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Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Gleichrichter für Wechselstrom und die gruppenweise Anordnung mehrerer solcher Gleichrichter zum Laden von Sammelbatterien.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Gleichrichter kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, dass der Wechselstrom durch eine Wicklung fliesst, die eine schwingende Lamelle umgibt und deren freies Ende magnetisiert. das zwischen den beiden Polen eines permanenten magnetischen Feldes
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wird, die mit dem Speisestrom übereinstimmt, wobei durch die Hin-und Herschwingungen der Lamelle ein gleichgerichteter Strom entsteht, der an der positiven Klemme mit Hilfe zweier Kontakte abgenommen werden kann, von denen der eine fest und der andere an der schwingenden Lamelle vorgesehen ist.
Beim Abschalten der Vorrichtung von der Speiseleitung kann man feststellen, dass die letzten Sehwingungen des Schwingungskörpers die Saull11elbatterie zur Speiseleitung entladen, so dass die auf diese Weise entstehenden Induktionsströme die Erregerwicklung der Lamelle speisen und die Lamelle in Schwingung halten. Diese Phänomene treten mit zunehmender Spannung verstärkt auf.
Um diese Übelstande auszuschalten und ohne Gefahr hohe Ladespannungen verwenden zu können, werden mehrere Gleichrichter erfindungsgemäss in Gruppen geschaltet, indem man in den Ladestromkreis zwei oder mehrere der vorliegenden Gleichrichter einschaltet, derart. dass bei Beginn der Ladung oder bei
Unterbrechungen des Synchronismus eine Störung der Wirkung der einzelnen Gleichrichter nicht zu befürchten ist.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es bedeutet : Fig. 1 eine Vorderansicht des Gleichrichters, Fig. 2 eine Längsschnitt nach Fig. 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 ein Schaltungsschema mit zwei Gleichrichtern.
Der Gleichrichter (Fig. 1 und 2) besitzt eine elastische Lamelle 1, die unten an der Klemme : 2 befestigt ist, während ihr oberes Ende j sich in dem Magnetfeld des permanenten Magneten befindet.
Um das Lameilenende 3 ist eine Wicklung 5 gewunden, welche an das Wechselstromnetz angeschlossen und deren Enden einerseits mit der Lamelle 1 und anderseits mit einer kleinen Spiralfeder 6 verlötet sind, die an die Klemme 7 angeschlossen ist, welche mit einer Abzweigung 8 der Sekundärwicklung 9 des Transformators T verbunden ist. Eine andere Abzweigung 10 der Sekundärwicklung 9 steht mit der Klemme 2 in Verbindung, so dass der abgezweigte Stromkreis über Lamelle 1 und Wicklung J geschlossen ist.
Die Lamelle 1 ist mit einem Platinkontakt 11 versehen, der einem ebenfalls aus Platin bestehenden festen Kontakt 12 gegenüber steht. Dieser Kontakt führt durch Leitung 14 zu einer Stromabnahme- klemme. M. Die andere Klemme 13 ist durch Leitung 7J mit der Sekundärwicklung des Transformators T direkt verbunden und schliesst einen Rheostat 16 und eine Schmelzsicherung 17 ein. die den Zweck hat, zu \erhindsrn, dass der Akkumulator oder die Sammelbatterie sich entladet, falls der Wechselstrom des Transformators T, z. B. bei einer Störung, unterbrochen wird.
Um die Eigenschwingung der elastischen Lamelle 1 regeln zu können, wird eine Vorrichtung 18 verwendet, die eine Schraube 19 besitzt, deren Spitze sieh gegen die Lamelle mehr oder weniger anlegt, wodurch die freie Schwing1mgslänge der Lamelle verändert werden kann. Zweckmässig wird zwischen der Spitze der Schraube 19 und der Lamelle 1 eine Blattfeder 20 eingeschaltet, die wie ein elastisches Kissen wirkt.
Um weiter den Abstand zwischen den Platinkontakten 11 und 12 zu regeln und dadurch die Minimalwerte der Halbwelle zu unterdrücken, wird eine Ansgleichsvorrichtung 21 verwendet, zu
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der eine Schraube : 2B gehört, deren Spitze unter Vermittlung einer gebogenen Blattfeder 23 die Lamelle 1 von dem festen Kontakt 12 mehr oder weniger entfernt.
Der in den Wicklungen 24 induzierte Strom des Transformators l'speist die Wicklung ; 5, wodurch am Ende der schwingenden Lamelle 1 ein magnetisches Wechselstromfeld von gleicher Frequenz und
Phase wie in der Transformatorwicidung 24 entsteht. Das Lamellenende : 3 wird dadurch abwechselnd positiv und negativ magnetisch und, da es sich im Kraftlinienfeld des permanenten Magneten 4 befindet, wird es bald von dem einen und bald von dem ändern Magnetpol angezogen bzw. abgestossen.
Man regelt nun die Synchronisierungsschraube 19 so, dass die Lamelle dieselbe Schwingung- frequenz wie der Wechselstrom erhält und erzielt bei jeder Periode das Aufeinandertreffen oder Lösen der Kontakte 11 und 12, demzufolge an den Klemmen-M ein pulsierender gleichgerichteter Strom abge- nommen werden kann.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Gleichrichter ist im allgemeinen nicht für hohe
Spannungen geeignet. Versuche haben aber gezeigt, dass, wenn man mehrere solcher Gleichrichter in Gruppen schaltet, man sehr hohe Spannungen erreichen kann. Da aber bei der gruppenweisen Verwendung mehrerer Schwingungskörper dieselben mit Bezug auf Phase und Periode verschieden arbeiten und keinen
Stromdurchlass weder zum Laden, noch zum Entladen des Sammlers ermöglichen können, wohingegen die Einrichtungen ordnungsgemäss arbeiten, sobald die Schwingungskörper den Synchronismus erreicht
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In Fig.
3 sind zwei erfindungsgemässe in Gruppen geschaltete Gleichrichter Rs, Rb dargestellt, aus je einer schwingenden Lamelle la und 1b bestehend, die zwischen den Polen der permanenten Magnete 4a und 4b in Schwingung gesetzt werden.
Wie ersichtlich, sind die Wicklungen der Lamellen hintereinander geschaltet, wodurch der
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zwischen dem festen Kontakt des Gleichrichters und der schwingenden Lamelle einschalten (Fig. 3).
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Gleichrichten von Wechselstrom zum Laden von Sammelbatterien, dadurch
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Lamelle (1) an den Wechselstrom angeschlossen ist, so dass die Lamelle mit diesem frequenz-und phasengleich schwingt, wobei ein an der Lamelle (1) angebrachter Kontakt (11) im Zusammenwirken mit einem feststehenden Kontakte (12) in an sich bekannter Weise das Gleichrichten des über diese Kontakte fliessenden Speisestromes bewirkt.