AT117379B - Antrieb von Maschinen, insbesondere Fördermaschinen, Walzenstraßen usw., durch zwei mechanisch gekuppelte asynchrone Drehstrommotoren. - Google Patents

Antrieb von Maschinen, insbesondere Fördermaschinen, Walzenstraßen usw., durch zwei mechanisch gekuppelte asynchrone Drehstrommotoren.

Info

Publication number
AT117379B
AT117379B AT117379DA AT117379B AT 117379 B AT117379 B AT 117379B AT 117379D A AT117379D A AT 117379DA AT 117379 B AT117379 B AT 117379B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
motors
drive
starters
individual
torques
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Ing Philippi
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT117379B publication Critical patent/AT117379B/de

Links

Landscapes

  • Rotary Pumps (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Antrieb von Maschinen, insbesondere   Fördermaschinen, Walzenstrassen   usw., durch zwei mechanisch gekuppelte asynchrone Drehstrommotoren. 



   Bei Förderanlagen kann der Fall eintreten, dass der Schacht zunächst nur bis zu einer verhältnismässig geringen Teufe zum Fördern benutzt wird, dass später aber aus einer grösseren Teufe gefördert werden soll. Um nun bei der grösseren Teufe die gleiche Fördermenge zu erhalten, ist es am zweckmässigsten die Nutzlast je Zug entsprechend zu vergrössern. Man kann zu diesem Zweck die mit jedem Zuge geförderte Wagenzahl erhöhen oder bei einer Gefässförderanlage grössere Gefässe verwenden. Die Förderanlage ist dann bei ihrer Aufstellung für die geringe Teufenförderung mit nur einem Motor, und beim Übergang zur Förderung aus grösserer Teufe mit zwei Motoren auszurüsten. Auch in anderen Betrieben können   ähnliche   Fälle auftreten, z. B. in Walzwerken, wo die Leistung einer Walzenstrasse durch Ausbau vergrössert werden soll.

   Auch hier wird man zunächst mit einem Motor auskommen, später aber einen zweiten Motor hinzubauen. 



   Bei einem solchen Zweimotorenantrieb ist ganz besonders darauf zu achten, dass sich das von der Maschine herrührende Drehmoment stets gleichmässig auf beide Motoren verteilt. Bei verhältnismässig kleinen Motoren ist dies durch Verwendung eines gemeinsamen Flüssigkeitsanlassers zu erreichen, sofern beide Motoren vollkommen in ihrer Ausführung übereinstimmen. Schwieriger liegt der Fall jedoch bei grösseren Leistungen, da dann zwei Anlasser zu verwenden sind. Durch die Unterschiede in den Wicklungen oder durch verschiedene Konzentration der Flüssigkeit in den Anlassern oder sonstige Unterschiede in denAntriebsaggregaten tritt eine ungleiche Belastung der beiden Motoren ein, die   unerwünscht   ist. 



   Zur Beseitigung dieses Übelstandes wird nach der Erfindung eine in Abhängigkeit von der Belastung der beiden Motoren arbeitende Regeleinrichtung vorgesehen, die die Drehmomente der Motoren in einem konstanten Verhältnis zueinander hält. Bei der Verwendung von Flüssigkeitsanlassern können nach der Erfindung die Flüssigkeitsspiegel in den Anlassern bei einer Abweichung der Einzeldrehmomente von ihren vorgeschriebenen Werten relativ zu den Kontaktmessern und bei den einzelnen Anlassern im entgegengesetzten Sinn gehoben und gesenkt werden. Man kann sich dazu verschiedener Mittel bedienen. 



  Beispielsweise ordnet man nach der Erfindung eine Pumpe mit umkehrbarer Förderrichtung an, die den Ausgleich der Drehmomente bei Abweichung von ihren vorgeschriebenen Werten dadurch vornimmt, dass die Flüssigkeit aus dem Anlasser des überlasteten in den des unterlasteten Motors gefördert wird. Man kann nach der Erfindung aber auch zwischen den gemeinsamen Steuerantrieb und die einzelnen Anlasser Differentialgetriebe schalten, deren dritte Glieder in Abhängigkeit von Abweichungen vom vorgeschriebenen Verhältnis der Drehmomente der einzelnen Motoren durch einen Hilfsmotor od. dgl. im gegenläufigen Sinne angetrieben werden. Die Regelung muss nicht mit den Anlasswiderständen erfolgen, sondern man kann sie nach der Erfindung auch mit Hilfe besonderer Zusatzwiderstände vornehmen, die in Reihe mit oder parallel zu den eigentlichen Anlassern liegen. 



