AT115090B - Webverfahren. - Google Patents

Webverfahren.

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AT115090B
AT115090B AT115090DA AT115090B AT 115090 B AT115090 B AT 115090B AT 115090D A AT115090D A AT 115090DA AT 115090 B AT115090 B AT 115090B
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Walter Nicolet
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Walter Nicolet
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Description


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    Webvel'fal1l'ell.   



   Bei dem Webverfahren nach Patent 107444 werden von zwei Webketten, deren eine im Winkel in die andere eingeführt ist, beim Kreuzen der Kettfäden zwei hintereinander liegende Fächer gebildet, in welche gleichzeitig oder kurz nacheinander Schussmaterial eingetragen wird. von dem   zunächst   das des vorderen Faches und nach Fachwechsel das des hinteren Faches   angeschlagen   wird. Die Fäden beider Kettfärlengruppell sind durch in den   Zähnen   je eines Fachbildungskammes vorgesehene Löcher geführt. Die Fachbildungskämme bewegen sich auf und ah. Das Anschlagen des   Schussmaterials   erfolgt durch hin und her gehende Kämme. Das Eintragen des Schussmaterials in das vordere und das hintere Fach kann auf die verschiedenste Weise erfolgen.

   In dem Patent 107444 ist   beschrieben, dass   das hinter den Fachbildungskämmen erfolgende Eintragen des   Schussfadens   in das hintere Fach von einer feststehenden   Schussspule   erfolgt. u. zw. mittels eines im offenen Fach senkrecht zu den Kettfäden hin und her bewegten Fadenführers. Der in   das hintere Fach eingetragene Schuss-   faden verläuft von dem   Warenrande zunächst parallel mit   den Kettfäden seitlich derselben nach der Kreuzung der Kettfäden und dann hinter derselben im Winkel zu den Kettfäden nach dem Schussführer. Diese   schräge   Lage des   hinteren   Schusses zu den Kettfäden ist für die Wirkung des Anschlagkammes schr nachteilig.

   Gemäss der Erfindung sollen deshalb seitlich der   Kettfäden   Vorbringer angebracht werden, die den   hinteren     Schuss nach dem Eintragen   dicht an dem Fadenführer erfassen und nach vorn ziehen. Es ist   aber nur dann möglich,   den   Schussfaden   mit seiner ganzen   Länge aus der schrägen Lage   in die Lage senkrecht zu den Kettfäden zu bringen, wenn der hintere   Schussfaden   straff gespannt ist. Mit den im Hauptpatent beschriebenen Mitteln lässt sich die Straffspannung des hinteren Schussfadens aber nicht erreichen. Ist der hintere Schussfaden nicht straff genug gespannt, so wird durch die Wirkung des Vorbringers nur erreicht, dass der hintere Schussfaden im Bogen zwischen den Kettfäden liegt.

   In diesem Falle wird es sehr häufig eintreten, dass der Anschlagkamm den im Bogen liegenden hinteren Schuss nicht voll erfasst und Teile des Schusses hinter den Anschlagkamm zu liegen kommen. Dieser hinter dem Anschlagkamm liegende Teil des Schusses verhindert heim nächsten Wechsel die Bildung eines reinen Faches. Für ein einwandfreies Arbeiten ist es erforderlich, dass der ganze Schussfaden stets vor den Anschlagkamm zu liegen kommt und möglichst straff gespannt ist. Dies soll gemäss der Erfindung auf einfache Weise dadurch erreicht werden, dass sich die   Faehhildungskämme auseinander bewegen   und den hinteren Schussfaden zwischen sich durchtreten lassen, während der   Schussführer für den   hinteren Schuss seinen Weg noch nicht beendet hat.

   Durch die Weiterhewegung des   Schussführers   wird der Schussfaden, der, wie bisher gesagt, vom   Warenrand parallel zu den Kettfäden   und hinter dem   Kreuzungspunkt   von diesem schräg nach dem   Fadenführer unter Bildung eines   Winkels führt, gestreckt. so dass der   Schussfaden ausgespannt vom Warenrand schräg   zu den Kettfäden verlaufend zum Schussführer führt.

