AT115409B - Phasenausgleicher. - Google Patents

Phasenausgleicher.

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AT115409B
AT115409B AT115409DA AT115409B AT 115409 B AT115409 B AT 115409B AT 115409D A AT115409D A AT 115409DA AT 115409 B AT115409 B AT 115409B
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Ver Telephon Czeija Nissl & Co
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Phasenausgleicher.   



   Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen und Verfahren, bei welchen Phasenänderungen auf Leistungsstromkreisen, insbesondere auf Freileitungen, verhindert und ausgeglichen werden.. 



   Während es ganz allgemein wichtig sein mag,   Phasenänderungen   auf Leitungsstromkreisen unter verschiedenen Umständen auszugleichen, ist dies dort von besonderer Wichtigkeit, wo diese Leitungsstromkreise für die Übertragung einer   Steuer- oder tberwachungsfrequenz   einer Rundfunkanlage verwendet werden. Es wurde z. B. vorgeschlagen, eine Anzahl von Rundfunkstationen mit einer gemeinsamen Frequenz zu betreiben und den Synchronismus der verschiedenen Stationen durch eine über Leitungen gesandte Steuerfrequenz aufrechtzuerhalten. Mit einer derartigen Einrichtung würden relativ kleine   Phasenänderungen der Niederfrequenz durch   den in Rundfunkstationen verwendeten Frequenzvervielfacher bei der Vervielfachung der Steuerfrequenz auf Radiofrequenz sehr stark vergrössert werden.

   Für einen   Rundfunkteilnehmer,   der in einer solchen Lage ist. dass er ungefähr die gleiche Feldstärke von zwei mit der gleichen Wellenlänge arbeitenden Rundfunkstationen empfängt, würden die Phasen- änderungen der Radiofrequenzströme in den zwei Stationen langsame Fadingerscheinungen oder andere Störungen bereiten. Für eine mit gemeinsamer Frequenz betriebene Rundfunkanlage ist es daher im höchsten Grade wünschenswert. Änderungen der Phasen der Steuerfrequenz bei der Übertragung über die Leitungsstromkreise auszuschliessen. 



   In vorliegender Erfindung wird vorgeschlagen. dieses Ergebnis durch Phasenregelung in jeder Rundfunkstation in Übereinstimmung mit den beobachteten Änderungen der Phasen der Steuerfrequenz. wie sie in der Rundfunkstation ankommt. zu erreichen. Bei   Durchführung   entsteht sofort die Schwierigkeit, dass kein unmittelbares Verfahren zum Vergleichen der Phase des Stromes, wie er in der Rundfunkstation   ankommt,   mit seiner Phase auf dem entfernten Ende der Leitung, von welcher die Sendung ausgeht, besteht. Es wird daher vorgeschlagen, die   Phasenänderung   der gewünschten   Steuerfrequenz   durch den Vergleich der Phasenänderung bei dieser Frequenz mit der Phasenänderung eines über die gleiche Leitung gesandten Stromes einer andern Frequenz zu bestimmen.

   Dies wird durch die Tatsache möglich gemacht, dass, obwohl die Phasenänderungen für verschiedene Frequenzen verschieden sind, die   Phasenänderung   für eine bestimmte Frequenz in einer festen Beziehung zur Phasenänderung irgendeiner andern Frequenz steht. Im Falle der Verwendung von   Freileitungsstromkreisen   ist diese Beziehung eine sehr einfache, da gefunden wurde, dass bei Frequenzen über ungefähr 200 Hertz der Betrag der Phasenänderung zur Frequenz in einem hauptsächlich linearen Verhältnis steht.

   In besonderer Hinsicht gibt die vorliegende Erfindung dadurch einen Vergleich der relativen   Phasenabweichung   für zwei verschiedene, über einen Stromkreis gesandte Frequenzen, dass ein   Phasengleichgewicht   zwischen zwei Komponenten einer relativ niederen Modulationsfrequenz, die jeder der zu vergleichenden Frequenzen aufgedrückt wird, hergestellt wird. Diese beiden Modulationskomponenten werden nach ihrer Ankunft in der Rundfunkstation und nach ihrer   Demodulierung   in der Phase gegeneinander verschoben. u. zw. um einen Betrag, welcher der Phasenverschiebung der beiden Frequenzen, auf welche diese beiden Komponenten aufgedrückt wurden, proportional ist.

