DE99204C - - Google Patents
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- DE99204C DE99204C DENDAT99204D DE99204DA DE99204C DE 99204 C DE99204 C DE 99204C DE NDAT99204 D DENDAT99204 D DE NDAT99204D DE 99204D A DE99204D A DE 99204DA DE 99204 C DE99204 C DE 99204C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D31/00—Other methods for working sheet metal, metal tubes, metal profiles
- B21D31/04—Expanding other than provided for in groups B21D1/00 - B21D28/00, e.g. for making expanded metal
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Punching Or Piercing (AREA)
- Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das neue Verfahren ist es ermöglicht, dem Erzeugnifs eine solche gitterartige Gestalt
zu geben, dafs die Gitteröffnungen nicht, wie durch einfaches Lochen, in der Dicke des
Bleches erscheinen, sondern von den Flächen der stabförmig getrennten Theilstücke umhüllt
sind. Hierdurch erhält das Erzeugnifs wabenartiges Aussehen und unterscheidet sich von
gewöhnlichem gelochten Blech namentlich dadurch, dafs die Tiefe der Löcher nicht von
der( Blechdicke abhängt, sondern bis zu gewissem
Grade nach Belieben bestimmt werden kann. Infolge dessen kann dem neuen Erzeugnifs
beliebige Stärke und Widerstandsfähigkeit in der Richtung der Lochung gegeben werden, gleichviel wie grofs die, eigentliche
Metallstärke des Bleches ist.
Der Hauptsache nach besteht das in mehreren Abänderungen ausführbare Verfahren in folgenden
an sich bekannten Arbeiten : Schlitzen oder theilweise unterbrochenes Durchschneiden
des Bleches, Umfalzen der geschlitzten Streifen abwechselnd links und rechts herum,- Zusammenlöthen
gewisser Theile und Ausaneinderziehen bezw. Vorbiegen der Streifen, oder
sofortiges Vorbiegen gleichzeitig mit dem Schlitzen, Falzen und Zusammenlöthen. Statt
einfach gitterartig das Blech mit den Lochungen nur in einer Richtung zu gestalten, kann durch
besonderes Lochen der abgethejlten Streifen in der Richtung der Blechdicke ein allseitig
»poröses«, d. i. ein in zwei zu einander senkrechten Richtungen durchlochtes wabenartiges
Gilterblech erzeugt werden.
Das neue Erzeugnifs kann u. A. für Siebzwecke Verwendung finden, als Schutzblech
an Stelle gewöhnlicher Gitterbleche, wo grofse Widerstandsfähigkeit in der Querrichtung verlangt
wird, zur Herstellung von Accumulatorenplatten, als Fufskratzer u. A. m.
Fig. ι zeigt eine geschlitzte Platte bei Herstellung
des Erzeugnisses nach dem einen Verfahren, Fig. 2 die geschlitzte, gefalzte Platte,
Fig. 3 halb ausgezogenes Blech, Fig. 4 Draufsicht auf das fertige Wabenblech, Fig. 5 und 6
Schnitte durch Fig. 4 nach 1-1 und 2-2, Fig. 7 ist eine Darstellung des bis zur Rechteckbildung
der Löcher ausgezogenen Bleches, Fig. 8 zeigt ein Blech, welches man erhält, wenn das Erzeugnifs nach Fig. 4 zusammengedrückt
wird.
Fig. 9 ist eine Draufsicht auf ein vorgeschlitztes und zugleich durchbrochenes Blech
nach einer zweiten Herstellungsweise, Fig. 10 und 11 zeigen die nach diesem Verfahren erforderlichen
Stempel, Fig. 12 ist eine schaubildliche Ansicht des in Fig. 9 dargestellten
Bleches, Fig. 13 ist eine schaubildliche Ansicht eines nach dem neuen Verfahren hergestellten
allseitig porösen Bleches.
Eine Blechplatte von gewünschter Breite und Länge wird nach Fig. 1 mit Einschnitten a
versehen, und zwar ist beispielsweise bei Bildung regelmäfsiger Sechsecke jeder Schnitt
drei Mal so lang, wie der in der Schnittlinie zwischen zwei Schnitten stehen bleibende,
nicht durchschnittene Theil. Andere Lochformen sind natürlich zulässig, z. B. auch
ovale oder runde Gestaltung derselben.
