AT115877B - Auskleidungsverfahren für Gefäße, Apparate und andere Gegenstände. - Google Patents

Auskleidungsverfahren für Gefäße, Apparate und andere Gegenstände.

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AT115877B
AT115877B AT115877DA AT115877B AT 115877 B AT115877 B AT 115877B AT 115877D A AT115877D A AT 115877DA AT 115877 B AT115877 B AT 115877B
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Description


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    AnskIeidnngsverfaJu'en für Gefässe, Apparate und andere Gegenstände.   



   Es ist bekannt, Gefässe, Apparate oder andere Gegenstände mit harzartigen Kondensationsprodukten, die aus Phenolen und Aldehyden hergestellt sind, in der Weise auszukleiden, dass man sie mit einer Schicht des härtbaren Kondensationsproduktes überzieht und dann diese Schicht durch Erhitzen in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand überführt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass in der Schicht des Kondensationsproduktes während des Härtens infolge der dabei eintretenden Schwindung bzw. Schrumpfung Spannungen entstehen und diese das gute Haften der Harzschicht auf der Unterlage früher oder später beeinträchtigen können.

   Dieser Nachteil tritt schon dann auf. wenn die Schichten verhältnismässig dünn sind ; er kann im   verstärkten   Masse beobachtet werden, wenn die Schichten dicker oder die Gegenstände grösser sind und insbesondere dann, wenn die fraglichen Gegenstände im Gebrauch wechselnden Temperaturen ausgesetzt sind. 



   Nach der vorliegenden Erfindung wird dieser Nachteil in der nachstehend beschriebenen Weise vermieden. Man versieht zunächst die zu überziehenden Unterlagen, z. B. Metallbleche, Rohre oder andere Gegenstände, in geeigneten Abständen mit   Durchlochungen,   Einschnitten od. dgl. Die so vor- 
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   u.     zw.   in der Weise, dass die Oberfläche mit dem Kondensationsprodukt bedeckt ist und die   Löcher,   Einschnitte usw. mit demselben gefüllt sind. Wenn man die so hergestellte Schicht härtet, so erhält man einen Überzug, der in der Unterlage mittels seiner in den Löchern, Einschnitten usw. befindlichen Teilen fest verankert ist.

   Die erhaltenen   Überzüge   erweisen sich auch bei langem Gebrauch als äusserst widerstandsfähig und haltbar, sie haften gut und sind rissfrei. 



   Die Breite der Lochungen bzw. Einschnitte, die Teilung derselben, ihr Abstand voneinander und die Stärke des auf der   Metallfläche   aufgebrachten Kunstharzbelages darf nicht wahllos oder beliebig angenommen werden, sondern muss innerhalb gewisser Grenzen liegen, wenn die Auskleidung nicht der Gefahr ausgesetzt sein soll,   schon während   des Härteprozesses oder später im Gebrauch Schwindungrisse zu bekommen. Man muss berücksichtigen, dass auch bei Verwendung einer Loehblechunterlage die Schwindung der Auskleidung während des   Härteprozesses nicht   unterbunden, sondern nur   gezwungen   
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 schicht verringert sich in entsprechendem Masse.

   Hiebei ist aber notwendig, dass die in den Lochungen der Eisenunterlage befindliche Kunstharzmasse im Anfangsstadium des   Härteprozesses-also noch   im weichen Zustande-wie ein Reservoir wirkt, aus welchem entsprechend der fortschreitenden Schwin- 
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 die Anzahl und der Rauminhalt der Lochungen im Verhältnis zu der Masse des Kunstharzüberzuges verschwindend klein   wäre.   Ebenso fehlerhaft wäre es, wenn die Entfernungen der Lochungen voneinander ein gewisses Mass überschreiten würden, da dann auf einer grossen   Fläche   die schädliche Schwindung ohne Ausgleich bleibt und sich frei auswirken kann.

   In der Regel wird man am besten die Lochweite so wählen, dass sie ein-bis zweimal so gross ist, wie die Stärke des Kunstharzbelages ; die Ent- 
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 mal genommen, wobei man die Entfernung von Lochmitte misst.   Die Lochtiefe soll den vierten Teil   der   Auskleidungsstärke   nicht wesentlich unterschreiten. Wenn also beispielsweise der Kunstharzbelag 20 mm stark gewählt wird, so wird man die Lochweite 20-40 mm, die   Lochentfernung   von Mitte bis Mitte 40-80 mm und die Lochtiefe bzw. Blechstärke nicht unter   ä   mm wählen. 



   Zur Herstellung der   Überzüge   dienen die bekannten plastischen Massen, die aus einem geeigneten flüssigen oder gelösten harzartigen Kondensationsprodukt von Phenolen und Aldehyden durch Mischen mit geeigneten Füllstoffen gewonnen werden. Man kann als Füllstoffe pulverige, körnige oder faserige Zusätze verwenden. In erster Reihe kommen hiebei   chemikalienbes tändige   Stoffe, z. B. Quarzpulver. 



