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Das für die Gasbeleuchtung der Eisenbahnfahrzeuge benötigte Gas wird in Behältern, die sich unter dem Wagen befinden, unter einem Druck von 8 Atm. gehalten und von dort durch Rohrleitungen zu einem Druckregler und zu den Verbrauchsstellen geleitet.
Da es vorkommen kann. dass durch eine Beschädigung der Leitung Gas aus derselben strömt, hat man bereits Rücksehlagsicherheitsventile vorgesehen, die bei einer grösseren Gasabnahme automatisch den Behälterinhalt von der übrigen Rohr- leitung abschliessen. Soweit es sich um Neubauten handelt, ist es leicht, ein gutes Sicherheitsventil ein- zubauen. Dagegen ist es schwierig, ein sicher wirkendes Ventil an den heute bereits vorhandenen Gaskesseln anzubringen. Die Befestigung aussen an dem Behälterstutzen hat den grossen Nachteil, dass
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werden kann.
Zur näheren Erklärung sei an Hand der Zeichnung die Stutzenstellung erläutert, wie sie bei den meisten Gasbehältern üblich ist. Durch das Bodenblech a ist das Auslassstüek b von innen durchgesteckt.
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An dieses Auslassstüek setzt sich der Stutzen eines Ventiles oder einer Leitung an. Die Verbindung wird mittels der beiden Flanschen e und t und der Sehrauben g zusammengehalten.
Als Absperrventil soll ein Kugelrückschlagventil Verwendung finden. Die Verwendung in dem erwähnten Behälterstutzen erfolgt in der Weise, dass das Loch des Stutzens aufgeweitet und mit Gewinde
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dass die Kugel bei normalem Gasverbrauch nur etwas gelüftet wird ; iibersteigt der Gasverbrauch jedoch ein zulässiges Mass, sei es durch Beschädigungen der Leitungen oder aus einem andern Grunde, so wird die Kugel durch den stärkeren Gasstrom gegen den Ventilsitz 1 geschleudert und schliesst den Behälter gegen die Leitung ab.
Da der volle Gasstrom für das Anheben der Kugel ausgenutzt wird, lässt sich der Empfindlichkeitsgrad der Vorrichtung durch entsprechende Wahl der Öffnung des Kugeldurchmessers und des Kugel-
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gesehen, durch welche der Behälter a. gefüllt werden kann, die jedoch ausserhalb der Füllzeit durch ein federbelastetes Ventil it geschlossen gehalten wird.
Da es vorkommen kann, dass beim Füllen des Behälters a infolge der grossen Gasgesehwindigkeit die Kugel von ihrer Ruhelage abgehoben und so stark gegen die Fullöffnung m geschleudert wird, dass sie bei kreisrunder Ausführung des nach dem Kugelkäfig zu liegenden Randes der Öffnung m infolge der unvermeidlichen Verschmutzung kleben bleibt, ist dieser Rand nach einer Kurve o ausgebildet, die der Kugel nur ein Anliegen an zwei Punkten gestattet, wodurch ein Festkleben verhindert wird.
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An dem Ventilkegel des aussen sitzenden Ventiles wird eine dünne Spindel befestigt, die es gestattet, durch Herunterschrauben des Ventiles die Kugel zurückzustossen und somit das Ventil wieder zu öffnen.
Durch diese Anordnung werden folgende ausserordentliche Vorteile erzielt :
1. Die vorhandenen Behälter können weiter verwandt werden ; die Änderung besteht nur im Aufbohren und Gewindeschneiden im Stutzen.
2. Die vorhandenen Ventile können verwandt werden ; sie erhalten nur eine Spindel, die in den Ventilkegel eingedreht wird.
3. Die Befestigung zwischen Behälterstutzen und Ventil bleibt unverändert, auch hinsichtlich der Dichtungen.
4. Dadurch, dass das Sicherheitsventil in den Behälter hineingesehraubt wird, ist die Gefahr des Abreissens des Sicherheitsventiles praktisch behoben. Selbst wenn das aussen angebrachte Absperrventil durch einen Stoss sollte abgerissen werden, so bleibt noch immer das Sicherheitsventil in Tätigkeit.
5. Das Sicherheitsventil lässt sieh jederzeit zwecks Kontrolle aus-und wieder einbauen.
6. Da die vorhandenen Teile vollständig benutzt werden können, das Sicherheitsventil selbst sehr billig herstellbar ist, ist die ganze Anordnung ausserordentlich vorteilhaft.
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