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Walzensajnger.
Es ist bekannt, bei Walzensaugern die das Maschinensieb tragenden Walzen über Saugkästen anzuordnen, die den Unterdruck auf die darüberliegende Siebfläche ausüben und die das angesaugte
Stoffwasser auffangen. Bei den aneinandergereihten Walzensaugern sind zwei oder mehrere Tragwalzen in einem gemeinsamen Saugkasten angeordnet. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass jede für sich betriebsfähige Saugereinheit mindestens zwei Saugfelder umfasst, wobei unter Saugfeld zu verstehen ist : die zwischen je zwei Tragwalzen liegende, dem Unterdruck ausgesetzte Maschinensiebfläche. Es ist jedoch erwünscht, dass die aneinandergereihten Saugfelder einzeln, d. h. voneinander unabhängig betrieben und einzeln zugefügt oder fortgelassen werden können.
Dies soll gemäss der Erfindung damit erreicht werden, dass jede Tragwalze mit je einer Saugkammer nebst Abdichtungseinrichtungen zu einem in sich abgeschlossenen Ganzen (Saugereinheit) vereinigt sind. Durch diese besondere Ausbildung lassen sich, den jeweiligen Erfordernissen entsprechend, ohne weiteres für den Einzelfall 1, 2 oder beliebig viel Saugereinheiten (Tragwalze mit der zugehörigen Saugkammer) aneinanderreihen, wobei noch erreicht wird, dass, entsprechend dem fortschreitenden Entwässerungsvorgang, jede Saugkammer, d. h. jedes Saugfeld mit einem fortschreitend zunehmenden Unterdruck betrieben werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel ist in folgendem beschrieben und in den Fig. 1-7 dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Längsansicht, teilweise geschnitten, Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, Fig. 3 eine Draufsicht, teilweise geschnitten, Fig. 4 eine Einzelheit einer Stirnansicht in vergrössertem Masse, Fig. 5 einen teilweisen Längsschnitt durch den Formatschieber mit Dichtplatte, Fig. 6 eine teilweise Draufsicht des Formatschiebers mit Dichtplatte, Fig. 7 eine teilweise Draufsicht und waagrechter Längsschnitt durch die Stirnböden. Auf dem Tragbalken g liegen die Saugkammern f. Jede Saugkammer f trägt zwei Stirnböden e, in denen, mit ihrem zylindrischen Teil eingeschoben und verschraubt, die Lagersättel c und die Lager d mit der Tragwalze b gelagert sind. Die Tragwalzen b tragen das Maschinensieb a.
Auf je einer Längswand der Saugkammer f ist die gewöhnlich aus mehreren Teilen zusammengesetzte Dichtleiste h befestigt Die Dichtleiste h reicht von einem Stirnboden e zum gegenüberliegenden. Am oberen Rande der Dichtleiste h sind biegsame Platten i angebracht, die das Maschinensieb a berühren und das ausgepresste Wasser abstreifen. Auf den Stirnböden e sind die Formatschieber k, in Richtung der Tragwalzenachse verschiebbar, gelagert. Auf dem inneren Rand des Formatschiebers k ist eine biegsame Platte 1, z. B. Gummi, nach oben gegen das Maschinensieb gerichtet, befestigt. Diese Platte füllt den Raum zwischen dem Maschinensieb a und dem starren Rand des Formatschiebers nachgiebig aus, in der Weise, dass sie sich dem Durchhang des Maschinensiebes im Betriebszustand anpasst.
Die Stirnböden e sind etwas schmäler als die darunter befindliche Saugkammer f, so dass bei der Aneinanderreihung der Saugkammern zwischen den benachbarten Flächen der Stirnböden e die Spalten p verbleiben. Diese Anordnung bezweckt, die Aneinanderreihung der in sich abgeschlossenen Saugereinheiten zu erleichtern. Der Spalt p kann durch nachgiebige Dichtungsmittel ausgefüllt werden. Vorteilhaft ist die Anbringung von Dichtrillen m in den gegenüberliegenden Seitenflächen der Stirnböden e dergestalt, dass diese Dicht- rillen m nach erfolgter Aneinanderreihung der Saugereinheiten mit Dichtschnur oder Dichtmasse ausgestopft werden. Die Stirnböden e haben an den Seitenwänden Durchbrechungen q, die die Durchleitung von Dichtwasser zwischen der inneren und äusseren Stirnbodenwandung gestatten.
Die Saugkammer f ist für getrennte Abführung des Wassers auf einer Seite im Stutzen n und der Luft auf der andern Seite im
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Stutzen o eingerichtet. Der Abluftkanal ragt mit dem Saugstutzen u inmitten der Saugkammer über den Wasserstand hinaus und ist durch die darüberliegende Haube r vor dem Eindringen von Tropf-und Spritzwasser geschützt. Falls erwünscht ist, zwei oder mehrere Saugereinheiten mit einheitlichem Unterdruck zu betreiben, können in den Längswänden für das Wasser die Durchbrechungen s und für die Luft die Durchbrechungen t angeordnet werden, wodurch die gemeinsam zu betreibenden Saugkammer verbunden sind und eine gemeinsame Wasser-oder Luftabfuhrung möglich ist.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Walzensauger für Papiermaschinen und ähnlichen Maschinen, bei dem das Maschinensieb durch umlaufende Tragwalzen getragen wird, mit denen Saugkammern verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Tragwalze (b) mit je einer Saugkammer (f) nebst Dichtleiste (h), Stirnböden (e), Lagersättel (e) und Lager (d) zu einem abgeschlossenen Ganzen (Saugereinheit) vereinigt sind.