   Dieses Verfahren wird dann durch Abgleichen dieser beiden Komponenten gegeneinander 
 EMI1.1 
   richtungen, die entweder selbsttätig oder manuell, bei jeweiligem Eintreten einer Ungleichheit die normalen Symmetriebedingungen wieder herstellf n. durchgeführt.   

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   Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen zwei verschiedene Stromkreisanordnungen für die Durchführung dieser Erfindung und Fig. 2 a gibt Einzelheiten eines automatischen   Nachregulierungsmechanismus für   die Steuerung der Phasenregulierung in dem in Fig. 2 gezeigten Stromkreis. 



   Bevor in der Beschreibung auf die Einzelheiten der Anordnung der Erfindung näher eingegangen wird, ist es wünschenswert, gewisse Grundbetrachtungen bezüglich der Phasenverschiebungen, welche auf einer Freileitung eintreten, und der Faktoren, welche sie hervorbringen, anzustellen. Der Hauptteil der Änderungen in der Phasenversehiebung, welche durch einen   Freileituigsstromkreis   hervorgerufen wird,   hat seine Ursache in den wechselnden Kapazitäten der Isolatoren, infolge der Änderung der Witterungs-   bedingungen.

   In der folgenden Tabelle ist der Betrag dieser Änderungen für eine Anzahl von Frequenzen von 4.15 mm und 2.65   mm Kupferdrähten, welche   ungefähr 30 cm voneinander entfernt liegen und die mit Isolatoren, wie sie gewöhnlieh für Telephonzwecke angewendet werden, ausgerüstet sind, gegeben In dieser Tabelle bedeutet ss die Phasenverschiebung per Meile Freileitung, in Radianten gemessen- Änderungen in den Phasenkonstanten mit den Witterungsbedingungen. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Änderung <SEP> in <SEP> der <SEP> Änderung <SEP> in <SEP> der
<tb> Frequenzhertz <SEP> Trockenes <SEP> Wetter <SEP> Nasses <SEP> Wetter <SEP> Phasenverschiebung <SEP> Phasenverschiebung
<tb> per <SEP> Sekunde <SEP> ss <SEP> per <SEP> Meile <SEP> (1'6 <SEP> Z-t) <SEP> ss <SEP> per <SEP> Meile <SEP> (l'ss <SEP> & M) <SEP> in <SEP> Radianten <SEP> per <SEP> in <SEP> Graden <SEP> per
<tb> Meile <SEP> (1'61cm) <SEP> Meile <SEP> (1'6 <SEP> km)
<tb> 4.15 <SEP> mm <SEP> Paare
<tb> 1.000 <SEP> 0.03504 <SEP> 0.03533 <SEP> 0.00029 <SEP> 0.0166
<tb> 5. <SEP> 000 <SEP> 0. <SEP> 1737 <SEP> 0.1753 <SEP> 0.0016 <SEP> 0.092
<tb> 10.000 <SEP> 0.3458 <SEP> 0.3490 <SEP> 0. <SEP> 0032 <SEP> 0.184
<tb> 30.000 <SEP> 1.0295 <SEP> 1.0389 <SEP> 0. <SEP> 0094 <SEP> 0.539
<tb> 2'65 <SEP> mm <SEP> Paare
<tb> 10.000 <SEP> 0.03555 <SEP> 0.03582 <SEP> 0.00027 <SEP> 0.