   Um auf jeden Fall auch während der Wirkung des Vorbringers den hinteren   Schussfaden   gespannt zu halten und unter Spannung vor den Anschlagkamm zu bringen, macht der   Schussführer während der   Tätigkeit des Vorbringers noch eine weitere seitliche Bewegung, so dass der   Schussfaden   gleichzeitig durch den Schuss- 

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 führer und den Vorbringer gespannt wird. Unter   Umstä1l < len kann man (len Schussführer   während der Bewegungen des Vorbringers auch stillstehen lassen und eine besondere Spannvorrichtung, z. B. eine   Feder,   während der Tätigkeit des Vorbringers wirken lassen. 



   Auf der Zeichnung ist das Verfahren in den Fig. 1. bis 3 schematisch veranschaulicht. 



  Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen eine   weitere Ausführungsform,   während die   Fig. 6 bis 8   eine Hilfsvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens darstellen. 
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 Zinken je eines Fachbildungskammes 5, 6 geführt und so geordnet sind, dass sie hinter den   Fachbildungskämmen a, ss   einen Winkel miteinander bilden. Die beiden Faehbildungskämme 5, 6 werden periodisch aufeinander zu und voneinander weg bewegt.

   Sind die beiden Fachbildungskämme 5, 6 auseinander gezogen, so ist der von den   KeLtfädengruppen 3. 4   gebildete Winkel bis an   den Warenrand   offen (Fig.   2).'Werden   die beiden   Fachhildungskämme   5, 6   aufein-   ander zu bewegt, so kreuzen sich die Kettfäden 3,   4,   wobei der von den Kettfäden 3. 4 ständig gebildete Winkel seinen Scheitel in dem hinter den Fachbildungskämmen 5, 6 liegenden 
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 stehenden   Schussspule   16 aus. Der   Fadenführer   kann an sich beliebige Gestalt haben, im vorliegenden Falle besteht er aus einer Öse, die durch ein Seil oder eine Kette in einem geschlitzten Rohre 18 a geführt ist.

   Während des Eintragens des Schusses 11 durch den Fadenführer 18 verläuft der   Schussfaden   von dem   Warenrande ausserhalb   der Kettfäden annähernd zu ihnen parallel nach dem Kreuzungspunkte hinter den Fachbildungskämmen 5,   ss   und von diesen schräg zu den Kettfäden zu dem Fadenführer   18.   Beiderseits der Kettfadenbahn ist hinter dem Rohr   18 a je   ein am Ende hakenförmig ausgebildeter   Schwinghebel   19 vorgesehen, von denen jeweils der   eine, nachdem der Fadenführer J'8   an ihm sich vorbei bewegt hat, eine Schwingbewegung ausführt, dabei hinter der Öse den   Schussfaden 11 erfasst   und ihn nach dem Warenrand zu in den Bereich des Anschlagkammes 10 bringt.

   Würden die beiden   Fachbildungskämme   5, 6 sich erst nach dem Stillstand des   Schussführers   auseinander bewegen und dabei die Kreuzung aufheben, so würde der   Schussfaden 11 ganz   lose in dem Fach liegen und von dem Hebel 19 nicht straff nach vorn geführt werden, sondern sich nur in Bogenform legen. Aus diesem Grunde sind die Bewegungen der Fachhildungskämme 5. 6 und des   Schussführers   18 so eingestellt, dass sich die Fachbildungskämme auseinander bewegen, während sich der   Schussführer   18 noch in Bewegung befindet.

   Der Schuss- 
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 bewegung des Fadenführers 18 wird zunächst der bisher an dem Kreuzungspunkt gebildete Winkel (Fig. 1) aufgehoben und der Schuss 11 gespannt, so dass er von dem Warenrande in gerader Linie, aber schräg zu den Kettfäden nach dem Fadenführer verläuft (Fig. 2). Um auch bei der Vorwärtsbewegung des Vorbringers 19 den   Schussfaden   11 dauernd weiter gespannt zu halten, bewegt sich   der Schussführer 18, auch nachdem   der Hebel 19 den   Schussfaden   erfasst hat, weiter, bis der Vorbringer 19 seine Endstellung erreicht hat und den Faden in den Bereich des Anschlagkammes gebracht hat (Fig. 3). Der Anschlagkamm 10 trifft dann auf den straffgespannten Faden, so dass ein einwandfreies Anschlagen stattfindet.

