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Einwickelmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an Einwickelmasehinen, insbesondere derjenigen Art, welche zum Einwickeln der Packungen von Zigaretten oder andern kleinen Gegenständen benutzt werden.
Einer der Zwecke der Erfindung besteht in der Schaffung einer Maschine, bei der die grösstmögliche Leistung bei stark verminderten Herstellungskosten durch eine neue und sehr vereinfachte Bauart im einzelnen und im Aufbau, sowie durch Verminderung der die Geschwindigkeit beschränkenden Wirkungen des den Teilen innewohnenden Beharrungsvermögens erreicht wird. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Doppelmaschine derjenigen allgemeinen Art. bei welcher zwei Reihen gleicher aufeinan- derfolgender Arbeitsvorgänge gleichzeitig stattfinden, um eine hohe Leistung bei verhältnismässig geringer
Geschwindigkeit der Maschine zu erhalten und durch dieses Mittel eine weitere Erhöhung der Leistung und Herabsetzung der Herstellungskosten zu erzielen, ohne die Abnutzung der Maschine zu erhöhen.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Verbesserung der Einzelteile solcher Maschinen. Für die Lösung dieser und anderer, hier nicht besonders erwähnten Aufgaben beruht die Erfindung auf gewissen Bauarten und Vereinigungen, die weiterhin vollständig beschrieben und in den Ansprüchen zusammengefasst werden.
Auf den beigefügten Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht ; es sind die Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und eine Draufsicht der verschiedenen Antriebe der Einwiekelmaschine.
Zur Verwirklichung der Erfindung dient eine Vorrichtung, die stetig einen Streifen eines biegsamen Stoffes, wie Papier, im gespannten Zustande von einer Vorratsquelle wie einer von dem Streifen umwickelten Walze abzieht, damit eine die Geschwindigkeit beschränkende Wirkung der Trägheit der Papierwalze vermieden wird, wie sie auftritt, wenn das Papier absatzweise weggezogen wird. Weiter ist ein Getriebe zur Erzeugung einer hin-und hergehenden Bewegung der Streifenziehvorrichtung angeordnet, um abwechselnd das vordere Ende des Streifens vorzurücken und anzuhalten und es abwechselnd in eine solche Lage zu bringen, dass es mit der Packung vereinigt werden kann.
Die zur Veranschaulichung der Erfindung ausgewählte Maschine ist eine sehnellaufende, doppelt wirkende Einwickelmaschine, bei der das Einwickeln aus zwei Packbahnen gleichzeitig stattfindet und bei der plötzliche, die Geschwindigkeit begrenzende Stösse der verschiedenen Teile der Maschine durch die Anwendung von Exzentern und Kurbeln als Antriebe an Stelle der üblichen Kurvenscheiben vermieden werden, so dass man, im Vergleich zu den bisher benutzten Maschinen, die Geschwindigkeit der Maschine verdoppeln und ihre Leistung vervierfachen kann, ohne dadurch die Lebensdauer der Maschine zu verkürzen.
In der Zeichnung ist 22 die Lagerplatte einer nach der Erfindung gebauten Maschine, die von den Füssen 2. 3 und 24 getragen wird. Zum Antrieb der einzelnen Teile der Maschine dient eine Treibwelle 25, die in den Füssen 2. 3 und 24 gelagert ist. Diese Welle wird durch eine Kupplung bekannter Art angetrieben, die durch einen Treibriemen von einem Elektromotor in Drehung versetzt wird, der sich auf einem Sockel am Fuss 23 befindet (in der Zeichnung nicht sichtbar) ; die Kupplung kann auch in anderer Weise angetrieben werden. Die Kupplung wird durch einen Einrückhebel bedient, der durch ein Gelenk mit einem Arm auf einer Hilfswelle verbunden ist, die sich über die ganze Länge der Maschine erstreckt und an jedem Ende einen Handgriff trägt.
Die Treibwelle 25 ist mit einem Ritzel 35 versehen, das ein fest auf der kurzen Welle 37 sitzendes Zahnrad. 36 umtreibt. Die Welle. 37 ist an dem Fuss 2. 3 in einer Stütze 88 gelagert, die an der Lagerplatte 22 befestigt ist. Die Welle 37 trägt am inneren Ende eine Kurbel 39 mit einer Rolle 40 an ihrem freien Ende. Die Kurbel : 39 stellt den umlaufenden Antrieb einer
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der Einzeleinrichtungen der Maschine vor. Das Ritzel 35 treibt ein fest auf der Welle 42 sitzendes Zahnrad 41, die Welle 42 ist in den Füssen 23, 24 gelagert. Die Welle 42 ist mit einem Exzenter 43 versehen, das den umlaufenden Antrieb einer anderen Einzeleinriehtung der Maschine bildet.
In ähnlicher Weise trägt die Welle 42 ein zweites Exzenter 44, das dem umlaufenden Antrieb einer weiteren Einzeleinrichtung der Maschine dient. Die Welle 42 trägt auch ein Kettenrad 45, als umlaufenden Antrieb einer weiteren Einzeleinrichtung der Maschine. Jeder dieser umlaufenden Antriebe wird an Stelle einer Kurvenscheibe für den Zweck benutzt, die die Geschwindigkeit begrenzende Wirkung der Trägheit der beeinflussten Teile auf ein Mindestmass zu vermindern, so dass die Geschwindigkeit und die Leistung der Maschine erhöht werden und eine sanfteres Arbeiten wie bei verminderter Abnutzung der Maschine erreicht wird.
