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Verfahren zur Herstellung von Gliedern für SchmuckSachen, wie Ketten, Bänder u. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das zur Herstellung von Gliedern dient, die für Schmucksachen, wie Ketten, Bänder usw. Verwendung finden.
Hohle, kastenartige Glieder, die mittels Gelenkstifte, Ösen od. dgI. zu Schmucksachen wie Bänder, Ketten usw. aneinandergereiht werden, werden bisher durch Verlöten der Kastenwände hergestellt.
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form entsprechende Netz wird ausgestanzt, zurechtgebogen und längs einer oder mehrerer Fugen verlötet.
Das Biegen erfordert für jede Gliedform besondere und teure Werkzeuge und das Löten geschickte
Arbeitskräfte. Das Zurichten zum Löten ist eine zeitraubendeArbeit, und ausserdem kommt es trotz grosser
Vorsieht leicht vor, dass sich Gliedteile nach dem Zurichten wieder gegeneinander verschieben. Hiedurch entstehen unsaubere Lötfugen, die einer besonderen Nacharbeit durch Feilen, Schleifen u. dgl. bedürfen.
Ferner unterscheiden sich die Lötfugen und deren Umgebung oft in der Farbe von den übrigen Schmuck- teilen, was das schöne Aussehen feinen Schmuckes beeinträchtigt.
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In der Zeichnung ist das Verfahren erläutert und ausserdem sind vier Ausführungsbeispiele von
Bandkörpern aus Kastengliedern dargestellt.
Es zeigt : Fig.] die Draufsicht, Fig. 2 die Seitenansicht und Fig. 3 den Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1 eines ummantelten Blechstreifenstückes mit Flankenein- schnitten und Fig. 4 die isometrische Darstellung eines aus dem Blechstreifenstück nach den Fig. 1 bis 3 gewonnenen Bandgliedes nach dem Entfernen des Kerns ; Fig. 5 die Draufsicht in teilweisem Schnitt eines Bandkörpers, der aus vom Blechstreifen nach Fig. 1 bis 3 abgetrennten und mittels Gelenkstifte aneinandergereihten Stücken als Gliedern besteht ; Fig. 6 die Draufsicht in teilweisem Schnitt eines aus von einem Blechstreifen abgetrennten und mittels Gelenkstifte aneinandergereihten Gliedern bestehenden
Bandkörpers, Fig. 7 die Seitenansicht des Bandkörpers nach Fig. 6 ;
Fig. 8 die Draufsicht eines aus von zwei verschieden geformten Blechstreifen abgetrennten und mittels Gelenkstifte wechselnd aneinander-
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Linie 10-10 der Fig. 9 eines ummantelten Blechstreifenstückes mit Flankeneinschnitten ; Fig. 11 die Draufsicht und Fig. 12 den Längsschnitt nach Linie 12-12 der Fig. 11 eines Bandkörpers, der aus vom Blechstreifen nach Fig. 9 und 10 abgetrennten und mittels Ösen aneinandergereihten Stücken als Glieder besteht.
Zur Herstellung von Kastengliedern werden an einem z. B. mit Edelmetallmantel (t versehenen
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jenigen der in Fig. 11 gezeigten Kette durch Querzerteilen eines Stabes nach den Fig. 9 und 10 gewonnen. Auch die Glieder des in Fig. 6 und 7 dargestellten Bandes entspringen ein und derselben Blechstreifen-
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Entweder schon vor oder nach dem Abtrennen von Blechstreifen wird der Kern b entfernt. Die Herstellungsstoffe von Mantel a und Kern b sind so gewählt, dass dies durch chemische Zersetzung oder Ausschmelzen des Kernes b möglich ist, der Mantel a aber erhalten bleibt. Besteht der letztere z. B. aus Gold oder Platin und der erstere aus Tombak, so kann dieses durch Salpetersäure entfernt werden.
Es ist jedoch nicht erforderlich, dass der Mantel a in jedem Fall aus Edelmetall hergestellt ist. So wird beispielsweise ein AJuminiumkern mittels verdünnter Salzsäure oder einer Ätzkalilösung aus einem Tombakmantel entfernt. Es werden somit nach dem neuen Verfahren sowohl Kastenglieder aus edlem wie unedlem Metall gewonnen.
Die Anordnung der flankeneinschnitte e geschieht erfindungsgemäss derart, dass der Mantel a in sich zusammenhängend bleibt, d. h. ein aus Vorderseite a"Rüekseite a, und Stegen bestehendes Kastenglied erhalten wird (Fig. 4).
Kastenglieder dieser Art können nun sowohl durch Gelenkstifte d als auch durch Ösen e zu Bandoder Ket1enkörpern aneinandergereiht werden, wobei jeweils die Stege ag als Hangstellen-der Glieder dienen.
Durch die'Anordnung von Flankeneinschnitten c wird der Blechstreifen mit einer beiderseitigen Zahnung versehen. Sollen nun die durch Abtrennen von derart geformten Blechstreifen hergestellten Glieder vermittels Gelenkstifte d zu einem Bandkörper vereinigt werden, so sind die Zahnungen benach- barter Glieder in Eingriff zu bringen. Da alsdann in jedem Zahngrund eines Gliedes ein Steg % des benach- barten Gliedes ansteht, laufen in einem der Zahntiefe. ungefähr gleichen Zwischenraum zwei Reihen von Stegen % benachbarter Glieder parallel. Durch Einführen eines Gelenkstiftes d in den Stegzwischenraum
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an den Stegen aig, welche sich aussen, d. h. an den beiden Bandrändern befinden.
Von der Seite her können die Kastenglieder vermittels eines Füllstückes f geschlossen werden.
Wird letzteres wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 und 7 nach dem Einführen der Gelenkstifte d zwischen'diese keilartig eingeschoben, so dient es zugleich zum vorübergehenden Festlegen der Gelenk-
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vorganges.
- Glieder, welche nur zwei sich gegenüberliegende, die Hangstellen bildenden Stege ? 3 besitzen, werden in der in den Fig. 11 und 12 dargestellten Weise mittels Drahtösen e verbunden.
Die Form der Flankeneinschnitte c und dementsprechend die Gestalt der an Blechstreifen stehenbleibenden Zähne ist beliebig. Besitzen letztere z. B. anstatt der in den Fig. 4, 5,6 und 8 gezeichneten, geraden Flanken solche von runder Form, so treten an die Stelle der zickza. ckförmigen wellenförmige
Trennfugen der Glieder.
Die Ausstattung der Schaufläche der Glieder ist ebenfalls beliebig. Dieselbe kann durch Pressen, Guilloehieren, Gravieren od. dgl. verziert sein und Schmuckaufsätze aller Art tragen.
Der wesentliche Vorteil des. neuen Verfahrens besteht darin, dass die Vorderseite, die Rückseite und die diese beiden miteinander verbindenden, zugleich als Ha. ngstellen der Glieder dienenden Stege aus einem einzigen Stück ohne Lötfuge bestehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Gliedern, die mittels Gelenkstifte, Ösen od. dgl. zu Schmucksachen, wie Bänder, Ketten usw. aneinandergereiht werden, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Bleehstreifen, der mit Metall (a), aus dem das fertige Kastenglied bestehen soll, ummantelt ist, der fertigen Gliedgestalt entsprechend geformte Flankeneinschnitte (e) derart angebracht werden, dass der Mantel (a) in sich zusammenhängend bleibt, worauf die Gewinnung der hohlen Glieder durch Querzerteilen des Blechstreifens und Entfernen" des Kerns (b) erfolgt.