AT113312B - Vorrichtung zum Darren von Malz. - Google Patents

Vorrichtung zum Darren von Malz.

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Wenzl Adolf Ing Kurz
Karl Dipl Ing Koller
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Wenzl Adolf Ing Kurz
Karl Dipl Ing Koller
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Description


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    Vorrichtung zum   Darren von Malz. 



   Bei   sämtlichen   Operationen und Vorrichtungen der Bierbrauerei, die eine Behandlung mit Wärme erfordern, ist es von ausschlaggebender Wichtigkeit, dass die Wärme dem zu behandelnden Gut ganz gleichmässig und in weiten Grenzen regulierbar zugeführt werde. Dies trifft insbesondere bei den Malzdarren zu, da ein   ungleichmässiges   Darren des Malzes auf die Qualität des herzustellenden Bieres nachteilig einwirkt. 



   Bei den zurzeit üblichen Malzdarren wurde diese Forderung der Gleichmässigkeit und Regulierbarkeit nicht genügend beachtet, wobei ausserdem die Forderungen der Wärmewirtschaft, d. h. eine möglichst beste Ausnutzung der eingeführten Wärme, ausser acht gelassen wurden. Bei den   üblichen   Malzdarren werden die Rauchgase einer Rostfeuerung durch einen zentralen Rauehgaskanal unter dem Boden des Darraumes und von hier aus durch ein System dünnwandiger Blechrohre im Darraum hindurehgeführt, wobei die zu erwärmende Luft den Rauchgaskanal umspült und durch die am Boden des Darraumes gleichmässig verteilten zylindrischen Pfeifen in denselben gelangt, wo sie sich durch die Wärmeabgabe der   Blechrohrwände   erhitzt.

   Durch den Schornstein oder künstlichen Zug wird sie dann durch die Darrhorden hindurchgezogen, auf welchen das Malz ausgebreitet ist und das eigentliche Darren erfolgt. Damit die durch die Maschen der Darrhorden   hindurchfallenden   Malzkeime nicht auf den Blechrohren liegen bleiben, sind die letzteren von schrägen Flächen begrenzt. 



   Diese Art von Malzdarren haben verschiedene Nachteile. Die Rauchgase werden an einer einzigen Einführungsstelle in das Blechrohrsystem eingeführt und, da die Blechrohre ein sehr grosses Wärmeleitvermögen haben und die Temperaturdifferenz zwischen Blechrohrwandung und Luft bei der Einführungsstelle gross ist, so ist die Wärmeabgabe der Bleehrohre in der Nähe der Einführungsstelle gross und setzt sich längs des Blechrohrsystems herab, so dass die Luft in der Nähe der Einführungsstelle zu einer viel höheren Temperatur erhitzt wird, als an den von der Einführungsstelle weit entfernten Stellen. 



  Abgesehen davon, dass hiebei die grosse Heizfläche des   Blechrohrsystems   kaum ausgenutzt wird, erfolgt das Darren des Malzes infolge der   ungleichmässigen   Lufterhitzung nicht gleichmässig. Ausserdem arbeiten diese Vorrichtungen auch   wärmewirtschaftlich   ungenügend, weil die   Strömungsgeschwindigkeit   und daher der Wärmeübergang gering sind, ferner wird die Wärme der Rauchgase im zentralen Rauchgaskanal-also an der Stelle von höchster Temperatur-zur Erhitzung der Luft kaum ausgenutzt, weil die   Schamottewandung   des Kanals eher einen Wärmespeicher als einen Wärmeleiter bildet.

   Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, diese Nachteile zu beseitigen und einen ganz gleichmässigen und   wärmetechnisch   einwandfreien Betrieb der Malzdarren zu sichern. 



   Erfindungsgemäss wird an Stelle der   üblichen   Rostfeuerung eine Generatorgasfeuerung, u. zw. eine von dem eingangs an zweiter Stelle genannten Erfinder herrührende Druckgasfeuerung, angewendet, mit welcher eine vollkommene Verbrennung des Generatorgases mit genauer und bequemer Regulier- barkeit und-was hier besonders wichtig ist-eine vollkommen   gleichmässige   Verteilung der Rauch- gase über der ganzen Grundfläche des Darraumes gewährleistet wird.

   Bei der Darre gemäss der Erfindung 
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 mit Rippenrohren versehenen, horizontal angeordneten Gasheizkörpern und strömen von hier aus durch einen vertikalen Abgaskanal in den Schornstein, wobei die Luft durch die unter den Rippenröhren der Heizkörper angeordneten länglichen Spalten in den Lufterhitzungsraum (Sau) eingeführt und durch 

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 die Heizrohre erhitzt wird, dann über am Boden des Darraumes gleichmässig verteilten und isolierten Pfeifen in den Darraum gelangt, hier durch die Maschen der Darrhorden hindurchströmt und durch den Schornstein abgeführt wird. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung bildet ferner die Kühlung des Darraumbodens. Diese Kühlung wird dadurch bewirkt, dass unter dem Boden ein offener, freier Raum angeordnet ist, in welchen die Aussenluft einströmen kann. 



   Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Malzdarre gemäss der Erfindung dargestellt. 



   Fig. 1 ist ein Längsschnitt der Darre nach der Linie   II   der Fig. 2. Fig 2 ist ein Querschnitt derselben, welcher zum Teil durch den Rauchgaskanal, zum Teil durch den Kühlraum unter dem Boden des Darraumes genommen wurde. Fig. 3 stellt die Darre teilweise in einem gegenüber der Fig. 1 um   90    versetzten Längsschnitt nach Linie   nI-In   der Fig. 2 dar. Fig. 4 zeigt ein Heizrohr und Fig. 5 eine Pfeife in einem grösseren Massstabe. 



   In den unter dem Boden 2 des Darraumes 1 angeordneten (Fig. 1-3) zentralen Rauchgaskanal 3 wird durch die mit einem Gasschieber 5 versehene Gasleitung 4 Generatorgas unter Druck und durch die mit einer Klappe 7 versehene Luftleitung 6 ebenfalls unter Druck mittels des Ventilators 8 Verbrennungsluft   eingeführt,   wobei die Menge der einzuführenden Verbrennungsluft durch einen Druckregler 9 reguliert wird, der auf die Klappe 7 einwirkt und dessen Glocke durch den jeweiligen Druck der Rauchgase im Ableitungskanal beeinflusst wird.

   Nach Verbrennung des Generatorgases gelangen die heissen Rauchgase aus dem Rauchgaskanal3 in die   Rippenröhren   11 (Fig. 2 und 4) der horizontal angeordneten Gasheizkörper 10 und geben ihre Wärme der durch die unter den Rippenrohren 11 angeordneten Luftspalten 12 in den Lufterhitzungsraum 17 einströmenden Frischluft ab. (Die Luftspalten 12 sind auf Fig. 2 unter den Heizrohren übersichtshalber nicht eingezeichnet ; ein Heizkörper ist aber abge-   broche, um die Luftspalten deutlich darstellen zu können. ) Die abgekühlten Rauchgase werden durch   das Rohr 13 in den in der Seitenwandung 15 des Darraumes angeordneten vertikalen Abgaskanal 14 und von hieraus in den Schornstein 16 abgeführt.

   Die in dem Lufterhitzungsraum 17 mittels der Rippenrohre 11 erhitzte Luft dagegen gelangt durch die über dem Boden 2 des Darraumes 1 angeordneten, gleichmässig verteilten und mit einer Isolierungshülse 18 versehenen Pfeifen 19 (Fig. 5) in den Darraum 1, strömt durch die Maschen der Darrhorden 20 hindurch und wird gleichfalls am Schornstein   M   abgeführt. 



  In der Seitenwandung 15 des Darraumes sind die üblichen Zusatzluftkanäle 21 vorgesehen, durch welche beim Öffnen der Klappen 22 und Schliessen der Klappen 23 Frischluft, beim Schliessen der Klappen 22 und Öffnen der Klappen 23 dagegen warme Luft aus dem Raum 17 über die Darrhorden 20 geführt wird. 



  Durch die Türen 24 werden die Darrhorden bedient und der Boden von abfallenden Keimen und Malz gereinigt. Unter dem Boden 2 ist der offene freie   Kühlraum   25 angeordnet, in welchen zwecks Kühlen des Bodens Frischluft von aussen einströmen kann. Die   Frischluftzufülirung   in den Kühlraum 25 kann in besonderen Fällen sowie bei Vertikaldarren durch einen Ventilator erhöht werden. Die Heizkörper können auch anders gebaut und angelegt   werden - 2.   B. bei Vertikaldarren vertikal-und die Verteilung und Einführung der Frischluft in anderer Weise erfolgen, ohne den Erfindungsgegenstand wesentlich abzuändern. 
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 bleibt.

   Durch   Auf-und   Abdrehen des Generatorgasschiebers 5 wird mehr oder weniger Gas eingeführt ; dementsprechend wird der Ventilator durch die automatische Druckregulierung eine kleinere oder grössere Luftmenge liefern, d. h. der   Luftüberschuss   der Verbrennung-wird geringer oder grösser. Der Wärmeinhalt der Rauchgase hängt nun von der eingeführten und verbrannten Gasmenge, d. h. von dem Luft-   überschuss   bei der Verbrennung, ab. Ist die eingeführte Gasmenge gering, erfolgt also die Verbrennung bei einem grossen   Luftüberschuss,   so wird der Wärmeinhalt der Rauchgase gering ; wird dagegen mehr Gas eingeführt, erfolgt also die Verbrennung bei einem geringen   Luftüberschuss,   so steigt der Wärmeinhalt der Rauchgase.