  Asbestfaser, Chamottmehl od. dgl. in Betracht ; man kann aber auch andere Zusätze z. B. Zellulosefaser   usw.,   verwenden. Ein besonders geeignetes Füllmaterial ist der Staub, den man bei dem Schleifen von Gegenständen erhält, die aus   gehärteten Phenolaldehyd-Kondensationsprodukten   bestehen oder 
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 sationsprodukt Einlagen aus engmaschigen oder weitmaschigen Geweben einverleiben. Man kann hiezu beispielsweise   Asbestpapier,   Asbestgewebe, Gewebe aus Metall, Jute, Papier od. dgl., Verbandsgaze usw. verwenden. Man kann auch Füllmaterial und Gewebeeinlagen gleichzeitig verwenden. Der Abstand, die Grösse und die Form der Löcher, Einschnitte usw. in den Unterlagen werden je nach den 
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 härten.

   Doch ist dies nicht   immer   notwendig, und in manchen Fällen erfolgt die   Härtung dieser Lack-   schicht gleichzeitig mit dem Härten des   Hauptüberzugcs.     Die Herstellung des Überzuges ans der plasti-   schen Masse kann durch Kneten. Stampfen. Walzen. durch   Kalt-oder Heisspressen oder sonstwie   in geeigneter Weise erfolgen. Man kann den Überzug auch aus mehreren Schichten herstellen. Man kann auch so vorgehen, dass man zunächst eine Schicht aus dem Kondensationsprodukt herstellt, dann eine Gewebe- 
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 hergestellt, so können diese einzeln bzw. nacheinander gehärtet werden.

   Will   man   von löslichen bzw.   flüchtigen   Stoffen vollkommen freie, besonders widerstandsfähige   Überzüge herstellen,   so wird nach erfolgtem Härten die dichte äussere Kruste der gehärteten Harzschicht durch Schleifen mit Hilfe eines 
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 ein oder mehrere Male langsam auf Temperaturen bis   etwa 2000 C erhitzt.   wobei die letzten Reste der flüchtigen Bestandteile aus dem Material herausgetrieben werden. Nach dem   Heraustreibeu   der flüchtigen Materialien kann man die Oberfläche mit einem flüssigen, geschmolzenen oder gelösten Phenolformaldehyd-Kondensationsprodukt imprägnieren oder bestreichen und das neue. in die Poren hineigebrachte Kondensationsprodukt auf übliche Weise härten, wodurch eine Abdichtung der Oberfläche erzielt wird. 



   Es war bereits bekannt,   mit Einschnitten   od. dgl. versehene   Metalleinlagen   mit weichen, nach- 
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 masse   Harz-und Pechsorten,   die mit Weichmachungsmitteln. wie Ozokerit. Leinöl, Paraffin   u.   dgl. noch besonders geschmeidig gemacht werden. Derartige an und für sich nicht sehwindende und geschmeidige Stoffe bieten   beim   Auskleiden keine technischen   Schwierigkeiten, da sie   infolge ihrer Gesehmeidigkeit die jeweiligen   Grossenänderungen     der Metallunterlage   ohne Rissgefahr spielend leicht mitmachen können, im Gegensatz zu den starren und während des Härteprozesses stark sehwindenden Kunstharzen. 



   Es war nicht vorauszusehen, dass es gelingen wird. mit Phenolaldehyd-Kunstharzen, namentlich kräftige und dicke Überzüge auf die geschilderte Art technisch einwandfrei herstellen zu können. Das neue Verfahren unterscheidet sich auch scharf von gewissen   Vorschlägen.   wonach Kunstharzmischungen zum Verbinden von verschiedenen Werkstoffen dienen sollen, wie beispielsweise bei dem brit. Patent Nr.   58 427,   in welchem die Verbindung einer Stahlwelle mit einem Steinzeugfliigelrad beschrieben ist. Bei derartigen Verbindungen bildet die Kunstharzshicht keine grössere. zusammenhängende Fläche. so dass die Schwierigkeiten, die beim Auskleiden von Gefässen. Säurebehältern und Apparaten auftreten. nicht in Frage kommen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 aus Phenolaldehyd-Kunstharzen und Zusatzstoffen auf die auszukleidenden unterlagen aufgebracht und hierauf durch Erhitzen gehärtet werden, dadurch gekennzeichnet, dass diese Unterlagen mit Durchlochungen. Einschnitten od. dgl. versehen sind. in welche die Auskleidungsmasse eindringt und dieselben ganz oder teilweise ausfüllt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass die oberste Schicht des gehärteten Überzuges durch Schleifen od. dgl. entfernt und die so behandelten Gegenstände ein oder mehrere Male auf Temperaturen bis etwa 200 C erhitzt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass die von der obersten EMI2.6 oder geschmolzenen Phenolaldehyd-Kondensationsprodukt ganz oder teilweise getränkt und gehärtet werden.
AT115877D 1925-04-11 1925-08-31 Auskleidungsverfahren für Gefäße, Apparate und andere Gegenstände. AT115877B (de)

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