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Webstuhl mit auf beiden Seiten feststehenden Schussspulen und doppelseitiger Schuss- eintragung mittels Eintragnadel.
Die Erfindung stellt eine weitere Ausbildung der Einrichtung nach dem Patent Nr. 93. 577 des Anmelders dar. Gegenstand dieses Patentes ist eine Schusseintragungsvorrichtung mittels Greifer für Webstühle, bei der der Schussfaden vom Zubringergreifer bis in die Mitte des Gewebefaches doppelt eingetragen wird und, nachdem der von der Webkante kommende Fadenteil innerhalb der Webkante abgeschnitten ist, vom zweiten Greifer (Abnehmergreifer) so angezogen wird, dass er als einfacher Faden in das Webfach eingelegt ist. Bei einer derartigen Einrichtung ist die Webkante an der Seite der Schusseinführung ordnungsmässig abgebunden, dagegen ist es an der entgegengesetzten Leiste schwierig, eine ordnungsmässige Abbindung zu erhalten.
Die Einrichtung nach der Erfindung bezieht sich im besonderen auf jene Ausführungsform der Einrichtung nach Patent Nr. 93. 577, bei der das Eintragen des Schusses durch besondere Schussspulen von beiden Gewebeseiten erfolgt ; hiedurch erhält man auch an beiden Gewebeseiten ordnungsmässig abgebundene Leisten.
Gemäss der Erfindung wird aber der Schussfaden durch einen von einer Mustervorriehtung betätigten Zubringer zugeführt. Die Einrichtung des Webstuhles ermöglicht es daher, dass der Schussfaden in
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Schusseintragung beliebig oft von jeder der beiden Gewebeseiten aus ermöglicht wird, kann man bei jeder in Betracht kommenden Bindung eine feste Kante und ordnungsmässig abgebundene Gewebeleiste erzeugen. Es ist z. B. sehr zweckmässig bei Anwendung einer einfachen Leinwandbindung den Schuss. im Verhältnis von 2 : 2 einzutragen, d. h. von jeder Seite werden nacheinander zwei Schüsse zur Eintragung gebracht mit dem Erfolg, dass jeder von der gleichen Seite aus eingetragene Schussfaden in einem andern Webfach zu liegen kommt und die äussersten Kettenfäden einbindet.
Für einen dreibindigen oder vier-oder fünfbindigen Köper verfährt man dagegen zweckmässig im Verhältnis 1 : 1 kann aber auch jedes andere passende Verhältnis wählen.
Die Erfindung gibt auch ferner die Möglichkeit, bei Verwendung von zwei Spulen mit verschieden gefärbtem Schussmaterial eine Anzahl Muster bunt zu weben, indem, dem Muster entsprechend, so viele Schussfäden von einer Seite eingetragen werden, wie dies dem jeweiligen Erfordernis entspricht.
Die Eintragvorrichtungen bestehen im wesentlichen zugleich aus einer Gabel und einem Haken, so dass jede Eintragvorrichtung je nach Zweckmässigkeit als Sehussfadenführer oder-abnehmer arbeiten kann. Damit die als Gabel oder Haken ausgebildeten Eintragvorriehtungen beim Eintritt in das Webfach etwaige lose Kettenfäden nicht zerreissen, sind die Eintragvorrichtungen erfindungsgemäss mit Schutzvorrichtungen versehen, welche die Kettenfäden teilen.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es bedeutet : Fig. 1 die Vorderansicht - der rechten Webstuhlseite mit Schusseintragungsvorrichtung für einen Zubringer und Spule, Fig. 2
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eine Seitenansicht der Lade teilweise im Schnitt, wodurch die Arbeitsweise des Fadenzlibringers ersicht- lieh ist ;
der Antrieb des Zubringers erfolgt durch eine Daiimenscheibe, Fig. a einen Antrieb für den Fadenzubringer mit Kette und Anschlägen, Fig. 4-eine Vorderansicht des oberen Teiles des Fadenzu-
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und des VerbindungsstÜckes 9 der oben zu einem Winkel 11 umgebogene und in der Lade 1' ? -18 gelagerte Fadenzubringer 10 in dem Augenblick des Blattanschlages angehoben, so dass er die in Fig. 6 punktiert angedeutete Lage einnimmt. Von der Srhussspule 14 ist der Faden 15 durch die Ösen 16 und 17 L, : geleitet und verläuft von der Öse 17 zum Geweberand, wo er mit dem von der gleichen Seite eingetragenen
Schussfaden 20 verbunden ist und einen Winkel bildet, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist.
Dadurch, dass beim Blattansehlag der Zubringer 10 und 11 hochgehoben ist und die in Fig. 4 in vollen Linien dargestellte Lage einnimmt, steht er über dem am Gewebe hängenden Schussfaden 20 und wird diesen beim Niedergehen des Zubringers herunter in die in Fig. 4 punktiert angedeutete Laue ziehen, so dass der Schussfaden zwischen Öse 17 und Zubringer 10 und 11 senkrecht steht.
Geht nun die Eintragvorrichtung 21. die in diesem Falle als Zubringer arbeitet, in das Webfach, so legt sich der Teil 20a des Schussfadens. 20 in die Gabel 22 der Eintràgvorrichtung und wird von dieser bis in die Mitte des Faches vorgeschoben, wo er dann von der in diesem Falle als Abnehmer arbeitenden
Eintragvorrichtung durch den Haken 8- ? abgenommen wird. Bei der Zurückführung der Eintragvor- richtungen in ihre Ruhestellungen, nimmt der Haken 23 den Schussfaden 20 in bekannter Weise mit.
Um zu verhindern, dass die Eintragvorrichtung etwa lose herabhängende Kettenfäden ab- reisst. sind die ersteren mit Schutzvorrichtungen 24 ausgerüstet, die in eine Spitze 25 endigen ; wodurch eine Teilung der Kettenfäden erfolgt.
Um die Zubringer in der gewünschten Reihenfolge arbeiten zu lassen, sind die beiden Scheiben. welche die Zubringer bestätigen, mit mehreren Nocken 27 und ? 8 versehen (Fig. 3). Erforderlich ist natürlich, dass die Welle 5 zu den Eintragvorrichtungen in richtigen Übersetzungsverhältnis steht.
Um eine grössere Vielseitigkeit der Muster zu ermöglichen, kann auch eine Kette 4 mit Nocken oder ähnlichen Arbeitsorganen 28 verwandt werden, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist. Es ist natürlich erforderlieh, dass auf beiden Webstuhlseiten die gleiche Vorrichtung vorhanden ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Webstuhl mit auf beiden Seiten feststehenden Schussspulen und doppelseitiger Schlusseintragung