AT106959B - Einrichtung an elektrischen Erwärmungsmaschinen, insbesondere Schweißmaschinen. - Google Patents

Einrichtung an elektrischen Erwärmungsmaschinen, insbesondere Schweißmaschinen.

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AT106959B
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Inventor
Wilhelm Hoepp
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Aeg Union Elek Wien
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  Einrichtung an   elektrischen Erwärmungsmaschinen,   insbesondere Schweissmaschinen. 



   Bei elektrischen Schweissmaschinen, bei denen der   Schweissprozess   mittels eines   Überstromschalters   (Relais) überwacht wird, ergibt sich die Schwierigkeit, dass die Maximaleinrichtungen verhältnismässig empfindlich eingestellt werden müssen, da der Mehrstrom, auf den sie ansprechen sollen, nicht erheblich über dem normalen Strom liegt, der während der Erwärmung fliesst. Nun ist der Schweissbetrieb infolge der Pausen, die beim Wechseln des   Werkstückes   verstreichen, ein ununterbrochener Betrieb und man ist daher bestrebt, zur Erzielung kleiner und billiger Transformatoren, die Eisensättigung höher zu legen als bei Transformatoren für Dauerbetrieb. Dann tritt aber die bekannte Erscheinung in besonders hohem   Masse   auf, die man mit Sättigungsstoss bezeichnet hat.

   Dieser Sättigungsstromstoss tritt beim Einschalten des Transformators auf und kann ganz beträchtliche Werte erreichen, die weit über dem normalen Schweissstrom liegen. Die Folge ist nun, dass durch diesen ersten Stoss in unerwünschter Weise der Überstromschalter (Kontroller, Relais) zum Ansprechen kommt, so dass   kein geregelter Schweissbetrieb   möglich wird. 



   Diese Schwierigkeiten werden durch die folgende Erfindung behoben. Es wird dabei von dem an sich bekannten Mittel Gebrauch gemacht, den   Primärvtrom   im ersten Augenblick durch einen sogenannten Vorkontaktwiderstand so weit zu begrenzen, dass er nicht mehr stört. Da beim   Schweissbetrieb   die Stromunterbreehung immer nur an bestimmten Stellen erfolgt, so werden erfindungsgemäss diese Schaltstellen mit Vorkontakten und passenden Widerständen versehen. 



   In Fig. 1 und 3 der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der neuen Einrichtung schematisch dargestellt, während Fig. 2 den Verlauf der Magnetisierungskurven bei Benutzung dieser Einrichtung veranschaulicht. 



   In Fig. 1 stellt a den   Fusskontakt   und bein Überstromrelais oder Schütz für selbsttätigen Betrieb dar ; c bezeichnet die Vorkontakte und   d   die Widerstände. Bei richtiger Wahl der Verhältnisse kann man erreichen, dass bei der Stromunterbrechung die Remanenz, welche besonders für die Höhe des Stromstosses massgebend ist, auf einen kleinen oder mehr oder weniger konstanten Betrag   herabgedrückt   wird. 



  Dazu ist es nur nötig, den verkleinerten Strom i (Fig. 2) während wenigstens einer % Periode wirken zu lassen. Ersichtlich wird dann der stark gezeichnete Teil der grossen und kleinen Hysteresisschleife durchlaufen, wobei dann die Unterbrechung im Nullwert des Stromes erfolgen muss, was der kleinen Remanenz f entspricht, während früher die grosse Remanenz g zu gewärtigen war. 



   Eine weitere   Ausführungsmöglichkeit   der Erfindung besteht darin, den Widerstand d oder eine Reaktanz h dauernd im Stromkreis zu belassen, d. h. den Unterbrecher a oder b durch eine Impedanz e zu überbrücken, so dass dauernd ein geringer Strom fliesst. Dies ist besonders zweckmässig an dem Überstromschalter b, da dieser dann einfacher in der Konstruktion bleibt und ein normales   Schütz   (Überstromselbstschalter) ausreicht. Die Rolle dieses Widerstandes kann auch ganz oder zum Teil eine Haltespule übernehmen und die   Abgleichung   kann auch durch eine Parallelimpedanz zur Haltespule erreicht werden. 



   Der Vorkontaktwiderstand kann natürlich auch in mehreren Stufen oder kontinuierlich eingeschaltet werden, wodurch ein störender   Einschwingungsvorgang   vollständig unterdrückt wird. 



   Eine weitere Massnahme   zur Unschädlichmachung des Einschaltstromstosses   besteht darin, diesem Stromstoss einen   Nebenweg zu verschaffen..   Das geschieht dadurch, dass der Vorkontaktwiderstand 

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 hinter der   Überstromspule   angeschlossen wird (Fig. 3), so dass der erste Stromstoss gar nicht durch die Spule fliesst. Dabei wird der Widerstand   d   zweckmässig so bemessen, dass er nur einen kleineren Strom hindurchlässt als zur Schweissung notwendig ist. Dann ist ein vollständiges Einschalten des Primärkreises notwendig und hiedurch die Kontrolle durch den   Überstromschalter   gesichert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an elektrischen Erwärmungsmaschinen, insbesondere   Schweissmaschinen,   mit selbsttätiger   Überstromauslosung,   dadurch gekennzeichnet, dass der Primärstromkreis zur Abschwächung des Sättigungsstosses vorübergehend über einen Widerstand (d) geschlossen wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fussschalter bzw. der Überstromschalter mit einem Vorkontakt (c) ausgerüstet ist, der über einen Widerstand (d) mit dem Hauptkontakt verbunden ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand oder eine Impedanz (e) die Hauptkontakte des Überstromschützes dauernd überbrückt (Fig.-1).
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorkontakt- widerstand (d) derart angeschlossen ist, dass er während der Schaltbewegung vorübergehend einen Nebenschluss zur Auslösespule bildet (Fig. 3). EMI2.1
AT106959D 1925-05-20 1926-05-03 Einrichtung an elektrischen Erwärmungsmaschinen, insbesondere Schweißmaschinen. AT106959B (de)

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