<Desc/Clms Page number 1>
Dampf- oder Gaswärmespeicberanlage.
Es ist bekannt, dass man eine bestimmt ? Dampfmenge dadurch aufspeichern kann, dass man Dämpfe in eine Flüssigkeit hineinleitct und dadurch den Druck dieser mit dem kondensierten Dampf gemengen Flüssigkeitsmasse über den benötigten Gebrauchen) pfdruck erhöht. Wird nun Dampf von dem benötigten Druck gebraucht, so kann man die in die Flüssigkeitsmasse eingeleitete Dampfmengat zurückgewinnen, indem man den Druck der Flüssigkeitsmasse, welche mit dem kondensierten Dampf vermengt ist und einen Teil seines Wärmegehaltes aufgenommen hat, auf den benötigten Dampfdruck herabmindert.
Bei den heute vorzugsweise gebrauchten Dampfspeichern muss also bei der Ladung des Speichers der Druck der zu speichernden Dämpfe höher als der benötigte Gebrauchsdampfdruek, sein, und der Druck der Speicherflüssigkeit muss über den Gebrauchsdampfdruck erhöht werden, um dann ;
EMI1.1
Dampfmenge teilweise abzugeben.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, dass der aufzuspeichernde Dampf oder das aufzu- speichernde Gas bzw. Dampfgasgemisch, nachdem es in einer Maschine eine Zustandsänderung durchgemacht hat, zwecks Aufspeicherung in ein Mittel geleitet wird, welches einen tieferen oder den gleichen Druck wie der Austrittsdruck der Maschine besitzt und dass bei der Entladung des Speichers der
EMI1.2
die Einleitung und Unterbrechung des Vorganges, der dazu dient, den aus dem Speicher entnommenen Dampf, das Gas oder Dampfgasgemisch auf den Austrittsdruek der Kraftmaschine zu bringen, selbsttätig in Abhängigkeit vom Druck oder der Temperatur im Verbrauchsnetz oder in Abhängigkeit von dem' Belastungszustand der Kraftmaschine geschieht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sehematisch dargestellt.
Durch die Frischdunpfleitung 1 tritt Dampf in die Dampfkraftmaschine (Turbine) 2 ein, wird
EMI1.3
Leitung 7 ist ein Ventil 8 eingeschaltet.
Dieses Ventil wird durch eine Feder 20 geschlossen gehalten und steht in Verbindung mit einem Kolben 18, dessen Zylinder durch eine Zweigleitung 21 mit dem Dampfsammler 4 verbunden ist. Steigt im Dampfsammler 4 der Druck, so wird der Kolben 18 gehoben und damit das Ventil 8 geöffnet, so dass die Verbindung des Abdampfrohres 3 über die Leitung 7 mit dem Dampfspeicher 6 hergestellt wird.
Der Dampfraum des Speichers 6 ist mit Rohrleitung 9 über das Rückschlagventil 10, den Strahlapparat 11 und Rückschlagventil 12 ebenfalls mit der Abdampfleitung. 3 verbunden. Die Frischdampfdüse des Strahlappirates ist durch die Rohrleitung 16 mit der Frischdampfleitung 1 verbunden. In der Frischdampfdüse bewegt sich eine Düsennadel oder ein sonstiges Drosselorgan13, welches mit dem Kolben und Zylinder 14 in Verbindung steht. Der Kolben 14 ist durch die Feder 15 belastet. Zylinder und Kolben 14 steht mittels der Rohrleitung 17 mit dem Dampfsammler 4 in Verbindung.
Die Ladung des Speichers 6 erfolgt nun derart, dass aus der Abdampfleitung 3 durch die Rohrleitung 7 und das Ventil 8 solange Damp. in den Speicher 6 strömt, bis die vorhandene Druckdifferenz
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
gebraucht wird, sinkt der Druck im Sammler 4 und dem Zylinder 14, und desto mehr öffnet das Organ 13 die Frischdampfzufuhr und desto grösser wird die aus den Speicher geförderte Dampfmenge. Hört der gesteigerte Dampfverbrauch auf, so steigt der Druck im Sammler 4, im selben Verhältnis schliesst die Düsennadel od. dgl.
13 auf dem vorbezeichneten Weg die Frischdampfzufuhr und dadurch die Dampflieferung aus dem Speicher, bis zuletzt die Düsennadel den Frischdampfstrom ganzabschliesst und dadurch
EMI2.2
der Dampfraum des Speichers ist von der Abdampfleitung 3 abgeschaltet.
Die Expansion in der. Kraftmaschine kinn also jederzeit bis zum benötigten Gebrauchsdruck herabgeführt werden, im Gegensatz zu den gebräuchlichen Maschinenanlagen mit Dampfspeichern, bei denen der Gegendruck steigt, wenn der Speicher geladen wird.
An Stelle des Strahlapparates kann irgendein Verdichter gewählt werden. Die Energie zur Verdichtung kann zum Teil oder gänzlich dem aufgespeicherten dampf selbst entommen werden, indem ein Teil desselben z. B. zum Betrieb eines Verdichters verwendet wird.
Die Steuerung des Lade-und Entladevorganges kann durch Dampfdruck oder irgendeine Hilfskraft erfolgen und entweder vom Gabrauchsd'1mpfdruck, vom Frischdampfdruck, vom Spl'icherd1mpf- druck, von der Temperatur des Gebrauches, Frischdampfes oder Speicherdampfes oder von der Kraftlieferung einer Kraftmaschine abhängig gemacht werden.
Das im vorstehenden an einem Beispiel für die Aufspeicherung von Dämpfen erläuterte Wesen der Erfindung kann auch in sinngleicher Weise für die Aufspeicherung von Gasen (z. B. Ammoniak) angewendet werden. In diesem Falle muss natürlich als Speicherflüssigkeit eine solche angewendet werden, die ein entsprechendes Absorptionsvermögen für das betreffende Gas besitzt. Schliesslich ist nach gleichen Grundsätzen die Speicherung von Gasdampfgemischen, etwa der Abgase von Verbrennungs- kraftmaschinen, möglich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dampf-oder Gaswärmespeicheranlage, dadurch gekennzeichnet, dass der aufzuspeichernde Dampf oder das aufzuspsichernde Gs bzw. Dampfgasgemisch, nachdem es in einer Maschine eine Zustands- änderung durchgemacht hat, zwecks Aufspeicherung in ein Mittel geleitet wird, welches einen tieferen oder den gleichen Druck wie der Austrittsdruck der Maschine besitzt, und dass bei der Entladung des Speichers der entnommene Dampf, das Gas oder Dampfgasgemisch wieder auf den Austrittsdruck der Maschine gebracht wird.