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Steuerventil für Einkammer-Druckluftbremsen.
Da die Bremswirkung bei Schnellzugen eine andere ist, als bei gewöhnlichen Zügen oder Güterzügen, muss die Wirkungsweise der Bremsvorrichtung eines Wagens geändert werden, je nachdem der Wagen in die eine oder andere Zuggattung eingereiht werden soll. Diese Einstellung erfolgt für gewöhnlich von Hand, wodurch die Arbeit des Personals entsprechend vergrössert und das gute Arbeiten der
Bremse von der Sorgfalt abhängig gemacht wird, mit der diese Einstellung bewirkt wurde.
Nach. der Erfindung wird diese verschiedene Einstellung dagegen selbsttätig bewirkt.
BeidemaufderZeichnungdargestelltenStenerventillegtsichderStenerkolben1aufdieMembran4, die die Kammern 2 und 5 trennt, die aber beide mit der Hauptleitung in Verbindung stehen, nämlich die Kammer 2 durch den Kanal 3 und die Kammer 5 durch das Ventil 6. Die Stange 7 des Steuerkolbens 1 tritt durch den Dcckd der Kammer 2 hindurch in eine Kammer ein, in der beständig der atmosphärische Druck herrscht. Konzentrisch zu dem Steuerkolben und seiner Stange ist der kleine Kolben 8 mit seiner Stange 9 angeordnet. Ein Kanal 10 setzt die obere Fläche dieses kleinen Kolbens mit der Aussenluft in
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Das Steuerventil hat zwei verschiedene Wirkungen je nach der Stärke des normalen Druckes in der Hauptleitung bei der Fahrt :
1. Normaler Druck während der Fahrt gleich oder kleiner als 5 kg.
Beim Laden der Bremsen füllen sich die Kammern 2 und 5 sowie der Hilfsbehälter mit Luft vom Drucke der Leitung. Der kleine Kolben 8 wird durch diesen Druck auf den Treibkolben gepresst. Wenn beim Beginn des Bremsens der Druck in der Leitung und dcmcntsprechend auch in der Kammer2 verringert wird, lässt der Druck in der Kammer 5, der konstant geblieben ist, den Steuerkolben 1, den kleinen Kolben 8, die Hohlstange 12 und den Gegenkolben 22 als ganzes nach oben gehen. Die Hohlstange lfgt sich gegen das Auslassventil 14 und hebt dann das Einlassventil 16.
Wenn der Steuerkolben sich gegen die Schulter 26 legt, tritt der zylindrische Teil 17 des Doppelventiles aus dem Kanal heraus und die Pressluft kann ungehindert aus der Kammer 18 in die Kammer 20 strömen. Da die Spannung der Feder 2. 3 viel grösssr ist, als der von dem in der Kammer 5 herrschenden
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zylinder bemerkbar macht und die auf den Gegenkolben einwirkt, die, dass der kleine Kolben 8 zurückgeschoben wird, der bei seiner Bewegung die Hohlstange 12 urd das Doppelventil jJ mitnimmt, bis der
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zylinder, der sich trotzdem weiter lullt,
bis das Gleichgewicht hergestellt ist zwischen der von dem Druck in dem Bremszylinder auf den Gegenkolben 22 ausgeübten Kraft und der auf den Steuerkolben von dem Druckunterschied der Kammern 2 und 5 ausgeübten Kraft.
II. Normaler Druck während der Fahrt höher als 5 kg. Im Anfang ist die Wirkungsweise dieselbe wie im vorigen Fall, da aber die Spannung der Feder 23 nunmehr kleiner ist, als die von dem Druck in der Kammer 5 auf den kleinen Kolben 8 ausgeübte Kraft, wird der sich auf der Oberseite des Gcgenkolbens 22 entwickelnde Druck die Spannung der Feder 23 überwinden, und der Boden des Gcgenkolbens 22 wird mit der Stange 7 des Steuerkolbens 1 in Berührung kommen, ohne bei seiner Bewegung die Hohlstange 12 mitzunehmen.
Das-Doppelventil 15 wird also vollständig offen bleiben und der Bremszylinder wird fortfahren
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1. Steuerventil für Einkammer-Druckluftbremsen in dessen die Hauptleitung von der isolierten Kammer trennenden Steuerkolben ein kleiner Kolben konzentrisch angeordnet und auf einer Seite dem Druck der isolierten Kammer, auf der andern Seite dem Atmosphärendruck unterworfen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der den Bremszylinder von der Atmosphäre trennende Gcgenkolben (22) von einer
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Vermittlung der kleine Kolben (13) bei Druckminderung in der Hauptleitung das Einlassventil (16) zwischen der zum Hilfsluftbehälter führenden Leitung (19) und der zum Bremszylinder führenden Leitung 2l)
nur zu Anfang oder während der ganzen Dauer der Bremsdruckentwicklung mit grossem Durehgangsqufrsehnitt offen hält, je nachdem die Wirkung des normalen Betriebsdruckes auf den kleinen Kolben (8) kleiner oder grösser ist als die Spannung einer zwischen Gcgenkolben (22) und Hohlstange (12)
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