   <SEP> 0155
<tb> 5.000 <SEP> 0.1740 <SEP> 0.1758 <SEP> 0.0018 <SEP> 0.103
<tb> 10. <SEP> 000 <SEP> 0.3468 <SEP> 0. <SEP> 3504 <SEP> 0.0036 <SEP> 0. <SEP> 206
<tb> 30.000 <SEP> 1.0330 <SEP> 1. <SEP> 0438 <SEP> 0.011 <SEP> 0.620
<tb> 
 
In obiger Tabelle ist der Wert der Phasenkonstante ss per Doppelleitungsmeile für trockenes Wetter in der zweiten Kolonne gegeben, während die dritte Kolonne die entsprechenden Werte bei nasser Witterung gibt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten ist in der vierten Reihe gegeben, während in der fünften Reihe dieser Unterschied statt in Radianten in Graden gegeben ist. Es wird bemerkt werden, dass die Änderung, wie sie in der vierten und fünften Kolonne gegeben ist, in der Grössenordnung wesentlich proportional zu der Frequenz und praktisch unabhängig vom Querschnitt des Leiters ist.

   Diese direkte Proportion ist von Wichtigkeit, da sie die Anwendung des Prinzips dieser Erfindung beträchtlich vereinfacht, wie dies später erscheinen wird. 



   Es bestehen natürlich auch andere Faktoren, die eine Phasenverschiebung hervorrufen, aber von allen diesen ist nur eine von genügender Wichtigkeit, um in Betracht gezogen zu werden. Es ist dies die Phasenverschiebung, welche durch die Änderungen des Leiterwideistandes infolge der Temperatur- änderungen hervorgerufen wird. In Kabelstromkreisen ist dieser Faktor von grosser Wichtigkeit, da er tatsächlich der   Hauptfaktor   ist, welcher eine Phasenverschiebung hervorruft. Für einen Freileitungsstromkreis ist dagegen diese   Phasenänderung, welche   infolge der Änderung des Leitungswiderstandes eintritt, nur für Frequenzen unterhalb der Trägerwellenfrequenz von Bedeutung.

   Wenn daher die Freileitungen zur Übertragung von Steuerfrequenzen innerhalb   des Trägerfrequenzenbereiches   benutzt werden, kann von den Phasenänderungen, welche infolge der Änderungen im Leitungswiderstand durch die Temperatur auftreten, abgesehen werden und es können Kompensationsregelungen unter der Voraussetzung gemacht werden, dass die Phasenänderungen hauptsächlich der Frequenz proportional sind. 



   Es ist von Interesse, die Wirkung dieser Phasenvariationen für Rundfunksysteme, die mit einer gemeinsamen Frequenz betrieben werden und die einen Synchronisierungsweg über einen Freileitungsstromkreis benutzen, zu beobachten. Infolge der Proportionalität, welche zwischen den Phasenänderungen und der Frequenz innerhalb des   Trägerwellenbereiches   besteht, wird der Betrag der Phasenänderung für die Rundfunkanlage fast   gänzlich   durch die Frequenz der Rundfunkwellen selbst und nicht durch die Frequenz der   Steuer- oder Synehronisierungswelle   bestimmt, Wenn z.

   B. die Synchronisierungsfrequenz 5 Kilohertz beträgt und die Phasenänderung bei dieser Frequenz B beträgt, wird diese Änderung auf 200 B vergrössert, wenn die Steuerfrequenz auf. eine Rundfunkfrequenz von 1000 Kilohertz vervielfacht wird. da die Rundfunkfrequenz das 200faehe der Steuerfrequenz beträgt. Nun ist, wie bereits erklärt wurde, die Phasenänderung für Freileitungen, soweit praktische Zwecke in Betracht kommen, der über 

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 EMI3.1 
 

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 im Zweige Y herausgewählt. Die Abzweigung Y enthält einen Phasenregler P Ab, auf welchen eine Demodulierungseinrichtung Db folgt. In gleicher Weise beinhaltet die Abzweigung X einen Phasenregler   PA'b,   dem eine   Demodulierungseinriehtnng   D'b folgt.

   Die zwei Phasenregler können miteinander mechanisch so verbunden sein, dass sie gleichzeitig und in irgendeinem vorbestimmten Verhältnis zueinander geändert werden. 