   Unter Umständen könnte, wenn eine Weiterbewegung des   Schllssführers 18 nach   dem Erfassen des Schussfadens durch den Vorbringer 19 nicht   erwünscht   oder möglich ist, eine besondere 
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 zur Wirkung gebracht werden. Das Auseinanderführen der Fachbildungskämme 5, 6 kann erfolgen, während sich der Fadenführer 18 noch im Fache befindet (Fig. 1 bis 3) oder auch erst, wenn er das Fach bereits   durchlaufen   hat (Fig. 4,5). Je später das Auseinanderführen der   Fachbildungskämme a, ss stattfindet,   um so grösser ist der Weg, den der   Schussführer   
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 Kettfäden hindurch nach unten gedrückt wird und die   nächstfolgende   reine Fachbildung verhindert. 



   Der   Schussfaden   11 übt, wie ohne weiteres verständlich sein wird. solange er auf seinem Wege vom Warenrand zum Fadenführer im Winkel liegt, auf die äusseren Kettfäden an dem Kreuzungspunkt eine nicht   unbeträchtliche   Spannung aus, die Anlass zum Reissen des Schussfadens 11 oder der äusseren Kettfäden geben könnte. Um das zu vermeiden, sind   an den Enden der Fachbildungskämme 5, 6 Schutzbleche 20 angeordnet. Die einander zugekehrten Kanten der auf einer Seite gelegenen Schutzbleche des Fachbildungskammes 5 und   

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 Fachbildungskämmen nach den Kettbäumen führenden Kettfäden 3,4 verlaufen, wenn diese gekreuzt sind.

   Die Kanten dieser Schutzbleche stehen aber   etwas weiter zurück   nach dem Warenrande zu als die Kettfäden. so dass sich, wenn die Kettfäden 3. 4 gekreuzt sind, der 
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 der Kreuzungspunkt der Kanten der Schutzbleche mit dem   Kreuzungspunkt   der Kettfäden immer mehr nach den Fachbildungskämmen 5, 6 zu. Dabei gleitet   der Schussfaden J'j !   an den glatten Kanten der Schutzblcebe entlang. bis sich die Schutzbleche vollkommen voneinander entfernt haben. Da der   Kreuzungspunkt   der Bleche später aufgehoben wird als der Kreuzungs-   punkt     der Kettfäden,   so kann der Schussfaden 11 glatt und unbehindert nach vorn springen. 



  Er kommt dabei mit den Kettfäden nicht in Berührung. Die Schutzbleche 20 sind an den   Fachbildungskämmen a, C   verstellbar, so dass der Zeitpunkt des Einspringens des Schussfadens je nach den Verhältnissen, insbesondere mit   Rücksicht   darauf, zu welchem Zeitpunkte 
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   stattfindet, geändert werden   kann. An Stelle der Schutzbleche könnten natürlich auch ein-   fache   Drähte oder entsprechend andere Vorrichtungen angeordnet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Webverfahren nach Patent   107144, dadurch gekennzeichnet,   dass, wenn der Schuss in das hintere Fach durch einen Fadenführer von einer feststehenden Schussspule aus eingetragen wird, der eine von zwei, rechts und links der Kettfädengruppen angeordneten Hebeln, nachdem der Fadenführer beim Austritt aus das Fach an ihm vorbeigeeilt ist, den   Schussfaden   hinter dem Fadenführer erfasst und nach vorn in den Bereich des Anschlagkammes führt.

Claims (1)

  1. 2. Webverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fachbildungs. kämme auseinander geführt werden, während der Fadenführer noch in Bewegung ist.
    3. Webverfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenführer auch während der Tätigkeit des Vorbringers in Bewegung bleibt.
    4. Webverfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Schussfaden während der Tätigkeit des Vorbringers durch eine Hilfsvorrichtung, z. B. Feder, gespannt wird.
    5. Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet. dass der Schussfaden an an den Enden der Fachbildungskämme vorgesehenen Führungen gleitet, die parallel zu der Richtung der gekreuzten Kettfäden verlaufen, sich aber in einiger Entfernung vor dem Kreuzungspunkt der Kettfäden kreuzen, so dass sie den Schuss erst dann freigeben, wenn die Kreuzung der Kettfäden aufgehoben ist.
    6. Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet ; dass als Führungen für den Schussfaden dreieckig gestaltete Bleche dienen.
    7. Webstuhl nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshleche an den Fachbildungskämmen in Höhenrichtung verstellbar angebracht sind.
AT115090D 1927-10-24 1928-10-13 Webverfahren. AT115090B (de)

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DE115090X 1927-10-24

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AT115090B true AT115090B (de) 1929-11-25

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ID=5654097

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AT115090D AT115090B (de) 1927-10-24 1928-10-13 Webverfahren.

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