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Wolkenprojektionsapparat.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wolkenprojektionsapparat von grosser Kapazität und dient speziell dazu, Reklamebilder, Aufschriften u. dgl. auf Wolken zu projizieren. Werden diese Projektionen mittels Scheinwerfer direkt auf die Wolken vorgenommen, so entstehen verschiedene Schwierigkeiten, da die Brennweite der Optik 10 m sein muss. Da die Entfernungen zu den Wolken sehr wechseln, müsste die Einrichtung unter einem Kuppelgewölbe von 20 m Höhe aufgestellt werden, was sehr kostspielig ist. Auch würde sieh immer ein Niederschlag auf der heissen Optik bilden, wodurch die Anwendung einer Wasserküvette nicht möglich wäre, da das Wasser beim Springen der Gläser den Spiegel des Scheinwerfers unbrauchbar macht.
Weiter würde der Apparat über eine Entfernung von 15 m verstellbar sein müssen, um in alle Richtungen projizieren zu können ; die Bogenlampe würde dabei jedesmal eine andere Stellung einnehmen, was sehr unerwünscht ist.
Der Apparat gemäss der Erfindung hebt obengenannte Nachteile dadurch auf, dass er in einem von der Atmosphäre abgeschlossenen Raum aufgestellt ist, die Projektion eventuell auf die Wolken durch
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Luft umspült ist, damit einem Niederschlag infolge der feuchten Atmosphäre vorgebeugt wird.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung in Seitenansicht sehe- matiseh dargestellt.
In einem Raum 1 ist ein Laternenhaus 2 auf Schienen 3 in horizontaler Lage aufgestellt. Die Stromzuführung findet mittels schmiegsamem Kabels statt. Die Schienen 3 sind derart angeordnet, dass der Scheinwerfer dem Objektiv 4 näher oder weiter gerückt werden kann. Der Krater 5 der horizontalen positiven Kohle der nicht dargestellten Bogenlampe wirft seine Strahlen auf einen parabolischen Spiegel 6 ; durch entsprechende Einstellung bildet sieh ein Lichtkegel 7, welcher eine am Laternenhaus 2 angebrachte Wasserküvette 8 und die Diapositivplatte 9 durchsetzt und das Objektiv 4 trifft.
Dieses Ob-
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in welchem ein Spiegel 11 unter einem Winkel von etwa 45 derart aufgestellt ist, dass die Liehtstrahlen, welche das Objektiv 4 durchsetzen, diesen Spiegel 11 treffen und nach oben durch eine Öffnung 12 im Dache des Raumes 10 geworfen werden.
Befindet sich nun die Platte 9 auf Brennpunktentfernung des Objektivs 4, so wird das Bild dieser Platte durch die Atmosphäre auf die Wolken projiziert und ist durch Verstellung des Laternenhauses 2 auf den Schienen 3 scharf einstellbar.
Damit feuchte Luft, Nebel oder Regen nicht in den Raum 10 eindringen und sich auf dem von den Lichtstrahlen erwärmten Objektiv 4 und dem Spiegel 11 niederschlagen können, ist ein Ventilator 13 angebracht, welcher die Luft aus dem Raum 10 ansaugt und durch die verhältnismässig kleine Öffnung 12 nach aussen ablässt. Ebenso entsteht durch einen Ventilator 14, welcher eine längliche flache Ansauge- öffnung hat und in der Nähe der Öffnung 12 aufgestellt ist, ein kräftiger horizontaler Luftstrom in der Öffnung 12, wodurch schwere Regentropfen nach der Seite weggeblasen werden und nicht in den Raum 10 kommen.
Damit das Springen der von den Lichtstrahlen erhitzten Wasserkuvette vermieden wird, kann das Glas durch eine darüber hinwegströmende Wasserschicht gekühlt werden. Das Wasser strömt durch verschiedene, an der Oberseite der Küvette angebrachte Zuführungsröhrehen 16 dem Glas entlang, bildet
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eine dünne Wasserschicht und tropft schliesslich in einen Sammelbehälter 17. Bei horizontaler Stellung der Küvette würde eine derartige Kühlung unmöglich sein.
Das scharfe Einstellen des Bildes auf den Wolken geschieht im Gegensatz zu andern bekannten Projektionsapparaten nicht durch Verstellung des Objektivs, sondern es wird hiezu die Platte 9 mit dem Laternenhaus 2 dem Objektiv genähert oder von demselben entfernt, wodurch der Vorteil erreicht wird, dass verschiedene der gebräuchlichen Objektive von oftmals mehr wie 5 m Brennweite alle in gleichen Abständen vom Spiegel 11 und der Öffnung 12 eingestellt werden können. Es können dann mehrere Objektive auf einer um eine Achse 19 drehbaren Scheibe 18 angebracht werden.
Bei dieser Einrichtung kommen also die 5 m-langen Röhren in Wegfall. Würde das Objektiv 4 jedoch mit 5 m kleinerer Brennpunktentfernung dem Laternenhaus 2 näher gestellt, werden, so würden die hinter dem Objektiv divergierenden Lichtstrahlen einen Spiegel 11 und eine Öffnung 12 von viel grösseren Abmessungen erfordern, wodurch das Eindringen von kalter Luft usw. nicht zu verhindern wäre.
Ausserdem entsteht beim Gebrauch eines Spiegels der grosse Vorteil, dass auch auf dünne treibende Wolken projiziert werden und das Bild den Wolken auch bequem folgen kann, wodurch es über verschiedenen Stadtteilen erscheint ; dazu ist nur eine kleine Bewegung des sehr leichten Spiegels erforderlich, wogegen alle andern schweren Teile des Apparates in der ursprünglichen Stellung verbleiben.
Damit das Projektionsbild aus jeder Richtung gut lesbar ist, wird die Platte langsam oder stossweise gedreht.
Das Dach des Raumes 1 kann auch ganz oder teilweise aus Glas bestehen, damit die Projektion vom Laternenhaus aus kontrolliert werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wolkenprojektionsapparat für stillstehende und bewegliche Bilder, welcher in einem von der Atmosphäre abgeschlossenen Raum aufgestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Raum zwecks Vermeidung eines Niederschlages auf dessen Fenster infolge der feuchten Atmosphäre ein von trockener Luft be-bzw. umspülter Raum vorgeschaltet ist, welcher seinerseits eine Öffnung zur Ermöglichung des Austrittes der Lichtstrahlen aufweist.