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Viertaktverpuffungskraftmaschine.
Es ist bekannt, bei Viertaktverpuffungskraftmasehinen im Zylinderkopf einen Kanal vorzusehen, der in unmittelbarer Verbindung mit dem Auspuffrohr steht und durch einen irgendwie erzeugten Luftstrom ständig durchströmt wird. Ein im Kanal angebrachtes Ventil lässt in der Offenstellung die Luft in den Verbrennungsraum des Zylinders eintreten und die Auspuffgase durch den Kanal in das Auspuffrohr oder unmittelbar ins Freie ausströmen. Das Ventil ist während des Auspufftaktes und auch während der Zeit, in der die Verbrennungsluft in den Zylinder eingelassen wird. offen.
Bei dieser bekannten Anordnung ist ein einziges Ventil für den Ein-und Auslass der Luft und des Brennstoffes bzw. der Verbrennungsgase vorgesehen, was den Nachteil ergibt, dass mit der Luft Brennstoff in das Auspuffrohr mitgeführt wird und Brennstoff nur während der Zeit, in der das Auslassventil geöffnet ist, eingelassen werden kann.
Gemäss der Erfindung wird nun bei einer Maschine der bezeichneten Art, bei der das Auslassventil mit einem zum Auspuffrohr oder ins Freie führenden Kanal in Verbindung steht, wobei das Ventil während des Auspuffhubes und während der Einströmzeit für die Verbrennungsluft geöffnet ist, ein besonderes Organ (Ventil, Schieber) für den Einlass des Brennstoffes in den Zylinder vorgesehen.
Das Ventil ist ausserhalb der Zylinderachse angeordnet, so dass die Luft gegen die Zylinderwand abgelenkt und in wirbelnde Bewegung versetzt wird.
Bei Mehrzylindermasehinen führen allen Zylindern gemeinsame Leitungen die Luft den Ventilen zu und die Auspuffgase vom Ventil in den Auspuff oder ins Freie ab.
Den bei den üblichen Ausführungen auftretenden Schwierigkeiten bezüglich des Öffnens und Schliessens der Ventile von verhältnismässig grossem Hub mit genügender Geschwindigkeit wird durch die verhältnismässig lange Dauer, während welcher das Lufteinlass- und Auspuffventil geöffnet ist, begegnet.
Die Anordnung gemäss der Erfindung kommt besonders für die Anwendung bei Maschinen, wie sie in der österr. Patentschrift Nr. 109315 beschrieben sind, in Betracht, bei denen das Gemisch sich während des Saughubes ausdehnt und durch die beim Eintritt in die Zylinder entstehende Drehbewegung gegen die Zylinderwand abgelenkt wird, aus der es während der Ausdehnung Wärme aufnimmt.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein lotrechter Schnitt durch eine mit Brennstoffeinlass-und Auslassventilen, u. zw. Tellerventilen, versehene Maschine, Fig. 2 ein Grundriss der Luftein-und Auslasskanäle einer Mehrzylindermaschine mit Teller Ventilen. Fig. 3 ein lotrechter Schnitt eines mit Rohrschieber - ausgestatteten Zylinders einer Mehrzylindermaschine, Fig. 4 ein Grundriss der Ein-und Auslasskanäle einer Mehrzylindermasehine mit Rohrschiebern und Fig. 5 eine Einzelheit der Luftzuführung.
In Fig. 1 ist A die Zylinderwand. B der Kolben, C das Auslassventil, D das Gemischeinlassventil und E der Kanal, durch den ein Luftstrom mittels irgendeiner geeigneten Pumpe oder eines Gebläses dauernd eingedrückt wird.
In Fig. 2 durchströmt die von der Pumpe F gelieferte Luft dauernd den gemeinsamen Kanal E ; sie strömt weiters durch die Ventile C in die Zylinder J., aus denen sie die Abgase in die gemeinsame Auspuffleitung G treibt.
Die bezüglich der Zylinderaehse exzentrische Anordnung der Ventile bewirkt eine wirbelnde Bewegung der Luft, die diese bei ihrem Durchströmen mit den Zylinderwänden in innige Berührung bringt. Eine Klappe M im Kanal. E gestattet, den Luftstrom jederzeit zu unterbrechen.
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Wenn sieh der Kolben B in dem Zylinder A nach aussen bewegt, so tritt während dieses Saughubes oder eines Teiles desselben die Luft durch das offene Ventil 0 und der Brennstoff durch das ebenfalls zu dieser Zeit offene Ventil D in den Zylinder ein. Während des darauffolgenden Verdichtunghubes sind beide Ventile geschlossen. Gegen das Ende des Arbeitshubes wird das Ventil E für den Ausschub der Verbrennungsgase und den Einlass von Frischluft geöffnet.
In Fig. 3 ist Hein Rohrschieber mit Brennstoffeinlassöffnungen 1 und Lufteinlassöffnungen J ; Kund L stellen die entsprechenden Öffnungen in den Zylinderwänden A, A1 vor.
Im Falle der in Fig. 4 dargestellten und durch nicht gezeichnete Schieber gesteuerten Vierzylindermasehine können die Paare aneinanderliegender Zylinder A13 A2 und A3, A mit je einer Zweigleitung N1 oder N2 versehen sein, da die Lufteinlassöffnungen L der benachbarten Zylinder nicht zur gleichen Zeit offen sind.
In die Luftleitung eines Zylinders kann gegenüber der Luftöffnung ein Führungsstüek eingesetzt werden, so dass die Luft stets von der einen Seite der Führung aus in die Einlassöffnung des Rohrschiebers eintritt und die Öffnung auf der andern Seite verlässt. Fig. 5 zeigt eine Führung 0, die in der gemeinsamen Leitung zwischen zwei benachbarten Zylindern angebracht ist.
Ein Hilfsauslassventil mit eigenem Auslasskanal lässt sich ebenfalls, wenn es zum Zweck der Erzielung geräuschlosen Auslasses erwünscht scheint, noch anbringen. Dieses Ventil wird so eingestellt, dass es unmittelbar vor dem Hauptauslassventil öffnet und von demselben Nocken und Gestänge gesteuert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :.
1. Viertaktverpuffungskraftmasehine mit einem mit dem Auspuffrohr in unmittelbarer Verbindung stehenden Kanal in jedem Zylinderkopf, der dauernd von einem durch eine Luftpumpe oder ein Gebläse erzeugten Luftstrom mit grosser Geschwindigkeit durchströmt wird, welche Luft durch ein gesteuertes Organ (Ventil, Schieber) während des Auspuffhubes und der Einströmzeit für die Verbrennungsluft aus dem Kanal in den Verbrennungsraum des Zylinders eintritt, gekennzeichnet durch ein besonders gesteuertes Organ für den Einlass des Brennstoffes in den Zylinder.