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Verfahren zur Darstellung von Indopheuolen bzw. Leukoindophenolen.
In der Patentschrift Nr. 112132 ist ein Verfahren zur Darstellung von Indophenolen bzw. Leukoindophenolen beschrieben, das darin besteht, dass man hydrierte Indole mit p-Aminophel1olen zusammen oxydiert oder mit Chinonehlorimiden bzw. p-Nitrosophenolen kondensiert.
Weiterhin ist bekannt, dass Carbazol und Carbazolderivate mit p-Nitrosophenol, z. B. nach den in den deutschen Patentschriften Nr. 421385 und Nr. 230119 beschriebenen Verfahren zu Indophenolen der Carbazolreihe kondensiert werden können. Auch werden Indophenole der Benzimidazolreihe nach dem in der deutschen Patentschrift Nr. 248091 beschriebenen Verfahren in der Weise erhalten, dass man Imidazole der Benzolreihe, welche in p-Stellung eine Aminogruppe enthalten, mit Phenol oder Phenolderivaten mit freier p-Stellung zusammen oxydiert.
Es wurde nun gefunden, dass ganz allgemein hydrierte Basen des folgenden Typus
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sich mit p-Aminophenolen, Chinonhalogenimiden oder p-Nitrosophenolen zu Indophenolen vereinigen lassen. In der Formel bedeutet X einen fünf- oder sechsgliederigen stickstoffhaltigen Ring mit der basischen Gruppe NR', deren benachbarte Kohlenstoffbindung hydriert ist, R'Wasserstoff, Alkyl oder einen anderen Substituenten, R einen beliebigen aromatischen Kern (z. B. einen Benzol-oder Naphthalinkern) mit einer freien Parastellung, A und B Wasserstoff, Alkyl, Aryl-oder andere Reste bzw. einen neuen Ring (z. B. einen Cyclohexal1l'ing).
Die neuen Indophenole sollen als Zwischenprodukte für Sehwefelfarbstoffe Verwendung finden.
Beispiel 1 : 24'8 kg Hexahydrocarbazol werden in 600 l Wasser angeschlämmt und durch Zusatz von 320 Salzsäure (19'9 Be) in Losung gebracht ; hiezu gibt man eine salzsaure Lösung von 15'8 kg p-Aminophenol, 20 l Schwefelsäure (600 Bé) und lässt diese Lösung rasch in eine eiskalte wässerige Lösung
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hinzu und reduziert mit Sulfhydrat oder Sehwefelnatrium bis die tiefrote Lösung in die hellgelbe Lösung des Leukoindophenols übergeführt ist. Dann stellt man mit Mineralsäure deutlich congosauer, erwärmt auf 600 und lässt erkalten.
Das so erhaltene Leukoindophenol
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scheidet sich als gelblich gefärbtes sandiges Pulver ab ; man filtriert und wäscht zweckmässig mit Koch- salzlosung nach.-
Das Lenkoindophenol löst sich in wässeriger Natronlauge erst farblos und oxydiert sich dann
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Beispiel 1 angegeben oxydiert, reduziert und abgeschieden.
Das Leukoindophenol oxydiert sich in wässeriger alkalischer Lösung an der Luft unter intensiver Blaufärbung ; durch Zusatz von Mineralsäure schlägt die Färbung nach Violett um.
Beispiel 3 : 19-3kg Tetrahydrochinolin werden zusammen mit 15'8 p-Aminophenol, wie im Beispiel 1 angegeben, oxydiert, reduziert und abgeschieden.
Das Leukoindophenol ist ein schwach gefärbtes sandiges Pulver, das sich gegen Natronlauge wie das im Beispiel 1 beschriebene Produkt verhält.
Beispiel 4 : 21" 4 leg Tetrahydrochinaldin werden mit 37 kg schwefelsaurem 2, 6-Diehlor-p-aminophenol, wie im Beispiel 1 angegeben, oxydiert, reduziert und abgeschieden. Das Verhalten des Leukoindophenols gegen Natronlauge ist demjenigen des nach Beispiel 1 erhaltenen analog.
Beispiel 5 : 21" 4 leg Tetrahydrolepidin werden wie im Beispiel 1 angegeben gelöst und nach Zusatz von 15.8 kg p-Aminophenol wie oben oxydiert, sodann reduziert und abgeschieden.
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Das Leukoindophenol stellt ein hellgelbes Pulver dar ; in wässeriger Natronlauge löst es sich erst farblos und oxydiert sich dann lebhaft an der Luft unter intensiver Rotviolettfärbung.
Beispiel 7 : 300 Z Schwefelsäure (66 Bé) auf 10 0 abgekühlt und darin 24-8kg Hexahydrocarbazol gelöst. Hierauf werden 25 kg Diehlorchinonchlorimid von der Formel
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nach und nach eingetragen, wobei sich die Masse violett färbt. Nach kurzem Rühren giesst man in Natronlauge ; das Indophenol kann nun ausgesalzen oder wie im Beispiel 1 reduziert und aufgearbeitet werden.
Beispiel 8 : 27 kg Olctohydroacridin werden mit 16 kg p-Aminophenol, wie im Beispiel 1 angegeben, oxydiert, reduziert und abgeschieden.
Das Leukoindophenol stellt ein gelbbraunes Pulver dar, das sich in wässeriger Natronlauge erst farblos löst und sich dann an der Luft unter intensiver Rotviolettfärbung lebhaft oxydiert.