AT109976B - Verfahren zur Gewinnung eines Klebstoffes aus Johannisbrotkernen oder ähnlichen Samenkörnern. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines Klebstoffes aus Johannisbrotkernen oder ähnlichen Samenkörnern.

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  Verfahren zur Gewinnung eines   Klebstoffes ans Johannisbrotkernen   oder ähnlichen
Samenkörnern. 



    Die bekannten Verfahren zur Gewinnung eines Klebstoffes aus Johannisbrotkernen oder ähnlichen Samenkörnern liefern ein Gemisch, in dem die im Endosperm der Samenkörner enthaltenen stärkeartigen Körper in solchen Mengenverhältnissen vorhanden sind, die sich nach der Herkunft und dem Grad der Reife der behandelten Körner richten. Der Anteil der stärkehaltigen Körper, die allein eine viskose Masse liefern, schwankt im allgemeinen zwischen 25 und 50% des Gesamtgemisehes. Das Gemisch wird in flüssigem oder viskosem Zustande erhalten und hat dementsprechend eine recht beschränkte Lebensdauer. Die bekannten Verfahren sind umständlich und erfordern umfangreiche Arbeiten, die den Herstellungspreis des Produktes erhöhen. 



  Man hat auch bereits versucht, aus den Rückständen, die sieh bei der Herstellung einer Zuekerlösung aus Johannisbrot ergaben, Gummistoffe zu gewinnen. Zu diesem Zwecke hat man die nach dem Erpressen der Zuckerlösung verbleibenden Rückstände geröstet, mit Wasser gekocht und die wässerige Lösung durch ein feines Sieb von den festen Anteilen getrennt. Dieses Verfahren ist praktisch bedeutunglos, weil die gerösteten und extrahierten Rückstände keine merklichen Mengen von Gummi mehr enthalten. 



  Dieser Gummi geht vielmehr schon bei der Gewinnung des Zuckers mit in Lösung. 



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung eines Klebstoffes aus den Johannisbrotkernen oder ähnlichen Samenkörnern, bei dem der in den Johannisbrotkernen enthaltene Klebstoff in einfacher Weise mit sehr guter Ausbeute gewonnen wird. Es wurde nämlich gefunden, dass dieser Zweck nur dann erreicht werden kann, wenn die von ihren Schoten und Keimblättern befreiten Johannisbrotkeme-vor der Behandlung mit Wasser solange auf Temperaturen unter 1500 erhitzt werden, bis sie ein goldbraunes Aussehen erhalten haben. Die Erhitzung bewirkt eine vollkommene Überführung der noch nicht im Wasser löslichen Kohlehydrate, welche die den Klebstoff liefernden Blättehen des Johannisbrotkernes aufbauen, in dextrinähnlichen, wasserlöslichen Röstgummi.

   Wahrscheinlich findet eine Umwandlung der Kohlehydrate in dem Sinne statt, dass eine Depolymerisation oder Desaggregierung des Moleküls eintritt. Die ursprünglich in der Kälte bloss quellbaren kleisterbildenden Kohlehydrate werden dabei löslich und verwandeln sich in Dextrine, die als eine Art Kaltleim angesprochen werden können. 



  Praktisch wird das Verfahren so durchgeführt, dass die ganzen Körner der Johannisbrotsehoten durch Behandlung in besonderen Mühlen oder Brecher von ihrer Schote und ihrem Keimblatt sowie auch von dem Keimling selbst befreit werden. Die so behandelten Kerne werden hierauf in einem geeigneten Apparat, beispielsweise einem Drehofen erhitzt, bis sie ein goldbraunes Aussehen erhalten haben. Zur Erhitzung dient eine beliebige geeignete Heizvorrichtung. Die Temperatur soll dabei möglichst nicht über 1500 C steigen. 



  Die so behandelten Kerne werden dann mit dem ungefähr zwanzigfachen Gewicht kochenden Wassers ausgelaugt ; diese Behandlung dauert durchschnittlich zwei Stunden, wobei langsam gerührt wird. Auf diese Weise entsteht eine viskose Lösung, die abgesaugt und durch ein geeignetes Filter hindurehgetrieben wird. Die Art der angewandten Filtriervorrichtung ist gleichgültig. Es kommt nur darauf an, die lösliehen Klebstoffe von den unlöslichen Rückständen zu trennen. Man erhält schliesslich eine durchsichtige Lösung, die vorteilhaft in Heisslufttrockenapparaten verdampft wird. Dabei hinterbleibt der Klebstoff im trockenen Zustande und kann in beliebigen Zerkleinerungsmaschinen, z. B. Kugelmühlen, zu einem Pulver beliebiger Feinheit zerkleinert werden. 



  Dieses trockene Pulver ist unbegrenzt haltbar und bequem aufzubewahren und zu transportieren. 



  Der gewonnene Klebstoff zeichnet sich auch noch dadurch aus, dass er keinerlei Unreinlichkeiten enthält. 



  Das beschriebene Verfahren kann nicht nur auf JohanJ1Ìsbrotkerne sondern auch auf ähnliche Samenkörner Anwendung finden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung eines Klebstoffes aus Johannisbrotkernen oder ähnlichen Samenkörnern, die von ihren Schoten und Keimblättern befreit und geröstet worden sind, dadurch gekennzeichnet. dass die Kerne vor dem Auslaugen mit Wasser solange auf Temperaturen unter 1500 erhitzt werden, bis sie ein goldbraunes Aussehen haben. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT109976D 1924-10-10 1925-09-30 Verfahren zur Gewinnung eines Klebstoffes aus Johannisbrotkernen oder ähnlichen Samenkörnern. AT109976B (de)

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