   Die Zeichnung veranschaulicht zwei   Ausführungsbeispiele   für die Erfindung. 



   Die Fig. 1 zeigt einen Antrieb, bei dem der Ausgleich der Drehmomente durch eine Pumpe mit umkehrbarer Förderrichtung erfolgt. Nach der Fig. 2 wird der Ausgleich durch Differentialgetriebe vorgenommen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In der Fig. l sind 1 und 2 die beiden mechanisch gekuppelten Motoren mit ihren   Anlassern 3 und 4.   



   In die Zuleitungen zu den Motoren 1 und 2, die an einem gemeinsamen Netz hängen, sind Strom wandler 10 und 11 eingebaut, deren   Sekundärwicklungen   gegeneinander geschaltet sind, so dass bei   anteilgleiehen   Drehmomenten der Motoren kein Strom durch das in die Verbindungsleitung eingeschaltete Relais 5 fliesst. 6 ist der Antriebsmotor für die Pumpe 7, der bei Ansprechen des Relais 5 im einen oder anderen
Sinne durch Schütze 8 oder 9 im einen oder anderen Dreh-und damit Fördersinne eingeschaltet wird. 



   Die Einrichtung wirkt so : Sind die Drehmomente der Motoren 1 und 2 gleich gross oder stehen sie in dem richtigen, der Motorengrösse entsprechenden Verhältnis zueinander, so fliesst kein Strom im Relaisstromkreis : das   Kontaktstück   12 bleibt in der Nullstellung. Tritt dagegen ein Unterschied in der Stromaufnahme der beiden Motoren ein, weil die Einzeldrehmomente von ihren vorgeschriebenen Werten abweichen, so fliesst durch das Relais 5 Strom in einen oder anderen Sinne und legt das   Kontaktstück   12 nach rechts oder links. Dadurch spricht das Schütz 8 oder 9 an und schaltet den mit der Pumpe 7 gekuppelten Motor 6 in bekannter Weise in der einen oder anderen Drehrichtung ein.

   Die Pumpe 7 fördert nun Flüssigkeit aus dem Behälter des Anlasserwiderstandes des Motors mit dem zu grossen Drehmoment in den des Motors mit dem zu kleinen Drehmoment so lange, bis ein Ausgleich geschaffen ist. Dann geht das   Kontaktstück   12 in die Nullage   zurück   und der Pumpenmotor wird ausgeschaltet. 



   An Stelle der Pumpe mit umsteuerbarer Dreh- und Förderrichtung kann auch eine solche mit ständig durchlaufendem Antrieb und umsteuerbarer Förderrichtung treten. Man ist keineswegs an das Heben und Senken der Flüssigkeitsspiegel im Behälter gebunden, sondern man kann auch die Behälter selbst gegen die Kontaktmesser heben und senken oder die Messer gegen die feststehenden Behälter mit unveränderlichem Flüssigkeitsspiegel bewegen. Für eine solche Anordnung gibt die Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel. 



   In der Fig. 2 ist 20 ein Handrad, Hebel od. dgl., womit das Eintauchen der Messer   21 und   22 in die Flüssigkeitsanlasser 3 und 4 zwecks Anlassens vorgenommen werden kann. Zwischen das Handrad 20 und die Messer 21 und 22 sind Differentialgetriebe 23 und 24 eingeschaltet, die in bekannter Weise mit   Stirnrädern   25und 26in Verbindung stehen. Der Antrieb dieser Stirnräder erfolgt gegenläufig vom Motor 6 aus der ebenso geschaltet und betrieben wird wie der Motor 6 nach Fig. 1. 



   In gleicher Weise wie es für die Anlasser selbst beschrieben ist, können an ihrer Stelle auch parallel oder in Reihe dazu geschaltete Zusatzwiderstände zum Ausgleich benutzt und gesteuert werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antrieb   für Maschinen, insbesondere Fördermasehinen, Walzenstrassenusw. durch zweimeehaniseh   gekuppelte Asynchrondrehstrommotoren, dadurch gekennzeichnet, dass beide Motoren durch eine Regelvorrichtung miteinander verbunden sind, über die die Motoren sich gleichzeitig gegenseitig derart entgegengesetzt beeinflussen, dass die Drehmomente beider Motoren in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen.

