AT10529B - Verfahren zur vollständigen Gewinnung des Zuckers aus dem Saturations- und Scheideschlamm der Zuckerfabriken. - Google Patents
Verfahren zur vollständigen Gewinnung des Zuckers aus dem Saturations- und Scheideschlamm der Zuckerfabriken.Info
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Description
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Österreichische PATENTSCHRIFT N'10529.
CARL STEFFEN IN WIEN.
Verfahren zur vollständigen Gewinnung des Zuckers aus dem Saturations-und Scheide- schlamm der Zuckerfabriken.
Der Zweck des vorliegenden Verfahrens ist, die noch erhebliche Menge von Zucker, welche in dem Saturations- und Scheideschlamm der Zuckerfabriken nach den bekannten Absüssmethoden verbleibt, in hoher Reinheit und hoher Konzentration zu gewinnen.
Die bekannten Verfahrensarten der Schlammabsüssung in den Schlammpressen sind mit dem grossen Übelstande behaftet, dass die Auslaugung des Schlammes bis zur vollständigen Erschöpfung des Zuckers sehr unreine und sehr dünne Säfte liefert, welche in
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Krystallisation des Zuckers gelangen. Es wird durch diese gebräuchliche Methode die Qualität der Schf1idesäfte und deren Zuckerkrystallisation einerseits ungünstig beeinflusst, andererseits müssen erhebliche Mengen Absüsswasser zum Eindampfen gelangen. Aus diesem Grunde wird die Absüssung des Schlammes nicht bis zur vollständigen Erschöpfung ausgeführt, sondern bei einer bestimmten, praktisch brauchbaren Grenze unterbrochen, dadurch wird aber ein nennenswertes Quantum von Zucker im Saturationsschlamm verloren gegeben.
Vorstehendes Verfahren beseitigt die Übelstände dieser Schlammabsüssung dadurch, dass die Absüsswässer des Schlammes nicht mehr direkt in die Scheidesäfte geführt werden und die Auslaugung des Schlammes nicht bei einer bestimmten Grenze unterbrochen wird, sondern bis zur vollständigen Erschöpfung an Zucker ausgeführt werden kann. Der Zucker aus diesen unreinen Ahslisswässern wird nicht direkt durch Eindampfen und Krystallisation. sondern in bekannter Weise durch Ausfällen mittelst Kalk als reines, wenig Wasser enthaltendes Kalksaccharat gewonnen, das in bekannter Weise zur Verarbeitung auf Zucker gelangt, indem der gewonnene Zuckerkalk als Scheidemittel in die Rohsäfte eingeführt wird.
Das Verfahren, welches in der Verbindung zweier bekannten Methoden, nämlich des Abzuckerns des Scheide- und Saturationsschlammes mit genügenden Mengen Wassers mit dem Ausscheidungsverfahren mittelst Kalkpulvers besteht, wird in folgender Weise ausgeführt.
Der Schlamm wird mit kaltem oder warmem Wasser in der bekannten Weise zur A süssung gebracht. Der Ablauf von der Filterpresse während des Absüssens gelangt zur selbständigen Abteilung von dem Augenblicke an, wo die Reinheit desselben unter die Reinheit der Scbeidcsäfte sinkt. Die Absüssung wird, unbekümmert um die Konzentration
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Diese abgekühlten Absüsswässer werden der Zuckerausfällung mittelst Kalk nach dem bekannten Ausfällverfahren von Zuckerkalk unterworfen und zwar mit solchen Mengen Kalk im Überschuss, dass der ganze Zucker zur Ausfällung gelangt, worauf der in der Flüssigkeit suspendierte Zuckerkalkschlamm in Filterpressen von seiner Mutterlauge unter
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müssen, ein sehr reines Saccharat, welches, mit Rohsaft oder dünnem Saft aufgemaischt, als Zuckerkalkmilch zur Scheidung des Rohsaftes benutzt werden kann.
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Es wird auf diese Art der ganze Zucker des Saturationsschlammes in einer Reinheit von mehr als 95 Reinheitsquotionten, und da die Sachartate 13-14% Zucker bei etwa 60% Wassergehalt zeigen, auch von hohere Konzentration gewonnen, wodurch die Übelstände des gebräuchlichen Schlammextraktionsverfahrens, nämlich sehr dünne und unreine Absüsswässer, wie Zuckerverluste durch den Schlamm, vermieden werden. Die zur Zucker- ausfällang aufzuwepdende Kalkmenge beträgt etwa das zweieinhalb-bia dreifache Gewicht des Zuckers.
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Claims (1)
- Verfahren zur Gewinnung des Zuckers aus dem Scheide-und Saturationsschlamm der Zuckerfabriken, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Schlamm nach bekannter Art in Filterpressen oder dgl. mittelst genügend grosser Mengen Wasser möglichst vollständig entzuckert wird, worauf das den Zucker enthaltende Absüsswasser, dem Bekannten Ausscheidungsverfahren unterworfen wird, indem es auf Temperaturen unter 300 C. abgekühlt, Kalkpulver in so grossem Überschuss zugeführt erhält, bis der Zucker als Zuckerkalk ausgefällt ist, welch letzterer, von der Flüssigkeit in den bekannten Filterpressen unter Druck abgetrennt, ein sehr reines Kalksaccharat liefert, das in bekannter Weise gemeinsam mit Rohsaft oder anderen Säften der Zuckerfabrikation auf Zucker verarbeitet werden kann.
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