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Österreichische
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf diejenige Art von Acetylenentwicklern, welche in der Österreichischen Patentschrift Nr. 9704 beschrieben sind, und bei welchen eine die I) urchlochung der Carbiddose bewirkende Wolle beim Niedergang der Gasbehälterglocke ausgelöst wird.
Bei dieser Anmeldung werden die sämtlichen Carbidbehälter von einer gemeinschaftlichen Welle nacheinander betätigt, sodass diese Welle zuerst zur Betätigung der Durchlochvorrichtung ausgelöst und, um dieses zu erzielen, ziemlich schwer belastet sein und dann wieder angehalten werden musste, damit nicht die sämtlichen Carbidbehälter der Reihen folge nach hintereinander betätigt wurden. Um dieses zu erzielen, war eine ziemlich verwickelte Einrichtung notwendig, welcher einerseits den Apparat verteuerte und andererseits das sichere Arbeiten desselben beeinträchtigte.
Nach der vorliegenden Neuerung ist die Vorrichtung zur Durchlochung der Carbiddosen bedeutend vereinfacht, indem jeder Carbidbehälter mit einer eigenen Welle für din Durchlochvorrichtung vorsehen ist und jede dieser Wellen vermittelst eines einfachen Hebels und Fallgewichtes betätigt wird und zwar bei verschiedenen Stellungen der Gasglocke. So /. H. wird der erste Carbidbehälter in Tätigkeit gesetzt, bevor die Glocke ihre niedrigste Stellung erreicht hat ; somit beginnt die Gaserzeugung, welche die Glocke wieder hebt. be-
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erst bei dem nächstfolgenden Sinken der Glocke um ein kleines Stück weiter, ausgelost wird.
Die Einrichtung wird mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung erläutert, in welcher Fig.] eine Vorderansicht einer Ausführungsform des Apparates, Fig. 2 einen Grundriss und Fig. 3 eine Seitenansicht darstellt.
Die Carbidbehälter a sind mit Deckeln versehen und mit einer Durchlochvorrichtung ausgestattet, wie sie in der obenerwähnten Anmeldung beschrieben ist. Diese Vorrichtung wird durch Drehung der Kurbelwelle c betätigt, welche durch Niederdrücken der mit Durchlochspitze versehenen Spindel p die Carbiddose durchbohrt und gleichzeitig die Wasserzufuhr durch die Leitung d durch Drehung des Hahnküken q nach dem Behälter a öffnet.
Die Wello c wird um eine halbe Umdrehung bewegt und, da die Kurbel derselben beim Beginn der Bewegung wagrecht steht, so wird sie während des Fallens des Gewichtes o die Spindel zuerst niederdrücken und dann wieder aus dem hergestellten Loch herausziehen. Das Gewicht 0 ist an dem Arme 11 befestigt, welcher an der Welle c festgekeilt ist und wird in etwas vorgebeugter Stellung in seiner oberen Lage durch das hakenförmige Ende eines Winkelhebels !'gehalten. Der Hebel i ist bei k drehbar gelagert und dessen
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gloclie In stützt.
Sinkt nun die Glocke beim Verbrauch des darin befindlichen Gases, so verliert die Rolle/ihre Stütze, nachdem dio Glocke unter eine bestimmte Höhe gesunken ist, und das Gewicht des belasteten Armes 1J drängt den Haken des Armes i beiseite, so dass der Arm mit dem Gewicht o fällt, indem der entgegengesetzte Arm sich über der G ; oke m hinwrg bewegen kann. Hierdurch wird die Durchlochvorrichtung des ersten Carbidbehälters betätigt und die Gasentwickelung beginnt darin.
Die Glocke fängt sofort an, zu steigen, und zwar, bevor sie weit genug gesunken ist, um den Hebel r des zweiten Behälters a auszu-
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laden ist, so dass die Glocke weit genug berabgehen kann, um die Durchlochvorrichtung des zweiten Behälters a zu betätigen, welches in derselben Weise wie mit Bezug auf den Behälter a beschrieben, stattfindet. Die Hebel i und l'besitzen leichte Federn, durch welche sie sofort nach dem Herabfallen der Arme 1 in die ursprüngliche Lage zurückgezogen werden, damit sie aus der Bahn der sich hebenden Behalterglocko m herausbewegt werden.
Die Carbidbehälter werden dann während des Betriebes wieder geladen und die Hebel n
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richtung g dient gleichzeitig als Rückschlagventil nach den sämtlichen Carbidbehältern, so dass beim Laden eines Behälters kein Gas von dem Gasbehälter zurückströmen kann.
Statt des Gewichtes o könnte man zur Betätigung der Welle c selbstverständlich auch eine Feder verwenden.
Die Trockenvorrichtung für das Gas, welche gleichzeitig als Rückschlagventil dient, ist in Fig. 4 veranschaulicht. Sie besteht aus einem Gehäuse 14, in dessen unterer Vertiefung ein Ahlasshahn v angebracht ist, und in dessen Deckel die Gasleitungen,/,./'von den Carbidbehältern unterhalb des Spiegels des darin befindlichen, flüssigen Vaselins einmünden. Das Rohr/t führt nach dem Gasbehälter und mündet in den Gasraum des Ge- häuses tt. Das von den Carbidbehältern kommende Gas wird also durch das Vaselin hin- durchgeführt, wo es seine Feuchtigkeit absetzt und strömt dann durch die Leitung h nach dem Gasbehälter.
In umgekehrter Richtung wird das Gas sich nicht bewegen können, da etwaiger Überdruck in dem Gasraum des Gehäuses 1t das Vaselin in die Leitungen./' hineintreiben würde. Das Wasser wird sich unterhalb des Vaselins absetzen, wie in der Zeichnung angedeutet und kann von Zeit zu Zeit durch den Hahn t abgezogen werden.
Die Anzahl der Leitungen fist gleichgi1tig und können zwei, drei oder mehrere, entsprechend der Anzahl der angewandten Carbidehälter, in das Gehäuse u hineingeführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Acetylenentwickler der unter Pat.-Nr. 9704 geschützten Art, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Durchlochung der Carbiddose, sowie die Betätigung der Wasserzufuhr durch einen doppelarmigen Schwinghebel (i bezw. r) erfolgt, dessen froies lindo sich gegen die Gasbehälterglocke stützt, und über dieselbe fortschwingt, sobald sie unter den Hebel gesunken ist.