Claims (1)

  1. 2. Antrieb nach Anspruch 1 unter Verwendung von Flüssigkeitsanlassern, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsspiegel in den Anlassern bei einer Abweichung der Einzeldrehmomente der beiden Mot oren von ihren vorgeschriebenen Werten relativ zu den Kontaktmessern und bei den einzelnen Anlassern im entgegengesetzten Sinn gehoben und gesenkt werden.
    3. Antrieb nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Pumpe (7) mit umkehrbarer Förderrichtung, die den Ausgleich der Drehmomente der beiden Motoren bei Abweichung von ihren vorgeschriebenen Werten dadurch vornimmt, dass die Flüssigkeit aus dem Behälter des Anlassers des überlasteten in den des unterlasteten Motors gefördert wird (Fig. 1).
    4. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den gemeinsamen Steuerantrieb (20) und die einzelnen Anlasser (3 und 4) Differentialgetriebe (23 bzw. 24/geschaltet sind, deren dritte Glieder in Abhängigkeit von Abweichungen vom vorgeschriebenen Verhältnis der Drehmomente der einzelnen Motoren durch einen Hilfsmotor (6) od. dgl. im gegenläufigen Sinne angetrieben werden (Fig. 2).
    5. Antrieb nach dem Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung mit Hilfe besonderer Zusatzwiderstände erfolgt.
AT117379D 1927-10-15 1928-10-13 Antrieb von Maschinen, insbesondere Fördermaschinen, Walzenstraßen usw., durch zwei mechanisch gekuppelte asynchrone Drehstrommotoren. AT117379B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE117379X 1927-10-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT117379B true AT117379B (de) 1930-04-25

Family

ID=5655110

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT117379D AT117379B (de) 1927-10-15 1928-10-13 Antrieb von Maschinen, insbesondere Fördermaschinen, Walzenstraßen usw., durch zwei mechanisch gekuppelte asynchrone Drehstrommotoren.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT117379B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032370B (de) * 1954-04-28 1958-06-19 Licentia Gmbh Aus zwei Gleichstrommotoren bestehender elektrischer Antrieb

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032370B (de) * 1954-04-28 1958-06-19 Licentia Gmbh Aus zwei Gleichstrommotoren bestehender elektrischer Antrieb

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0840672B1 (de) Querschneider für eine warenbahn, insbesondere wellpappenbahn
EP0741020A2 (de) Rotationsdruckmaschine mit frei aufstellbarem Falzapparat
AT117379B (de) Antrieb von Maschinen, insbesondere Fördermaschinen, Walzenstraßen usw., durch zwei mechanisch gekuppelte asynchrone Drehstrommotoren.
WO2006119521A1 (de) Umsetzeinrichtung für transportanlage
DE102007006839B4 (de) Antrieb für eine fördertechnische Anlage
EP0246631B1 (de) Schiffsantriebsanlage
DE2552990C3 (de) Papierreiß- oder Schneidwerk
CH135871A (de) Antrieb von Maschinen, insbesondere Fördermaschinen, Walzenstrassen usw., mit zwei mechanisch gekuppelten asynchronen Drehstrommotoren.
DE594086C (de) Antrieb fuer eine Rotationsdruckmaschine
DE2051756A1 (de) Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfall
EP0386699B1 (de) Antriebsvorrichtung für die Messerwalzen von Aktenvernichtern
DE756899C (de) UEber Ketten, Riemen, Seile od. dgl. Zuguebertragungsorgane gleichzeitig zweiseitig angetriebene Einrichtungen, insbesondere Becherwerke und Kettenbahnen
DE627543C (de) Zusammengesetzte Foerderanlage
DE273880C (de)
DE368461C (de) Kantvorrichtung fuer Walzwerke
AT301802B (de) Fahrwerk für Krananlagen
DE1427225C (de) Scherenanlage zum Schneiden laufenden Walzgutes
DE2610597C2 (de) Vierwalzenbiegemaschine
AT66521B (de) Vorrichtung zum Ausführen des Wagenwechsels an Förderschächten.
DE569908C (de) Schiffsantrieb, bestehend aus mehreren Propellermotoren, Generatoren und Primaermaschinen
EP0031003A2 (de) Antrieb mit Leistungsverzweigung für Mehrfarben-Rotationsdruckmaschinen
AT59593B (de) Einrichtung zur Übertragung von Stellungen.
AT70717B (de) Kontinuierliches Walzwerk.
DE1427225B2 (de) Scherenanlage zum schneiden laufenden walzgutes
DE475995C (de) Foerdereinrichtung fuer Mehrfachstreifen bei Pressen