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Verfahren zum Flicken von beschädigten WebstofFen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Flicken von beschädigten Webstoffen und besteht darin, dass der Stoff um die schadhafte Stelle herum rechteckig derart ausgeschnitten wird, dass zwei gegenüberliegende Seiten des Ausschnittes parallel zum Ketten-oder Schussfaden laufen. Hierauf legt man den Stoff mit der ausgeschnittenen Öffnung mit der linken Seite nach oben flach auf den Tisch und schneidet dann ein dem Ausschnitt angepasstes Stück vom gleichen Stoff mit angepasster Musterung aus und setzt dieses, genau anschliessend, in die Stofföffnung ein. Alsdann überdeckt man das eingelegte Stoffstück mit einem Klebpflaster, das aus einer Kautschuk-und Leinenfutterschicht besteht, und zwar derart, dass die Kautschukschicht auf den Stoff zu liegen kommt.
Hierauf legt man ein angefeuchtetes Tuch, wonach alsdann in bekannter Weise durch den Druck eines heissen Bügeleisens und die hiedurch entstehende Dampfentwicklung das Pflaster fest an dem Stoff anklebt. Die nach einem besonderen Verfahren auf das Leinenfutter aufgebrachte Kautschukschicht hat die Eigenschaft, dass sie als Bindemittel zwischen Stoff und Leinenfutter nicht, wie andere Klebmittel, durch das Stoffgewebe durchdringt und den Stoff befleckt. Nach Erkalten der so erhaltenen Flickstelle kennzeichnet man auf dem Leinenfutter die Umrisslinien des Rechtecks durch Falten und Anzeichen, worauf man Stoff und Pflaster anf den angezeichneten Linien zurücklegt und die Ränder des Flickstücks und des Stoffaussehnittes mit dem Leinenfutter des Pflasters durch Kreuzstiche überwendlich vernäht.
Die so erhaltene Naht wird schliesslich leicht befeuchtet, plattgeschlagen und überbügelt.
Die vorliegende Erfindung ist beispielsweise und nicht scharf begrenzt durch die Zeichnungen veranschaulicht. In diesen Zeichnungen ist Fig. 1 eine Ansicht des Stoffes mit rechteckigem Ausschnitt und ein dem ausgeschnittenen angepasstes Stück, Fig. 2 stellt den beschädigten Webstoff dar mit dem eingesetzten Stück überdeckt mit dem Klebpflaster und die Naht, welche durch das Leinenfutter kreuzstichüberwendlich zu dem beschädigten Webstoff gebildet wird.
Der Vorgang wird auf folgende Weise verwirklicht : An der beschädigten oder zerrissenen Stelle des Stoffes 1 ist ein rechteckiges Stück mit Kreide od. dgl-gezeichnet, und dieses Rechteck ist dann genau ausgeschnitten. Das ausgeschnittene Stück ist dann als Modell gebraucht für ein neu aus dem Webstoff zum Zweck des Flickens auszuschneidendes Stück von derselben Grösse.
Dieses neu ausgeschnittene Stück 8 ist dann genau eingesetzt in den Ausschnitt 2, so dass die Ränder genau sich berühren. Das Ganze ist dann von einem Klebpflaster 4 über deckt, dessen Leinenfutterschicht nach oben gedreht, und ein angefeuchtetes Tuch ist daraufgelegt. Infolge des Druckes eines heissen Bügeleisens klebt das Pflaster an dem Webstoff an.
Nach dem Abkühlen wird das Klebpflaster und der Webstoff umgeschlagen, und wenn man die Aussenseite des beschädigten Webstoffes sieht. so kann die Aussenlinie des Rechtecks des Ausschnittes auf die Innenseite des Leinenfutters durch einen Stift od. dgl. angezeichnet werden. Der Stoff und das Pflaster werden dann in ihre ursprüngliche Lage gebracht, d. h.
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mit dem Leinenfutter durch eine Naht 5 zusammengenäht, wonach durch Nähen. in. der ent- gegengesetzten Richtung ein Kreuzstich 6 erhalten werden kann. Die so erhaltene Naht dann angefeuchtet, flachgeschlagen und gebügelt, wodurch eine unsichtbare und dauerhafte Ausbesserung erzielt wird.
Die vorliegende Erfindung bezweckt auch ein Flicken von Hosen und geschlissenen Ärmeln, ohne Spuren zu hinterlassen. Die Seitennaht der Ärmel oder Hosen ist getrennt, soweit wie es nötig ist, und die verschlissenen oder zerrissenen Stellen sind ausgeschnitten und ein aus dem Webstoff ausgeschnittenes Stück ist dann eingesetzt in den Ausschnitt und das Ganze ist mit einem Klebpflaster überdeckt.
Durch dieses Verfahren können sogar kurze Ärmel und Hosen verlängert werden. Das Flickverfahren kann auch auf mechanischem Wege vorgenommen werden durch Anwendung geeigneter Maschinen.