   Der Demodulator Db nimmt die 250-Hertz-Komponente der 10. 000-Hertz-Trägerwelle und deren Seitenfrequenzen auf und wird diese Komponente durch einen Filter LFb ausgewählt und zu dem zusammenfassenden Stromkreis Z übertragen, welcher die Primärseite eines   Transformators 10 einschliesst.   während dessen   Sekundärseite   in einem Stromkreis, der einen Verstärker AA, einen Gleichrichter R, ein Messinstrument 24 und ein Relais   25   beinhaltet, liegt. Auf ähnliche Weise   nimmtder   Demodulator D'b eine Komponente von 250 Hertz auf, welche durch ein Filter oder eine ähnliche Siebeinrichtung LF'b ausgewählt und auf den zusammenfassenden Stromkreis Z aufgedruckt wird.

   Der kombinierte Stromkreis Z enthält ein Potentiometer Pb und einen Phasenregler APb, so dass anfänglich die beiden Niederfrequenzströme gleich und entgegengesetzt gemacht werden können, so dass sie auf den Gleichrichter R und das Messinstrument 24 keine Wirkung ausüben. Wenn ein Phasenweehsel auf der Leitung infolge   Witterungsänderung   eintritt, wird der Betrag der Änderung für die beiden Trägerfrequenzen verschieden und daher werden auch die beiden demodulierten 250-Hertz-Komponenten aus den beiden Trägerfrequenzen entsprechend phasenverschoben sein. Es wird daher eine Symmetrieabweichung durch das Messinstrument 24 angezeigt und ein entsprechender Strom dem Gleichrichter R aufgedrückt werden. 



  Das Relais 25 wird entsprechend ansprechen und den Stromkreis der Alarmeinrichtung 26 schliessen. 



  Eine   Überwachungsperson   kann dann die Phasenregler P und   Pua'entsprechend   einstellen, um die Symmetrie wiederherzustellen. 



   Es ist natürlich klar, dass, wie immer die Beziehung zwischen den Phasenänderungen bei ver-   schiedenen   Frequenzen sein mag, die beiden Phasenregler PAb und PA'b so entworfen und mechanisch miteinander gekuppelt sind, dass, wenn einer von ihnen zur Kompensierung der Phasenänderung bei der einen Frequenz eingestellt wird, der andere zur Kompensierung der Phasenänderung der andern Frequenz eingestellt wird. Infolge der Tatsache aber, dass eine lineare Beziehung zwischen den   Phasenänderungen   bei verschiedenen Frequenzen besteht, oder in andern Worten, dass die Phasenänderung unmittelbar proportional zur Frequenz ist, wird der Entwurf der Phasenregler und der mechanischen Verbindung zwischen ihnen sehr einfach. Z.

   B. kann jeder dieser Phasenregler aus einem einfachen Drehkondensator bestehen und beide Kondensatoren können genau gleich sein, wobei deren bewegliche Platten auf einer gemeinsamen Achse sitzen, so dass sie gleichzeitig bewegt werden. Eine gegebene Einstellung des einen Kondensators, welche die   Phasenänderung   einer Frequenz kompensiert, wird auch die Phasenänderung der andern Frequenz genau kompensieren, was aus der Tatsache hervorgeht, dass die   Änderungen.   welche durch die Regelung der gleichen Kondensatoren in den beiden Zweigen entstehen, Phasenänderungen der Frequenzen, welche unmittelbar proportional zu der Frequenz sind, hervorrufen.

   Tatsächlich könnten auch dort, wo diese Proportionalität besteht, beide Phasenregler durch einen einzelnen, einstellbaren Kondensator, der sich in einem gemeinsamen Teil des Stromkreises befindet, ersetzt werden. 



   Normalerweise werden Phasenänderungen, welche auf der Leitung auftreten, von Dämpfungs- änderungen, welche für die beiden Trägerfrequenzen verschieden sein würden, begleitet sein. Um die
Symmetrie nach der Änderung wiederherzustellen, wird es daher gewöhnlich notwendig sein, dass eine Regelung des Potentiometers Pb welches sich in dem Niederfrequenzstromkreis Z befindet, jedesmal vorgenommen wird, wenn die kombinierten Phasenregler   PAb   und PA'b in den   Hochfrequenzstrom-   kreisen nachreguliert werden. Der Phasenregler APb jedoch, welcher sich in dem   Niederfrequenzstrom-   kreis Z befindet, dient nur dem Zweck, eine ursprüngliche Anfangssymmetrie herzustellen und ist hernach unverändert zu lassen. 



