AT117724B - Verfahren und Vorrichtung zum Trockenspinnen von Kunstseide mit gleichzeitiger Rückgewinnung des flüchtigen Lösungsmittels. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trockenspinnen von Kunstseide mit gleichzeitiger Rückgewinnung des flüchtigen Lösungsmittels.

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AT117724B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Bisher wurde beim sogenannten   Trockenspinnvelfahren   (speziell beim Velspinnen von Azetylund Nitrozelluloselösungen) die mit den Dämpfen der Lösungsmittel beladene Luft (oder anderes Gas) 
 EMI1.2 
 gemisch, bestehend aus Luft und   Lösungsmitteldämpfen,   wurde durch Pumpen oder Ventilatoren von der   Spinnzelle abgefühlt,   so dass im Innein der Zelle das Gasgemisch sieh in steter strömender Bewegung befand. Dabei musste der von der Zelle abgefühlte Teil des Gasgemisches in seiner Gesamtheit abgekühlt und nach der Rückgewinnung der Lösungsmittel wieder   elhitzt   werden.

   Es mussten also ständig grosse Mengen Luft oder Gas erhitzt und abgekühlt werden, während es eigentlich nur notwendig wäre, diejenige Wärmemenge zu-und abzuführen, die notwendig ist, um die Lösungsmittel zu verdampfen und zu kondensieren. 



   Die Erfindung hat nun den Zweck, die oben   erwähnten Nachteile   zu beseitigen oder wenigstens das Abkühlen und   nachträgliche   Erhitzen des in der Zelle befindlichen Gasgemisches auf eine geringere 
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  G ist die Spinndüse,   H die Aufwickelvorrichtung.   Wird nun die Spinnzelle derart erhitzt, dass eine rasche und vollständige Verdampfung der in der aus der Spinndüse austretenden   Spinnlösung   enthaltenen Lösungsmittel stattfindet, so findet eine stetige Kondensation der Lösungsmittel an der   Kühlfläche   statt, da die Verdampfung einen bestimmten Wert nicht überschreiten kann. Das Kondensat kann nun leicht durch den Trichter D abgeführt und aufgefangen werden. 



   Die Vorrichtung kann verschieden gestaltet werden. So wird der Kühler in der Fig. 2 durch ein   Rohr gebildet, worin Wasser oder Kühlsole zirkuliert. In diesem Falle sammelt sich das kondensierte Lösungsmittel im untersten Teile der Spinnzelle an und wird durch den Heber S abgeleitet. Auch in   

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 diesem Falle wird die Spinnzelle durch einen Heizmantel   eihitzt,. doch   kann das Erhitzen auf beliebigem anderem Wege geschehen, so z. B. durch   Sehlangenheizrohre,   elektrischen Widerstand usw. 



   Fig. 3 zeigt noch eine andere   Ausführungsform.   Hier ist der Kühler auf den untersten Teil der Zelle beschränkt. Der obere Teil wird durch in dem Heizmantel P umlaufende Flüssigkeit, die bei T'ein-und bei T austritt, erhitzt. Der untere Teil wird durch den Kühlmantel   P',   in dem Wasser oder Sole von angemessener Temperatur umläuft, gekühlt. Diese   Avsführungsform   gewährleistet einen ruhigen Faden während des Spinnvorganges, da die schwachen Strömungen, die vom Sinken der Dämpfe vom heissen in den kalten Teil der Zelle herrühren, den Spinnvorgang selbst begünstigen. 



   Auf diese Weise können 90-95% und mehr des in der Spinnlösung enthaltenen Lösungsmittels wieder gewonnen werden. Die in den aufgewickelten Fäden verbleibende Menge des Lösungsmittels ist gering-und überschreitet beim Einhalten richtiger Temperatur nicht 5% des   Fassungsgewichtes.   



  Die auf diese Weise zurückgewonnenen Lösungsmittel sind rein und können ohne vorherige Destillation wieder verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum   Rückgewinnen   des Lösungsmittels beim Trockenspinnverfahren für Kunstseide, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation der Lösungsmitteldämpfe und die   Rückgewinnung   des Lösungsmittels oder der Lösungsmittel in der Spinnzelle selbst stattfindet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Spinnzelle ausschliesslich im flüssigen Zustande befindliche Lösungsmittel abgeführt werden, was die Dampfspannung der Lösungsmitteldämpfe während des Spinnvorganges konstant erhält und die Rückgewinnung der gesamten Lösungsmittel gestattet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösungsmitteldämpfe durch Kühlung an bestimmten Stellen der Spinnzelle kondensiert werden, ohne dass gleichzeitig die in der Zelle enthaltene Luft gekühlt wird, wodurch die zum Verdampfen und Kondensieren der Lösungs- mitteldämpfe nötige Wärmemenge auf ein Mindestmass beschränkt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Spinnzelle angeordnete Kühlflächen auf Temperaturen gehalten werden, die unterhalb derjenigen des Innern der Spinnzelle, in nächster Umgebung des Fadens gemessen, liegen, jedenfalls aber unterhalb der Siedetemperatur des oder der Lösungsmittel.
    5. Spinnzelle zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlfläche die Form eines Zylinders oder Rohres besitzt, welches von dem Kühlmittel bzw. Kühlmitteln der ganzen Länge nach oder nur teilweise in der Richtung der Längsachse durchlaufen wird.
    6. Spinnzelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung den Faden in seiner ganzen Länge oder auf einem Teil seiner Länge umgibt.
AT117724D 1928-04-07 1928-07-13 Verfahren und Vorrichtung zum Trockenspinnen von Kunstseide mit gleichzeitiger Rückgewinnung des flüchtigen Lösungsmittels. AT117724B (de)

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