AT116853B - Quecksilberdampfgleichrichteranlage. - Google Patents

Quecksilberdampfgleichrichteranlage.

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AT116853B
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Glas Gleichrichterbau Ag Agg
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  Quecksilberdampfgleichrichteranlage. 



   Es ist bekannt, dass die Hauptgefahr bei der Verwendung von   Quecksilberdampfgleichrichtern   in den   Rückzündungen   liegt, die   tatsächlich   die gefürehtetste Erscheinung am Gleichrichter bilden. 



  Diese   Rüekzündungen   sind Kurzschlüsse innerhalb des Kolbens zwischen Anode und Anode und sind auf das Versagen der Ventilwirkung des Lichtbogens   zurückzuführen.   Die Ursache für dieses Versagen kann verschiedenster Art sein. So führt z. B. eine zu hohe Anodentemperatur oder ein zu hoher Quecksilberdampfdruck (infolge Überlastung) oder auch ein schlechtes Vakuum zu   Rückzündungen,   die dann häufig eine Zerstörung des Kolbens, stets aber eine   Betriebsstörung   der Gleichrichterapparatur zur Folge haben. 



   Diese   Rückzündungen   können in bekannter Weise dadurch vermieden werden, dass jede Phase ihr eigenes Gleichrichtergefäss erhält. Gemäss der Erfindung werden nun dazu normale, mehrphasige Gleiehriehter verwendet, deren   sämtliche   Anoden miteinander parallel geschaltet sind. Die Parallelschaltung mehrerer Anoden in einem einzigen   Gleiehriehtergefäss,   die bereits bekannt ist, ist an sich nicht Gegenstand der Erfindung. Selbstverständlich ist es unerlässlich, dass hiebei jeder Kolben seine eigene Erregung erhält, die dauernd im Betrieb sein muss. Ausserdem ist es erforderlich, in die einzelnen Anodenzuleitungen kleine Drosseln einzubauen, die eine gleichmässige Verteilung der Belastung auf die einzelnen Anoden gewährleisten. 



   Die genannte Anordnung ergibt folgende Vorteile : Vermeidung von Rückzündungen auch bei hoher Anodentemperatur und hohem Hg-Dampfdruck, daher Verwendbarkeit der normal gebauten Kolben bei gleicher oder höherer Stromstärke für beliebig hohe Spannungen, somit eine wesentliche   Erhöhung   der Leistung einer Kolbeneinheit. Ausserdem haben Versuche gezeigt, dass die Kolben nicht mehr so empfindlich sind gegenüber häufig eintretenden geringfügigen Verschlechterungen des Vakuums. 



   Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in der Fig. 1 dargestellt.
T ist ein Drehstromtransformator mit in Dreieck geschalteter Primärwicklung und in Stern geschalteter   Sekundärwicklung.   Der Nullpunkt der Sekundärwicklung ist herausgeführt und bildet den negativen Pol des Gleiehstromnetzes, dessen positiver Pol an die Kathoden   kl, k2, ka   der Gleichriehterkolben   K"K"K, angeschlossen   ist. Jeder Gleichrichterkolben hat in bekannter Weise mehrere Anoden   , l'i, i"i   usw. Sämtliche Anoden eines Kolbens liegen zueinander parallel und sind mit einer Phase der   Sekundärwicklung des   Transformators verbunden. Die vorgeschaltete Drossel D sorgt für eine   gleichmässige   Verteilung der Belastung.

   Ausserdem ist ein Schenkel des Transformators T mit einer Zusatzwieklung Z versehen, an deren beiden Enden die Erregerelektroden   el, e. J und ea   der Gleichrichterkolben in Parallelschaltung angeschlossen sind, während der Nullpunkt der Zusatzwicklung herausgeführt und unter Zwischenschaltung einer Drosselspule D mit dem positiven Pol der Gleiehstromleitung verbunden ist. In die Erregerleitung sind die üblichen Vorschaltwiderstände W eingebaut. 



   Die Praxis hat gezeigt, dass derartig geschaltete Gleichrichteranlagen für weit höhere Spannungen verwendbar sind, als es bei Parallelschaltung der Fall war, und dass sie sogar bei 50% iger Überlastung ohne jeden Schaden ein Mehrfaches der Spannung ertragen. Hiedurch wird auch natürlich die Leistung einer Kolbeneinheit im gleichen Verhältnis erhöht. Diese Anordnung ist, wie bereits eingangs erwähnt, dadurch charakterisiert, dass die Gleichrichterkolben nur dann betriebsfähig sind, wenn die Erregung ununterbrochen im Betrieb ist. Jedes Erlöschen des Erregerlichtbogens muss auch ein gleichzeitiges Erlöschen des Hauptlichtbogens herbeiführen.