   Die Radiofrequenz für den Rundfunksender der Station B wird durch Auswahl der 10.   000-Hertz-     Trägerfrequenz   über ein Filter BFb an der Ausgangsseite des Phasenreglers P Ab und darauffolgendes Aufdrücken der ausgewählten Trägerfrequenz auf einen harmonischen Erzeuger Hb irgendeiner bekannten Type erhalten, welcher die Harmonischen entsprechend der   gewünschten   Radiofrequenz hervorbringt. 



  Es ist natürlich klar, dass bei Änderung der Phase und Einstellung der   Hochfrequenzphasenregler     PA,   und   PA'b   zur Wiederherstellung der Symmetrie, die Radiofrequenz der Station B automatisch wieder in eine feste Phasenbeziehung zu der Radiofrequenz der Station A gebracht wird. 



   Einige Punkte in bezug auf das Verfahren und die oben beschriebene Apparatur müssen erwähnt werden. Die zur Modulierung auf jeder über Leitung L ausgesandten Trägerwelle verwendeten Niederfrequenzströme sind notwendig, da es   unmöglich   ist, durch irgendeine   Ausgleichsmethode   die Stromphasen von zwei verschiedenen Frequenzen zu vergleichen. Während Ströme zweier verschiedener Frequenzen in eine Phasenbeziehung gebracht werden können, können sie wegen der Verschiedenheit der Frequenz tatsächlich nicht in Phase miteinander sein. Zu beachten ist ferner, dass es   unpraktisch ist.   die Phasenänderung für die zwei Trägerfrequenzen dadurch zu bestimmen, dass die eine auf die Frequenz der andern vervielfacht wird. Wenn z.

   B. die niedrigere Frequenz von 5000 Hertz auf 10.000 Hertz gebracht wird, wird sie dann genau die gleiche Phasendifferenz wie die höhere Trägerfrequenz besitzen. 

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 EMI5.1 
 Niederfrequenz für jede der beiden miteinander zu vergleichenden   Trägerfrequenzen. Durch   die getrennte Detektierung der beiden   Niederfrequenzkomponenten   der   Trägerwelle   in einer entfernten Station wird jede der beiden detektierten Komponenten in Phase zu der andern im Verhältnis des Ausmasses der Phasenverschiebung der Trägerfrequenz, welche sie modulieren, verschoben. Daher ist die Unsymmetrie, die infolge der Phasenverschiebung der   Niederfrequenzkomponenten   entsteht, ein Mass für den Unterschied zwischen der   Phasenversehiebung   der zwei Trägerwelle. 



   Als dritter Punkt, welcher hier beachtet werden soll, wird gewünscht, die Niederfrequenzwelle, welche die Trägerwellen moduliert, im Vergleiche zu jeder Trägerwelle niedrig zu halten, damit die Ver-   schiedenheit   in der Phasenverschiebung der beiden Seitenfrequenzen, welche mit einer gegebenen Trägerwelle während der Übertragung auftreten, ungefähr die gleichen sind. Durch die Detektorwirkung werden tatsächlich von jeder Trägerwelle zwei   Niederfrequenzkomponenten   erzeugt, wovon eine jeder Seitenfrequenz entspricht. Diese Komponenten würden in Phase voneinander abweichen in Übereinstimmung mit der Phasenabweichung der beiden Seitenfrequenzen, mehr als die der Trägerwelle selbst.

   Da jedoch eine der   beiden Seitenfrequenzen hoher   als die Trägerwelle ist und die andere niederer als die Trägerwelle, wird die eine gleichgerichtete Komponente aus der einen Seitenfrequenz eine etwas grössere Phasen-   versehiebung   und die andere. welche durch Gleichrichtung aus der andern Seitenfrequenz entstanden ist, eine etwas kleinere Phasenverschiebung als die Trägerwelle besitzen.

