<Desc/Clms Page number 1>
Transportable Warnvorrichtung für Streckenarbeiter.
Die auf der Strecke mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigten Arbeiter werden, besonders bei Nebel oder innerhalb eines Tunnels, sehr oft von einzelnen Maschinen oder Zügen überrascht, ohne dass der die Beaufsichtigung führende Beamte die Arbeiter rechtzeitig hätte warnen können. Die zur Vermeidung von derartigen Unglücksfällen getroffenen Vorsichtsmassnahmen haben sich auf den heutigen Tag vielfach als vollkommen wirkungslos erwiesen.
Dieser Übelstand wird nun durch den Gegenstand der Erfindung in einfacher und sichererWeise behoben. Die Neuerung besteht darin, dass eine in genügender Entfernung von der Arbeitsstelle am Schienenfuss lösbar befestigte Lasche, die mit seitlichen, je eine Polklemme aufweisenden Armen versehen ist, als Träger für einen, über das Niveau des Schienenkopfes ragenden, federnd gelagerten Bügels mit vertikal angeordneten Endflachschienen dient, wobei sämtliche Organe unter Strom stehen und die Einrichtung so getroffen ist, dass durch die Räder eines ankommenden Zuges der Bügel niedergedrückt und seine vertikalen Endschienen in Kontakt mit den Polklemmen gebracht werden, so dass der auf diese Weise geschlossene Stromkreis ein an der Arbeitsstelle der Strecke aufgestelltes,
mit der Vorrichtung durch Leitungskabel in Verbindung stehendes hörbares Signal als Warnzeichen für die beschäftigten Arbeiter zum Ertönen bringt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform unter Beifügung eines Schaltungsschemas veranschaulicht, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 einen Querschnitt, Fig. 3 eine Einzelheit und Fig. 4 das Sehaltungsschema.
Die Vorrichtung umfasst eine Lasche a, die mit ihrer entsprechend geformten Basis am Schienen- fuss x vermittels einer Flügelsehraube a" lösbar befestigt werden kann und deren längs des Schienensteges aufragender Teil a'eine angenietete oder angeschweisste Fühlung b in senkrechter Anordnung enthält. Die Lasche ist des ferneren mit zwei wagrechten Armen c, d versehen, an deren Enden je eine Polklemme e, f sitzt, sowie mit zwei vertikal stehenden Rundzapfen g bzw. h.
Die erwähnte Führung b dient zur Aufnahme des Bolzens k eines T-Bügels i, der an seinen Enden je eine vertikal verlaufende Flachschiene 1, m trägt, deren Endteil (ebenso wie die Polklemmen) zweckmässig aus Kupfer besteht. Die Ausleger des Bügels sind des weiteren mit abwärts stehenden Hülsen n, o versehen, in denen Schraubenfedern p, q befestigt sind, u. zw. > 0, dass bei aufgehängtem Bügel die aus den Hülsen herausstehenden Federn auf die Bolzen g, h, der Arme e, d geschoben lagern und die Kupferschienen !, m oberhalb, also ausser Bereich der Polklemmen sieh befinden. Sämtliche beschriebene Teile stehen in an sich bekannter Weise unter Strom.
Am Steg a'der Lasche zist eine Steckdose r einmontiert, die zur Aufnahme des Steckkontaktes eines Kabels dient. das von einer Seiholle bis zur Arbeitsstelle abgewickelt und dort in Verbindung mit der Warnglocke gebracht werden kann.
Die Ingebrauchnahme der Vorrichtung ist wie folgt : In einer Entfeinung von zilka 300 m von den auf der befahrenen Strecke beschäftigten Arbeiten wird die Lasche a vermittels der Flügelschraube a" auf dem äusseren Schienenfusse x lösbar befestigt, wobei der auf seinen Federn p, q ruhende und von
EMI1.1
wird der Stecker des Leitungskabels mit der Steckdose r in Verbindung gebracht, das Kabel über die Seiltrommel abgerollt und vermittels desselben der Kontakt mit dem Glockensignal he ! gestellt, das an der Arbeitsstelle zweckmässig auf einem Gestell (Dreifuss) ruht, um die Resonanz zu verstä'ken. Sobald nun ein Zug die Strecke befährt, werden dessen Räder den Bügel i niederdueken und die an letzteren sitzenden Flachschienen ,
m werden in ihre zugehörigen Polklemmen e, f eintreten, Der auf diese Weise
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
optisches Signal in den Stromkreis eingeschaltet werden oder beide gleichzeitig.
Nach. Vorüberfahren des Zuges wird der Arbeitsbügel i durch Entspannen der zusammengepresst gewesenen Federn p, q wieder in seine Endstellung selbsttätig zurückgebracht.
Bei Verlegen der Arbeitsstelle wird die Vorrichtung vom Schienenfuss gelöst und in entsprechender Entfernung von neuem in der beschriebenen Weise an der Schiene befestigt, so dass die Arbeiter in wirksamster Weise gegen jedes überraschende Nahen eines Zuges geschützt sind.