<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Messung der Feldstärke permanenter Magnete.
Bei der Herstellung und Reparatur von Apparaten mit permanenten Magneten, wie z. B. Telephonen,
Signalinduktorapparaten, polarisierten Wecken, Relais u. dgl. ist es immer als wünschenswert empfunden worden, eine schnelle Kontrolle der Feldstärke des bzw. der jeweiligen Magneten mit einem hinreichenden
Genauigkeitsgrade vornehmen zu können.
Die zu diesem Zwecke bisher gebrauchten Einrichtungen bestanden grösstenteils aus ballistischen
Galvanometern, Instrumenten nach d'Arsonval mit konstantem Strom und auswechselbaren Magneten, oder aus Messgeräten, bei denen der zu prüfende Magnet ein bestimmtes Gewicht zu heben oder einen Anker entgegen einer konstanten oder variablen Gegenkraft anzuziehen hatte. Allen diesen Einrichtungen haftet der Mangel grosser Umständlichkeit und insbesondere dem letzterwähnten Beispiel grosser Ungenauigkeit an.
Die Erfindung besteht in einer Messeinrichtung, die mit direkter Zeigerablesung versehen ist und deren bewegliches System in einer bei elektromagnetischen Messinstrumenten an sich bekannten Weise als Eisenanker ohne Wicklung ausgebildet ist. Zum Unterschied von diesen bekannten Messinstrumenten, in denen der magnetische Fluss, der auf einen mit Zeiger versehenen beweglichen Anker einwirkt, durch den in einer Wicklung des Instrumentes fliessenden Strom erzeugt wird, wird der Anker bei der Einrichtung gemäss der Erfindung durch ein ausserhalb des Instrumentes befindliches magnetisches Feld bewegt, u. zw. wird dieses Feld durch den zu prüfenden Magneten erzeugt und durch Polstücke od. dgl. Mittel in den Anker geleitet, welche Polstücke in magnetische Verbindung mit dem Magneten gebracht werden können.
Da ein wesentliches Anwendungsgebiet der neuen Messeinrichtung in der Prüfung von permanenten Magneten von Telephonen erblickt wird, soll die folgende Beschreibung eine besonders für diesen Zweck geeignete Einrichtung zum Gegenstand haben.
Fig. 1 der beigefügten Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der Erfindung, die derart getroffen ist, dass sie unmittelbar an die beiden Pole eines Telephons angesetzt werden kann. Der Fluss, der proportional der Feldstärke des Telephonmagneten ist, wird dann von den Polen des Telephonmagneten durch die Polstücke 1 und 2 der Messeinrichtung auf einen Luftspalt geleitet, der zwischen den Polstüeken vorgesehen ist und in dem der S-förmige Anker 3 angeordnet ist. Die Ankerpole 4 und 5 werden dann von den Polstücken 1 und 2 angezogen, wobei sich der Anker in der Richtung des Uhrzeigers dreht und die Neigung hat, sich mit seiner Längsrichtung parallel den Kraftlinien einzustellen. Das Drehmoment wird mittels einer Spiralfeder 7 auf einem dem Fluss entsprechenden Verstellungswinkel begrenzt.
Die Grösse des Winkels wird durch den Zeiger 8 angezeigt, der an demMittelteil des Ankers 6 angebracht ist und auf einer Skala 9 spielt.
Fig. 2 zeigt das Polstück. 1 in einer Ansicht von vorn und in Draufsicht. Fig. 3 veranschaulicht das Polstück 2 in der gleichen Art.
Um die Stellung der Messeinrichtung zum Magneten beim Gebrauch zu fixieren, ist das Polstück 1 mit einem Ansatz 10 (Fig. 2) versehen. Um ferner Fehler der Messergebnisse, die durch ungleiche Höhe oder ungleiches Anlegen der Telephonmagnetpole entstehen könnten, zu vermeiden, ist das Polstück 2 mit Vorsprüngen 11 aus nichtmagnetischem Material versehen, die beim Anlegen der Polstücke an den Magneten einen Luftspalt bilden, dessen Grösse durch die Höhe der Vorsprünge bestimmt ist (Fig. 3).
<Desc/Clms Page number 2>
Die beiden Polstücke können mit einer oder mehreren fest oder beweglich angeordneten Führungen oder Klemmvorrichtungen versehen sein, zwecks Sicherung der Lage und Herstellung guten magnetischen Kontaktes. Ebenso kann der in den magnetischen Kreis durch einen Luftspalt an einem der Polstücke erzeugte Widerstand auch auf beide verteilt werden. Der Widerstand braucht auch nicht in einem Luftspalt, sondern kann aus einem beliebigen Material bestehen, vorausgesetzt, dass dessen magnetische Leitfähigkeit nicht so gross ist, dass der ZwecK ; der durch die Anbringung des betreffenden Widerstandes an den Übergangsflächen erstrebt ist, gefährdet wird. Die Polstücke können ganz oder unterteilt sein und aus irgendeinem Material geringer Remanenz bestehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Messung der Feldstärke permanenter Magnete, gekennzeichnet durch einen zwischen zwei Polschuhen (1, 2) nach Art elektromagnetischer Messinstrumente drehbar angeordneten Eisenanker ohne Wicklung (3) mit auf einer Skala spielendem Zeiger (8), wobei die Polschuhe in magnetische Verbindung mit den Polen des zu prüfenden Magneten gebracht werden können.