   Wenn daher die beiden Seitenfrequenzen nahe zur Trägerwelle sind (was der Fall ist, wenn die Modulationsfrequenz verhältnismässig niedrig   ist),   dann werden die Phasenunterschiede der beiden Komponenten, welche durch die Verschiedenheiten der beiden Seitenfrequenzen entstehen, einander ungefähr aufheben und die resultierende Niederfrequenzkomponente, welche durch die Gleichrichtung einer bestimmten Trägerwelle entsteht, wird im Verhältnis zur Phasenabweichung der Trägerwelle phasenverschoben sein. 



   Durch die Anwendung der oben beschriebenen Einrichtung, und insbesondere, wenn ein Niederfrequenzstrom jede der beiden   Hochfrequenzträgerwellen   moduliert, kann eine besonders empfindliche Ausgleichung erhalten werden und verhältnismässig kleine Phasenänderungen können genau neutralisiert werden. Die Trägerfrequenzen für die Bestimmung der Phasenänderung können natürlieh über eine Frei- 
 EMI5.2 
 Steuerfrequenzen in die Trägerfrequenzen, welche für die verschiedenen Sprechwege des MehrfachTelephoniesystemes benutzt werden, eingepasst sind. Oder kann auf Wunsch eine der beiden Steuer-   frequenzen von der gleichen Frequenz sein wie jene, weiche gewöhnlich in einem Mehrfach-Telephoniesystem als ein Sprechweg für die Regulierung des Übertragungsäquivalentes des andern Sprechweges   benutzt wird.

   Ferner kann auch eine oder beide Steuerfrequenzen dadurch geliefert werden, dass die Trägerfrequenzen. welche als   Sprechwege   eines   Trägerfrequenz-Telegraphsystemes   in Betracht kommen, benützt werden. Ferner können, wenn gewünscht, die zwei Steuerfrequenzen von einem einzigen Generator erhalten werden, wobei eine aus der Grundfrequenz und die zweite aus deren Harmonischen abgeleitet wird. Es ist natürlich klar, dass die zwei Trägerfrequenzen, welche in Verbindung mit dem Steuerweg bei dem oben beschriebenen System verwendet werden, auch über gesonderte Stromkreise auf der gleichen Freileitungsstrasse übermittelt werden können. 



   Die gleiche allgemeine Methode, die zwei Steuerfrequenzen verwendet, ist in der geänderten Schaltungsanordnung laut Fig. 2 dargestellt. Die Einrichtung in der Station 1 ist mit jener, wie sie bei Fig. 1 beschrieben wurde, identisch, mit Ausnahme, dass zur Vereinfachung die Verstärker   A   und   A'"   weggelassen wurden. In der Station B sind die Elemente in den Leitungszweige X und Y bis inklusive zu den Niederfrequenzfiltern LFb und LF'b mit den in Fig. 1 gezeigten identisch. Der Leitungszweig Y 
 EMI5.3 
 schaltung verbunden sind.   Der Zweig X   dagegen, ist mit Hilfe eines Transformators 12 mit den Gitterstromkreisen der Röhren in der Weise verbunden, dass er darin entgegengesetzte Wirkungen hervorruft.

   Ein polarisiertes   Relais. 32   ist, wie dargestellt. mit seinen Wicklungen mit deren Ausgangsstromkreis verbunden. Ein Phasenregler APb ist mit dem Zweig X auf der Niederfrequenzseite des Demodulators Db verbunden, um eine Anfangsphasensymmetrie zu erhalten. 



   Die Stromkreise der Vakuumröhren 30   und   und ihre Verbindung mit den Leitungskreisen X 
 EMI5.4 
 einander gleich sein werden. Wenn die Potentiale an den Eingängen der zwei Röhren gleich sind, werden die durch die beiden Wicklungen des Relais 32 in den Ausgangsstromkreis fliessenden Ströme einander ausgleichen und der Anker des Relais wird in neutraler Stellung gehalten. Ursprünglich wird die   90    
 EMI5.5 
 

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   wendig ist, in der Folge wird die gleiche Beziehung durch die gleichzeitige Kontrolle der beiden Phasen regler r Ab und PA'b in den Hoehfrequenzteilen der Zweige X und Y aufrechterhalten. 



