AT110133B - Saal. - Google Patents

Saal.

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AT110133B
AT110133B AT110133DA AT110133B AT 110133 B AT110133 B AT 110133B AT 110133D A AT110133D A AT 110133DA AT 110133 B AT110133 B AT 110133B
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Ernst Milkutat
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Ernst Milkutat
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Saal. 
 EMI1.1 
 Bisher hat man sich zur Verbesserung der Akustik meist darauf beschränkt, nach baulicher Fertigstellung der betreffenden Räume Einbauten vorzunehmen, die den Nachhall beseitigen oder mildern und die Tonstärke erhöhen sollten. 



   Die Ursachen der schlechten Akustik eines Saales liegt nach Ansicht des Erfinders zum grössten Teil in der Formgebung des betreffenden Raumes. Da die Schallwellen sieh mit grosser Geschwindigkeit nach allen Seiten hin verteilen und beim Auftreffen auf feste Wände unter dem gleichen Winkel wieder   zurückgeworfen   werden, unter welchem sie auftreffen, muss dafür gesorgt sein, dass die Schallwelle nach verhältnismässig wenigen   Durehquerungen   des Raumes zur Ruhe kommt, um den Nachhall zu vermeiden. 



  Die soll gemäss der Erfindung aber nicht durch Dämpfung der Schallwelle beim Auftreffen auf Schallfänger, wie Wandbespannungen   u. dgl.,   erfolgen, da hiedurch die berüchtigte Tontilgung verursacht wird, sondern dadurch, dass die Schallwelle sieh entweder in den Ecken verläuft oder zum Ausgangspunkt der Welle zurückkehrt. 



   Die schlechte Akustik ist nach Ansicht des Erfinders auf schlechte Lagerung der in einem solchen Raum erzeugten Schallwellen infolge seiner baulichen Dimensionierung   zurückzuführen.   Zu diesem Zweck soll gemäss der Erfindung die Dimensionierung so erfolgen, dass die Schallwellen stetig in dem Raum verteilt und so gelagert werden, dass sich ihre Amplituden   möglichst   verstärken. Eine derartige Wirkung soll gemäss der Erfindung dann eintreten, wenn Länge, Breite und Höhe des Saales in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Dieses Verhältnis muss so gewählt werden, dass die Länge a, 
 EMI1.2 
 des goldenen Schnittes geteilten Linie verhalten, also : a : b=b : (a--b). 



   Weiterhin ist man bei Sälen vielfach dazu übergegangen, die Kante, an welcher Decken-und Seitenwände zusammenstossen, zu   überwölben.   Die Schallwellen verlaufen in solchen Ecken, so dass diese tontilgend wirken.   Erfindungsgemäss   werden die tontilgenden Eigenschaften einer solchen Ecke durch besonders geformte Überwölbungen verhindert, wodurch gleichzeitig eine Erhöhung der Klangwirkung erreicht wird. Zu diesem Zweck erhält die Wölbung die Form einer Hyperbel, welche in ungefähr halber Höhe der Seitenwände tangential an die Seitenwand anschliesst und so zur Mitte der Decke geführt ist, dass die beiden sich hier treffenden Äste der Hyperbel ineinander übergehen. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigen : Fig. 1 den Grundriss eines Saales, Fig. 2 die Seitenwand und Fig. 3 die Wölbung zwischen Seitenwand und Decke, wobei zum besseren Verständnis des Wesens der Erfindung die entsprechenden Projektionen einer Schallwelle eingezeichnet sind, um ihren Verlauf zu zeigen. 



   Die   Grundfläche   des Saales ist in Fig. 1 dargestellt und besitzt im Ausführungsbeispiel die Länge a und die Breite b. Der eingezeichnete   Schallwellenzug   zeigt, wie er sich nach verhältnismässig wenigen Umläufen, wobei der Einfallwinkel jeweilig gleich dem Ausfallwinkel ist, in eine Ecke verläuft und hier zur Ruhe kommt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Das gleiche ersieht man aus'Fig. 2, welche eine Seitenwand des Saales mit der Länge a und der Höhe a-b darstellt. Auch hier verläuft sich die Schallwelle nach wenigen Umläufen in eine Ecke. 
 EMI2.1 
 schwingenden Schallwellen dar. Der Einfall-und Ausfallwinkel ist der Einfachheit halber-je zu 450 angenommen. In Wirklichkeit kann der Strahl unter den verschiedensten Winkeln auf die Wandungen treffen.

   Immer sind Einfall-und Ausfallwinkel einander gleich und immer ergibt sich das gleiche Resultat, dass die Schallwellen sich in einer Ecke verlaufen. Alle übrigen Schallwellen kehren zum Ausgangspunkt der Schallwelle zuriick, was bei der gleichmässigen Klangverteilungim Raum ohne weiteres verständlich ist. 



   Die Fig. 3 zeigt im vergrösserten Massstabe die Überwölbung zwischen Seitenwand und Decke. 
 EMI2.2 
 Schallwellenzug zeigt auch hier den schon geschilderten stetigen Verlauf. 



   Wie schon in der Einleitung erwähnt, muss als Deckenkurve der Teil eines Kegelschnittes, u. zw. einer Hyperbel gewählt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Saal, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verminderung des Nachhalls und zur Vermeidung der Tontilgung die Abmessungen (Länge, Breite und Höhe) des Raumes durch eine nach dem goldenen Schnitt geteilte'Strecke bestimmt werden und die Decke des Raumes nach Hyperbelästen als Umhüllungslinien gewölbt ist.

Claims (1)

  1. 2. Saal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumlänge der ganzen Strecke (a) entspricht, während die Raumbreite (b) dem grösseren Abschnitt und die Raumhöhe (a-b) dem kleineren EMI2.3 EMI2.4
AT110133D 1925-04-08 1925-08-17 Saal. AT110133B (de)

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