Die zur Veranschaulichung der Erfindung ausgewählte Maschine ist besonders zum Einwickeln von Zigarettenpackungen bestimmt und ist, wie erwähnt, eine doppelt wirkende Maschine, bei der das Einwickeln gleichzeitig auf zwei Packbahnen stattfindet. Das zum Einwickeln der Packungen benutzte Papier ist in Streifenform auf Walzen gewickelt, wobei zwei solcher Walzen 46 lösbar auf einer Achse 47 sitzen, die von einer Stütze 48 getragen wird, die ihrerseits auf zu beiden Seiten der Maschine an der Lagerplatte 22 befestigten Ständern 49 ruht. Um bei diesen Papierwalzen die Wirkung des die Geschwin- digkeit beschränkenden Beharrungsvermögens zu beseitigen, sind doppelte Vorrichtungen angeordnet. um stetig die von den Walzen kommenden Streifen straff abzuziehen, so dass die Spannung des Papiers. wenn es von den Walzen kommt, immer gleich ist.
Dazu ist ein Hebel 50 vorgesehen und an eine Welle 51 abgelenkt, die in von den Ständern 49 auslaufenden Armen 52 gelagert ist. Der Hebel 50 ist durch eine Exzenterstange 56 mit dem Exzenter 43 verbunden, das einen der Einzelantriebe vorstellt.
Das entgegengesetzte Ende des Hebels 50 trägt eine Welle 54 ; fest auf dieser Welle befinden sich zwei Führungsrollen 55. Die Welle 54 trägt ein Kettenrad 56 zum Antrieb durch eine Kette 57, die ihre Bewegung von einem auf der Welle 51 sitzenden Kettenrad 58 erhält. Die Welle 51 ist mit einem zweiten Kettenrad 59 versehen, zum Antrieb durch eine Kette 60, die ihre Bewegung durch ein Kettenrad 61 erhält ; das Rad 61 sitzt fest auf der antreibenden Welle 62, die in zu jeder Seite der Maschine an der Lagerplatte 22 befestigten Stützen 63-63 gelagert ist. Die Welle 62 wird durch vier Ketten 64 angetrieben von einer Welle 65 aus, die in zu beiden Seiten der Maschine an der Lagerplatte 22 befestigten Stützen 66-66 gelagert ist.
Diese vier Ketten 64 bilden den Antrieb einer weiteren Einzeleinrichtung der Maschine, d. h. die Vorrichtung, um einzelne Papierabschnitte um die Packungen zu wickeln, jedoch dienen sie auch dazu, die Förderrollen des Papierzuführungswerkes anzutreiben. Die Welle 65 wird durch eine Kette 67 von dem Kettenrad 45 angetrieben, als einem umlaufenden Antriebe der Maschine.'
Benachbart mit denFörderrollen 55-55 arbeiten Förderrollen 68-68, die durch ein Exzenterschalt- getriebe bekannter Bauart und Wirkungsweise in und ausser Einwirkung mit den Führungsrollen 55-55 gebracht werden können. Auf der Welle 51 sind lose Führungsrollen 70-70 angeordnet.
Jeder Papierstreifen wird von einer der Walzen 46 unter einer der losen Rollen 70 über eine der Förderrollen 68 und herunter zwischen dieser und der Förderrolle 55 geleitet. Durch das beschriebene Getriebe wird die Förderrolle 55 stetig umgetrieben, so dass die beiden Förderrollen 55 und 58 fortlaufend einen straffgespannten Papierstreifen von der Walze ziehen.
Es ist jedoch wünschenswert, dass das vordere Ende jedes straff gespannten Streifens abwechselnd vorwärts geführt und angehalten wird, um es abwechselnd in Lagen zu bringen, wo es mit den Packungen vereinigt werden kann und die Trennung einzelner Abschnitte von den Streifen möglich ist, damit so die einzelnen Umhüllungen für die verschiedenen Packungen gebildet werden, ohne dass die fortlaufende Tätigkeit der den Streifen ziehenden Vorrichtung unterbrochen wird. Zu diesem Zweck ist ein Getriebe vorgesehen, das eine schwingende Bewegung der den Streifen ziehenden Forderrollen erzeugt, und dieses Getriebe ist mit dem Exzenter 43 und dem Lenker 53 ausgerüstet.
Wenn sich das Exzenter 43 dreht, schwingt der an einem seiner Enden die Förderrollen 55-68 tragende Hebel 50 um die feststehende Achse 51 unter dem Einfluss der am andern Hebelende gelenkig angeschlossenen Exzenterstange 5 : J.
Durch die schwingende Bewegung des Hebels 50 wird das freie Ende des Einwickelstreifens abwechselnd beschleunigt und verzögert von der Vorratswalze 46 gezogen.
Obgleich mehrere Sätze Förderrollen 55-68 zum Abziehen je eines gespannten Streifens des Einwickelstoffes von den Vorratswalzen 46 vorgesehen sind, wird die gleichzeitige Hin-und Herbewegung sämtlicher Förderrollen um die feststehende Achse 51 durch ein einziges Getriebe bewirkt.
Stossende Bewegungen der verschiedenen Teile sind dadurch vermieden, dass als Antrieb umlaufende Exzenter, Kurbeln oder Getriebe an Stelle von Kurvenscheiben Anwendung finden. Vermöge dieser Bauart und des ruhigen Arbeitens kann die Geschwindigkeit der Maschine verdoppelt und die Leistung der Maschine gegenüber dem Ergebnis, das man bei der Benutzung der Maschinen dieser Art bisher erhielt, ohne erhöhte Abnutzung der Maschine vervielfacht werden. Prüfungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die Maschine ruhig und schneller läuft, als ein Bedienender die beiden Behälter mit einzuwickelnden Packungen zu füllen vermag.
Im Hinblick auf die vorausgegangene eingehende Beschreibung erscheint eine weitere Darstellung des Arbeitsvorganges überflüssig und wird der Kürze wegen unterlassen.