   Dadurch unterscheidet sich die neue Anordnung wesentlich von den bisherigen Anordnungen, da beispielsweise ein gewöhnlicher Dreiphasengleichrichter auch nach Abschalten der Erregung so lange weiterbrennt, als der Belastungsstrom einen gewissen Minimalwert nicht unterschreitet. 

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   Es ist daher bei der geschilderten neuen Anordnung   möglich,   den Gleichrichter durch blosses Unterbrechen der Erregung abzuschalten, welche Massnahme nur dann versagen würde, wenn eine Rück- 
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 ist, wird es in vielen Fällen möglich sein, auf einen Gleichstromschalter (gewöhnlicher Gleichstromautomat bzw. Schnellschalter) überhaupt zu verzichten und die Abschaltung des Gleichrichters stets mit Hilfe der Erregung vorzunehmen. Die Möglichkeit,   Gleichstromanlagen,   besonders bei hohen Gleichstromspannungen, mit Hilfe der Erregung abzuschalten, ist zweifellos ein grosser Vorteil, um so mehr, als die Abschaltung grosser Gleichstromleistungen besonders bei hohen Spannungen stets mit Schwierigkeiten verbunden war.

   Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Abschaltung beliebig hoher Gleichstromleistungen mitetls eines kleinen einpoligen Hebelsehalters, der nur wenige 100 Watt zu bewältigen hat. 



   Die Fig. 2 zeigt eine solche Ausführungsform, bei der die Abschaltung der ganzen Gleichrichteranlage mittels des kleinen einpoligen Hebelschalters H erfolgen kann. 



   Soll die Schaltvorrichtung jedoch auch als selbsttätiger Maximalschalter wirken, so wird zweckmässig im Erregerkreis ein Relais eingebaut, dessen Spule vom Hauptstrom durchflossen ist, so dass beim Überschreiten einer bestimmten Belastung der Erregerstrom selbsttätig unterbrochen und hiedurch auch der Hauptstrom abgeschaltet wird. Ein Ausführungsbeispiel hiefür ist in der Fig. 3 in Form einer Teilabbildung dargestellt. In den Fig. 2 und 3 ist ein besonderer kleiner Transformator für die Speisung der Erregung vorgesehen. Wird der Erregerschalter H von Hand oder mittels eines Maximalrelais ausgelöst, so wird die Erregung unterbrochen, was ein sofortiges Erlöschen sämtlicher Kolben zur Folge hat, u. zw. erfolgt das Erlöschen des Hauptlichtbogens spätestens eine halbe Periode nach jenem des Erregerstromes.

   Irgendeine nennenswerte Lichtbogenwirkung während des Sehaltvorganges kann nicht auftreten, da der Strom der zu unterbrechenden Erregerleitung höchstens 10-12 Amp. beträgt bei Spannungen von 30-40 Volt. 



   Anstatt für Drehstrom kann die beschriebene   Ausführung   auch für Einphasenstrom,   Sechsphasen-   strom oder Quecksilberdampfgleichrichter jeder beliebigen Phasenzahl verwendet werden. Ferner ist es auch für den Erfindungsgedanken gleichgültig, ob der Gleichrichter als   Glasgleichrichter   oder als Eisengleichrichter ausgeführt ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Quecksilberdampfgleiehrichteranlage   für hohe Spannungen (über 1000 Volt Gleichstrom), bei der in jede der beliebig vielen Phasen eines Wechselstromnetzes ein besonderes   Gleichrichtergefäss   geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass dazu mehrphasige Gefässe   normaler Ausführung   verwendet werden, wobei sämtliche Anoden eines   Gleichrichtergefässes   miteinander parallel liegen, zum Zweck der Vermeidung der   Rückzündungsgefahr   bei hoher Spannung.

Claims (1)

  1. 2. Quecksilberdampfgleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem allen Gleichrichtergefässen gemeinsamen Erregerstromlaeis eine von Hand zu bedienende oder automatisch wirkende Schaltvorrichtung angeordnet ist, zu dem Zweck, durch Unterbrechung der Erregung die Belastung der Anlage abzuschalten.
AT116853D 1928-04-25 1928-04-25 Quecksilberdampfgleichrichteranlage. AT116853B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748678C (de) * 1935-11-04 1944-11-08 Anordnung zur Steuerung elektrischer Stroeme mit einem dampf- oder gasgefuellten Entladungsgefaess
DE763953C (de) * 1937-05-11 1953-07-27 Rectron Ges M B H Verfahren zur Leistungsregelung von mehrphasigen Stromrichtern mit einanodigen Entladungsgefaessen mit fluessiger Kathode

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DE748678C (de) * 1935-11-04 1944-11-08 Anordnung zur Steuerung elektrischer Stroeme mit einem dampf- oder gasgefuellten Entladungsgefaess
DE763953C (de) * 1937-05-11 1953-07-27 Rectron Ges M B H Verfahren zur Leistungsregelung von mehrphasigen Stromrichtern mit einanodigen Entladungsgefaessen mit fluessiger Kathode

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