In der Querrichtung sind die Schnitte so weit von einander entfernt, wie die lothrechte
Höhe oder Dicke des herzustellenden Waben-
bleches werden soll, während sie in der Schnittrichtung selbst den vorhergehenden Schnitten
gegenüber um ein Drittel im angenommenen Beispiel der Schnittlänge versetzt sind.
Das nach Fig. ι mit Schnitten versehene Blech wird dann in abwechselnden Reihen
einmal auf der rechten und einmal auf der linken Seite, wie durch Schraffirung hell und
dunkel angedeutet ist, so behandelt, z. B. durch theilweises Anstreichen, dafs für eine
später vorzunehmende Löthung oder ähnliche Verbindungsweise die nicht schraffirten Stellen
sich neutral verhalten, d. h. sich nicht zusammenlöthen. Hierauf wird das Blech die
Schnittlinien entlang einmal links und einmal rechts (harmonikaartig) umgebogen und dicht
zusammengefalzt, so dafs man das in Fig. 2 veranschaulichte Erzeugnifs erhält. Nun erfolgt
die Zusammenlöthung oder ähnliche Verbindung, z. B. durch Verzinken, an den oben angedeuteten Stellen, worauf das gefaltete
Blech wie eine Harmonika aus einander gezogen wird (Fig. 3) bis zur Bildung der in
Fig. 4 dargestellten, regelmäfsig sechseckigen Oeffnungen oder Fenster. Hierbei erleidet
selbstverständlich die Breite des Bleches eine entsprechende Einbufse.
Man könnte die Streckung so weit treiben, dafs aus der hexagonalen Gestalt der Fenster
die rechteckige entsteht, wie in Fig. 7 angedeutet ist.
Das Wabenblech hat die Eigentümlichkeit, dafs die Seitenflächen der Sechsecke, welche
durch Falzung entstanden sind, doppelt so dick wie die anderen sind, und dafs in abwechselnden
Reihen einmal der geschlossene Falzrand oben, einmal unten liegt.
Wenn man das erhaltene Wabenblech mit sechseckigen Fenstern in der Richtung der
doppelwandigen Sechseckseiten einem entsprechend starken Druck aussetzt und so weit
zusammenprefst, bis die Enden dieser Seiten sich berühren, erhält man das in Fig. 8 veranschaulichteErzeugnifsjnit
dreieckigen Fenstern.
Anstatt in der Reihenfolge der Arbeiten, wie oben beschrieben, vorzugehen, kann man
zum gleichen Ergebnifs auf folgende Weise gelangen. Mittelst nach Fig. 10 und 11 gestalteter
Ober- und Unterstempel, welche abwechselnd gegen feststehende, nicht profilirte,
das Blech zwischen sich haltende Messer arbeiten, wird das Blech nach Fig. 9 wieder
streifenartig geschlitzt, wobei aber jedesmal zugleich eine wellenformartige Durchbiegung des
theilweise abgeschnittenen Streifens stattfindet, und zwar so, dafs der erste Streifen die im
Querschnitt dargestellte Gestalt annimmt. Der mit η bezeichnete Flächentheil bleibt in seiner
Normallage liegen, die Theile t sind niedergeprefst, indem die schräg stehenden Theile s
eine entsprechende Streckung erhalten haben.
Nun wird das Blech um Streifenbreite vorgerückt. Das Untermesser steigt dann, nach in
seine Normallage gehobenem Obermesser, genau ebenso viel in die Höhe, wie das Obermesser
vorhin niederging, schneidet an der Schneidkante den vorgerückten Streifen ab, damit gleichzeitig den vorhin abgeschnittenen'
und niedergedrückten, durchgebogenen Streifen mit emporziehend, so dafs der vorhin in
Normallage verbliebene Theil η jetzt mit dem an ihm hängenden Theil h hochgehoben wird,
der vorhin tiefe Theil t jetzt wieder in die Normallage mit dem Theil nl des eben theilweise
abgetrennten Streifens, der Theil n1 aber mit dem dahinter liegenden Hauptstück des
Bleches zusammenhängen bleibt. Nun wird das Blech wieder um Streifenbreite vorgerückt
und der vorstehende Theil mittelst des tiefgehenden Obermessers abgeschnitten und durchgebogen,
wie bei dem erstmaligen Niedergang des Obermessers, wobei die beiden Streifen 1
und 2 die Bewegung des Niederganges mitmachen, weil jetzt die Theile n1 und t1 zusammenhängen;
die Theile η" aber, die vom vorderen Streifen II getrennt sind, bleiben in
der Normalhöhe liegen, so dafs nach nunmehr wieder erfolgendem Hochgang des Untermessers
, wobei der vierte Schnitt gemacht wird, die Flächentheile h" mit n" zusammen
hochgehen können, nebst dem anderen vorher geschnittenen und geformten Theil des Bleches.
