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Schloss für Hähne, Ventile u. dgl.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schloss mit abnehmbarem Sehliissel, welches besonders zum Verschliessen von Hähnen, Ventilen u. dgl. verwendbar ist.
Der Schlüssel ersetzt den gewöhnlichen Handgriff des Hahnkegels oder der Ventilspindel ; das Schloss wird dadurch eröffnet, dass der Schlüssel in das Schloss eingeführt wird, wo er unter Überwindung
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verdreht werden können. Wenn der Hahn oder das Ventil geschlossen ist, und man den Schlüssel freigibt, so bringt die Feder die Zuhaltung selbsttätig wieder in die Eingriffstellung, wodurch der Hahn oder das Ventil verriegelt und der Schlüssel zurückgeschoben wird. Zufällige Schläge oder Stösse gegen den Handgriff des Schlüssels können dann keine Drehung de Hahnkegels oder der Ventilspindei herbeiführen.
Die Herausnahme des Schlüssels aus dem Schloss in der Offenstellung des Hahnes oder Ventiles wird mittels einer besonderen Sp, rrordnun- verhindert und der Schlüssel lässt sieh aus dem Schloss erst herausnehmen, wenn der Hahn oder das Ventil geschlossen ist.
Diese Anordung ist bei Hähnen oder Ventilen sehr praktisch, die für feuergefährliche Fliissigkeiten, giftige Gase od. dgl. bestimmt sind, da man stets sicher ist, dass der Hahn oder das Ventil geschlossen ist, wenn der Schlüssel aus dem Schloss herausgenommen ist. Gleichzeitig ist der Hahn oder das Ventil verriegelt, so dass ein Öffnen desselben nur durch den zum Schloss gehörenden Schlüssel erfolgen kann.
Auf der Zeichnung ist das Schloss in Verbindung mit einem Hahn mit dem Kegel in geschlossener Lage dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Hahngehäuse und die Schlossvorrichtung parallel
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gehäuses, Fig. 3 Schloss und Hahn im Grundriss, und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV--IV der Fig. 2 ; Fig. 5 zeigt eine besondere Ausführungsform einer Einzelheit.
Der obere Teil dieses Hahngehäuses 1 ist als Stutzen 2 ausgebildet ; an diesem ist ein Deckel 3 befestigt, der als Führung für den Schlüssel 4 dient und den Hals des Hahnkegels 5 abdeckt. Der Hals wird durch eine Eindrehung S in zwei zylindrische Teile unterteilt, die einander diametral gegenüberliegende Abflachungen 7 und 10 besitzen.
Im Innern des Stutzens 2 ist um den Hals 6 eine ringförmige Zuhaltung 11 angeordnet, an deren Innenfläche ein zum Halse passender Kamm 12 vorgesehen ist, wodurch die Zuhaltung gezwungen wird, die Umdrehung des Hahnkegels mitzumachen. An der Aussenfläche der Zuhaltung sind Sperrmittel,
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hält dadurch den Hahn dicht.
Der Schlüssel 4 besitzt eine zum Hals des Hahnkegels passende Ausbohrung und ist innen mit einem segmentförmigen Kamm 17 versehen der zu den Flächen 7, 10 des Halses passt. so dass der Hahnkegel mittels des Schlüssels gedreht werden kann.
Beim Einsetzen des Schlüssels wird der Kamm 17 längs der Fläche des Halses 10 bis zum zylin-
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Fläche 7 gelangt der Schlüssel kann sodann bis gegen die Zuhaltung 11 hinunter geschoben werden und bringt diese durch Überwindung der Federkraft ausser Eingriff. so dass nun der Hahnkegel durch den Schlüssel verdreht werden kann.
Bei der angegebenen Form des Halses des Hahnkegels lässt sich das Schloss praktisch nur mit
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Federdruck ganz aus dem Schloss hinaus geschoben werden, wenn die Zuhaltung in die Eingriffstellung geschoben wird, da er erst nach einer halben Umdrehung um das zylindrische Stück 8 des Halses aus dem Schloss herausgenommen werden kann.
Auf dem Handgriff. M ist ein Zapfen 19 vorgesehen, der beim Einschieben und Umdrehen des Schlüssels unter einen an dem Deckel 3 vorgesehenen Rand 20 zu liegen kommt, und dadurch die Herausnahme des Schlüssels verhindert, wenn der Hahn offen ist. Wird der Schlüssel zurückgedreht ; so dass der Hahn geschlossen ist und sodann losgelassen, so schiebt die Feder 16 selbsttätig die Zuhaltung in die Eingriffstellung und verschliesst den Hahn, gleichzeitig wird der Schlüssel ein entsprechendes Stück
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Drehung des Hahnkegels herbeiführen und zur weiteren Sicherheit der Schlüssel ganz aus dem Schloss herausgenommen werden.
Um zu verhindern, dass der Hahnkegel 5 mit dem Schlüssel gehoben werden kann, wodurch der Hahn undicht würde, kann das Hahngehäuse im Innern des Stutzens 2 mit einem besonders ausgebildeten Rand 21 versehen sein, der nach Unterbringung des Hahnkegels im Hahngehäuse um einen oben am Hahnkegel zweckmässig ausgebildeten Rand 22 gebogen wird und dadurch den Hahnkegel auf seinem Platze hält.
Das gleiche Ergebnis wird erzielt, wenn an Stelle des umgebogenen Randes 21 eine mit einer Kegelspitze versehene Schraube 23 verwendet wird (Fig. 5), die durch das Hahngehäuse gegen eine oben am Hahnkegel vorgesehene Kegelfläche 24 eingeschraubt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schloss für Hähne, Ventile u. dgl., bei dem der Riegel oder die Zuhaltung im oberen Teil des Hahnes oder Ventiles angeordnet ist, wo er unter Einwirkung einer Feder den in bezug auf das Hahnoder Ventilgehäuse drehbaren Teil des Hahnes oder Ventiles verriegelt, während das Öffnen mittels eines abnehmbaren Schlüssels herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel oder die
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die mittels einer um die Spindel zwischen der Zuhaltung und dem Hahn-oder Ventilkegel vorgesehenen Spiralfeder (16) mit dem Hahn-oder Ventilgehäuse in Eingriff gehalten werden, während der zum Öffnen bestimmte Schlüssel sowie das Hahn-oder Ventilgehäuse mit einander entsprechenden Sperranordnungen versehen sind, welche die Herausnahme des Schlüssels aus dem Schloss verhindern,
wenn sich der Hahn oder das Ventil in der Offenstellung befinden.