  Während das Relais. 32, welches bloss zu dem Zwecke verwendet wird, dem Überwachungsbeamten anzuzeigen, dass die Hochfrequenzphasenregler mittels Handregelung eingestellt werden sollen, ist das Relais so dargestellt, dass es einen durch 40 angedeuteten automatischen Regelungsmechanismus steuert. 



  Dieser Regelungsmechanismus kann irgendein auf dem Gebiete bekannter Apparat sein, muss eine Regelung nach einer Richtung vornehmen können, wenn der Anker des Relais. ? sich auf einem Kontakt befindet und eine Regelung nach der andern Seite, wenn der Anker auf dem entgegengesetzten Kontakt ist. 



  Eine Form eines solchen Mechanismus ist in ihren Einzelheiten in Fig. 2 A zu sehen, bei welcher der Anker   
 EMI6.1 
 erregt. Wenn das Relais 41 erregt wird, werden die Stromkreise eines   Motors 4B so   mit der Stromlieferungsquelle verbunden, dass der Motor in einer Richtung läuft. Wenn das Relais 42 erregt wird, wird der Stromkreis dieses Motors derart mit der Stromquelle verbunden, dass er in entgegengesetzter Richtung läuft. 



  Mit Hilfe eines Schneckenrades wird durch den Motor eine den Phasenreglern   PAb und PA'b   gemeinsame Welle angetrieben. Bei dem gezeigten Stromkeis wird keine Regelung der Phasenregler eintreten, wenn sieh der Anker des Relais 32 in neutraler Stellung befindet. Wenn dagegen eine Unsymmetrie eintritt. so dass der Anker auf seinem oberen oder unteren Kontakt ruht, wird der   Regelungsmeehanismus   in Wirksamkeit treten und die Phasenregler in eine solche Richtung bewegen, dass die Phasen wieder in ihren Normalzustand gebracht werden. 



   Es ist klar, dass die allgemeinen   Grundsätze.   welche hier entwickelt wurden, auch bei vielen andern Einrichtungen, welche von den dargestellten verschieden sind, benutzt werden können, ohne dass dadurch das Wesen der Erfindung, welches in den folgenden Ansprüchen definiert ist. berührt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Kompensierung der Änderung in der Phasenverschiebung bei Übertragung über Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Frequenzen über die Leitung übertragen werden und dass die Phasenverschiebung einer Frequenz mit der Phasenverschiebung der andern verglichen wird. und dass ein phasenverschiebendes Element in der Leitung in Übereinstimmung mit den beobachteten Vergleichen geregelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Kompensierung der Phasenverschiebung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Frequenzen durch eine dritte Frequenz moduliert werden, um zwei Komponenten zu schaffen, welche proportional zur Phasenverschiebung der beiden Trägerfrequenzen phasenverschoben sind, wobei diese Komponenten auf eine Ansprecheinrichtung in entgegengesetzter Phasenbeziehung aufgedrückt werden, um Symmetrie herzustellen, wenn die Bedingungen normal sind, und die Phasenverschiebung auf der Leitung in Übereinstimmung mit der Unsymmetrie zu regeln, wenn eine Abweichung von den normalen Bedingungen eintritt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei modulierten Frequenzen gesondert auf den Empfangenden der Leitung detektiert werden und dass diese detektierten Frequenzen in entgegengesetzter Phasenbeziehung einem Detektor aufgedrückt werden, so dass, solange die Bedingungen normal sind, kein Ausgangsstrom geschaffen wird, aber dessen Ausgang eine Phasenregelungseinrichtung in Übereinstimmung mit der dadurch geschaffenen Unsymmetrie steuert, wenn eine Abweichung von den normalen Bedingungen stattfindet.
AT115409D 1928-07-07 1928-07-07 Phasenausgleicher. AT115409B (de)

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