In dieser Weise fortfahrend, erhält man ein wellenblechfönniges Gebilde, bei welchem jeweils
der erste Streifen mit dem zweiten im ersten, fünften, neunten u. s. w. Feld zusammenhängt,
der zweite mit dem dritten aber im dritten, siebenten, elften u. s. w., der dritte mit dem vierten wieder in gleicher Art,
wie der erste mit dem zweiten u. s. w.
Falzt man nun das so erhaltene Gebilde die Schnittlinien entlang wieder' einmal rechts
herum und das andere Mal links herum, fährt fort wie beim erstbeschriebenen Verfahren
und verlöthet die sich berührenden Flächen, so erhält man wieder das in Fig. 4 dargestellte
Erzeugnifs ohne -das Zwischenerzeugnifs der Fig. 2 und 3. Ein Auseinanderziehen ist daher
nicht nothwendig. Die entsprechende Arbeit wird bereits beim Abscheeren und Durchbiegen besorgt.
Mit der zweiten beschriebenen Abänderung des Verfahrens könnte zugleich das Umfalzen
beim Schlitzen und Durchbiegen vorgenommen werden, doch dürfte dadurch die Maschine so
verwickelt werden, dafs es vorzuziehen ist, diese Arbeiten getrennt vorzunehmen.
Claims (3)
- Patent-AnSprüche:ι . Zellenartig durchbrochenes Blech, bei dem die Lochwandungen von Flächentheilen des Bleches gebildet werden, dadurch gekenn-zeichnet, dafs das durch Faltung, Schlitzung und Reckung gebildete Erzeugnifs an den Oberflächen eben verläuft und die Falten und die Kanten der Schlitze in diesen Oberflächen zu liegen hat.
- 2. Verfahren zur Herstellung des zellenartig durchbrochenen Bleches nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs bei dem mit Schlitzen versehenen und längs der Schlitze abwechselnd nach beiden Seiten hin umgefalteten Blech von den sich berührenden Faltflächen immer die mittleren Drittel der ,Schlitzlängen 'an den gebildeten offenen Kanten durch Löthen oder dergl. mit einander verbunden werden und dann das so theilweise zusammengeschlossene Gebilde aus einander gezogen wird.
- 3. Verfahren zur Herstellung des zellenartig durchbrochenen Bleches nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs zum Bilden ' der Schlitze und gleichzeitigen Niederdrücken der abgetrennten Streifentheile ein Ober- und ein Untermesser mit wellenförmig gestalteten Kanten nach Art des durch das Patent Nr. 84345 geschützten Verfahrens abwechselnd in der Weise zusammenarbeiten, dafs zuerst das eine Messer (Obermesser) die abgetrennten Streifentheile niederdrückt und in Wellenform biegt, dann das Blech um Streifenbreite vorgeschoben und nach beendetem Rückgang des Obermessers das hochgehende Untermesser die neu abgetrennten Streifentheile nach oben durchdrückt, hierbei die zuvor durchgebogenen Streifentheile mithebt u. s. w., bis das Blech theilweise durchbrochene Wellenform hat, worauf dasselbe wieder längs der Schlitze abwechselnd nach beiden Seiten umgefaltet und an den sich berührenden Flächen zusammengelöthet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99204C true DE99204C (de) |
Family
ID=370098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99204D Active DE99204C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99204C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2989145A (en) * | 1957-12-20 | 1961-06-20 | Metal Textile Corp | Expanded sheet material |
-
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- DE DENDAT99204D patent/DE99204C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2989145A (en) * | 1957-12-20 | 1961-06-20 | Metal Textile Corp | Expanded sheet material |
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