 3500 zentrifugiert.

   Die vollkommen klare überstehende Flüssigkeit wird steril abpipettiert und nochmals eine Stunde bei 700 pasteurisiert. 



   Zur praktischen Anwendung gelangt entweder diese Lösung direkt oder aber in Form eines durch Vakuumverdampfung hergestellten Festsubstanzpulvers. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Substanzen, welche geeignet sind, das Wachstum von tierischen Zellen anzuregen und zu unterhalten, dadurch gekennzeichnet, dass man Gewebepresssäfte oder Extrakte, Eiweiss oder seine Abbauprodukte in Lösung mit Bakterien oder Coligruppen, Proteusarten usw. der Bebrütung unterwirft und hierauf die Mikroorganismen nach üblichen Methoden von der Flüssigkeit abtrennt und die Lösung gegebenenfalls nach üblichen Methoden schonend zur Trocknung bringt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT119196D 1927-03-18 1928-03-07 Verfahren zur Darstellung wachstumfördernder Substanzen. AT119196B (de)

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