   Durch Einstellung des Gasschiebers sind wir also imstande, den Wärmeinhalt der Rauchgase und somit die   Wärmeabgabe der Heizrohre,   also die Temperatur der zu erhitzenden und in den Darraum einzuführenden Luft, zu regeln. Vergrössert sich die Menge der zu erwärmenden Luft bei der Verbrennung von geringstem   Luftüberschuss,   also bei maximalem Wärmeinhalt der Rauchgase, so muss der Rauchgasschieber mehr geöffnet werden, um ein grösseres Bauchgasvolumen hindurchzulassen, wodurch entsprechend mehr Wärme abgegeben werden kann. 



   Bei der Malzdarre gemäss der Erfindung ist die Gleichmässigkeit der Lufterhitzung gegenüber 
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 kanal 3 abgezweigt und die   Rippenröhren   11 kurz ausgeführt sind, ferner unter jedem Heizrohr eine Luftspalte 12 angeordnet ist, so dass der gesamten Luftmenge an jeder Stelle des Lufterhitzungsraumes 17 dieselbe Wärmemenge mitgeteilt wird. Die Pfeifen 19 fördern daher eine gleichmässig temperierte Luftmenge an jeder Stelle des Darraumes   1,   wodurch ein gleichmässiges Darren des Malzes gewährleistet 

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 ist. Die Grünmalz-Wendeapparate haben bei diesen Darren nur eine untergeordnete Rolle und können auch wegfallen. 



   Die Regulierung ist bei der Darre gemäss der Erfindung ausserordentlich bequem, einfach und empfindsam. Durch Auf-oder Abdrehen des Generatorgasschiebers kann die Temperatur im Darraum in wenigen Minuten auf die gewünschte Höhe gebracht werden, weil-wie oben geschildert wurdedurch Verstellung des Gasschiebers der   Luftüberschuss,   d. h. der Wärmeinhalt der Rauchgase, hiemit die Wärmeabgabe der Heizröhren und   schliesslich   die Temperatur der zu erwärmenden Luft   geändert   wird. Die leichte Regulierung hat eine sichere und leichte Betriebsführung zur Folge. 



   Die komplizierten Blechrohrsysteme der   üblichen   Darren fallen bei der vorliegenden Malzdarre ganz weg, weil die   Wärme   der Rauchgase im Heizrohrsystem bereits unter dem Boden des Darraumes zur Erwärmung der Luft voll ausgenutzt wird. Dadurch werden aber die Baukosten geringer, weil erstens der Preis des sehr gross dimensionierten Blechrohrsystems erspart wird und ausserdem die Darren viel niedriger gebaut werden können. Der gefährliche Umstand, das Anbrennen der Keime oder des Malzes an die Blechrohre, ist hiemit auch ausgeschaltet. Die Keime färben sich nicht an und bilden eine bevorzugte Ware auf dem Markte. Im übrigen ist das Anbrennen auch dadurch fast unmöglich gemacht, dass der Boden, auf welchen das Malz und die Keime abfallen können, von unten gekühlt wird. 



   Ein weiterer Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht in der guten Wärmeausnutzung und - Verteilung, was einen geringeren Brennstoffverbrauch und hiemit einen besseren Wirkungsgrad der Feuerung zur Folge hat. 



   Die bestehenden Malzdarren können auch gemäss dem Erfindungsgegenstand umgebaut werden. 



  Es können ferner sämtliche Einrichtungen der Bierbrauerei, die eine Wärmebehandlung erfordern, wie Maischpfannen, Sudpfannen u.   dgl.,   nach diesen Gesichtspunkten gebaut oder umgebaut werden, insbesondere kann auch bei diesen die vorteilhafte Wirkung der Druckgasfeuerung ausgenutzt und angewendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Darren von Malz, mittels einer mit Überdruck arbeitenden Gasfeuerung, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem zentralen Rauchgaskanal (3) unter dem Boden   (2)   des Darraumes ein System von gleichmässig verteilten Gasheizkörpern (10) abgezweigt ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontal oder vertikal angeordneten Gasheizkörper (10) aus Rippenrohren (11) bestehen und unter jedem Rippenrohr je eine Luftspalte (12) angeordnet ist, die in einen Lufterhitzungsraum (17) münden, wobei über dem Lufterhitzungsraum mit Isolierungshülse (18) versehene Pfeifen (19) gleichmässig verteilt angeordnet sind, die über dem Boden (2) in den Darraum münden.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Boden des Darraumes ein freier Raum (25) angeordnet ist, in welchen zwecks Kühlen des Bodens Frischluft von aussen einströmen kann.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Friseluftzufuhrung in den Kühlraum (25) unter dem Boden des Darraumes durch einen Ventilator erhöht wird.
AT113312D 1926-11-26 1926-11-26 Vorrichtung zum Darren von Malz. AT113312B (de)

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