AT113096B - Einspannvorrichtung zur Bearbeitung von Pflastersteinen in Würfelform. - Google Patents
Einspannvorrichtung zur Bearbeitung von Pflastersteinen in Würfelform.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Einspannvorrichtung zur Bearbeitung von Pflastersteinen in Wi1rfelform. Der Nachteil der heute üblichen Steinstrassenpflasterung sind die verhältnismässig grossen Stoss- fugen, durch welche eine frühzeitige Zerstörung des Pflasters verursacht wird. Da die freiliegenden Kanten am benachbarten Stein keinen Gegenhalt finden, bröckeln sie bereits bei geringer Beanspruchung ab. Weiters wird durch den Verkehr bei grossen Fugen eine Lockerung der Pflastersteine und Zerstörung des Unterbaus herbeigeführt. Auch das bekannte Ausgiessen der Stossfugen mit Asphalt hilft diesen Mängeln nur teilweise ab. Aus der richtigen Erkenntnis heraus, dass diese Fehler vorwiegend durch ungenau bearbeitete Pflastersteine entstehen, war man bestrebt, möglichst genau bearbeitete Steine mit einer Maximal- toleranz von 10 mm zu verlegen. Eine genauere Herstellung der Steine war bisher mangels entsprechender Vorrichtungen nicht möglich. Ausserdem wurden die Steine allgemein von Hand aus mit den einfachsten Mitteln, wie Zuschlagmatz und Strichmass, nach dem Augenmass fertiggestellt und gelangten in diesem verhältnismässig noch rohen Zustande zur Verlegung. Durch die im nachstehenden beschriebene Hilfsvorrichtung können Pflasterwürfel mit höchster Flächen- und Winkelgenauigkeit, die sich durch die Konstruktion der Vorrichtung zwangläufig ergibt, hergestellt werden. Die Erzeugung ist damit von der Aufmerksamkeit des Arbeiters im weit geringeren Masse als bisher abhängig und gewährleistet ein einwandfreies Produkt, mit dem sich eine nahezu fugenlose Pflasterung legen lässt. Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Schema der Vorrichtung in axonometrischer Projektion, Fig. 2 einen Schnitt und Fig. 3 einen Pflasterstein, bei dem die Reihenfolge der Bearbeitung der einzelnen Flächen, wie sie am zweckmässigsten vorzunehmen ist, durch Ziffern bezeichnet ist. Der roh vorgerichtete Pflasterstein wird zunächst in einen würfelförmigen Hohlkasten gespannt, der zwei im rechten Winkel zueinanderstehende feste (a, b) und zwei bewegliche Backen (c, d) aufweist, die durch Schraubenspindeln od. dgl. betätigt werden können. Die Bearbeitung des Steines kann nun entweder derart erfolgen, dass in bekannter Weise an den Kanten ein Schlag gezogen und die stehengebliebene mittlere Fläche durch Stocken weggearbeitet wird oder aber auf ein Schlagziehen verzichtet und die Fläche mit Spitzeisen und einem geführten Werkzeug in einem Arbeitsgange geebnet wird. Zweckmässig wird die Ebene 1 mit der Kante e der Einspannvorrichtung bündig bearbeitet, wobei durch die Ftihrung des Werkzeuges an der Kante ohne besondere Messung eine einwandfreie Fläche hergestellt werden kann. Mit Hilfe eines Auswerfers f wird der Stein aus dem Formkasten herausgehoben und mit der bereits bearbeiteten Fläche nach unten in eine zweite Form eingesetzt. Die innere Höhe dieser zweiten Form hängt vom Fertigmass des Abstandes der gegenüberliegenden Flächen ab und wird durch das Höhenmass von vier Einlagen g, die entweder fest in der Form eingebaut sind oder eingelegt werden und auf denen der Stein aufliegt, in ihrer Grösse mitbestimmt. Die Fläche 2 wird nun in derselben Weise wie früher fertig bearbeitet und der Stein hierauf in eine dritte Form eingesetzt. Durch zwei fertige Flächen ist ein winkelrechtes Einspannen zur Bearbeitung der dritten Fläche gesichert, die in gleicher Weise, wie bei den Flächen 1 und 2 vorgenommen wird. Dadurch ist die Grundlage für eine parallele Bearbeitung der vierten Gegenfläche -1 wie bei der Fläche 2 gegeben. Die Fertigstellung der Flächen 6 und 6 des Pflastersteines erfolgt vollständig gleichartig. Zur Erzeugung von Pflastersteinen in grösserem Massstabe oder bei Fliessarbeit wird sich die Verwendung fortlaufender Formen empfehlen, wobei jeder Arbeiter nur eine Form bedient und immer die- <Desc/Clms Page number 2> selbe Fläche bearbeitet. Es ist aber auch leicht möglich, mit einer Form, für die nach dem jeweils gewünschen Würfelmass verschieden hohe Einlagen g, die nach jedem Arbeitsgange ausgewechselt werden müssen, verwendet werden, das Auslangen zu finden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einspannvorrichtung zur Bearbeitung von Pflastersteinen in Würfelform, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem würfelförmigen Hohlkasten besteht, in welchem der Stein durch zwei auf- EMI2.1 zu betätigende bewegliche Spannbacken (c, d) festgehalten wird, wobei der Stein mit der der zu bearbeitenden Fläche gegenüberliegenden Fläche auf vier am Grunde des Hohlkastens angeordneten Auflagern (g) aufruhen kann.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbringung des Steines aus der Einspannvorrichtung ein Auswerfer (f) angeordnet ist. EMI2.2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT113096T | 1928-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT113096B true AT113096B (de) | 1929-04-25 |
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ID=3628004
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT113096D AT113096B (de) | 1928-03-28 | 1928-03-28 | Einspannvorrichtung zur Bearbeitung von Pflastersteinen in Würfelform. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT113096B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3733949A1 (de) * | 1987-10-08 | 1989-04-27 | Bayer Wald Granitwerke K A Thi | Vorrichtung zum herstellen gestockter pflastersteine und platten |
-
1928
- 1928-03-28 AT AT113096D patent/AT113096B/de active
Cited By (1)
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