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Mehrfarbentiefdruckrotationsmaschine.
Bei den gebräuchlichen Mehrfarbentiefdruckrotationsmasehinen zum Druck von der Rolle besteht der Übelstand, dass die Farbe eines Farbaufdruckes, ehe sie vollkommen getrocknet ist, auf die Druckwalze des Druckwerkes für den nächsten Farbaufdruck aufgebracht wird, so dass sich nach einem langen Umlauf die fortschreitende Ansammlung einer Reihe von Auftragungen auf dieser Walze mit deren Farbbad vermischt und alle Farben mit Ausnahme der ersten allmählich beeinflusst werden, ihre Reinheit verlieren und unter Umständen vollständig verändert werden.
Die zur Beseitigung dieses Übelstandes bisher vorgeschlagenen Einrichtungen, welche dahin zielen, die noch nicht trockene Farbe eines Aufdruckes von der Papierbahn zu entfernen, ehe diese mit der Druckwalze des nächsten Druckwerkes in Berührung kommt, haben sich nicht bewährt und es konnte ein tadelloser Mehrfarbentiefdruck nur erzielt werden, wenn die Rotationsmasehine mit verhältnismässig geringer Geschwindigkeit laufen gelassen wild. Dies bedingt aber wieder eine weite Auseinanderstellung der nacheinander zur Wirkung gelangenden Druckwerke und daher eine übermässige Länge im Aufbau der Maschine.
Der Erfindung wird die Herstellung reiner Mehrfarbendrucke bei derartigen Maschinen bei grosser Ganggeschwindigkeit derselben und nicht zu grosser Baulänge dadurch ermöglicht, dass die Druckwerke für die einzelnen Farben und die Führungswalzen od. dgl. für die Papierbahn zwischen denDruekwerken in solcher Weise angeordnet werden, dass die von der Rolle kommende Papierbahn gezwungen ist, um die Papierrolle in einer spiralförmig sich erweiternden Bahn herumzugehen, um einen genügend langen Weg zwischen del1 Druckwerken zu schaffen, damit trotz der kurzen Bauart der Maschine jeder einzelne Farbaufdruek trocknen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Maschine schematisch dargestellt.
Eine Papierrolle 1 ist oberhalb des Gestelles 2 der Maschine derart angebracht, dass sie sieh um eine waagrechte Spindel 8 drehen kann, die von auf dem Maschinengestelle angebrachten Ständern 4 getragen wird. An einer Seite der Rolle 1 sind Bürstenwalzen 5 angeordnet, die das Band 7 reinigen, bevor es den ersten Farbenaufdruck erhält. Von hier wird die Papierbahn über eine Führungsrolle 6 geführt, die sich oberhalb der Biirstenwalzen 5 und oberhalb und auf einer Seite der Rolle 1 befindet, worauf die Bahn 7
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einer Formwalze 9 hindurchgeht, wo sie ihren ersten Farbenaufdruek erhält.
Die Bahn wird hierauf um eine Führungsrolle 10 herum waagrecht zurückgeführt, u. zw. oberhalb des vorgenannten waagrechten Teiles um eine Führungsrolle 11, die sich an derselben Seite der Rolle 1 wie die Bürstenwalzen 5 befindet ; sodann abwärts zu einer Führungsrolle 12 und schliesslich zu einem zweiten Druckwerk 7. 3, das unterhalb und an einer Seite der Rolle 1 angeordnet ist.
Erfindungsgemäss ist der Papierstrang, wenn er das zweite Druckwerk M erreidit, einer Bahn gefolgt, die auf Umwegen ständig in einer Richtung um die Achse der Papierrolle 1 läuft, und kann darauf durch eine Schneidvorrichtung geführt und in Streifen getrennt werden, die in eine Stapelvorrichtung bekannter Art gelangen. Nach Aufnahme des zweiten Farbenaufdruckes kann die Bahn erforderlichenfalls aufwärts über eine Führungsrolle 14 um diese herumgebracht werden. Diese Führungsrolle befindet sich oberhalb und an einer Seite des ersten Drackwerkes.
Sodann geht die Bahn in waagrechter Richtung oberhalb des vorerwähnten waagrechten Teiles um eine weitere Fiihrungsrolle 15, die sich oberhalb und
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an einer Seite der Papierrolle 1 befindet, dann abwärts um eine andere Führungsrolle 16 und durch ein Druckwerk 17, das unterhalb und an einer Seite der Rolle 1 liegt, um zu ermöglichen, dass die Bahn in waagrechter Richtung in der beschriebenen Weise vorbewegt wird, und erforderlichenfalls durch ein weiteres Druckwerk. M gegen die Schneidvorric. htung 19 und in eine Stapelvorrichtung 20 gelangt. Auf diese Art wird es durch eine weitere Aufrollung um die Papierrolle 1 herum möglich, die Papierbahn mit zwei weiteren Farbenaufdrucken zu versehen.
Es ist somit ersichtlich, dass gemäss der vorliegenden Erfindung der Papierstrang einer gewundenen Bahn folgt, die in der Richtung des Uhrzeigers oder entgegengesetzt um die Papierrolle 1 herum, z. B. eine flache Spirale bildet, und dass die Führungsrollen, welche die Bahn des Stranges beeinflussen, so angeordnet sind, dass sie nur mit der unbedruckten Seite des Stranges in Anlage kommen, während die Druckwalzen der Druckwerke nur auf die zu bedruckende Seite der Papierbahn wirken.
Dort wo sich die Papierbahn beim Fortschreiten von einem Druckwerk zum nächsten auf eine beträchtliche Entfernung bewegen muss, wie dies der Fall ist, wenn ein fünfter Farbenaufdruck erforderlich ist, ist es möglich, nacrdem der Aufdruck der vierten Farbe getrocknet ist und vor Aufbringung der fünften Farbe, dass die bedruckte Fläche des Papierstranges ohne nachteilige Wirkung auf das Aussehen über eine Rolle oder einen Führungsteil läuft, welche Anordnung im Rahmen der Erfindung miteingeschlossen ist. Weiter kann die bedruckte Papierbahn statt zur Sehneid-und Stapelvorrichtung zu gelangen, ebenso gut in an sich bekannter Weise zurückgewickelt werden.
Zwischen den verschiedenen Druckwerken können Trockenvorrichtungen angebracht werden, damit die Geschwindigkeit der Maschine erhöht werden kann, und es können Gaufrierwalzen zum-Gaufrieren der Papierbahn während des Druckverfahrens vorgesehen sein.