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Instrument zur Besichtigung von iörperhöhlen n. dgl.
Die Erfindung betrifft ein auch für technische Zwecke verwendbares Instrument zur Besichtigung von Körperhöhlen, engen Bohrungen u. dgl. bei gleichzeitiger Beleuchtung, u. zw. ist zu diesem Zwecke in gerader Verlängerung des Instrumentes eine Beleuehtungsvorrichtung in einem unabhängigen Rohre angeordnet.
Man hat bereits zur Besichtigung von Körperhöhlen Instrumente vorgeschlagen, bei welchen gleichfalls am Ende des mit Linsen ausgestatteten, fernrohrartigen Instruments eine Lampe angebracht war. die abgeknickt sich ausserhalb der Sehrohrachse befand und daher einen grösseren Raum in den Körperhöhlungen beanspruchte. Ein anderes Instrument, welches diesen Fehler vermeiden wollte, ist das sogenannte Gastroskop nach Kausch, bei welchem zwei Prismen an der Seite vorgesehen sind, die zur seitlichen Besichtigung dienen, wogegen die Besichtigung in der Richtung des Sehrohres also geradeaus in der üblichen Weise erfolgt. Auch dieses Gastroskop bedurfte wegen der notwendigen seitlichen Stellung der Prismen eines grösseren Raumes in den Körperhöhlungen.
Abgesehen hievon war dieses Instrument im wesentlichen so eingerichtet, dass einerseits die Besichtigung geradeaus und anderseits eine seitliche Besichtigung nur durch Umstellung der Prismen erfolgen konnte. Im Gegensatz hiezu gestattet das Instrument gemäss vorliegender Erfindung die gleichzeitige Besichtigung der zu untersuchenden Stellen oder Gegenstände geradeaus und seitlich unter günstigster Belichtung. Der Durchmesser des Instrumentes ist trotzdem nicht grösser als der der üblichen Instrumente gleicher Art und kann durch die engsten Kanäle hindurch eingeführt werden. Es ist gerade ohne Biegung ausgeführt, so dass auch starre, umgebogene Instrumente zur Durchführung von Operationen bei günstigster Belichtung verwendet werden können.
Die eben erwähnten Vorteile werden dadurch erzielt, dass an dem Ende eines umgebogenen, fernrohrartigen Instrumentes eine die Lampe aufnehmende Verlängerung von kleinerem Querschnitt vorgesehen wird, die vollständig innerhalb des Durchmessers des Rohres liegt. Als Objektiv ist am Ende des Sehrohres eine Viertelkugellinse derart angebracht, dass dieses Objektiv ein davorliegendes direkt neben der die Lampe tragenden Verlängerung sich befindendes Betrachtungsfeld beherrscht, dessen innerste Grenze innerhalb des Durchmessers des Rohres liegt.
Diese innerste Grenze wird durch das Betraehtungsfeld nicht beeinflusst, da das Objektiv mit einer freiliegenden ebenen Fläche versehen ist, die senkrecht zur oben erwähnten innersten Grenze steht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und es ist : Fig. 1 eine schaubildliehe Ansicht der neuen Vorrichtung, Fig. 2 eine im bedeutend vergrösserten Massstab gezeichnete sehaubildliche Ansieht des vorderen Teils der Vorriehtung naeh F'g. 1. Fig. 3 ein abgebrochener Längsschnitt und Fig. 4 eine schematische Ansicht, aus welcher die bauliche Beschaffenheit des Verwendung findenden Objektives ersichtlich ist.
Ein Rohr 10 mit einem Durchmesser nicht grösser als üblich hat ein vorderes Ende 11, mit welchem das Objektiv und die Lampe verbunden sind. Am hinteren Ende des Rohres 10 sind die üblichen Hilfselemente, die beiden gegenseitig isolierten Ringe 12 und 1. 3, der Isolierring 14 und das Okular 15 vorgesehen.
An dem Ende 11 ist eine eine Lampe aufnehmende Verlängerung 16 vorgesehen, die vollständig in den Umfangsgrenzen des Rohres 10 liegt und eine geeignete Lampe 17 aufnehmen kann. Das Rohr
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ist hinter der Verlängerung 16 so gestaltet, dass ein allmählich übergehender und glatter Querschnitt erzielt wird. Beispielsweise kann die innerste Begrenzung der Verlängerung 16 sich nach rückwärts erstrecken und in die ein wenig konkave von den konischen Teilen 18 begrenzte Fläche 19 übergehen.
Das am Ende des Rohres hinter der Verlängerung 16 vorgesehene Objektiv 20 ist ein exzentrischer Teil einer plankonvexen Linse, deren Durchmesser etwa doppelt so gross ist wie der des Rohres. Das Objektiv hat eine vordere ebene Fläche M, von der nur der Teil 22 freiliegt, und eine konvex gekrümmte hintere Fläche 23.
Das Objektiv 20 weist einen zylindrischen Teil auf, welcher dicht in das Rohrende passt und dessen grösserer Teil unmittelbar hinter der Lampenverlängerung 16 liegt. Das Objektiv hat mithin neben der ebenen Fläche 21 und der konvexen Fläche 23 einen zylindrischen Teil 24. 25 stellt eine theoretisch plankonvexe Linse dar, die im wesentlichen halbkugelförmig und im Durchmesser etwa, zweimal so gross ist wie der zylindrische Teil 24. Das Objektiv 20 ist so gebaut, dass die ebene Fläche 21 mit einem Radius der theoretischen Linse 25 zusammenfällt und die konvexe Fläche 23 durch die konvexe Fläche der Linse 25 begrenzt wird.
Das Objektiv 20 ist in dem Rohrende mit der ebenen Fläche 22 auswärts gerichtet und mit dem stärksten Teil hinter dem äussersten Punkt des freiliegenden Teiles 22 angeordnet. In dem Rohr 10 sind verschiedene geeignete Linsen vorgesehen, so dass ein vollständiges optisches System geschaffen wird. Infolge dieser Anordnung des Objektivs 20 kommt die Eintrittspupille des ganzen Systems an einem sehr kleinen Punkt in der Nähe des ausgesetzten Teils 22 zu liegen, wenn sie nicht mit letzterem zusammenfällt. Das mit einem derartigen System geschaffene Betrachtungsfeld ist im wesentlichen kegelförmig, wobei die Spitze des Kegels an der Eintrittspupille liegt, während die Achse des Kegels schräg naeh vorne sich erstreckt.
Das übertragene Bild steht aufrecht und ist nicht umgekehrt, und durch die konvexe Ausbildung des Objektivs werden Lichtstreuungen verhindert. Die ganze Anordnung ist vom Standpunkt der Lichtübertragung in hohem Mass wirksam.
In Fig. 3 stellen die Linien 26 und 27 die ungefähren Grenzen des Betrachtungsfeldes dar. Die innere Linie 26 steht senkrecht zur ausgesetzten Fläche 22 und mithin kann durch eine Änderung des Mittels (Medium) innerhalb des Betrachtungsfeldes wohl der Spitzenwinkel des Kegels geändert werden, jedoch kein Einfluss auf die Länge der inneren Grenze 26 ausgeübt werden.
Die elektrischen Verbindungen der Lampe können durch eine dicht passende Hülse 29 und einen Draht 30 od. dgl. hergestellt werden. Die Hülse 29 kann die eine und der Draht 30 die andere Leitung bilden, u. zw. kann letzterer dicht zwischen einem Innenrohr 28 und der Hülse 29 liegen.